Nenne die Indikation für einen i.o. Zugang
Indikationen:
Herz-Kreislauf-Stillstand
lebensbedrohliche Situationen mit zwingender Indikation für parenteralen Zugang und Unmöglichkeit eines peripheren i.v.-Zugangs
Nenne die Kontraindikationen für einen I.o. Zugang
Kontraindikationen:
Fraktur der entsprechenden Tibia
vorheriger Punktionsversuch am selben Knochen
Infektion, Endoprothese oder Implantat an der Punktionsstelle
massive Weichteilschäden an der Punktionsstelle
Nenne die alternativen zum i.o. Zugang
Alternativen: Verzicht auf Maßnahme bis Eintreffen NA
Was sind mögliche Gegenmaßnahmen
Gegenmaßnahmen:
Abbruch bei Komplikationen / Kanüle entfernen
ggf. Druckverband
Was muss die Aufklärung/Risiken beinhalten?
Aufklärung / Risiken:
Nichtgelingen
Fehllage
Hämatom / Entzündung
Gefäß- / Nervenverletzungen
Weichteilschäden
Wie ist die Verlaufskontrolle?
Verlaufskontrolle:
frei fließende Infusion / keine Schwellung
pharmakologischer Effekt verabreichter Medikamente
Wie ist die Erfolgsprüfung?
Erfolgsprüfung:
sicher platzierte und fest sitzende Nadel / keine Schwellung an der Punktionsstelle
Aspiration von Blut bzw. Knochenmark, Blut in der Trokarspritze
nach Bolusgabe leichtgängiges Injizieren der Lösung
gewünschte pharmakologische Wirkung verabreichter Medikamente
Wie ist die Durchführung?
Punktionsort: proximale Tibia medial der Tuberositas tibiae
geeignete Nadel wählen
Punktionsort ausreichend reinigen und desinfizieren, ggf. rasieren
Verlängerungsschlauch und Dreiwegehahn mit kristalloider Lösung füllen
Nadel aus Verpackung entnehmen
Durchstechen der Haut senkrecht zur Knochenoberfläche bis Knochenkontakt spürbar
Einbohren (EZ-IO®; Cook®) der Nadel bis Widerstandsverlust / Platzieren der BIG®; Herstellerangaben beachten
Nadel fixieren und Trokar entfernen
Aspiration von Blut bzw. Knochenmark
Anschließen einer Verlängerung
keine Lidocaingabe durch NotSan
Spülen mit ca. 10 ml kristalloider Lösung und Infusion anschließen
Nadel sicher fixieren
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