Definition “Anatomie”
Wissenschaft zum Aufbau und Strukturierung des menschlichen Körpers und seiner Organe
Definition “Physiologie”
Die Lehre vom Körper
Wissenschaft, die sich mit den Lebensvorgängen, den funktionellen Vorgängen im Organismus befasst
meist “normale” also gesunde Prozesse im Körper
Definition “Pathologie”
Lehre von Krankheiten, ihrer Entstehung und den damit verbunden organisch-anatomischen Veränderungen
pathologisch = krankhaft
Was ist der grundlegende Unterschied zwischen einer Biopsie und einer Autopsie?
Untersuchungsmethoden zur Feststellung von Krankheits- oder Todesursachen
Biopsie -> Am lebenden Gewebe
Autopsie -> Am verstorbenen Gewebe
Was beschreiben die Begriffe Ätiologie und Pathogenese?
Ätiologie: Lehre der Ursache von Krankheiten
-> Endogen = innerlich z.B. genetisch bedingt
-> Exogen = Ursachen äußerlich / umweltbedingt z.B. Lebensstil, Schimmel in der Wohnung
Pathogenese = Entstehung von Krankheit / Entstehungsmechanismus
Was versteht man unter einer „Disposition“ und welche Faktoren beeinflussen diese?
Disposition = Bereitschaft die Krankheit zu entwickeln
Einflussfaktoren:
Genetik
Geschlecht
Alter
Komorbiditäten (Begleiterkrankungen)
Wie unterscheidet sich die Inzidenz von der Morbidität?
Inzidenz: Anzahl der Neufälle einer bestimmten Krankheit in einem Zeitraum
Morbidität: Krankheitshäufigkeit, also Anzahl der Erkrankten bezogen auf eine definierte Gruppe ( z.B. 10 pro 100.000 Einwohner)
Erkläre den Unterschied zwischen einem Symptom und einem Syndrom am Beispiel von Morbus Basedow.
Syndrome = Zusammenhang von mehreren Symptomen
Symptome = Krankheitszeichen, die wahrnehmbar sind
-> sichtbar, tastbar, hörbar, messbar
-> Unterteilung in Objektiv, Subjektiv, Charakteristisch, uncharakteristisch
z.B.
Syndrom: Morbus Basedow
Symptome: Herzrasen, Vergrößerung der Schuilddrüse, Herausragen des Augapfels
Warum ist das Verhältnis zwischen Mortalität und Letalität für die Einschätzung der Gefährlichkeit einer Krankheit wichtig?
Mortalität: Anzahl der Todesfälle durch eine bestimmte Krankheit bezogen auf die Gesamtbevölkerung
Letalität: Tödlichkeit der Krankheit im Verhältnis von Toten im Bezug auf die Zahl der tatsächlichen Erkrankten
Was beschreibt der Begriff Resistenz im Kontext der Krankheitsabwehr?
Resistenz= Widerstandsfähigkeit einer Person, abhängig von Faktoren wie Alter, Ernährung, Begleiterkrankungen
Nenne Beispiele für Organsysteme, Organe, Gewebe, Zellen
Organsysteme
Kardiovaskuläres System, Respiratorisches System, Verdauungssystem, Immunsystem,…
Organe
Haut, Herz, Lunge, Magen, Darm, Leber, Niere, Gehirn,…
Gewebe
Muskelgewebe, Fettgewebe, Bindegewebe, Nervengewebe
Zellen
Nervenzelle, Blutzelle, Fettzelle, Muskelzelle, Eizellen,…
Gehirn
Schilddrüse
Lunge
Thymus
Magen
Milz
Darm
Blase
Genitalien
Nieren
Pankreas
Gallenblase
Leber
Herz
Begriffe Zuordnen
Aussehen, Merkmale und Funktion des Zellorganell: Endoplasmatisches Rektikulum
rER:
Funktion: Proteinherstellung
Aussehen: Membransystem mit vielen Ribosomen auf der Oberfläche, steht in Verbindung mit Kernmembran
Merkmale:
Teil des intrazellulärem Stofftransportwegs
Besonders stark in Nerven, embryonal und Drüsenzellen ausgeprägt
Bildet auch Enzyme für Libosomen
gER:
Funktion: Bildet Hormone, Fettsäuren und Lipide
Aussehen: Ohne Ribosomen, Steht mit der rER in Verbindung
ist auch in Kernlosen Zellen
dient als Kalzium Speicher
ist an Stoffwechselvorgängen beteiligt
in Hormonproduzierenden Zellen und Nervenzellen
Aussehen, Merkmale und Funktion des Zellorganell: Ribosomen
Funktionen: Protein-Synthese, Freie Ribosome bilden zelleigene Proteine, Am rER liegende Ribosome produzieren Exoportproteine
Aussehen: Komplexe aus Proteinen und kleinen RNA-Molekülen
nicht von einer Membran umgeben
bilden mit rER eine funktionelle EInheit
Sitzen entweder auf der Oberfläche des rER oder frei im Zytroplasma
Aussehen, Merkmale und Funktion des Zellorganell: Golgi-Apparat ?????
-
Aussehen, Merkmale und Funktion des Zellorganell: Lyosomen
Aussehen, Merkmale und Funktion des Zellorganell: Mitochondrien
An welchem Körper wird die Biopsie durchgeführt?
Was ist ein Syndrom?
Was ist ein Symptom?
Womit beschäftigt sich die Pathologie?
Was ist die Hauptfunktion des Zellkerns in einer menschlichen Zelle?
enthält Erbinformationen
kontrolliert die Aktivität und Funktion der Zelle
Welche drei Hauptstrukturen haben (fast alle Zellen) und welche Zellen stellen eine Ausnahme dar?
Zellmembran, Zytoplasma und Zellkern
Ausnahme: Erythrozyten und Thrombozyten
Was ist die Rolle der Mitochondrien in der Zelle?
Kraftwerke der Zellen: Bilden Energie in Form von ATP
Erkläre die Funktion des endoplasmatischen Retikulums in der Zelle
rER: Proteinsynthese
gER: Bildung von Hormonen, Fettsäuren und Lipide, außerdem Kalziumspeicher
Was sind Lysosomen in der Zelle und was ist ihre Funktion?
von einer Membran umgebene Vesikel, in denen sich große Mengen Enzyme befinden
-Verdauung von zelleigenen Partikeln oder Stoffe, die nicht mehr benötigt werden
Was ist die Funktion von Ribosomen in der Zelle?
Proteinsynthese
In freien Ribosomen: zelleigene Proteine z.B. Enzyme
Am rER: Exportproteine
Beschreibe die Funktion der Zellmembran.
begrenzt die Zelle
bildet Barriere zwischen dem Raum außerhalb der Zelle (Extrazellularraum) und Zellinneren (Intrazellularraum)
schützt die Zelle vor mechanischer und chemischer Schädigung
Welche zwei Arten des Zelltodes kennen Sie? Beschreiben Sie die beiden Arten.
Apoptose (programmierten Zelltod)
Zellen brauchen dauerhaft Überlebenssignal von außen durch z.B. Hormone, Wachstumsfaktoren oder Andere Botenstoffe
Wenn kein Signal oder direktes Todessignal, dann tritt der Zelltod ein
Enzyme und Proteine werden aktiviert um sich selbst und andere Proteine zu zerstören, dabei schrumpft die Zelle und zerfällt
Kern und ZYtoplasmastücke werden als Zelltrümmerchen (Apoptosekörper) abgeschnürt und von Fresszellen (Phagozyte) abgebaut
Nekrose (unkontrollierter Zelltod)
wird durch außeneinflüsse ausgelöst
Zelle schwillt an und platzt
Freigesetzte Zellfragmente führen zur Entzündungsreaktion
Bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, bei der
die Barrierefunktion (Schutz vor äußeren Einflüssen) der Haut gestört ist. Nennen Sie
Beispiele für solche äußeren Einflüsse! Welche weiteren Funktionen erfüllt die Haut?
Schutz vor äußeren Einflüssen
Schutz vor Unterkühlung bzw. Überwärmung
Schutz vor Austrocknung
Schutz der darunterliegenden Strukturen, z. B. der Gefäße
Eindringen von Krankheitserregern
Schutz vor Chemikalien oder Strahlung (z. B. Sonnenstrahlung)
Wahrnehmung
Berührungen, Druck, Vibration und Temperatur
sozialer Kontext und Gesundheitszustand
Die Barrierefunktion wird hauptsächlich von der Hornschicht der Oberhaut
erfüllt. Welche Zellen sind für die Oberhaut typisch?
Oberhaut (Epidermis)
Hornschicht (Stratum corneum)
Die abgestorbenen hornbildenden Zellen (Keratinozyten) heißen Hornzellen (Korneozyten)
bilden den Hauptanteil der Hautbarriere
Abdichtung erfolgt zum einen durch die noch erhaltenen Zellverbindungen
zum anderen durch Fette zwischen den Zellen
Glanzschicht (Stratum lucidum)
Zone, an der die Keratinozyten absterben
Körnerzellschicht (Stratum granulosum)
In den Zellen sammelt sich das Material Keratohyalin an, welches später die Hornschicht bilden wird
kleine Speicherkörnchen im Zytoplasma verleihen dieser Zellschicht unter dem Mikroskop ein gekörntes Aussehen
Stachelzellschicht (Stratum spinosum)
Die Keratinozyten bilden enge Kontakte mit Nachbarzellen (unter dem Mikroskop stachelige Form)
Basalzellschicht (Stratum basale)
Stammzellen, die sich teilen können → bilden neue Keratinozyten
Emma leidet unter einem starken Juckreiz. Wie Juckreiz entsteht, ist noch nicht
endgültig geklärt, vermutet wird eine Reizung der freien Nervenendigungen der Haut.
Wozu dienen diese physiologischerweise? Welche weiteren Mechanorezeptoren gibt es?
Nennen Sie deren Funktionen!
Emmas Haut ist sehr trocken, weshalb sie ein spezielles rückfettendes Ölbad
benutzt. Erklären Sie, welche Drüsen die gesunde Haut geschmeidig halten! Welche
weiteren Drüsen liegen in der Haut und wozu dienen sie?
Schweißdrüsen:
Bestehen aus Drüsenknäul und liegen im Übergang zw. Dermis und Subkutis
sondern saures Sekret ab (Schweiß) → hemmt Bakterienwachstum
Temperaturregulierung!
Duftdrüsen:
größere Drüsenpakete besonders im Achsel- und Schambereich
Sondern alkalisches Sekret ab (→ an diesen Stellen kein Säureschutz → häufigere Infektionen z.B. Schweißdrüsenabszess)
Olfaktorische Kommunikation (Stress/Angst) Fortpflanzung und Partnerwahl (Pheromone, Pubertät)
Talgdrüsen:
Liegen an Haarwurzeln an und münden in Haartrichter
Sondern öliges Sekret ab
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