Beschreiben Sie die Dauer-, Intervall- und Wiederholungsmethode und geben Sie Beispiele für die Anwendung im Training.
Dauermethode
• Entwicklung der Grundlagenausdauer /Förderung der Regeneration
• Durchgängige Bewegung ohne Pausen
• gleichbleibende Geschwindigkeit
• Verbesserung der aeroben Kapazität steht im Vordergrund
Intervallmethode
• Kombination aus Belastungs- und Erholungsphasen
• Pausen führen nicht zur vollständigen Erholung
• extensive Intervallmethode: Pause kürzer als das Belastungsintervall
• intensive Intervallmethode: Pause länger als das Bealstungsintervall
• Länge der Pausen kann über die Herzfrequenz gesteuert werden(kein einheitlicher Puls)
Wiederholungsmethode
Die Wiederholungsmethode ist durch eine (nahezu) vollständige Pause gekennzeichnet. Diese Trainingsform eignet sich vor allem für das Training der Schnelligkeit.
Was bedeutet “lohnenden Pause” und wo findet sie ihre Anwendung?
bei der “lohnenden Pause” erholt sich der Körper im ersten Drittel der Erholungszeit zu etwa ⅔
• nach diesem ersten ⅓ Wird das Training wieder aufgenommen
• Anwendung: z.B. im Intervalltraining
Nennen Sie Anpassungsreaktionen des Körpers auf Trainingsreize.
Organsysteme (z.B. Herz wächst)
Hormone
Nervensystem
Psyche
Verbrennungssystem
=> Erhöhung der sportlichen Leistungsfähigkeit
Was bezeichnet man als “Übertraining” und wodurch kann dies ausgelöst werden?
chronische Überlastungsreaktion, meist durch kontinuierlich zu hohe Trainingsintensität, zu
hohes Trainingsvolumen u/o. unzureichende Regenerationszeiten zw. Einheiten
weitere Faktoren:
- Negative Lebensweise (alkohol etc.)
- Psychische Stressbelastung(Schule, Beruf etc.)
- Krankheit( Verletzung, Infekte, etc.)
Erläutern Sie das “Superkompensationsmodell” und betrachten Sie es kritisch.
zw. Belastung und Anpassungsreaktion des Körpers besteht dynamisches Gleichgewicht
(Homöostase) ohne Reiz, nur leichte Schwankungen im Leistungsniveau
• Auslenkung durch Trainingsreiz -> um Gleichgewicht wiederherzustellen und auf zukünftige
Reize vorbereitet zu sein, kommt es zur Anpassung von Funktionen und Strukturen.
• Wiederherstellungsvorgänge steigern Leistungsniveau für beschränkten Zeitraum
• Diese Phase nennt man Superkompensation (Leistungsfähigkeit liegt über Ausgangslevel)
Erläutern Sie die Arten der Energiebereitstellung.
Form des anaeroben Stoffwechsels
• Abbau der energiereichen Phosphate Adenosintriphosphat (ATP) und Kreatinphosphat(KrP) ohne
Beteiligung von Sauerstoff und ohne Laktatbildung
• kommt dann zur Anwendung wenn große Energiemengen pro Zeiteinheit nötig sind
• Begrenzt auf 7-10 Sekunden (Aerobe Energiegewinnung beginnt)
Nennen Sie Anpassungsreaktionen des Körpers auf Ausdauertraining.
Herzvolumen steigt
• max. Sauerstoffaufnahme steigt
• Körperfettanteil sinkt
• Mitochondrienzahl steigt
• aerobe Enzymkapazität steigt
• Anteil ST-Fasern steigt
Beschreiben Sie die Belastungsnormative im Ausdauertraining.
Belastungsintensität
• Bewegungsgeschwindigkeit (m/s; km/h; km/min)
• die durchschnittliche Herzfrequenz (HF/min), die auf einer Strecke eingehalten wird
• Prozent (%) von einer best. Leistung auf einer Strecke oder von einem anderen Wert
Belastungsumfang
• die Streckenlänge (m, km), deren Wiederholungen und Serien in einer TE mit einer bestimmten
Übungsform absolviert werden
Belastungsdichte
• die Pausenzeit zwischen den Teilstrecken, Wiederholungen, Serien - ein best. Verhältnis (1:2;
1:3) zwischen Belastungsdauer u. Pausenzeit
Belastungsdauer
• die Zeit (sec, min, h) für das Absolvieren einer Strecke;
Nennen Sie Kontrollgrößen zur Steuerung des Ausdauertraining.
Herzfrequenz
Laktat
Subjektives Belastungsempfinden (Borg Skala)
Atmung
Erläutern Sie die verschiedenen Formen der Kraft und geben Sie Beispiele aus ihrer Sportart.
Maximalkraft:
Maximalkraft ist die höchste Kraft, die bei einer willkürlichen Kontraktion aufgebracht werden kann.
Kraftausdauer:
Kraftausdauer ist die Fähigkeit, eine möglichst hohe Kraftstoßsumme in einer gegebenen Zeit zu
produzieren.
Schnellkraft:
Schnellkraft ist die Fähigkeit, einen möglichst großen Kraftstoß innerhalb einer zur Verfügung stehenden Zeit zu entfalten.
Nennen ud erklären Sie die drei Muskelkontraktionsarten.
Dynamische Maximalkraft:
Konzentrisch: Überwindung des maximal möglichen Widerstands
Exzentrisch: vgl. Herablassen des Maximalgewichts
Statische:
Isometrisch: Statische Maximalkraft (Haltekraft)
Erklären Sie den Begriff “Reaktivkraft”.
Fähigkeit, in einem Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus einen möglichst hohen Kraftstoß zu realisieren
Nennen Sie Belastungsnormativen im Krafttraining.
Benennen Sie die Struktur der Schnelligkeit.
Reaktionsschnelligkeit
Aktionsschnelligkeit: zyklisch + azyklisch
Nennen Sie Faktoren, die die Schnelligkeit beeinflussen.
Zusammenspiel Arbeitsmuskel/Hilfsmuskeln- Gegenspieler
• Kraftfähigkeiten
• Technik
• Energiereiche Phosphate
• Entspannungsfähigkeit
• Willenskraft
• Muskelfaserspektrum
• Beweglichkeit
• Äußere Bedingungen
Benennen Sie die Voraussetzungen für effektives Schnelligkeitstraining.
Disziplinspezifisches Training
• paralleles Training elementarer und komplexer Schnelligkeitsfähigkeiten
• Bewegungspräzision
• maximale Intensität
• variables Training
• ohne Ermüdung
• hohe Motivation und Konzentration
• Kontrolle und Ergebnisrückmeldung
• intensives Aufwärmen
Erläutern Sie den Begriff “Beweglichkeit”.
Fähigkeit, Bewegungen willkürlich mit der erforderlichen Schwingungsweite ausführen zu können
Bennenen Sie Faktoren, die die Beweglichkeit beeinflussen.
endogene Faktoren:
neurophysio. Bedingungen, Kraft Antagonisten, Stoffwechsel
Gelekflächen, Sehnen, Bänder,Muskeln
exogene Faktoren:
tageszeit, Temperatur, äußere Kräfte, Belastung, Alter
Bennenen und beschreiben Sie verschiedene Arten des Dehnens und nennen Sie Beispiele zur Anwendung im Sport.
aktiv-dynamisch: intermittierend, rythmisch, ballistisch (dyn Ausfallschritte)
dynamisch-passiv: intermittierend, rythmisch, ballistisch (äußere Einflüsse)
statisch-aktiv: Antagonisten-Kontraktion, CHRS ((contract-hold-relax-stretch): 6-10“ isometrische Anspannung, dann lösen und
20-30“ Stretchen)
statisch-passiv: klassisches Stretching
Was ist Koordination und benennen Sie die “koordinativen Fähigkeiten” und nennen Sie Grundsätze für ein effektives Training.
harmonische Zusammenwirken von Sinnesorganen, Nervensystem und Skelettmuskulatur, um Bewegungen präzise, ökonomisch und sicher zu steuern
DORFKRUG
Erläutern Sie die Begriffe “Intermuskuläre/Intramuskuläre” Koordination!
Intermuskuläre Koordination
Zusammenspiel der Muskulatur, z.B. Agonist / Antagonist bei zyklischen Bewegungen
Intramuskuläre Koordination
Nerv-Muskel-Zusammenspiel eines einzelnen Muskels innerhalb eines gezielten
Bewegungsablaufs.
• Gekennzeichnet durch das Wechselspiel von Nervensystem und Skelettmuskulatur in Bezug auf
Einsatz und Beanspruchungsgröße der motorischen Einheiten.
Beschreiben Sie das Koordinations-Anforderungs-Regler-Modell (nach Neumaler) und geben Sie Beispiele.
Erläutern Sie den Regelkreis des motorischen Lernens.
Prozess, wie Bwg erlernt und verbessert werden
4 Phasen: Wahrnehmung, Planung, Ausführung, Feedback
Erklären Sie die Begriffe, “Bewegungssteuerung” / “Bewegungsregelung” am Beispiel der open Loop / closed loop Theorie.
Modell der Open-Loop-Kontrolle:
• Modell der Bewegungssteuerung mit zentralistischem Ansatz
• Annahme: Bewegungen sind im Gehirn durch ein motorisches Programm abgespeichert
• Bewegungen benötigen kein Feedback-Mechanismus, also Rückkopllungsprozesse über innere
oder äußere sensorische Informationen
• Sportler entscheidet sich für Bewegung, Programm wird ausgewählt und über Exekutive gelangt
es zum Muskel-Skelett-System-> Ausführung
Modell der Closed-Loop-Kontrolle:
• Modell der Bewegungsregelung mit peripheralistischem Ansatz
• Bewegung wird durch sensorische Feedbackmechanismen mitgesteuert bzw. korrigiert
• Jede Bewegung wird in Bezug zu einem Sollwert gesetzt (Korrektur bei Diskrepanzen)
Nennen Sie sportmotorische Tests und geben Sie Anwendungsbeispiele aus der eigenen Sportart.
Ziel: Messen des aktuellen Leistungsstands, Messung von Leistungsveränderungen
Was bedeutet ”Zyklisierung” im Zusammenhang mit der Trainingsplanung?
Zyklisierung bezieht sich auf die Periodisierung von Trainingsplänen in verschiedenen Trainingszyklen, um die körperliche Leistungsfähigkeit eines Athleten zu maximieren. Es geht darum, den Trainingsprozess in klar definierte Einheiten zu unterteilen und den Fokus und die Intensität des Trainings in jedem Zyklus anzupassen, um eine stetige Verbesserung der Leistung zu erreichen.
Phasen: Vorbereitungsphase, Wettkampfphase und Erholungsphase
Beschreiben Sie Nutzen und Effekte eines Höhentrainings.
Training in geringer bis mittlerer Höhe (1000 –2500m)unter O2-Mangelbedingungen (HYPOXIE)
akute Anpassung:
• Steigerung des HMV (Herz-Minuten-Volumen)das Volumen an Blut, dass pro Minute vom Herz gepumpt wird
• Steigerung des AMV (Atem-Minuten-Volumen)das Volumen an Luft, dass pro Minute eingeatmet wird
• Abnahme des Plasmavolumens durch erhöhten Wasserverlust über den Urin („Höhendiurese“)
chronische Anpassung:
• gesteigerte Erythropoese(Bildung und Entwicklung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
• Anpassung im Bereich des Muskels(Steigerung des Myoglobingehaltes, Zunahme der Mitochondrien)
Positive Auswirkung des Höhentrainings auf die aerobe Leistungsfähigkeit in der Höhe
• Nicht eindeutig sind die Ergebnisse für die Auswirkungen auf die aerobe Leistungsfähigkeit im Flachland
• Hochindividuelle Reaktion auf Höhentraining: Responder-Nonresponder
Welche potentiellen Gefahren birgt das Höhentraining?
Individuelle Reaktion auf das Höhentraining
• Thrombosegefahr: Hämatokrit, weil Erythrozyten und gesteigerter Wasserverlust
• Muskelumbauprozessen: Muskelproteinverlust
Höhenkrankheit
Benennen Sie Vorteile des “Aquajoggens” gegenüber “normalen Joggens”.
Spezifisches/semispezifisches Lauftraining weitgehend ohne orthopädische Belastung
geeignet für:
-alle Ausdauersportler
-Ausdauersportler, die grenzwertige Laufumfänge erreicht haben
-Rekonvaleszenten nach Verletzungen / Operationen
-Breitensportler mit Gewichtsproblemen (Gelenksbelastungen)
Wirkungen
• hydrostatische Druck des Wassers Ausatmen erleichtert, Einatmen erschwert
• Massageeffekt des WassersKomprimierung der peripheren Venen
• Unterstützung des venösen Blutrückflusses zum Herzen
• Reduzierung der Herzfrequenz gegenüberdem Laufen
• Herabsetzung der Muskelspannung bei warmem Wasser (>27 Grad C)
Erläutern Sie die Wirkung des “Kältekammer” / Kühlweste / des Eisbadens.
Muskelverspannungen werden gelöst ->Verbesserung der Beweglichkeit
• Freisetzung von „Glückshormonen“ (Endorphine)
• Herzfrequenz in Ruhe und bei Belastung deutlich gesenkt
• Laktatbildung bei gleicher Belastung niedriger
• Erhöhung des Lungenvolumens, Verbesserung der O2-Sättigung des Blutes
• Heilung von Entzündungen, Beschleunigung der Erholung
• Stärkung des Immunsystems
Weste: Einsparung von Energie, Schutz vor Hitzeschäden, Leistungssteigerung
Erläutern Sie die Begriffe “Afferenz, Efferenz, Reafferenzen” im Zusammenhang mit der Bewegungskoordination.
Afferenzen (= eingehende Signale):
Informationen / sensorische Signale, die Sportler über ihre Umwelt und sich selbst erhalten und die zum ZNS geleitet werden
Efferenzen (= ausgehende Signale):
Informationen, die der bewegungsausführenden Muskulatur vom ZNS übermittelt werden
Reafferenzen:
Rückmeldungen (Feedback) über den Verlauf (bewegungsbegleitend) oder das Ergebnis einer motorischen Handlung
Was bedeutet “Tapering” im Zusammenhang mit der Wettkampfvorbereitung?
Unter Tapering versteht man eine Verfahrensweise zur Modellierung des Trainings, welche zu einer
Maximierung der sportlichen Leistungsfähigkeit zu einem gegebenen Zeitpunkt (wichtiger Wettkampf) führt.
gezielte reduktion der Belastung in Tagen/ Wochen vor WK
Welche Phasen durchläuft ein Sportler im langfristigen Trainingsaufbau?
Basistraining
Grundlagentraining
Aufbautraining
Anschlusstraining
Hochleistungstraining
1-2= Talenterkennung, 1-3: Talentförderung, 1-4: Nachwuchstraining
Welche Bedeutung hat das Anforderungsprofil einer Sportart für die Trainingsplanung?
Anforderungsprofils einer Sportart ist unerlässlich, um einen zielgerichteten und effektiven Trainingsplan zu erstellen.
⁃ Technische Anforderungen: Jede Sportart erfordert bestimmte technische Fertigkeiten
⁃ Taktische Anforderungen
⁃ körperliche Anforderungen
⁃ Psychische Anforderungen
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