kennt und erklärt die Begriffe Stuhlkontinenz bzw. –inkontinenz, Defäkation, Faeces,
Faeces (Stuhl/Kot) = Endprodukt der Verdauung → besteht aus Wasser, Bakterien, Nahrungsresten usw.
Defäkation = Stuhlentleerung (Ausscheidung über den Darm)
Stuhlkontinenz = der Person ihren Stuhlgang bewusst kontrollieren kann .
Stuhlinkontinenz = der Person kann den Stuhlgang nicht mehr kontrollieren.
Begriffe einfach erklärt
Stuhlkontinenz: Stuhl kann kontrolliert gehalten werden.
Stuhlinkontinenz:Stuhl kann nicht kontrolliert gehalten werden.
Defäkation:Medizinisches Wort für Stuhlgang.
Faeces: Medizinisches Wort für Stuhl/Kot.
kann eine Stuhlanamnese beim Patienten erheben und weiß welche Beobachtungen die Pflegepersonen am Stuhl durchführen können (Defäkationsvorgang, Menge, Konsistenz, Geruch,…
👉 Wichtige Inhalte der Stuhlanamnese:
Häufigkeit der Stuhlentleerung ( wie oft Stuhlgang)
Zeitpunkt (regelmäßig/unregelmäßig)
Beschwerden (Schmerzen, Pressen)
Veränderungen (z. B. Durchfall oder Verstopfung)
Begleitsymptome : Blähnung , Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung
Ernährung und Flüssigkeit: Ballaststoffe, Trinkmenge
Medikamente,: Antibiotika, Eisen, Abführmittel
Hilfsmittel: Braucht der Patient Unterstützung (zß Toilettenstuhl)
Wie oft haben Sie Stuhlgang?
Wann war der letzte Stuhlgang?
Gibt es Schmerzen beim Stuhlgang?
Haben Sie Durchfall oder Verstopfung?
Müssen Sie stark pressen?
Gibt es Veränderungen beim Stuhl?
🟢 Beobachtungen am Stuhl
Pflegepersonen achten auf folgende Kriterien:
🔹 1. Defäkationsvorgang:schmerzlos oder schmerzhaft, Pressen notwendig? regelmäßig oder unregelmäßig
🔹 2. Menge :wenig ,viel normal: ca. 100–500 g täglich
🔹 3. Konsistenz/Form:normal: weich und geformt auffällig: flüssig (Diarrhö), hart (Obstipation)
🔹 4. Farbe _normal: braun auffällig: schwarz, rot, grün, grau
🔹 5. Geruch :normal: nicht stark auffällig_verändert nach Ernährung oder Krankheit (z. B. faulig, sauer
🔹 6. Beimengungen: Blut_Schleim _Parasiten _Fett
kennt Normwerte
Farbe: mittel- bis dunkelbraun
Konsistenz: weich, geformt
Häufigkeit: 2x täglich bis 3–4x pro Woche
Menge: ca. 100–500 g täglich
…und kann physiologische und pathologische Veränderungen erkennen, einschätzen und korrekte Handlungen setzen
Physiologisch (normal):
braun, weich, nicht stark riechend
Regelmäßiger Stuhlgang
Kein Schmerz beim Stuhlgang
Normaler Geruch
Normale Häufigkeit:
1–2-mal täglich bis 3–4-mal pro Woche
👉 Pathologisch (krankhaft):
schwarz → Blutung im Darm oder Magen
rot → Blutung unten
grün → Infektion
grau → Leber/Galle Problem
flüssig → Diarrhö Durchfall
hart → Obstipation
Schmerzem beim Stuhlgang
kennt die Fachbezeichnungen von pathologischen Veränderungen
Diarrhö = Durchfall
Obstipation = Verstopfung
Meläna (Teerstuhl) = schwarzer Stuhl
Hämatochezie = frisches Blut im Stuhl
Steatorrhoe → Fettstuhl
Flatulenz → Blähungen
Tenesmen → schmerzhafter Stuhldrang
Inkontinenz → unkontrollierter St
„Ohne Durchfall mag Hanna selten fettige Torten essen.“
weiß, welche Point of care Tests zu Verfügung stehen, setzt diese korrekt ein- weiß welche Parameter die einzelnen Tests untersuchen und prüfen- und kann diese richtig durchführen (Vorbereitung, Durchführung, Nachsorge)
🧪 1. Okkulttest (Hämoccult-Test)
👉 Was ist das?
Ein Okkulttest ist ein Test, mit dem man verstecktes Blut im Stuhl erkennt.
Das Blut ist mit dem Auge oft nicht sichtbar.
Der Test wird verwendet, um z. B.:
Darmblutungen
Darmerkrankungen
Darmkrebs
früh zu erkennen.
Wichtige
3 Tage vorher:
Kein rotes Fleisch
Kein Vitamin C (kann Ergebnis verfälschen)
Keine Blutungen (z. B. Menstruation berücksichtigen)
Vorbereitung
Handschuhe anziehen
Material vorbereiten
Patient informieren
Durchführung
Kleine Stuhlprobe entnehmen
Auf Testfeld auftragen
Ergebnis richtig ablesen oder notieren
Nachsorge
Ergebnis dokumentieren
Material entsorgen
Händedesinfektion durchführen
Arzt informieren bei positivem Ergebnis
Stuhlprobe
Eine Stuhlprobe ist eine kleine Menge Stuhl, die zur Untersuchung ins Labor geschickt wird.
Damit untersucht man z. B.:
Bakterien oder Viren
Parasiten
Blut im Stuhl
Entzündungen
Die Probe wird in ein spezielles Röhrchen gegeben.
Stuhlröhrchen vorbereiten
Kleine Menge Stuhl entnehmen
Probe hygienisch verschließen
Beschriften und ins Labor senden
Händedesinfektion
Beobachtungen dokumentieren
beschreibt die Grade der Stuhlinkontinenz und kann diese korrekt von Patient*innen erfragen
Grad 1: leichte Verschmutzung der Unterwäsche/unkontrolliertem Gasabgang
Grad 2: häufiger Stuhlverlust
Grad 3: kompletter Kontrollverlust
Patient*innen können korrekt und respektvoll gefragt werden, indem man z. B. fragt:
„Können Sie Winde oder Stuhl immer sicher halten?“
„Verlieren Sie manchmal flüssigen oder festen Stuhl?“
„Spüren Sie den Stuhldrang rechtzeitig?“
Grad 1: unkontrollierter Abgang von Winden
Grad 2: unkontrollierter Abgang von flüssigem Stuhl
Grad 3: unkontrollierter Abgang von festem und flüssigem Stuhl
Grad 4: vollständiger Verlust der Darmkontrolle
kann adäquat und gezielt Kontinenz-fördernde und Kontinenz-erhaltende Maßnahmen ergreifen und PatientInnen dahingehend anleiten
Gezielte Kontinenz-förderne
Die Pflegeperson kann passende Maßnahmen machen, damit PatientInnen Harn oder Stuhl besser halten können.
Maßnahmen
regelmäßig zur Toilette gehen
rechtzeitig helfen
genug trinken
Bewegung fördern
auf Hygiene achten
Haut pflegen
passende Hilfsmittel verwenden
PatientInnen anleiten
Toilettengänge erklären
zum Trinken motivieren
Übungen zeigen
Selbstständigkeit fördern
Ziele der Pflege
Kontinenz erhalten
Inkontinenz vermeiden
Wohlbefinden fördern
Selbstständigkeit stärken
…kann den Begriff Diarrhö und Obstipation beschreiben und pflegerische Maßnahmen nennen
Diarrhö (Durchfall)
Diarrhö bedeutet Durchfall
Der Stuhlgang ist :
häufigem Stuhlgang,
flüssiger Stuhl oder breiigem Stuhl
Ursachen:
Infekte
falsches Essen
Medikamente
Stress
Pflegerische Maßnahmen
viel trinken lassen
leichte Kost geben
auf Hygiene achten _ Handschuhe und händedesinfektion
Hautschutz im analbereich
Stuhl beobachten und dokumentieren_häufig menge und aussehen
Ruhe geben
Obstipation (Verstopfung)
Obstipation bedeutet:
Die Stuhlgang ist:
seltener Stuhlgang,
harter Stuhl,
schweres Pressen
Schmerzhaft
zu wenig trinken
wenig Bewegung
falsche Ernährung
viel trinken fördern
ballaststoffreich essen unterstützen _wie Obst Gemüse und Vollkornprodukte
regelmäßige Toilettengänge unterstützen
Privatsphäre schützen
Bauchmasseg nach Ordnung
Bei Bedarf Abführmittel nach ärztlicher Ordnung
Stuhl beobachten und dokumentieren
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