Was sind typische Fragestellungen die mit dem Thema Arbeitsmotivation verknüpft sind
Warum kündigt ein bestimmter Mitarbeiter?
Was verursacht ein plötzlicher Leistungsabfall?
Wieso schiebt ein Mitarbeiter wichtige Aufgaben oft auf?
Erkläre Job Characteristics Modell von Hackmann und Oldmann
Hauptfragestellungen:
Welche Arbeitsbedingungen sind für Arbeitsmotivation entscheidend?
Wie wirken diese Arbeitsbedingungen in den Mitarbeitern und auf Motivation? (Mediatoren)
Wirken die Arbeitsbedngungen bei manchen stärker als bei anderen (Moderator)?
Haupteffekte für Motivation und Leistung
Anforderungsvielfalt
Ganzheitlichkeit
Bedeutsamkeit
Feedback
Autonomie
Mediatoren
für Anforderungsvielfalt, Ganzheitlichkeit, Bedeutsamkeit: Erfahrene Sinnhaftigkeit
für Feedback: Wissen über Ereignisse
für Autonomie: Erfahrene Verantwortung
Moderator: Growth need Strength (Bedürfnis nach Wachstum)
Berechnung des Motivationspotentials einer Arbeit
—> Erfassung mit dem Job Diagnostic Survy
ABER: Haupteffekte eher additiv und NICHT multiplikativ (keine Interaktion!)
VIE Modell: Beziehung zwischen einem outcome und einem anderen outcome
Instrumentalität -> Bestandteil des VIE Modells
VIE Modell: subjektive Wahrscheinlichkeit, dass eine Handlung oder Anstrengung zu einem outcome führt
Erwartung
Nenn Alltagsbeispiel wann VIE Modell besonders relevant ist
wenn man sich zwischen Handlungsalternativen entscheiden muss
Mitarbeiter wird Führungsposition im Unternehmen angeboten
Einhaltung der Hygienemaßnahmen im Krankenhaut (Sicherheit vs. Zeitersparnis)
—> VIE MODELLE HELFEN ZU KLÄREN WIE MITARBEITER ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN
Empirische Prüfung des Job Characteristics Modell+ Kritik
Ergebnisse beruhen auf 175 Studien -> teilweise jedoch deutlich weniger z.B. nur 8 bis 12 für Abstentismus
spezifische Mediatorprozesse NICHT bestätigt
-> es gibt auch andere Mediatorprozesse
> MPS Formel nicht notwendig -> empirie bestgigt haupteffekte
Alle Kerndimensionen (Anforderungsvielfalt, Ganzheitlichkeit, Bedeutsamkeit, Autonomie, Feedback) sind förderlich für Motivation + Zufriedenheit und meist auch für Gesundheit und Leistung !!
Erkläre Wert-Erwartungs Modell und wann relevant
VIE MODELL.> Motivation setzt sich auseinander:
Wert= Wichtigkeit des Outcomes
Instrumentalität = Beziehung zw. einem Outcome und einem anderen Outcome
-> z.B. Wenn ich gute Note bekomme, dann krieg ich Wunschjob
Erwartung= subjektive Wahrscheinlichkeit, dass eine Handlung/Anstrengung zu einem outcome führt
-> Werd ich die Klausurfragen gut beantworten können, wenn ich lerne
Modell v.a. Interessant wenn man sich zwischen Handlungsalternativen entscheiden muss
-> Mitarbeiter wird Führungsposition im Unternehmen angeboten
-> Einhaltung der Hygienemaßnahmen im Krankenhaus- >Sicherheit vs. Zeit sparen
—> Handeln kann über Veränderung der Komponenten beeinflussst werdne z.B. Änderung des Wertes über Emotionalisierung, Änderung Instrumentalität durch Einführung von Belohnung/Sanktionen
Wert-Erwartungs Theorie VIE Modell Empirie
Bedeutung einzelner Komponenten (Wert,Erwartung, Instrumentalität) gut bestätigt
-> Zusammenwirkung ist additiv und nicht muliplikativ
Die Komponenten tragen jeweils eigenständig zur Motivation bei, ohne dass sie sich zwingend gegenseitig „verrechnen“
ANWENDUNG IN PRAXIS
Handeln kann durch mehrer Komponenten beeinflusst werden
Wert ändern durch Emotionalisierung
Instrumentalität ändern durch Einführung von Belohnung oder Sanktionen
Was ist die Goal Setting Theory
Schwierige und spezifische Ziele führen eher zu Leistung
Mediatoren: Anstrengung, Ausdauer, Richtung, Strategienentwicklung
Moderatoren: Aufgabenkomplexität, Feedback, Selbstwirksamkeit, Zielbindung, Partizipation
Erkläre Moderator der Goal Setting Theory: Aufgabenkomplexität
Aufgabenkomplexität= Anzahl und Abhängigkeit einzelner Handlungsschritte bis zur Zielerreichung
—> IST NICHT das gleiche wie Schwierigkeit
d.h. besser sind weniger komplexe Aufgaben
denn: Ansonsten müssen mehrere verschiedene Handlungsschritte und Informationen koordiniert werden
-> Bewältigung ist dann bei hoher Komplexität eher abhängig von Qualität der Pläne und Strategien und reine Motivation reicht dann nicht mehr, um Ziel zu erreichen
Ziele wirken auch bei komplexen Aufgaben, allerdings dann nicht so stark
Moderator Goal Setting Theory: Zielbindung
unabhängig davon wer das Ziel beschlossen hat ist Zielbindung der Ehrgeiz dieses zu erreichen
—> Zielbindung essentiel!
-> Positiver Zusammenhang zwischen Zielbindung und Leistung
Moderator Goal Setting theory: Selbstwirksamkeit
Selbstwirksamkeit verstärkt die positive Wirkung von Zielsetzung
Erklärung:
Selbstwirksamkeit erhöht Anstrengung + Ausdauer (Persistenz bei Schwierigkeiten und Rückschlägen)
Selbstwirksamkeit erhöht Zielbindung, die wiederum Zusammenhang von Zielsetzung (schwierige, spezifische Ziele) verstärkt
Welches Feedback wirkt besonders positiv auf die Wirkung von Zielen
aufgabenbezogenes
Feedback, dass auf Defizite in der Zielerreichung eingeht
Moderator Goal Setting Theory: Feedback
Feedback (vor allem das auf Defizite in Zielerreichung eingeht) verstärkt posiitve Wirkung von Zielsetzung
WIESO?
Feedback gibt Rückmeldung über Status der Zielerreichung
—> FEEDBACK SOLLTE AUFGABENBEZOGEN UND NICHT PERSONENBEZOGEN SEIN -> SONST NEGATIVE WIRKUNG
Moderator: Partizipation
Führen partizipativ gesetzte Ziele zu besserer Leistung als extern gesetzte Ziele?
-> Kontroverse zwischen Latham und Erez
Latham: Nein keine Selbstsetzung nötig
Erez: JA-> vorgegebene Ziele sind nicht effektiv
Experimente:
Wenn assigned goals verkauft werden (tell and sell), sind sie genau wirksam wie partizipativ gesetzte Ziele
-> Zielbindung wird nämlich in beiden Fällen erhöht !
Wie Wissen über Motivation praktisch anwenden
Arbeitsgestaltung
->> z.b. VIE Modell oder JOb Characteristics Modell -> WIe Motivieren
Goal Setting
-> Zielvereinbarungen in Mitarbeitergesprächen (teilweise gekoppelt mit leistungabhängiger Entlohnung)
z.B. einmal im Jahr werden Ziele festgelegt
-> PRomES (Productivity Measurement and Enhancement System): Anwendung Zielsetzung auf Teams also PPM
-> Selbstmanagmenttrainings (wie Zielsetzung nutzen, damit Personen ihr eigenes Verhalten steuern können)
Welche Kontroverse besteht zwischen Latham und Erez
Lathan: NEIN -> assigned goals are equally effective
Erez: jA -> assigned goals are not effective
—> dann gemeinsames Experiment :-> wenn assigned goals verkauft werden, sind sie genauo wirksam wie parizipativ gesetzte Ziele (bei beiden wird goal commitment erhöht)
Was ist PPM
Partizipatives Produktivitätsmanagment (auch genannt: ProMES)
Was sollte lieber aufgabenbezogen statt personenbezogen sein
> aufgabenbezogenes Feedback wirkt positiv auf Zielsetzung
-> Personenbezogenes eher negativ
Zwischen wem Debatte ob Partizipation als Moderator für Ziele gilt oder nicht
Latham vs. Erez
Erkläre PPM
Partizipatives Produktivitätsmanagment
-> Methode zur Förderung der Arbeitsproduktivität von Teams
Auch bekannt unter Productivity Measurement and Enhancement System (ProMES)
Verwandt mit Methoden aus Qualitätsmanagment und ist um zentrale motivationale Aspekte erweitert
—> Mitarbeiter bei Zielsetzung und bei Entwicklung von Leistungsindikatoren beteiligen
Inhalte von Selbstmanagenttrainings nach Frayne und Geringer
Selbsteinschätzung
Zielsetzung
Selbstüberwachung
Selbstbewertung
Kontrakte
Aufrechterhaltung
Inhalte von Selbstmanagenttrainings nach Frayne und Geringer: Selbsteinschätzung
Teilnehmer lernen systematisch Daten über ihr Verhalten zu sammeln
—> Ermittlung kritischer Verhaltensweisen, Ursachen und Begleitumstände
-> Baseline festlegen (den zu veränderten Ausgangszustand)
Inhalte von Selbstmanagenttrainings nach Frayne und Geringer: Zielsetzung
Anhand konkreter Formel werden Ziele gesetzt um Verhalten eindeutig auszurichten -> SMART
Spezifisch
Messbar und überprüfbar
Anspruchsvoll (hoch aber nicht unrealitstisch)
Relevant (von der handelnden Person akzeptiert)
Terminiert
Inhalte von Selbstmanagenttrainings nach Frayne und Geringer: Selbstüberwachung
Tritt erwünschtes Verhalten ein oder nicht?
Teilnehmer treffen Wahl für geeignetes Messinstrument (Tagebücher, Diagramm etc) und lernen während es Trainings damit umzugehen
Inhalte von Selbstmanagenttrainings nach Frayne und Geringer: Schriftliche Kontrakte
Trainings sind effizienter, wenn Teilnehmer eine Abmachung mit sich selbst treffen
Kontrakte beinhalten…
die gesetzten Ziele
die Handlungen zur Zeilerreichung
die Bedingungen für die Verabreichung von Selbstbelohnungen/bestrafungen
—> Verträge dienen der Implementierung in Selbstregulationsprogramme
-> helfen Realisierung der Ziele
ERHÖHEN BINDUNG AN ZIELE
Inhalte von Selbstmanagenttrainings nach Frayne und Geringer: Selbstbekräftigung
Teilnehmer lernen sich selbst zu belohnen, wenn sie angestrebtes Verhalten realisiert haben
jeder Teilnehmer entwickelt Repertoire an Bekräftigungen, die für ihn persönlich bedeutsam sind
Selbstbestrafungen sind nicht so effizient wie Belohnung
-> zudem auch schwieriger geeignete Art von BEstrafung zu finden
Inhalte von Selbstmanagenttrainings nach Frayne und Geringer: Aufrechterhaltung
Umsetzung des gelernten in Praxis UND Automatisierung der neuen Verhaltensweisen
Vorgehen:
riskante und schwierige Situation, die Umsetzung gefährden könnten, werden vorweggenommen und Bewältigungsstrategien erlernt
= COPING PLÄNE
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