Sonographie -Terminologie
weniger echogen = dunkler
Fortgeschrittene Rheumatoide Arthritis im Röntgen
Periartikuläre Weichteilschwellung
Periartikuläre Osteoporose
Gelenkspaltverschmälerung
Marginale Erosionen
Subchondrale Zysten
Gelenkdestruktionen mit Subluxationen
Ankylosen (= Knöcherne oder fibröse Versteifung von Gelenken mit anschließendem, vollständigem Bewegungsverlust)
Szintigraphie
Die Szintigrafie ist ein Verfahren zur Darstellung der Aktivität eines Gewebes oder Organs, bei dem sich radioaktiv markierte Stoffe (sog. Tracer) in Geweben mit hoher Stoffwechselaktivität anreichern. Die abgegebene Strahlung wird als Bild festgehalten. Da Entzündungen wie eine Arthritis eine hohe Stoffwechselrate aufweisen, kann man sie mithilfe der Szintigrafie gut lokalisieren und bspw. bei fraglichen Befunden diagnostisch einsetzen.
Mögliche sonographische Zeichen bei Appendizitis
Appendixdurchmesser↑
Kokarden-Phänomen
Wandverdickung
Flüssigkeit um die Appendix
Appendix nicht komprimierbar
Bei Perforation: Freie intraabdominelle Luft
sonographisches Zeichen bei Appendizitis
Bei der in der Sonografie im Querschnitt getroffenen entzündlichen, ödematös geschwollenen Appendix wechselt sich eine echoreiche mit einer echoarmen und wieder einer echoreichen Schicht ab. Dies nennt man Kokarden- oder Schießscheiben- bzw. Target-Phänomen.
Das schießscheibenartige Aussehen der Appendix entsteht durch den ringförmigen Verlauf ihrer Wandschichten.
Media-Schlaganfall im cCT
cCT nativ
Hyperdenses Mediazeichen: Kontrastierter Thrombus in der verschlossenen A. cerebri media
Abgeflachte Gyri, verengte Sulci und flaue Hypodensitäten im Mediastromgebiet: Beginnende Demarkierung des Infarktareals (beginnendes Hirnödem)
Ausschluss einer intrakraniellen Blutung
Sonographie bei Leberzirrhose
Leberform und -struktur
Leberkontur höckrig
Abrundung des Leberwinkels
Verplumpte, bikonvexe Organform
Inhomogene Parenchymstruktur, variable Hyperechogenität des Parenchyms mit bindegewebigerSeptierung
Lebergröße: Initial Organvergrößerung, im Verlauf Atrophie mit Organverkleinerung
Hypertrophie des Lobus caudatus
Weitere Merkmale
Rarefizierte intrahepatische Portal- und Lebervenen
Komplikationen der Leberzirrhose wie eine portale Hypertension
Typische radiologische Befunde bei Pneumonie
Bei einer Lobärpneumonie (z.B. durch Pneumokokken) bestehen großflächige, häufig auf einen Lungenlappen begrenzte Verschattungen mit positivem Bronchopneumogramm
Bei einer Bronchopneumonie(lobulären Pneumonie) liegen unscharf begrenzte und diffus in der Lunge verteilte Infiltrate vor
Bei einer interstitiellen Pneumonie typischerweise retikuläre Verschattungen.
Sonografisch können bei allen Formen begleitende Pleuraergüsse und/oder B-Linien detektiert werden.
CT-Befunde bei Akuter Pankreatitis
Innerhalb erst 72h kein CT! Dann als Verlaufskontrolle möglich
Entzündliche peripankreatische Flüssigkeit
Aufgetriebenes Organ (interstitiell-ödematöse Pankreatitis)
Hypodense Nekrosezonen (nekrotisierende Pankreatitis)
Luft als Zeichen einer infizierten Nekrose oder Perforation
PET-CT
Die PET-CT hebt Strukturen hervor, die entweder einen hohen Glucoseumsatz haben oder an der Zirkulation von 18FDG zwischen venöser Injektion und Ausscheidung über den Urin beteiligt sind. Hierzu gehören physiologischerweise Leber, Milz, Herz, Nieren und die ableitenden Harnwege. Aufgrund des hohen Energieumsatzes in Krebsgewebe eignet sich das Verfahren hervorragend, um das Ausbreitungsmuster verschiedener Neoplasien zu visualisieren.
Kerley-Linien
bei interstitiellem Verschattungsmuster der Lunge
Feinfleckige, retikuläre oder streifige Zeichnungsvermehrung (meist beidseits)
Streifenschatten sind bevorzugt perihilär sichtbar bzw. vom Hilus nach peripher ausgehend
Kerley-A-Linien: Bis zu 5 cm lange Linien, von hilär nach apikal verlaufend
Kerley-B-Linien: 1–2 cm lange, horizontale Streifenschatten in der basalen Peripherie
Kerley-C-Linien: Feinmaschige, netzartige Zeichnungsvermehrung, die alle Lungenfelder betreffen kann
RöThx bei Herzinsuffizienz
Retikuläres Muster
I.d.R. kein Bronchopneumogramm erkennbar
Zeichen der Herzinsuffizienz: Vergrößertes Herz (Herz-Thorax-Quotient >0,5), Kerley-Linien, unscharf begrenzte Lungengefäße, basoapikale Umverteilung der Lungendurchblutung mit Vergrößerung der Lungengefäße in den Oberlappen
ggf. Pleuraerguss
im lateralen Strahlengang Einengung des Retrosternal- und Retrokardial Raums
Strahlenbelastung durch CT Thorax und CT Thorax/Abdomen
Eine CT des Thorax verursacht eine Exposition von ca. 10 mSv(≈ 50 Thorax-Röntgenaufnahmen). Eine kombinierte Untersuchung von Thorax und Abdomen kommt auf eine Exposition von ca. 20 mSv (≈ Jahresgrenzwert beruflich strahlenexponierter Personen).
Ablauf und Komplikationen ERCP
Vorgehen
Kontrastmitteldarstellung der Gallenwege und/oder Pankreasgänge nach endoskopischem Aufsuchen und Sondieren der Papilla duodeni major
Röntgen-Durchleuchtung mit Lokalisation pathologischer Prozesse: Gangkonkremente zeigen sich als Kontrastmittelaussparung
Endoskopische Papillotomie
Ggf. Einlage eines die Obstruktion überbrückenden Kunststoff-Stents (zur Sicherung des Gallenflusses immer anstreben)
Steinextraktion: Häufig papilläre Ballondilatation oder Dormia-Körbchen
Ggf. Steinzertrümmerung (Lithotripsie): I.d.R. mechanisch oder mit Laser durch einen über die Papille an das Konkrement geführten Lithotripsie-Katheter
Komplikationen: Durchschnittliche Gesamtkomplikationsrate 10%
1% Perforation, insb. nach Papillotomie
3% Blutung, insb. nach Papillotomie
3% Cholangitis durch bakterielle Infektion
5% Post-ERC(P)-Pankreatitis: Postinterventionelle Schmerzen mit gleichzeitiger Pankreasenzymerhöhung (Lipase, Amylase), insb. bei Darstellung des Ductus pancreaticus bzw. schwieriger Intervention mit intraduktalen Druckschwankungen
Stauungszeichen Lungenödem RöThx
Kardiales Lungenödem
Schmetterlingsform
Zeichen der Herzinsuffizienz: Vergrößertes Herz, Kerley-Linien, unscharf begrenzte Lungengefäße, basoapikale Umverteilung der Lungendurchblutung mit Vergrößerung der Lungengefäße in den Oberlappen
Kerley-B-Linien
Nicht-kardiales Lungenödem
I.d.R. keine Schmetterlingsform, keine Zeichen der Herzinsuffizienz
Bspw. im Rahmen eines Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS): Bilaterale diffuse Verschattungen mit positivem Bronchopneumogramm, ohne Veränderung der Herzgröße und initial ohne Pleuraergüsse
Lebermetastasen im Sono
Echoarme oder echoreiche, relativ scharf begrenzte Läsionen
Anhand der Echogenität können Rückschlüsse auf den Primärtumor getroffen werden
Echoarm (65% der Fälle): Mammakarzinom, Bronchialkarzinom, Lymphome, Pankreaskarzinom
Echoreich: Gastrointestinale Tumoren, neuroendokrine Tumoren, Nierenzellkarzinom
Häufig perifokaler echoarmer Randsaum aufgrund des verdrängenden Charakters der Metastasen, wodurch eine sog. „Bull's eye“-Darstellung entsteht (echoreiche, solide Metastase mit echoarmem Randsaum
Vergleich der radiologischen Befunde bei Lobärpneumonie vs atypische Pneumonie
Merkmal
Lobärpneumonie (typische Pneumonie)
Atypische Pneumonie
Verteilung
Lokalisiert, meist ein Lappen oder Segment betroffen
Diffus, häufig bilateral, perihilär oder in Mittelfeldern betont
Begrenzung
Scharf durch Fissuren, konvex nach außen gewölbt
Unscharf, unregelmäßig, keine Fissurenbegrenzung
Röntgenmorphologie
Homogene Konsolidierung mit positivem Aerobronchogramm, häufig lobär
Feinfleckige, retikuläre oder streifige Zeichnungsvermehrung, kein Aerobronchogramm
Begleitbefunde
Pleuraerguss häufig, reaktive Lymphadenopathie möglich
Lymphadenopathie, besonders bihilär; Pleuraerguss selten
CT-Morphologie
Flächige Konsolidierung eines Lappens, ggf. angrenzende Milchglastrübungen
Milchglastrübungen, interstitielle oder retikuläre Verdichtungen (ähnlich NSIP-Muster)
Typische Erreger (historisch)
Streptococcus pneumoniae
Mycoplasma pneumoniae, Chlamydophila pneumoniae, Legionella pneumophila
DD milchglasartige Infiltrate
„Milchglastrübung“ (engl. ground glass opacity) bezeichnet eine in der CT sichtbare, inhomogene Transparenzminderung bei der die Gefäßzeichnung noch erkennbar bleibt — im Gegensatz zur Konsolidierung. Ursache ist meist eine partielle Füllung der Alveolen, interstitielle Infiltration, Ödem oder fibrotische Verdichtung
Typische Ursachen:
Infektiös: Pneumonien (z.B. virale Pneumonie, COVID‑19, PCP, atypische Pneumonien), frühstadiale Lobärpneumonie
Interstitiell: Idiopathische Lungenfibrose (UIP), nicht-spezifische interstitielle Pneumonie (NSIP), Sarkoidose, exogen-allergische Alveolitis
Medikamentös oder toxisch: Medikamenteninduzierte interstitielle Lungenerkrankung, Amiodaron- oder Chemotherapieassoziierte Alveolitis
Neoplastisch: Lymphangiosis carcinomatosa, Adenokarzinom in situ („Milchglasrundherd“)
Ödematös: Akutes Lungenödem (ARDS, kardial/nicht‑kardial), Unterdrucködem
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