Intersubjektive Überprüfbarkeit vs. Objektivität
Objektivität: Fordert absolute, neutrale Sachlichkeit. Dies ist in der Literaturwissenschaft kaum möglich, da Literatur mehrdeutig ist und jeder Forschende von seiner eigenen Zeit und Gesellschaft geprägt wird.
Intersubjektive Überprüfbarkeit: Fordert stattdessen allgemeine Nachvollziehbarkeit. Eigene Standpunkte müssen kritisch reflektiert und das methodische Vorgehen sowie die Quellen (durch korrektes Zitieren) so offengelegt werden, dass andere Forschende die Argumentation logisch nachvollziehen können.
Register (Sprachebene)
Das Register ist die einzuhaltende Schreibebene, die den Konventionen des wissenschaftlichen Stils entsprechen muss. Dazu gehören korrekte Grammatik, präziser Ausdruck und ein begründetes, logisches Vorgehen – sowohl in der Mutter- als auch in der Fremdsprache.
Primär- und Sekundärliteratur
Primärliteratur: Der eigentliche Untersuchungsgegenstand (das literarische Originalwerk).
Beispiel: Ein Drama von Lope de Vega.
Sekundärliteratur: Die wissenschaftliche Forschungsliteratur, mit der das Originalwerk analysiert wird.
Beispiel: Das Lehrbuch „Spanische Literaturwissenschaft“ von Gröne/Kulessa/Reiser.
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