Theoretische Annahmen zum Zusammenhang von Stress und Leistung
Negativ linearer Zusammenhang
-> Stressoren sind schädlich für Leistung
Positiv linearer Zusammenhang:
-> Stressoren sind positiv für Leistung
Umgekehrt u-förmiger Zusammenhang:
-> Mittleres Ausmaß an Stressoren ist förderlich für Leistung
Erklärungsansatz für inkonsistente Befunde in Laborstudien in Bezug auf Auswirkngen von Stressoren
Es gibt unterschiedliche Art von Stressoren
Challenge Stressors = herausfordernde Stressoren, die unter mehr Anstrengung bewälttigt werden können
Hindrance Stressors= behindernde Stressoren, die schwer sind wie Rollenkonflikte oder arbeitsorganisatorische Probleme
Was ist Coping
Anstrengungen im kognitiven und Verhaltensbereich, die darauf abzielen mit spezifischen ecternalen und internalen Anforderungen umzugehen
Unterscheidung verschiedener Coping Strategien
-> Problemorientiertes Coping -> aktives Problemlösen
-> Emotionsorientiertes Coping -> zielt auf Bewältigung der eigenen Emotionen ab
Problemorientiertes Coping
Problem, das Stress verursacht, verändern
-> Planen, sich aktiv Unterstützung holen etc
-> Tritt eher dann auf, wenn Situation als veränderbar eingeschätzt wird
-> bezieht sich auf sich selbst und auch auf Umwelt möglich
Emotionsorientiertes Coping
= Emotionale Reaktion auf das Problem regulieren
-> tritt eher dann auf, wenn Situation als wenig veränderbar eingeschätzt wird
-> kann Neubewertung sein aber auch sich beruhigen/sich aufregen
negative Effekte von sich aufregen oder Problemvermeidung
-> positive Effekte von sich beruhigen
-> Gefahr der Selbst-Täuschung (z.b. sichs schön reden)
Welche Coping Strategien am besten
Problemorientierte (aktive) Copingstrategien haben positive Zusammenhänge mit psychischer Gesundheit
Emotionsorientierte Copingstrategien
-> negativ Effekt für lautstark sich aufregen oder Problemvermeidung
-> positiver Effekt von sich beruhigen, Entsapnnung
Flexibler Einsatz = coping variability am effektivsten
-> je nach Situation problemorientiertes oder emotionsorientiertes Coping
Heutzutage auch viele Interventionsansätze-> Vermittlung in Trainings und Bücher
Erkläre Stressmanagment- Interventionen
Kognitiv- Behaviorale Methoden
-> Fokus auf Kognitionen und aktives Coping
z.B. Stressimpfungstraining
Entspannungstraining
-> Fokus auf Mentale und körperliche Entspannung
z.B. progressive Muskelentspannung
Multimodale Ansätze
Erkäre Stress-Impfungs-Training
Kognitiv behaviorale Methode als Stressmanagment-Intervention
Psychoedukation-> Stressprozesse werden erklärt
Erwerb und Einüben von Stressbewältigungstechniken
-> Aktives Problemlösen und Emotionen kontrollieren
Prävention von Stress
Handlungsroutinen für Stresssituation erarbeiten
Körperliche Entspannung durch Atemübungen
-> Kognitives Coping
Modifikation des internen Dialogs
Bemerken und Ändern von negativen Selbst-Statements
-> Anwendungsphase
Rollenspiele
Coping-techniken in realen Situationen ausprobieren
Wirksamkeit Stressmanegmenttrainings
wirksame Methode um Stresserleben und Beschwerden zu reduzieren und Gesundheit zu verbessern
Multimodale Trainins scheinen nicht effektiver als Trainings mit spezifischem Fokus d.h. mehr Inhalte sind nicht immer besser
zunehmend Onlineangebote
Was sind die Wirkmechanismen von sozialer Untrstützung
reduziert objektiven Stress
reudziert wahrgenommenen Stress
Bedürfnis
Stärkung Selbstvertrauen
Förderung von günstigen Coping-Strategie
Mögliche negative Effekte von sozialer Unterstützung
sobald Soziale Unterstützung als Zeichen von Schwäche oder geringe Kompetenzgesehen wird, wirkt soziale Unterstützung negativ auf Befinden und Gesundheit
—> normalerweise aber Haupteffekt soziale Unterstützung auf Befinde und Gesundheit
—> aber kein Puffereffekt also puffert auch hier NICHt den Effekt von Stress auf geringes Befinden ab
Inkonsistente Befunde bezüglich Einfluss von Stress—> Ergebnisse von LePine
Wird damit begründet, dass Stressor nicht gleich Stressor ist
sondern-> hängt von Art des Stressors ist wie der Zusammenhang zw Stress und Leistung ausfällt
Unterscheidung zwischen
Challenge Stressors = herausfordernde Stressoren, die unter mehr Anstrengung wie Zeitdruck bewältigt werden können
Hindrance Stressors= behindernde Stressoren wie z.B. Rollenkonfliktr
Mediierende Prozesse: Motivation und Erschöpfung
Teilweise postiive aber auch kurvilineare Zusammenhänge -_> stressoren sind also nicht immer negativ auf Leistung sondern z.T. förderlich
ABER. Auswirkungen für Gesundheit sind schädlich!!! Auswirkung langfrisitge Leistung ebenso fraglich
Bei Arbeitsgestaltungsmaßnahmen also Zusammenhänge beachten z.B. Reduktion von Stress nicht unbedingt Produktivitätssteigerung
Was sind wichtige Ressourcen auf der Arbeit
Handlungsspielraum (vgl. Job Demand- Job Control)
Soziale Unterstützung/Klima
Positives Vorgesetzenverhalten (Feedback, Coaching)
Persönliche Ressourcen
-> Stressbewältigungsstrategien (coping)
-> Selbstwert, Selbstwirksamkeit, Optimismus
-> Erholung in Freizeit
Erkläre Handlungsspielraum Zusammenhang mit Stress
Zeitlicher Rahmen, in dem einzelne Teilaufgaben erledigt werden
Reihenfolge, in der Arbeitsschritte ausgeführt werden
Vorgehensweisen und Mittel, mit dem Ziel erreicht wird
Eigenschaften des Ergebnisses
-> Handlungsspielraum wird als positiv erlebt
-> Handlungsspielraum reduziert Stressoren
-> Handlungsspielraum hängt positiv mit Indikatoren für psychische Gesundheit zusamen
-> Handlungsspielraum hängt positiv mit Leistung zusammen
Erkläre den Puffereffekt
Handlungsspielraum reduziert Zusammenhang zwischen Stressoren und Störungen des Befindens dadurch
-> reduziert wahrgenommenen Stress
Abstimmung zwischen Stressor und Tätigkeit
ALSO: Handlungsspielraum als Moderator zwischen Stress und geringeres Befinden
—> JOB-DEMAND JOB CONTROL MODELL
gilt als empirisch bestätigt
aber Puffereffekt eher weniger bestätigt -> es ist eher Haupteffekt von Handlungsspielraum (puffert nicht unbedingt Effekt von Stress auf Befinden ab, sondern fördert Befinden)
aber: handlungsspielraum auch potentielle Kosten wie benötigte kognitive Ressourcen
AUCH kein Puffereffekt von sozialer Unterstützung!
nur Haupteffekt
BEDEUTET: MAN SOLLTE SOWOHL RESSOURCEN STÄRKEN ALS AUCH STRESSOREN REDUZIEREN !!!!!!-> RESSOURCNE KÖNNEN NEGATIVE EFFEKT VON STRESSOREN NUR BEGRENZT ABPUFFERN
Erkläre die Laborstudie von Searle, Bright und Bochner
Aufgabe: Briefe sortieren
Manipulation der job demands (Stressoren):
Arbeitsbelastung (Höhere vs. niedrigere Zielvorgabe an zu sortierenden Briefen)
Maschinengeschwindigkeit (weniger Zeit pro Brief= Zeitdruck)
Ergebnisse:
Mehr sortierte Briefe unter hohen Stress
ABER: Mehr Fehler und schlechtere Selbsteinschätzung der Leistung
—> höhere Quantität, aber geringere Qualität
Wie zeigte sich der Effekt von Stress in Laboruntersuchungen
Eingeschränkte Aufmerksamkeit
Reduzierte Arbeitsgedächtniskapazität
Vereinfachte Entscheidungsstrategien
Abnahme von analytischem Vorgehen
Unvollständige mentale Stimulationen
ABER: oft kurzfristige Erhöhung der Leistung in bestimmten Bereichen
Modell der kompensatorischen Leistung nach Hockey
Personen wollen Leistungsbafalll bei hohem Stress entgegen wirken
Fokussierung auf primäre Aufgaben -> höhere Investition in Asntrengung
ABER dadurch: Vernachlässigung sekundärer Aufgaben wie Qualität und Sicherheit = Leistungsabfall in diese BEreichen
Modell zeigt also: unterschwellige Leistungseinbußen unter hohem Stress
Erkläre die Ressource: Soziale Unterstützung
Wie messen?
Strukturelle Maße: Größe des sozialen Netzwerks
Funktionale Maße: Qualität des sozialen Netzwerks
-> Formen der sozialen Unterstützung:
Affektiv/emotional (Trost, Verständnis)
instrumentell z.B. mit Anpacken
Wirkmechanismen:
Bedürfnisbefriedigung
Stärkung des Selbstvertrauens
Verrinerung von objektiven Stressoren + wahrgenommener Stressoren
Förderung von günstigen Coping Strategien
BEFUNDE:
Haupteffekt sozialer Unterstützung nur für Gesundheit und Burnout eindeutig bestätigt
-> Puffereffekt kaum
Große Variabilität der Effekte -> ggf. auch negative Effekte
—> sobald soziale Unterstützung als zeichen von Schwäche oder mangelnder Kompetenz gesehen wird, negativer Effekt
Quelle der Unterstützung(Kollegen, privat ect) macht keinen Unterschied
Emotionale Unterstützung wirksamer als instrumentelle
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