1 - VDI-Richtlinien: Was machen VDI 2221 und VDI 2206?
Definition:
Methodische Richtlinien für systematische Produktentwicklung, die den Prozess strukturieren und nachvollziehbar machen soll.
Anpassbar und iterativ nutzbar.
VDI 2221 - generischer Aufbau
VDI 2206 - speziell für Mechatronik
2 - VDI 2221: Wie ist der grundsätzliche Aufbau der VDI2221
1- Produktplanung
2- Konzeptphase
3- Entwurf
4- Ausarbeitung
Wichtig: Grundlegend iterativ Gedacht
-> Zwischenergebnisse können zu Rückschritten oder Anpassung der Anforderungen führen
3 - VDI 2221: Welche Aktivitäten und welches Ergebnis hat die Produktplanung?
Aktivität
Ergebnis
präzisieren der Aufgabenstellung
= Anforderungen in Form von Anforderungsliste
4 - VDI 2221: Welche Aktivitäten und welches Ergebnis hat die Konzeptphase?
Aktivitäten
Funktionen ermitteln & strukturieren
Prinzipielle Lösungen suchen
Funktionsstruktur lösungsneutrales Blockdiagramm
lösungsneutrales Blockdiagramm
prinzipielle Lösungskonzepte => QFD
5 - VDI 2221: Welche Aktivitäten und welches Ergebnis hat Phase Entwurf ?
Gliedern in einzelne entwerfbare Modelle
Entwurf der einzelnen Modelle
Entwurf Gesamtsystem
Lösungkonzept => morphologischer Kasten
Systemarchitektur
Teilentwürfe + Gesamtentwurf => FMEA
6 - VDI 2221: Welche Aktivitäten und welches Ergebnis hat Phase Ausarbeitung?
Ausarbeiten der Ausführungs- und Nutzungsangaben
Produktdokumentation
7 - VDI 2221: Wie ist der schematische Aufbau der VDI2221?
8 - VDI 2206: Wie sieht der schematische Aufbau der VDI 2206 aus?
zum Verständnis:
Das V hat eine simple Logik: links wird geplant, unten gebaut, rechts getestet. Die Form macht sichtbar, dass jede Test-Ebene rechts ihren Partner auf gleicher Höhe links hat.
Die 6 Stationen, von oben links im Uhrzeigersinn:
Geschäftsmodell (oben links) – Warum machen wir das überhaupt? Idee, Markt, Geld.
Spezifikation (Mitte links) – Was soll das System können? Anforderungen festlegen.
Architektur (unten links) – Wie ist das System aufgebaut? Welche Bausteine, welche Schnittstellen?
Implementierung (unten rechts) – Bausteine konkret bauen (jetzt erst trennen sich Mechanik, Elektronik, Software).
Integration (Mitte rechts) – Bausteine zusammensetzen und prüfen: passt das zur Architektur (3)?
Übergabe (oben rechts) – Fertiges System abnehmen und prüfen: erfüllt es die Spezifikation (2) und das Geschäftsmodell (1)?
Was das V soll: Auf jeder Höhe gehört links eine Planung zu rechts einem Test. Dadurch wird auf jeder Detailebene geprüft, ob das Gebaute zur ursprünglichen Idee passt – Fehler werden früh und auf der richtigen Ebene gefunden, statt erst am fertigen Produkt.
Merksatz: Links denkst du dich vom Groben ins Feine, rechts setzt du dich vom Feinen wieder ins Grobe zusammen – und auf jeder Ebene gibt es einen Querabgleich.
9 - V-Modell (VDI 2206): Was sind die 6 Meilensteine des V-Modells der VDI 2206?
Geschäftsmodell
Spezifikation
Architektur
Implementierung
Integration
Übergabe
10 - V-Modell (VDI 2206): Was bedeutet Verifikation und Validierung?
Verifikation: Haben wir das richtig entwickelt?
Validierung: Haben wir das richtige entwickelt?
11 - Konstruktionsmethodik: Was ist die Rule of Ten und wieso ist sie relevant bei den Modellen?
Rule of Ten = Kosten für Fehlerbehebung steigen um Faktor 10x mit jedem weiteren Entwicklungsschritt
Relevant - iterativen Charakter Nutzen und lieber doppelt in frühen Phasen aufpassen
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