Akkommodation
Vorhandene Denkstrukturen werden an neue Erfahrungen angepasst, um ein Verständnis zu ermöglichen.
Assimilation
Neue Erfahrungen werden in bereits bestehende Denkstrukturen eingefügt und verarbeitet, ohne dass diese grundlegend verändert werden.
Perturbation
Eine Störung im Lernprozess, die dazu führt, dass der Lernende seine bisherigen Vorstellungen überdenken und verändern muss
Emergenz
Das Auftreten neuer Eigenschaften oder Strukturen auf einer höheren Ebene, die sich nicht allein durch die Eigenschaften der Einzelteile erklären lassen.
Viabilität 1. Ordnung
Die unmittelbare Praktikabilität einer Handlung oder eines Wissens im aktuellen Kontext.
Viabilität 2. Ordnung
Wissen wird nicht nur praktisch erprobt, sondern auch durch Gedankenexperimente geprüft: auf logische Widerspruchsfreiheit, Vereinbarkeit mit bisherigen Erfahrungen und intersubjektive Kompatibilität (Glasersfeld).
Anker
Ein bekanntes, vertrautes Element, das Lernenden hilft, neues Wissen mit vorhandenem Vorwissen zu verbinden.
Kognition
Sämtliche geistigen Prozesse wie Denken, Wahrnehmen, Erinnern und Lernen.
Strukturelle Kopplung
Wie Systeme miteinander in Beziehung treten und sich gegenseitig beeinflussen, z. B. Lernende und Lernumgebung.
Kognitives Rauschen
Störungen oder Ablenkungen im Denkprozess, die das Lernen behindern können.
Driften
Die langsame Veränderung der eigenen Denkstrukturen durch externe Einflüsse ohne akute Störung.
Äquilibration
Der Prozess der Herstellung eines Gleichgewichts zwischen Assimilation und Akkommodation im Lernprozess.
Kognitive Dissonanz
Zustand, in dem widersprüchliche Informationen oder Erfahrungen im Denken Spannungen oder Anpassungsbedarf verursachen
Beobachtung 1. Ordnung
Das unmittelbare Erfassen eines Sachverhalts durch eine Person.
Beobachtung 2. Ordnung
Die Beobachtung eines Beobachters: Es wird beobachtet, mit welchen Unterscheidungen ein Beobachter 1. Ordnung seine Welt konstruiert – ein Wechsel von Was-Fragen zu Wie-Fragen (Luhmann).
Wahrnehmung
Der Prozess, wie Informationen aus der Umwelt über die Sinne aufgenommen und verarbeitet werden.
Realität
Die Gesamtheit aller als wirklich erlebten und gedeuteten Erfahrungen und Strukturen.
Interaktion
Das gegenseitige, wechselseitige Handeln zwischen Menschen oder zwischen Mensch und Umwelt, das den Lernprozess beeinflusst.
Reframing
Eine Situation, ein Problem oder eine Erfahrung durch einen geänderten Blickwinkel neu interpretieren.
Lernprozess
Alle aufeinander bezogenen Schritte und Entwicklungen, die zum Erwerb von Wissen und Kompetenzen führen.
Situierung
Lernprozesse in konkrete, lebensweltliche Kontexte einbetten, sodass Wissen praktisch anwendbar wird.
Passung
Wie gut Methoden, Inhalte oder Angebote zur Lebenssituation oder zum Vorwissen der Lernenden passen.
Autopoietisches System
Ein sich selbst organisierendes System, das seine Bestandteile und Strukturen eigenständig hervorbringt, z. B. der Mensch als Lernender
Konstruktivismus
Die Theorie, dass jeder Mensch seine Wirklichkeit aktiv und subjektiv konstruiert und interpretiert.
Kognitivismus
Die Lerntheorie, die Lernen als einen Informationsverarbeitungsprozess im Gehirn betrachtet
Behaviorismus
Die Theorie, dass Lernen ausschließlich über äußerlich beobachtbare Reize und Reaktionen (Verhalten) erfolgt.
Instruktionismus
Lernen erfolgt vor allem durch direkte Anleitung und strukturierte Vermittlung von Wissen.
Lernen am Modell
Lernen durch Beobachtung und Nachahmung von anderen Menschen.
Haptisches Lernen
Lernen durch Berührung und aktive körperliche Erfahrung.
Visuelles Lernen
Lernen durch das Sehen und Verarbeiten von Bildern oder räumlichen Informationen.
Auditives Lernen
Lernen durch das Hören, z. B. durch Sprache, Geräusche oder Musik.
Lernen durch Riechen und Schmecken
Nutzt die Sinneswahrnehmungen des Geruchssinns und Geschmacksinns für die Verarbeitung und Verankerung von Wissen.
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