B. F. Skinner (1904-1980)
B.F. Skinner erklärte menschliche Sprache durch Konditionierung.
Er argumentierte, dass Sprache, wie andere Verhaltensweisen, durch Reaktionen auf Umwelteinflüsse erlernt wird, wobei Verstärkung und Belohnung eine zentrale Rolle spielen.
Noam Chomsky (geb.1928)
Noam Chomsky kritisierte die Konditionierungstheorie und führte die „angeborene Grammatik“ ein, die den Spracherwerb durch eine grundlegende sprachliche Fähigkeit erklärt.
Er forderte Forschungen zu mentalen Prozessen jenseits der Verhaltensbeobachtung.
Edward Chase Tolman (1886-1959)
Edward Tolman integrierte kognitive Elemente in den Behaviorismus, indem er das Konzept der „kognitiven Landkarten“ einführte.
In Experimenten mit Ratten zeigte er, dass diese mentale Repräsentationen ihrer Umgebung bilden, um sich in Labyrinthen zu orientieren.
Dies widersprach der rein mechanistischen Sicht des klassischen Behaviorismus und betonte die Bedeutung kognitiver Prozesse im Lernverhalten.
Karl Bühler & Oswald Külpe
Die Würzburger Schule unter Karl Bühler und Oswald Külpe untersuchte systematisch das menschliche Denken und betonte, dass mentale Prozesse nicht auf Reaktionen auf äußere Reize reduziert werden können.
Sie bot damit eine Alternative zum Behaviorismus.
Max Wertheimer, Wolfang Köhler & Karl Duncker
Die Gestaltpsychologen unter Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Karl Duncker betonten, dass Menschen die Welt aktiv gestalten und beim „produktiven Denken“ kreative Lösungen finden.
Sie führten den „Lösungsstammbaum“ ein, der das systematische Vorgehen beim Problemlösen beschreibt.
Frederic Charles Bartlett (1886-1969)
Bartlett untersuchte das Erinnern von sinnvollem Material und betrachtete es als kreativen Prozess, der auf früheren Erfahrungen basiert.
In seinem Experiment zur seriellen Reproduktion zeigte er, dass Menschen Geschichten verändern, indem sie auf Schemata zurückgreifen, um fehlende Details zu ergänzen.
Diese mentalen Strukturen organisieren Wissen und Erwartungen, wobei Erinnerungen oft an bestehende Erfahrungen angepasst (Konventionalisierung) und „logischer“ gemacht werden.
Bartlett identifizierte systematische Verzerrungen und den Einfluss der Stimmung:
Positive Stimmung führt zu positiveren oder vertrauteren Erinnerungen, negative Stimmung zu verzerrten oder weniger detaillierten Reproduktionen.
Gasper & Clore (2002)
Gasper und Clore untersuchten, wie Stimmung die visuelle Verarbeitung beeinflusst.
Teilnehmer:innen wurden durch Filme in positive, negative oder neutrale Stimmung versetzt und sollten im Navon-Paradigma große Buchstaben, die aus kleineren bestehen, erkennen.
Positive Stimmung förderte den globalen Fokus, während negative Stimmung die Detailverarbeitung begünstigte.
Die Studie zeigt, dass Stimmung bestimmt, ob Menschen das große Ganze oder Details wahrnehmen, um sich an die Umwelt anzupassen.
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