Die Begriffe erklären und definieren
Blutdruck
Systole
Diastole
Korotkow-Töne
Blutdruckamplitude
Der Blutdruck ist der Druck, den das Blut auf die Wände der Blutgefäße ausübt, wenn das Herz pumpt.
Er wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen und meistens so angegeben:
z. B. 120/80 mmHg
Die Systole ist die Anspannungs- und Auswurfphase des Herzens.
➡️ Das Herz zieht sich zusammen und pumpt Blut in den Körper.
Dabei entsteht der höchste Druck in den Arterien.
Die Diastole ist die Entspannungs- und Füllungsphase des Herzens.
➡️ Das Herz entspannt sich und füllt sich wieder mit Blut.
Dabei entsteht der niedrigste Druck in den Gefäßen.
Die Korotkow-Töne sind die Geräusche, die man beim Blutdruckmessen mit dem Stethoskop hört
Blutdruckamplitude (Pulsdruck) = Unterschied zwischen Systole und Diastole
Einflussfaktoren auf den Blutdruck nennen
Alter
Bewegung
Stress
Schmerzen
Medikamente
Körperlage
Ernährung
Patientengruppen nennen, bei denen die Blutdruckmessung wichtig ist
Die Blutdruckmessung ist besonders wichtig bei:
älteren Menschen
Patienten mit hohem Blutdruck (Hypertonie)
Patienten mit niedrigem Blutdruck (Hypotonie)
herzkranken Patienten
Patienten mit Diabetes mellitus
Patienten mit Nierenerkrankungen
Schwangeren
bewusstlosen oder kritisch kranken Patienten
Patienten vor und nach Operationen
Patienten mit Schwindel oder Kreislaufproblemen
auskultatorische Messung
palpatorische Messung
automatische Blutdruckmessung deutlich erklären
„Die erste Methode heißt auskultatorische Blutdruckmessung.
Dabei misst man den Blutdruck mit einer Manschette und einem Stethoskop.
Die Manschette kommt am Oberarm. Danach wird sie aufgepumpt. Mit dem Stethoskop hört man die Blutgeräusche.
Das erste Geräusch zeigt den oberen Wert, also den systolischen Blutdruck.
Wenn man nichts mehr hört, hat man den unteren Wert, den diastolischen Blutdruck.“
„Die zweite Methode heißt palpatorische Blutdruckmessung.
Palpatorisch bedeutet fühlen oder tasten.
Dabei tastet man den Puls am Handgelenk. Die Manschette wird aufgepumpt, bis man den Puls nicht mehr fühlt. Dann lässt man langsam die Luft heraus. Wenn man den Puls wieder fühlt, weiß man den oberen Blutdruckwert.
Hier kann man nur den oberen Wert messen.“
„Die dritte Methode ist die automatische Blutdruckmessung.
Hier misst ein elektrisches Gerät den Blutdruck automatisch.
Die Manschette pumpt sich selbst auf und wieder ab. Danach zeigt das Gerät die Werte an.
Diese Methode ist einfach und wird oft zuhause benutzt.“
Materialien für die Blutdruckmessung nennen und beschreiben
Blutdruckmanschette
Stethoskop bei der Auskultatorischen Messung
Blutdruckmessgerät
Desinfektionsmittel
Dokumentationsmaterial
Die Handlungskette der auskultatorischen Blutdruckmessung beschreiben
Vorbereitung
Durchführung
Nachsorge
1. Vorbereitung
Hände desinfizieren
Patient informieren
Patient soll 5 Minuten ruhig sitzen
Arm freimachen
Passende Manschette auswählen
Arm auf Herzhöhe lagern
Stethoskop und Blutdruckgerät vorbereiten
2. Durchführung
Manschette am Oberarm anlegen
Stethoskop über die Arterie in der Ellenbeuge legen
Manschette aufblasen
Luft langsam ablassen
Korotkow-Töne hören:
erster Ton = systolischer Wert
letzter Ton = diastolischer Wert
Werte ablesen und merken
3. Nachsorge
Manschette entfernen
Werte dokumentieren
Material reinigen/desinfizieren
Die Handlungskette der palpatorischen Blutdruckmessung beschreiben
Vorbereitung Durchführung Nachsorge
Patient soll ruhig sitzen oder liegen
Puls tasten (z. B. am Handgelenk)
Puls mit den Fingern tasten
Manschette aufblasen, bis Puls nicht mehr fühlbar ist
Sobald der Puls wieder fühlbar ist → systolischer Wert
Wert ablesen
👉 Bei der palpatorischen Methode wird nur die Systole gemessen.
Wert dokumentieren
Kontraindikationen für die Blutdruckmessung am Oberarm nennen
An diesem Arm soll der Blutdruck nicht gemessen werden:
Arm mit Infusion
Arm mit Shunt (z. B. Dialyse-Shunt)
Arm nach Brustoperation/Mastektomie
Arm mit Lymphödem
Verletzungen oder Wunden am Oberarm
Gelähmter Arm
Arm mit starken Schmerzen
Arm mit Verband oder Gips
👉 Dann immer den anderen Arm verwenden.
physiologische und pathologische Ursachen sowie Begleitsymptome einer
Hypotonie
1. Physiologische Ursachen der Hypotonie
Häufige Ursachen
Veranlagung (familiär/genetisch)
Schlanke Körperstatur
Junges Alter
Sportler*innen mit gut trainiertem Herz-Kreislauf-System
Schwangerschaft
Wärme/Hitze
Langes Stehen
Flüssigkeitsmangel durch wenig Trinken
Typische Begleitsymptome
Müdigkeit
Leistungsabfall
Kalte Hände und Füße
Schwindel
Schwarzwerden vor den Augen
Konzentrationsschwäche
Pathologische Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
Flüssigkeitsmangel
→ zum Beispiel durch zu wenig trinken, Erbrechen oder Durchfall
Blutverlust
Herzkrankheiten
Nebenwirkungen von Medikamenten
hormonelle Erkrankungen
Schock oder schwere Infektionen.“
Begleitsymptome
Menschen mit Hypotonie können haben:
Kopfschmerzen
kalte Hände und Füße
Blässe
Konzentrationsprobleme
Ohnmacht.
Sofortmaßnahmen bei Kreislaufkollaps nennen
Ein Kreislaufkollaps bedeutet: Der Blutdruck fällt plötzlich stark ab. Die Person kann schwindelig werden oder ohnmächtig werden.
Ruhe bewahren
Patient hinlegen
Beine hochlagern
Enge Kleidung lockern
Frische Luft geben
Patient beobachten
Nicht alleine lassen
Vitalzeichen kontrollieren (Puls, Blutdruck, Atmung)
Arzt oder Hilfe holen
Atmung kontrollieren
stabile Seitenlage bei normaler Atmung
Notruf 144 rufen
Bei fehlender Atmung → Wiederbelebung beginnen
In Österreich: Notruf 144 🚑
physiologische und pathologische Ursachen sowie Begleitsymptome einer hypertonie
Physiologische Ursachen
(nicht krankhaft)
Aufregung
körperliche Anstrengung
Kaffee
Rauchen
Alkohol
Physiologische Symptome
schneller Puls
Schwitzen
rote Haut im Gesicht
Herzklopfen
leichter Schwindel
Übergewicht
Nierenerkrankungen
Bewegungsmangel
salzreiche Ernährung
Medikamente (z. B. Kortison)
Pathologische Symptome
(krankhaft)
Nasenbluten
Ohrensausen
Sehstörungen
Atemnot
Brustschmerzen
Herzrasen
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