was ist Biomasse ?
Unter „Biomasse“ werden sämtliche Stoffe organischer Herkunft verstanden ( kohlenstoffhaltige Materie)
in Natur lebende Tiere und Pflanzen
daraus resultierenden Rückstände, Nebenprodukte und/oder Abfälle
abgestorbene (aber noch nicht fossile) Tiere und Pflanzen
alle Stoffe biogenen Ursprungs, bspw. durch eine technische Umwandlung und/oder stoffliche Nutzung entstanden bzw. anfallen (z. B. Schwarzlauge, Papier, organische Hausmüllfraktion, Alkohol)
Primäre Biomasse
entsteht durch die direkte photosynthetische Ausnutzung der Sonnenenergie; dazu zählen die gesamte Pflanzenmasse wie z. B. land- und forstwirtschaftliche Produkte oder pflanzliche Rückstände und Nebenprodukte aus der Land- und Forstwirtschaft sowie der weiterverarbeitenden Industrie
Sekundäre Biomasse
bezieht dagegen ihre Energie nur indirekt von der Sonne; sie wird durch den Ab- oder Umbau organischer Substanz in höheren Organismengebildet (Tiere und Exkremente)
Tertiäre Biomasse
entsteht durch einen oder mehrere technische Weiterverarbeitungs- schritte der primären und der sekundären Biomasse. (Papier und Zellstoff, Holzstühle, Schokolade und Baumwollkleidung)
Wie funktioniert die Photosynthese?
Durch biologischen Prozess wird C aus CO2 in Pflanzensubstanz eingearbeitet (Assimilation mittels Energieumwandlung)
Der Prozess der Photosynthese wird in Prozesse Licht- und Dunkelreaktion unterteilt.
Bei der Lichtreaktion produziert die Zelle durch photochemische Reaktionen die für die Assimilation von CO2 notwendige Energie (O2 und ATP/NADPH)
In der Dunkelreaktion werden die im ersten Prozess gewonnenen energiereichen Substanzen für die Assimilation von CO2 wieder verbraucht.
Das Endprodukt der Photosynthese sind Hexosen bzw. Zucker (C6H12O6)
Wachstumsfaktoren:
Eingestrahlte Solarstrahlung
Wasserverfügbarkeit (ca. 700L/kg)
Temperatur (Optimum 25-35°C)
Bodeneigenschaften/Nährstoffversorgung (möglicher CO2 Mangel)
realisierten pflanzenbaulichen Maßnahmen (Anthropogene Einflüsse)
Räumliche Angebotscharakteristiken
wird bestimmt durch Kombination aus Bodengüte, Niederschlagshöhe und -verteilung sowie den Temperaturverlauf und das Lichtangebot
zeitliche Angebotscharakteristika
Große zeitliche Abhängigkeit des Zuwachses an Biomasse unteranderem durch Schwankung der Solarstrahlung (Sommer, Wintermonate, Tag oder Nacht)
Wie ist der Wirkungsgrad von Biomasse?
Eingestrahlte Energie zur der in der Biomasse festgelegten Energie
maximal ca. 50 % des einfallenden Sonnenlichts überhaupt photosynthetisch genutzt
theoretischen Wirkungsgrad von 33,2 % des absorbierten Lichts, Ebene der Primärreaktionen
In der landwirtschaftlichen Praxis liegen bei C3-Pflanzen die Wirkungsgrade bezogen auf die Biomasse bei 2 bis 4 % (z. B. Getreide, Zuckerrüben) und bei C4-Pflanzen zwischen 4 % (Mais) und 6 % (Hirse). Im Durchschnitt über die Vegetationsperiode zeigen die meisten Nutzpflanzen einen Wirkungsgrad zwischen 0,5 und 2 %.
Ernteindex HI (harvesting index), berücksichtigt werden, der HI liegt bei nahe 80 %
Aus 37 TJ/ha*a kann ein Bruttogewinn von 24 t/ha*a gewonnen werden. Daraus ergibt sich eine überirdische Speicherung von 5,7 t/ha*a und unterirdisch von 2,4 t/ha*a. der rest teilt sich auf auf Zersetzung von Humus und Luab oder wird von Pflannzenfressern gegessen. der gröte teil geht als atmung für Planzen drauf.
Wie funktioniert thermochemische Konversion?
Umwandlung erfolgt durch vollständige Verbrennung oder umwandlung in sekunärenergieträger zur späteren vollständigen Verbrennung
Ziel, die in Brennstoffen gespeicherte Energie in Form von Wärme möglichst effizient nutzbar zu machen.
Ende prozess alle brenn-/ oxidierbare Brennstoffteile vollständig oxidiert
Peozesse laufen entweder in Gasatmosphäre mit Umgebungsluft als Oxidationsmittel oder in hydrothermalen Atmosphäre in wässriger Umgebung statt
Welche Phasen gibt es?
Aufheizen
Zersetzung
Vergasung
Oxidation
Phasen laufen nacheinnder oder auch gleichzeitig und manchmal auch mehrmals HINTEREINANDER ab.
Aufheizen Gasatmosphäre
Ungebundenes Wasser entweicht beim erhitzen -> kein Masse verlust
Sobald gebundenes Wasser verdampft schrumpfung Material -> Prozess= Trocknung, entstehen Spannungen die zu Rissbildung führen
endothermer Prozess
in Holz entweicht auch Harz
Aufheizen hydrothermale Atmosphäre
Keine Trockung, da Material im Wasser liegt
aufgrund erhitzung entweichen dennoch unterschiedliche materialien -> werden an wasser abgegeben zur nutzung für weitere Reaktionen
Entweichung von niedrigsiedende Wachse und Harz
Zersetzung Gasatmosphäre
weitere Wärmezufuhr -> aufbrechung von Makromolekühle-> entstehen Molekühlbruchstücke -> verlassen als lüchtige Bestantteile Biobrennstoffmatrix
pyrolytische Zersetzung/ Entgasung
Nach Zersetzung entstehen Pyrolysekoks oder Holzkohle, manchmal auch Pyrolyseöl
Am häufigsten gespaltenen Molekühle = Biopolymere wie Cellulose, Hemicellulose und Lignin; bei steigender Temperatur werden Molekühle immer kleiner bis sie als Gas entweichen
Entstehende Gase: Co, Co2, H2, CH4
Hydrostatische Zersetzung
Verschiedene Prozesse möglich aufgrund der Temperatur des Wassers:
geringe Temperatur: spalten sich nur leicht abspaltbare Molekühlbruchstücke, kohlenstoffreiche Feststoffe bleiben zurück, abgabe an Wasserphase
mittlere Temperatur: gemisch aus unterschiedlichsten Molekühle werden aufgespalten, entweichen als gase in Wasserphase, übrig bleibt fester Kohlenstoff und Öle
hohe Temperatur: Molekühle werden schneller aufgebrochen und auch kleinere als bei den anderen Temperaturen, verbleibt jedoch dennoch restkohlenstoff, entsteht Biokohle, Bioöl/Bio-Rohöl, sowie gase: Co2,H2,CO,C2H4,C2H6
Vergasung Gasatmosphäre
dient der Erzeugung von Produktgasen, die als Brenngas unter Energiefreisetzung weiter aufoxidiert und energetisch nutzbar gemacht werden.
die bei Zersetzung freigesetzten gase werden wetererhitzt und werden mit Verasungsmittel zur Reaktion gebracht
Vergasungsmittel: Luft, Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff
Reaktionen: heterogene Gas-Feststoff-Reaktion mit Oxidationsreaktion sowie homogene Gasphasenreaktion
Vergasung hydrothermale Atmosphäre
Komponenten in der Wasserphase werden zu Gasen umgewandelt
Drei reaktionsarten:
Aqueous-Phase Reforming: leichte Kohlenwasserstoffe mit Platinkatalysatoren in wässriger phase zu H2 und CO2
nahkritische katalytische Vergasung = bildung von Methan, Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid
überkritische Wasservergasung: H2 wird aus Wasser und entweichten Edukten freigesetzt
Reaktionen: Wasser-Gas-Shift Reaktion, freie Radikalreaktionen, ionische Dissoziation, Dampfreformierungs-Raktion
bisher entstandenen Zwischenprodukte werden vollständig oxidiert
immer Gasatmosphäre
vollständiger Umwandlung von fester Biomasse in Wärme
Kohlenstoff zu Kohlenstoffdioxid oder Kohlenstoffmonoxid
Was ist synthese und welche synthese arten gibt es ?
produziert aus organische Stoffe nach Aufbereitung zu konventionelle Kraftstoffe bzw Reinchemikalien
trägt zur Defossilierung Verkehr bei
Methan-Synthese
Fischer-Tropsch-Synthese
Methanol Synthese
Gemsichte Alkohol Synthese
DME-Synthese
Wie laufen Synthesereaktionen ab?
Methan: CO-reiches oder CO2-reiches Synthesegas und Katalysator wie Nickel reagieren. CO und H2 reagieren zu Methan und Wasser oder CO2 wird direkt umgesetzt, alternativer Kraftstoff genutzt
Fischer-Tropsch: Wasserstoff- & Kohlenstoffmonoxid reiche Gase reagieren zu Paraffine, Olefine und Sauerstoffverbindungen, entstehene Verbindungen reich an Methan und festen wachse
Methanol: aus Erdgas oder Kohlebasierten Gasen gewonnen, umgewandelt zu Formaldehyd, Methanthiol, Essigsäure, Kohlenwasserstoffe, Aromaten oder in erster linie Biodieselproduktion
Gemischte Alkohole: aus Wasserstoff-Kohlenstoffmonoxid-Gemischen und Katalysatoren entstehen Ethanol, Propanol, Butanol
Ethanol= Lebensmittelkomponente, Kraftsoffe
Propanol= Lösungsmittel Farbe, Frostschutzmittel
Butanol: Grundchemikalie Chemie
DME: Dimethylether, aus CO und H2 wird DME und CO2 als Sauerstoffsenke gebildet, Kältemittel Wärmepumpe
Was ist Biogas?
entsteht wenn Bakterien organische Materialien unter Sauerstoffausschluss zersetzen (Vorgang Kuhmagen)
entsteht Gasgemisch aus Methan und CO2; Methan brennbar mit einem Heizwert von 10kWh/m^3
Biochemischer abbau in 4 Stufen:
Hydrolyse-> Acidogenese->Acetogenese-> Methanogenese
Welche klassifikationen (beetungen) Gärverfahren gibt es?
Trockenmessgehalt: Nassfermentation (pumpfähig), Feststofffermentation (stapelbar), wichtigstes kriterium
Beschickung: Batch (nur einmal nutzbar), Semi-kontinuierlich (alle paar stubnden nutzbar, normalfall), kontinuierlich(setige ab- &zufuhr, nicht umsetzbar)
Temperatur: Mesophil 35-42°C (standard), Thermophile 50-55°C(schneller, empfindlicher, selten)
Durschmischung: Volldurchmischt (Rührwerk, überall gleiche bedingungen), Teildurchmischt, Pfropfenstrom(rührwerk nur quer bewegungen), nicht durchmischt (Perkolation statt Rührwerk)
Phase/Stufe: mehr- oder einphasig( trennung Versäuerung und vergasung), mehr- oder einstufig (Fermenter parallel oder Serie)
Welches Verfahren sind wofür geeigente?
Abhängig vom Trockenmassegehalt TM
je dünner Subtrat, desto wichtiger Bakterienrückhalt. dünnem Abwasser schwimmen Bakterien mit und werden bei hohen Durchsatz rausgespült, hochleistungsreaktoren müssen sie zurückhalten
bei mittleren TM bakterien bleiben im dicken brei zurück- einfacher Rückkesselreaktor
hohem tM nicht mehr pumpfähig, nur pfropfenstrom oder Garage(Batch mit Perkolation)
Rührkesselreaktor
semi-kontinuierlich, großer beheitzter behälter, alles durchgerührt, alle phasen gleichzeitig.
Vorgrube: Subtrat pumpfähig gemacht
Fermenter: hauptorgan, isolierter Betonzylinder
Rührwerk: Propellerrührwerk mit Bodenräumer, verhindert aufschwimmen sowie absinken Teilchen, sowie gleiche temperatur überall
Folienhaube: Gasspeicher sowie Dach
sedimentabzug boden
Nachteil: frsich eingepumptes kann zu not direkt wieder entweichen,Bakterienkulturen bleiben immer zurück
Lagunenreaktor
Erdbecken mit Folienabdichtung am Boden und gasundurchlässiger Folie Abdeckung
teildurchmischung durch zu und abfuhr, nur bei dünner gülle funktionierbar und warmer Klimazone
Nachteil: kaum Durchmischung
Pfropfenstromverfahren
kontinuierlich
Liegender Trogreaktor, Material schiebt sich als kompakter „Pfropfen“ von Eintrag zu Austrag
‣ Massives Paddelrührwerk mischt nur senkrecht zur Fließrichtung
‣ Substratrückführung: fertig vergorenes Material wird dem Frischen beigemischt
Am Anfang des Trogs ist das Futter frisch, in der Mitte halb vergoren, am Ende fertig. Jeder Querschnitt durchläuft nacheinander Hydrolyse →Versäuerung → Methanisierung — kinetisch wie ein wandernder Batch
Am Eintrag ist fast nur Frisches— kaum aktive Bakterien drin. Ohne Rückführung von ausgegorenem Material (= voller aktiver Bakterien) würde der Abbau am Eintrag gar nicht anlaufen
Garagen-/Boxenverfahren
Batch
groben, stapelbaren Bioabfall und Grünschnitt
Keine Rührwerke, keine Pumpen im Fermenter!
Radlader fährt Material rein + mischt teilweise fertigen Gärrest unter(Animpfung). (2) Tor gasdicht verschließen. (3) Kurze aerobe Phase: Restluft-Sauerstoff wird verbraucht → erzeugt Wärme → Material heizt sich selbst auf. (4) Anaerobe Vergärung beginnt: Perkolat wird von oben über den Haufen geregnet, sickert durch, wird unten aufgefangen, im Kreislauf gepumpt. (5) Nach Wochen: Tor auf, Gärrest raus, neu befüllen
Welche art an Hochleistungsreaktoren gibt es ?
Schlammrückenführung (Kontaktprozess)
Selbstaggregation zu Pellets (UASB)
Biofilm auf festen trägern (Anaerobefilter)
Biofilm auf losem Träger in Schwebe(Wirbelbett)
Alle lösen gleiches Problem auf versichdene art und weise, unterescheiden sich nur darin, wie Bakterien festgehalten werden
nur für feststoffarme Abwässer geeignet
Kontaktprozess
Nach fermenter fließt alles in Absetzbecken, dort sinken bakterien ab, abwasser fließt oben ab, bakterienschlamm zurück in fermenter gegeben
UASB
Bakterien klumpen zusammen so etwas schwerer als wasser, abwasser von unten reingedrückt strömt nah oben, pellets zu schwer zum austragen, zu leicht sinken schweben in der mitte, Gasabschneider trennt Biogas von gereinigtem wasser.
Anaerobfilter
Bakterien sitzen auf Biofilm fest und können nicht rausgespült werden
Anaerobfilter Wirbelreaktor
Bakterien wachsen auf träger, Träger = lose partikel, schweben frei im reaktor;
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