Was beinhaltet der traditionelle Entwicklungsbegriff?
Veränderungsreihe in Richtung Endzustand
Abfolge der Schritte irreversibel
Stufenmodell
Starke Korrelation mit dem Lebensalter
Universelle Entwicklungsverläufe
Was gehört zur Erweiterung des traditionellen Entwicklungsbegriffs?
Veränderungen sind nicht immer als Abfolge bestimmter Schritte beschreibbar
Keine Fokussierung auf stetige Höherentwicklung
Qualitative + Quantitative Veränderungen
Was sind zentrale Grundannahmen zur motorischen Entwicklung?
Entwicklung basiert auf kontinuierlichem + kumulativen Prozess von der Konzeption bis ins hohe Alter
Alle Entwicklungsbereiche sind verbunden
Existenz eines weiten Bereichs an individuellen Differenzen
Umwelt spielt große Rolle für Entwicklung
Existenz kritischer und sensitiver Perioden in der Entwicklung
Entwicklung profitiert von positiver Stimulation
Mensch besitzt große Kapazität für Veränderungen
Motorische Entwicklung ist facettenreicher und dynamischer Prozess
Mit höherem Alter gehen motorische Kapazitäten unweigerlich verloren
Wie zeigt sich die grobe Abfolge der Entwicklung der Fortbewegung?
Kriechen
Kinn und Bauch auf dem Boden
Krabbeln
Beine arbeiten symmetrisch
Bodenkontakt durch Hände und Unterschenkel
Hin- und Herschaukeln in hoher Position
Krabbeln mit alternierendem Arm/Bein-Bewegungsmuster
Was sind Vorbedingungen und Vorläufer des Gehens?
Posturale Voraussetzungen
Spontane Beinbewegungen, die ähnlich der Fortbewegung sind
Kicking / Strampeln
Reflexhafte Schreitbewegungen
Gehen mit Unterstützung
Wie zeigt sich das Schreitmuster beim Gehen?
zyklische, symmetrisch alternierende Bewegung
Standphase
Schwungphase
Phasenverschiebung 0,5
60 % Standphase
40 % Schwungphase
10 % Doppelkontakt beim Gehen
Sinusförmige Auf- und Abbewegung des Körperschwerpunktes
Wie unterscheiden sich Zielbewegungen beim Erwachsenen zum 3 jährigen?
Erwachsen
Eingipflige Geschwidnigkeitsprofile
Nutzbarmachung äußerer Kräfte
Zeitgenaue Muskelsynergien
2-3 Jährige
Annäherung an Objekt in mehreren Schritten
In Endphase wiederholte Richtungsumkehr
Vielfache Geschwindigkeitsmaxima
Was beinhaltet die Figur-Grund Wahrnehmung?
Zentrum der Aufmerksamkeit richtet sich auf die Figur
Was beinhaltet die Wahrnehmungskonstanz?
Eigenschaften eines Gegenstandes trotz unterschiedlicher Abbildungen auf der Netzhaut wahrnehmen zu können
Was beinhaltet die Raumlage?
Wahrnehmung der Raum-Lage Beziehung eines Gegenstandes zum Wahrnehmenden
Was beinhaltet die Formwahrnehmung?
Formen können unterschieden und zu Paaren geordnet werden
Was beinhaltet das visuelle Gedächtnis?
Gesehenes erinnern zu können ist wichtige Voraussetzung für kognitive Entwicklung
Was versteht man in der Psychomotorik unter dem Begriff der Diagnostik?
Erkennen von Defiziten und Möglichkeiten der optimalen Förderung und Unterstützung aufzeigen
Welche Verhaltensmerkmale sollte man bei der Leitung von Grupen zeigen?
Aufmerksamkeit und Wachheit für vorhandene Situation
Zuversicht und Ruhe
Regulierung der Nähe
Nicht-direktives Verhalten
Gefühle und Problemlösungsverhalten reflektieren
Was bedeutet Gleichgewicht?
Ein Körper ist physikalisch im Gleichgewicht, wenn er sich im Zustand der Ruhe (statisch) oder der gleichförmigen Bewegung (dynamisch) befindet
Was wird zur erfolgreichen Handlungskontrolle benötigt?
Verarbeitung vielfältiger sensorischer Infos
Aktives Erzeugen der notwendigen Kräfte zur Stabilisierung und Positionierung des Körpers
Prozesse müssen ausgebildet, aufeinander abgestimmt und fortlaufend in Einklang gebracht werden
Was sind posturale Synergien?
Funktionale Kopplung verschiedener an und für sich voneinander unabhängiger Muskelgruppen
Agieren wie eine koordinative Einheit
Vereinfachen den Kontrollaufwand des ZNS
Was sind limitierende Faktoren der Entwicklung?
Gleichgewichtsentwicklung bis zum 7. Lebensjahr
Bilaterale Koordinationsmuster
Kontrolle der Muskelspannung
Wie kann die Grafomotorik gefördert werden?
Verbesserung der Wahrnehmung und Motorik
Verbesserung der Tonusregulation
Verbesserung der Feinmotorik
Verbesserung des Schreibflusses
Aufbau von Motivation gegenüber graphomotorischer Aufgaben
Wie sehen die Entwicklungsschritte im Fangen aus?
Arme werden dem Ball entgegengestreckt, Handflächen nach oben innen geöffnet, Ballsicherung durch Anpressen an Oberkörper
Ellbogen leicht gebeugt, Arme umschließen den Ball am Oberkörper, Armaktion vor Ballkontakt
Beugen des Ellbogen, Ausrichtung der Arme zum Ball, Ball wird nur mit den Händen gefangen
Was ist die Diagnostik in der Psychomotorik?
Tätigkeit des Feststellens, Beobachtens und Erhebens von Informationen
Erkennen von Defiziten und Möglichkeiten der optimalen Förderung / Unterstützung aufzeigen
Was sind die Ziele psychomotorischer Förderung?
Eigentätigkeit des Kindes fördern und zu selbstständigem Handeln anregen
Erweiterung der Handlungskompetenzen und Kommunikationsfähigkeit
Selbstwahrnehmung des Kindes stärken
Kind soll sich als kompetent und selbstwirksam erleben
Wie ist die Ätiologie von DCD?
Propriozeptive und vestibuläre Störungen
Einschränkungen in visuomotorischer und visuell-räumlicher Koordination
Dyspraxie
Defizite in Geschwindigkeit der motorischen Ausführung
Was sind handlungsleitende Prinzipien im Sport mit Älteren?
Einzigartigkeit und Ganzheitlichkeit der Personen
Autonomiebestrebungen unterstützen
Individuelle Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigen
Bewertung vermeiden
Welche Probleme zeigen sich bei endogenistischen Entwicklungs-Konzeptionen?
Entwicklung vor allem durch genetische / innere Faktoren erklärt
Umwelt und Lerneinflüsse werden unterschätzt
Unterschiede zwischen Personen lassen sich nur eingeschränkt erklären
Warum kann man den Expertisen-Ansatz für Untersuchungen zur motorischen Entwicklung heranziehen?
Untersucht, wie sich motorische Fähigkeiten durch Übung und Erfahrung entwickeln
Unterschiede zwischen Anfängern und Experten
Deutlich: motorische Entwicklung ist lebenslang möglich
In welchem Altersabschnitt entwickelt sich die posturale Kontrolle im Sitzen?
6-8 Monate
Kind kann frei und stabil ohne Unterstützung sitzen und Gleichgewicht selbstständig halten
Was versteht man unter der Footfall-Methode?
Analyse des Gangbildes
Reihenfolge und Aufsetzen der Füße bei Gehen wird erfasst
Untersuchung Schrittmuster, Gangabfolge und Koordination
Welche Strategien entwickeln Ältere hinsichtlich der posturalen Kontrolle?
Verstärkte Nutzung visueller Informationne zur Gangkontrolle
Verbreiterung der Standfläche
Langsamere Ausgleichsbewegungen
Vermehrte Hüftstrategie statt Sprunggelenksstrategie bei Gleichgewichtsstörungen
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