Nach der Epoche erfinden zwei Autoren der humoristischen Wochenschrift “Fliegende Blätter” den schwäbsichen Dorflehrer Weiland Gottlieb Biedermaier. Ein biederer, braver, unpolitischer Deutscher —> Vorbild war Samuel Friedrich Sauter.
Rückzug ins private Glück, Ruhe, keine Politik.
Der Vormärz ist eine Bewegung zwischen 1830-1848. Gemeint war damit das “Junge Deutschland” (Heinrich Heine, Karl Gutzkow, Heinrich Laube, …). Zählen nicht zum Biedermeier. Schriftsteller des Biedermeier “schauten nicht nach vorne”, waren unpolitisch.
Das Verhältnis zu Goethe ist ambivalten. Einerseits gilt er als unantasbarer Dichter, Leitfigur und ästhetisches Ideal. Junge Autoren haben das Gefühl in einer “nachgoethischen” Epoche zu leben in der Goethe selbst aber etwas im Abseits steht.
In der Biedermeierepoche zogen sich viele, nach den Napoleonischen Kriegen, in die häusliche Ruhe zurück. Gerade Goethes Spätewerke strahlten diese ruhige Ordnung und Harmonie aus.
Das junge, politische Deutschland jedoch sah in ihm einen politischen Stillstand. Allen voran Heinrich Heine und Ludwig Börne. Goethe wurde mangelndes politisches Engagement kritisiert, da seine Literatur nicht politisch eingriff.
Prägend war hier der Generationenkonflikt: Die Jüngeren forderten Demokratie, Freiheit, Nationalstaaten- die Älteren, aus dem letzten Jahrhundert kommend und die Französische Revolution miterlebend, lehnte radikale Umbrüche ab.
Ein Almanach ist ein kleinformatiges Buch mit vielen Texten das Nachfolgebände in Aussicht stellt und den vermehrten Bedarf an neuer Literatur zu befriedigen verspricht. Neue Literatur war vorrangig Erzählungen, Novellen, Romane und eben Märchen.
Damit bezeichnete Friedrich Sengle eine Grundstimmung in dieser Epoche. Es bezeichnet einen Gefühl des Resignation und des Schwermut, der durch den Rückzug ins Private entstand.
Die Produktionsbedingungen von Literatur als Waren entwickeln sich zu dieser Zeit stark. Nicht nur werden Arbeitsprozesse verbessert und Arbeitskräfte umverteilt, sondern es entstehen auch maschinelle Möglichkeiten, die die Produktion sehr beschleunigen.
Gleichzeitig stellte man sich die Frage ob so viele und schnell produzierte Literatur einen qualitativ minderwertiger sei.
Kann die Sprache der Zeit einfach in die Sprache aktuellen Zeit verwandelt werden?
Wie kann man verhindern, dass die Figuren des Romans nicht wie “verkleidete heutige Figuren” erscheinen?
Der „Neue Pitaval“ ist die populärste und wirkungsmächtigste Buchreihe (Untertitel: „Eine Sammlung der interessantesten Kriminalgeschichten aller Länder aus älterer und neuerer Zeit“)
Erschienen ab 1842. Im Verlauf des 19 Jh. ca 80 Bände! Herausgegeben von einem Kriminaldirektor und Freund von E.T.A. Hoffmann. Der neue Pitaval beinhaltete eine neue Form über Verbrechen zu sprechen und zu erzählen.
Der eigentliche Beginn des Medium Comic wird auf das Ende des 19. Jahrhunderst datiert. Dort entstand in amerikanischen Tageszeitungen der Comicstrip.
Rodolphe Töpffer gilt als Vorläufer dieser Comics, indem er eine Reihe “komischer Bilderromane” verfasst hat.
Dies galt als sehr innovatives Format. Der Bilderroman hatte eher große und weniger Bilder pro Seite. Es gab auch keine Sprechblasen oder “Geräusche”- der Text befand sich unterhalb des Bildes.
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