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Brückenbau

CD
by Carina D.

Haupttragsysteme für Straßen- und Eisenbahn-Brücken

Balkenbrücke

  • einfeldrig:

    • in massiver Bauweise: ab ca. L = 12 (15) m häufig vorgespannt

  • mehrfeldrig:

    • (Stützeweite kann durch ausgeprägte Vouten vergrößert werden)

    • in massiver Bauweise:

      • ab ca. L = 15 m vorgespannt, offene Querschnitte bis ca. L = 50 m, darüber Hohlästen

  • Überbau frei drehbar auf Unterbau gelagert

  • Verhältnis der Stützweiten vom Mittelfeld zu den Endfeldern beachten (siehe andere Karteikarte)

  • Vorteile:

    • Längenänderungen des Überbaus aus Vorspannung und Temperatur sowie Durchbiegungen infolge Belastung sind zwängungsfrei möglich. (Unterschied Einfeldträger (stat. best.) und Mehrfeldträger (stat. unbest.) beachten)

    • Balkenbrücken mit konstanter Konstruktionshöhe werden als parallelgurtig bezeich net und stellen im Hinblick auf die Herstellung die wirtschaftlichste Bauart dar.

  • Nachteile:

    • geringe Stützweiten verglichen mit anderen Haupttragsystemen


Rahmenbrücke

  • für kleine Stützweiten auch als geschlossene Rahmen, für größere Brückenlänge auch als Schrägstielbauwerke

  • biegesteife Verbindung zwischen Riegel und Stiel

  • Rahmenbrücken sind eine Sonderform der integralen Bauwerke (Integrale Bauwerke: Überbau u. Widerlager/Stützen direkt verbunden, keine Lager. Semi-integrale Bauwerke: mehrfeldriger Überbau, der mit den Innenstützen biegesteif verbunden und auf den Widerlagern gelenkig gelagert ist.)

  • Vorteile:

    • Durch Einspannung geringere Biegmomente im Feld => geringere Bauhöhe

    • keine Lager => verringerte Wartungskosten während der Nutzungsphase

    • Schrägstielbrücken: Stiele werden geneigt ausgeführt => Sprengwerkswirkung verstärkt sich => höhere Drucknormalkräfte, die im Riegel und in den Stielen günstig zum Überdrücken der Biegeanteile wirken

    • Analogie Sprengwerk:

  • Nachteile:

    • Zwar geringere Biegemomente im Feld, dafür aber hohe Horizontalkräfte an den Stützenfußpunkten => Gründung muss das auch können

    • hohe Zwangsbeanspruchungen infolge Temperatur, weil sich Bauwerk nicht frei in Längsrichtung verformen kann

      • => hoher Aufwand für die Gründung, welche die Unverschieblichkeit der Auflagerpunkte garantieren muss

      • => ungeeignet bei schlechtem Baugrund

      • => Begrenzung der Riegellänge, weil Zwangskräfte mit zumehmender Stützweite steigen


Fachwerkbrücke

  • in Massivbauweise nicht sinnvoll

  • Vorteile:

    • eigenen sich besonders für Stahlbrücken

    • System mit untenliegender Fahrbahn besonders geeignet bei geringer Bauhöhe

  • Nachteile:

    • aufwändige Herstellung und Unterhaltung durch aufwändigen Korrosionsschutz

    • nicht geeignet bei kleinen Radien


Bogenbrücke

  • üblicherweise aus Stahlbeton

  • Variante: Gewölbereihe

  • Vorteile:

    • zur Überbrückung einer einzigen Spannweite (z. B. Tal mit tiefem Einschnitt)

    • aus der Haupttragwirkung (Sprengwerkswirkung?) resultieren im Bogen hauptsächlich Druckkräfte, Biegemomente im Bogen haben untergeordnete Bedeutung

  • Nachteile

    • nicht geeignet bei kleinen Radien

    • man braucht guten Baugrund, da viel Druck aus dem Bogen in den Baugrund kommt

      • und laut Skript: Der Bogen erzeugt einen großen Bogenschub an den Lagerpunkten (Lagerungspunkte Bogen = “Kämpferpunkt”). Guter Baugrund zur Aufnahme des Bogenschubs erforderlich.



Stabbogenbrücke

  • Im Unterschied zur Bogenbrücke wirkt die Fahrbahnplatte bei der Stabbogenbrücke nicht nur als Gewicht, sondern als Zugband zwischen den beiden Kämpfern.

  • üblicherweise in Stahlbauweise

  • in Massivbauweise nicht sinnvoll

  • Vorteile:

    • gut geeignet bei geringer Bauhöhe

    • Variante Netwerkbogenbrücke:

      • (Stützweite kann vergrößert werden)

      • Die Hänger bilden ein Hängernetz, das wie die Diagonalen eines Fachwerks eine schubsteife Verbindung von Bogen und Ver steifungsträger erzeugt. Dadurch werden die Biegemomente und damit die Kon struktionshöhe sowohl des Bogens als auch des Versteifungsträgers deutlich redu ziert.

  • Nachteile:

    • nicht geeignet bei kleinen Radien


Schrägseilbrücke

  • Vorteile:

    • große Spannweiten realisierbar / Einsatz für größere Stützweiten, für die andere Systeme technisch begrenzt sind

    • Bauwerk im Freivorbau (d. h. ohne Hilfsstützen) herstellbar. Die einzelnen Abschnitte werden mit dem gleichzeitigen Einbau weiterer Schrägseile vorgebaut.

    • Bei Schrägseilbrücken wird die Fahrbahn mit schrägen, geneigten Seilen an einem Pylon aufgehängt. Die in den Pylon eingeleiteten Zugkräfte werden rückwärtig durch Schrägseile zum Randfeld aufgenommen. Die Verankerung der Zugkräfte erfolgt so, dass die Horizontalkräfte aus den Seilen als Druckkräfte vom Versteifungsträger aufgenommen und ausgeglichen werden. Damit entsteht ein für Horizontalkräfte innerlich geschlossenes, d.h. selbst verankertes System.

  • Nachteile:

    • kaum als Eisenbahnbrücke wegen des verformungsweichen Tragsystems

    • nicht geeignet bei kleinen Radien


Hängebrücke

  • in Massivbauweise nicht sinnvoll

  • üblicherweise im Stahlbau

  • Vorteile

    • Einsatz für größere Stützweiten, für die andere Systeme technisch begrenzt sind

  • Nachteile:

    • kaum als Eisenbahnbrücke wegen des verformungsweichen Tragsystems

    • nicht geeignet bei kleinen Radien

    • Bei erdverankerten Hängebrücken wird die Zugkraft aus dem Tragseil in Ankerblöcken, die aus Schwergewichtswiderlagern oder Zugpfählen bestehen, verankert. Sie hat den Vorteil, dass zunächst die Tragseile und Pylone aufgebaut werden können und dann der Versteifungsträger abschnittsweise ohne Gerüst eingehängt werden kann.

    • Tragseile (also nicht die vertikalen Seile (nicht sicher)) können praktisch nicht ausgetauscht werden => hohe Anforderungen an Korrosionsschutz und Dauerhaftigkeit der Verankerung der Tragseile am Ende der Brücke

    • Versteifungsträger (horizontale Platte / Fahrbahnträger, der an den Seilen hängt?) sehr schlank => dynamische Probleme (Flatterschwingungen)


Vertikale Verkehrslasten => LM 1 und LM 4

  • Einwirkungen für Straßenbrücken nach EC für Brücken mit Einzelstützweiten bis 200 m und Fahrbahnbreiten bis 42 m. Für größere Stützweiten liegen die Werte auf der sicheren Seite, werden aber unwirtschaftlich.

  • Unterteilung der Fahrbahn (Breite zwischen den Schrammborden (Brückenbreite abzüglich der Kappenbreiten)) in rechnerische Fahrstreifen mit w = 3 m und Restfläche - unabhängig von dem wirklichen Fahrstreifen:

    • Es gilt: Fahrstreifen 1 isst am höchsten belastet, Fahrstreifen 2 am zweithöchsten, Fahrstreifen 3 am dritthöchsten. Die Lage der Streifen in nicht festgelegt (also es muss Streifen 1 nicht immer auf der rechten Seite liegen), sondern die Lage muss so gewählt werden, dass für den Einzelnachweis die ungünstigste Beanspruchung aus dem LM resultiert.

  • LM 1:

    • UDL: gleichmäßig verteilte Flächenlasten - festeglegt je Fahrstreifen

    • Tandem-System (TS): Einzellasten

      • Fahrstreifen 1: 300 kN je Achse, d. h. 600 kN je Tandemachse, 150 kN je Rad

        Fahrstreifen 2: 200 kN je Achse, d. h. 400 kN je Tandemachse, 100 kN je Rad

        Fahrstreifen 3: 100 kN je Achse, d. h. 200 kN je Tandemachse, 50 kN je Rad

      • Abstand der Doppelachsen in Längsrichtgung: 1,2 m

      • Radaufstandsfläche: 40 x 40 cm²

      • Eine (vollstände) Tandenachse je Fahrstreifen

        • Aber: Für lokale Nachweise ist es zulässig, auch nur eine Achse oder Radlast an zusetzen, wenn dies zu ungünstigeren Ergebnisse führt.

      • Wie bei den UDL-Lasten sind die TS-Lasten zwar an den Fahrstreifen gekoppelt, aber die Tandemachse eines Fahrstreifens ist in Querrichtung nicht an die Tandemachse des benachbarten Fahrstreifens gekoppelt

        • Tandemachsen können innerhalb ihren Fahrstreifens in Querrichtung unabhängig voneinander verschoben werden, um ungünstigste Kombi zu erreichen (aber Radabstand >= 0,50 m (“Achsabstand” der Räder, also nicht Radaußenkante zu Radaußenkante))

        • Aber: Bei globalen Nachweisen sollte jede Doppelachse in der Mitte der rechnerischen Fahrstreifen angesetzt werden.

      • Verschiebung in Brückenlängsrichtung gekoppelt, um ungünstigste Ko,bi zu errechichen (nicht sicher)

      • Für ungünstigste Stellung von Einzellasten auf Plattenbrücken bspw. Homberg-Tafeln

  • LM 4:

    • Menschenansammlungen: 5 kN/m², auch auf Geh- und Radweg



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Carina D.

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