Joseph Wolpe (1915-1997)
Die systematische Desensibilisierung nach Wolpe reduziert Angst durch schrittweise Konfrontation mit angstbesetzten Reizen und Entspannungstechniken.
Reziproke Hemmung besagt, dass Angst durch eine entgegengesetzte Reaktion wie Entspannung gehemmt werden kann, da beide nicht gleichzeitig auftreten.
In der klassischen Konditionierung wird ein angstauslösender Reiz mit einem angenehmen Reiz kombiniert, um die Angstreaktion zu schwächen, z.B. durch das Abspielen bevorzugter Musik in unangenehmen Situationen.
Das SORK-Modell erklärt Verhalten durch Stimulus (S), Organismus (O), Reaktion (R) und Konsequenz (K), während das SORCK-Modell mit Kontingenz (C) ergänzt, die die Regelmäßigkeit der Konsequenz beschreibt.
Beide Modelle helfen, Angstreaktionen zu verstehen und zu verändern.
Albert Ellis (1913-2007)
Die Rational-Emotive Therapie (RET) von Albert Ellis, ein Ansatz der kognitiven Verhaltenstherapie, fokussiert auf die Veränderung irrationaler Überzeugungen, die emotionale Probleme verursachen.
Mit dem ABC-Modell (Auslösendes Ereignis, Überzeugungen, Konsequenzen) und dem Disput (D) zielt die Therapie darauf ab, rationalere Denkmuster und emotionale Verbesserungen (Effect E) zu erreichen.
Ellis identifizierte Denkfehler wie absolute Forderungen, globale Selbst- und Fremdbewertung, Katastrophendenken und niedrige Frustrationstoleranz.
Später wurde die RET zur Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (REVT) erweitert, um Verhaltenstechniken einzubeziehen.
Viktor Frankl (1905-1997)
Frankl, Begründer der Logotherapie, sah den Lebenssinn als zentrale Motivation des Menschen.
Seine Erfahrungen im Konzentrationslager untermauerten seine Überzeugung, dass der Wille zum Sinn auch unter extremen Bedingungen das Überleben ermöglicht.
Abraham Maslow (1908-1970)
Maslow, Mitbegründer der Humanistischen und Transpersonalen Psychologie, unterschied in seiner Bedürfnispyramide zwischen Defizitbedürfnissen (DBedürfnissen) und Seins-Bedürfnissen (B-Bedürfnissen).
D-Kognitionen fokussieren auf Mängel, während B-Kognitionen Zustände der Selbstverwirklichung beschreiben, oft verbunden mit Gipfelerfahrungen und einem Gefühl von Einheit.
Roberto Assagioli (1888-1974)
Roberto Assagioli entwickelte die Psychosynthese, eine transpersonale Methode zur Integration von Persönlichkeitsanteilen.
Sein Ansatz betonte Selbstverwirklichung, Kreativität, spirituelle Entwicklung sowie das Zusammenspiel von Ich bewusstsein und höherem Selbst, unterstützt durch Meditation und Visualisierung.
Stanislav Grof (geb.1931)
Stanislav Grof entwickelte die Holotrope Atemarbeit, eine Methode zur Erforschung veränderter Bewusstseinszustände, und betonte die therapeutische Bedeutung transpersonaler Erfahrungen.
Ken Wilber (geb.1949)
Ken Wilber, Vertreter der Transpersonalen Psychologie, entwickelte die „Integrale Theorie“, die psychologische, spirituelle, kulturelle und wissenschaftliche Ansätze verbindet (AQAE-Modell=Alle Quadranten, alle Ebenen)
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