Was ist die Isonomie in der attischen Demokratie
= rechtliche Gleichheit
alle Bürger hatten formal gleiche Rechte und Pflichten
-> Gesetze müssen für alle gelten und nicht nur für Gegner des Herrschers
Problem: die Gleichheit war extrem limitiert:
nur ca. 15% der Bevölkerung (männliche freie Bürger über 20 Jahre)
ausgeschlossen: Frauen, Sklaven, Metöken, Nicht-Griechen
welche 3 Institutionen gab es in der attischen Demokratie?
Ekklesia (Volksversammlung)
Boule (Rat der 500)
Heliaia (Volksgericht, 6.000 Richter)
Was ist das Scherbengericht in der attischen Demokratie?
auch genannt: Ostrakismos
wenn ein Bürger zu mächtig wurde: per Abstimmung für 10 Jahre verbannt
-> Macht konnte nicht dauerhaft angehäuft werden -> Tyrannei unmöglich
Inwieweit gab es direkte Partizipation in der attischen Demokratie?
jeder Bürger kann mitentscheiden
jeder könnte selbst “betroffen” sein (Losverfahren)
persönliches Interesse an guten Gesetzen
-> Qualität der Entscheidungen steigt
Diktatur wird unrentabel
Was hat die attische Demokratie zur modernen Demokratie beigetragen?
Volkssouveränität
Die Autorität kommt vom Volk und nicht von Gott oder der Natur
Ansätze der Gewaltenteilung
kein Einzelner entscheidet, sondern die Mehrheit
Idee der Rechenschaftspflicht
Handlungen müssen verantwortet werden
öffentliche Debatte als Legitimation
Entscheidungen werden öffentlich diskutiert und es muss mit Argumenten überzeugt werden, keine Befehle
Partizipation
Wahlrecht, Versammlungsfreiheut, Meinungsfreiheit
Welche Unterschiede zwischen der attischen Demokratie und der modernen Demokratie gibt es?
heute wird oft nicht direkt abgestimmt sondern über gewählte Vertreter
heute dürfen alle deutschen Erwachsenen wählen ohne Ausnahme (zumindest in Deutschland)
heute gibt es ein Verfassungspapier mit den Grundrechten, das gab es damals nicht do aufgeschrieben
heute gibt es Parteien und Berufspolitik
Inwiefern existierte die Gewaltenteilung in der attischen Demokratie?
Ekklesia: Legislative
Boule: Exekutive
Heliaia: Judikative
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