1) Ordnen Sie korrekt zu!
A. Grundlagendisziplin
B. Angewandte Disziplin
1 Entwicklungspsychologie
2 Klinische Psychologie
3 Pädagogische Psychologie
4 Sozialpsychologie
2P.
A: 1, 4
B: 2, 3
Grundlagendisziplinen
• Allgemeine Psychologie
• Differentielle und
Persönlichkeitspsychologie
• Entwicklungspsychologie
• Sozialpsychologie
• Biopsychologie
• Methodenlehre
Angewandte Disziplinen
• Pädagogische Psychologie
• Klinische Psychologie
• Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie
2) Der amerikanische Sozialpsychologe D. Cartwright schrieb einmal, dass die Person, die die Entwicklung der Sozialpsychologie in Nordamerika am meisten förderte, Adolf Hitler war. Führen Sie zwei Aspekte aus der Geschichte der Sozialpsychologie an, die Cartwrights Aussage unterstützen.
• Einfluss der NS-Verbrechen auf sozialpsycholog Forschung - Studien…
… zur autoritären Persönlichkeit (Adorno)
… zu den Determinanten der Konformität (Ash)
… zum Gehorsam (Milgram)
… zu den Auswirkungen eines autoritären Führungsstils (Lewin)
Milgram: Inwieweit beeinflusst Autorität das Verhalten. “Wissenschaftler” hat “Lehrer” (VP) gesagt, dass er weiter machen muss dem “Schüler” Stromschläge zu geben. Das Experiment zeigte, dass viele VPs der Autoritätsperson gehorchten.
Ash: Untersuchte die Gruppenpassung. Zeigt Streben nach Anerkennung, Beliebtheit und Konformität. VPs passten sich bei den Antworten der Mehrheit an. Es wurden Linien gezeigt und alle Beteiligten mussten die gleichlange Linie zuordnen
-> VP lassen sich durch die Antworten der anderen beeinflussen
3) Im Unterschied zur Sozialpsychologie ist die Soziologie…
0 …nicht an Gruppen interessiert.
0 …stärker an gesellschaftlichen Strukturen zur Beschreibung und Erklärung sozialen Verhaltens interessiert.
0 …nicht an den Arbeiten Kurt Lewins interessiert.
0 …nicht an experimentellen Untersuchungen interessiert.
0 …stärker an Mikro- und Mesofaktoren zur Beschreibung und Erklärung sozialen Verhaltens interessiert.
1P.
…stärker an gesellschaftlichen Strukturen zur Beschreibung und Erklärung sozialen Verhaltens interessiert.
4) Die 1960er/70er Jahre werden oft als Krisenjahre der Sozialpsychologie bezeichnet. Was war KEINE damals geäußerte Kritik?
0 Kulturelle Faktoren werden zu wenig berücksichtigt.
0 Viele Befunde kommen durch den Effekt der “guten Versuchsperson” zustande.
0 Die durchgeführten Experimente sind zu wenig einfallsreich.
0 Viele Befunde lassen sich nicht replizieren.
Die durchgeführten Experimente sind zu wenig einfallsreich.
5) Welche Aussage über den Einsatz qualitativer Methoden in der Sozialpsychologie ist zutreffend?
Qualitative Methoden…
0 …werden häufig zur Erfassung von Einstellungen eingesetzt.
0 …werden vor allem im Rahmen explorativer Vorstudien eingesetzt.
0 …spielen gerade in der Geschichte der Sozialpsychologie keine Rolle.
0 …werden als Königsweg sozialpsychologischer Forschung erachtet.
…werden vor allem im Rahmen explorativer Vorstudien eingesetzt.
6) Nennen und beschreiben Sie einen Vorzug von Verhaltensbeobachtungen im Labor und einen Vorzug von Verhaltensbeobachtungen in natürlicher Umgebung!
Labor: Experimente vergleichbarer durchführbar, da sie immer den selben Ablauf unterliegen
Natürliche Umgebung: authentischer
-> nich reaktives Verfahren: VP weiß nichts über Untersuchungsteilnahme -> Ergebnis nicht verfälscht
7) Nennen Sie zwei Möglichkeiten, wie Individuen eine Bedrohung ihrer sozialen Identität bewältigen können.
Bewältigungsstrategien: Resultierende Verhaltensweisen
Individuelle Mobilität: Versuche, in die Gruppe mit hohem Status zu gelangen
Soziale Kreativität: Wahl einer … anderen Vergleichsgruppe, anderen Vergleichsdiminsion, anderen Gruppenidentität -> geringen Status neu bewerten/ bekämpfen
Sozialer Wettbewerb: Differenzierung, Diskriminierung; Inergruppenkonflikt; Kollektive Handlung
8) Im philosophischen Gleichnis “Buridans Esel” verhungert ein Esel zwischen zwei gleichermaßen attraktiven Heuhaufen. Wie würde man den hier vorliegenden Konflikt in der einschlägigen Terminologie von Kurt Lewin bezeichnen? Nennen Sie auch noch einen weiteren Konflikttyp nach Lewin.
-> Appetenz-Appetenz (Annäherungs-Annäherungs-) Konflikt
Weitere Konflikttypen:
• Appetenz-Aversions (Annäherungs-Vermeidungs-) Konflikt
• Aversion-Aversions (Meidungs-Meidungs-) Konflik
9) Welche Aussage zum Phänomen des Gruppendenkens nach Irving Janis ist zutreffend?
0 Der Einsatz eines “advocatus diaboli” kann Gruppendenken entgegenwirken.
0 Gruppen, die in der Gefahr sind, dem Gruppendenken anheimzufallen, haben in der Regel einen schwachen “Führer”.
0 Irving Janis hat seine zentralen Erkenntnisse zum Gruppendenken in sozialpsychologischen Laborstudien gewonnen.
0 Die Kohäsion der Gruppe ist kein wichtiger antezedenter Faktor für die Herausbildung von Gruppendenken.
Der Einsatz eines “advocatus diaboli” kann Gruppendenken entgegenwirken.
* Advocatus Diaboli = Person, die bewusst die Position der Gegenseite in einer Diskussion einnimmt.
10) Die Lehrerin sagt zu der Klasse: “Das Fenster ist offen.” Daraufhin springt Anna auf und schließt es. Gemäß des Kommunikationsmodells von Schulz von Thun hat Anna in diesem Fall ein besonders stark ausgeprägtes…
0 …Selbstoffenbarungsohr.
0 …Sachohr.
0 …Appellohr.
0 …Beziehungsohr.
Appellohr
11) Welche Aussage zu Altersvorurteilen ist NICHT zutreffend?
0 Alter gehört neben Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit zu den “top three” der sozialpsychologischen Vorurteilsforschung.
0 Ältere Personen werden insgesamt als weniger attraktiv und kompetent als jüngere Personen beurteilt.
0 Männer und Frauen sind in gleicher Weise von Altersvorurteilen betroffen.
0 Ältere Personen werden im Hinblick auf emotionale Wärme tendenziell positiver eingeschätzt als jüngere Personen.
Männer und Frauen sind in gleicher Weise von Altersvorurteilen betroffen.
12) Internationale Jugendbegegnungen gelten gemeinhin als Wegbereiter für den Abbau von Vorurteilen. Welche Bedingungen müssen gemäß der Kontakthypothese erfüllt sein, damit dieser Anspruch auch eingehalten werden kann? Nennen und erläutern Sie 3 Faktoren!
3P.
Interaktionen zw. den Gruppen werden verstärkt: wiederkehrender Kontakt
Kooperationen zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels
Intergruppeninteraktionen werden institutionell gefördert: Mit verschiedenen Menschen Kontakt haben, damit man nicht denkt, dass es ein “Ausnahmefall” ist
gleiche Statusbedingungen und Einhaltung strenger Gleichheitsregeln
13) In der Kovariationstheorie von Harold Kelley werden Aussagen zu Distinktheit, Konsistenz und Konsensus gemacht. Ordnen Sie korrekt zu!
A. Konsistenz
B. Konsensus
C. Distinktheit
1 Informationen darüber, wie ein Handelnder unter ähnlichen Umständen auf unterschiedliche Entitäten reagiert.
2 Informationen darüber, wie sich unterschiedliche Handelnde gegenüber einer Entität verhalten.
3 Informationen darüber, ob sich das Verhalten des Handelnden gegenüber einer Entität in verschiedenen Situationen unterscheidet.
A: 3
B: 2
C: 1
14) Welche Aussage zur Kausalattribution ist korrekt?
0 Wenn eine Schülerin eine schlechte Note in einer Schulaufgabe auf ihre mangelnde Begabung attributiert. dann handelt es sich um eine internal-variable Attribution.
0 “Dass ich eine Eins in der Mathematikschulaufgabe bekommen habe, liegt daran, dass ich Glück hatte.” Diese Aussage verweist auf eine external-variable Attribution.
0 “Die Eins in der Mathematikschulaufgabe habe ich bekommen, weil ich viel dafür gelernt habe.” Diese Aussagen verweist auf eine internal-stabile Attribution.
0 Das Modell der Kausalattribution stammt von Heinz Heckhausen.
“Dass ich eine Eins in der Mathematikschulaufgabe bekommen habe, liegt daran, dass ich Glück hatte.” Diese Aussage verweist auf eine external-variable Attribution.
15) Prozessverluste bzw. -gewinne in Gruppen lassen sich auf drei Ebenen festmachen. Welche gehört NICHT dazu?
0 Individuelle Fertigkeiten
0 Sympathie
0 Motivation
0 Koordination
Sympathie
16) Welche der folgenden Aussagen zum Milgram-Experiment ist zutreffend?
0 Das Milgram-Experiment wurde u. a. durchgeführt, um zu untersuchen, wie aus “ganz normalen” Menschen Mörder werden können.
0 Milgram hat vor der Durchführung seines Experiments die Ergebnisse schon vorhergesehen.
0 Im Milgram-Experiment wiesen die deutschen Versuchspersonen einen besonders großen Hang zur Gehorsamsbereitschaft auf.
0 Das Milgram-Experiment könnte auch heute noch an US-amerikanischen Universitäten ohne Weiteres so durchgeführt werden, wie das Milgram seinerzeit getan hat.
Das Milgram-Experiment wurde u. a. durchgeführt, um zu untersuchen, wie aus “ganz normalen” Menschen Mörder werden können.
17) Welcher Ansatz zum Umgang mit Wut wird aus sozialpsychologischer Sicht kritisch diskutiert?
0 Ehrliche Entschuldigung
0 Wut ablassen
0 Aufbau von Empathie
0 Bis-10-Zähl-Methode
Wut ablassen
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