Öko-Spießer
Klischeehaftes Bild einer Person, die übertrieben perfektionistisch und pedantisch nachhaltig lebt, oft im Vorwurf des "moralisch überlegenen" Verhaltens
Klimakleber
Abwertender Begriff für Umweltaktivisten, die aus Protest Straßen blockieren und an ihnen festkleben.
Hippie:
Älteres Stereotyp, das nachhaltig lebende Menschen mit einer bestimmten Gegenkultur aus den 60er- und 70er-Jahren assoziiert
Lohas:
Steht für "Lifestyle of Health and Sustainability" und wird teils abwertend für eine bestimmte, kaufkräftige Zielgruppe verwendet, die nachhaltige Produkte als Statussymbol konsumiert
Moralischer Zeigefinger
Die Unterstellung, dass nachhaltig lebende Menschen andere belehren und ihnen ihre "moralische Überlegenheit" demonstrieren wollen
Weltverbesserer:
Ein abfälliger Begriff für Personen, die sich übermäßig engagieren, um globale Probleme zu lösen.
Gutmenschen:
Im negativen Sinne wird damit jemand bezeichnet, der sich vermeintlich naiv und idealistisch für soziale oder ökologische Belange einsetzt
Preisschild-Ökos
Personen, denen unterstellt wird, sich nur nachhaltig zu verhalten, wenn es keine zusätzlichen Kosten verursacht oder es ihnen einen persönlichen Vorteil bringt
Öko-Schickeria
Bezeichnet die Annahme, dass Nachhaltigkeit ein teures Luxusgut für Wohlhabende ist
Greenwashing:
Ein Begriff, der Unternehmen und Organisationen kritisiert, die sich nach außen hin nachhaltiger darstellen, als sie es tatsächlich sind
Greenhushing:
Die bewusste Entscheidung von Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsinitiativen zu verschweigen, um Kritik zu vermeiden, falls die Anstrengungen als nicht ausreichend angesehen werden könnten
Folgen von Dysbalance (dyn. Gleichgewicht)
Suffizienz:
geringerer Verbrauch
• Verhältnismäßigkeit
• Besinnen auf das richtige Maß und bewusst entscheiden, was man wirklich braucht, statt immer mehr zu konsumieren.
• Fokus ist nicht zwingend Verzicht, sondern Genügsamkeit, um so Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die eigene Lebensqualität zu verbessern.
• Qualität statt Quantität
Effizienz:
höhere Nutzungsgrad eingesetzter Ressourcen
• den Mitteleinsatz (Ressourcen und Energie) pro erbrachte Leistung zu optimieren.
• mit weniger Input denselben oder sogar einen höheren Output zu erzielen.
• Mit gleichem Input den Nutzen zu steigern.
• Typischerweise wird dies durch den Einsatz besserer, modernerer oder klügerer Technologien erreicht.
• Vermeidung von Verschwendung.
Konsistenz:
Kreislaufwirtschaft, Recycling
• Geschlossene Stoffkreisläufe: Abfälle als Rohstoffen für neue Produkte nutzen. Abfall im herkömmlichen Sinne existiert idealerweise nicht mehr.
• Vorbild Natur: Materialien zirkulieren und werden kontinuierlich wiederverwertet. Ein Baum, dessen Früchte verrotten und dem Boden neue Nährstoffe liefern, ist ein klassisches Beispiel.
• Qualitativer Wandel: Anders als bei der Effizienz, die den Verbrauch pro Produkt minimiert, zielt Konsistenz auf einen fundamentalen qualitativen Wandel der Produktion ab. Es werden umweltfreundliche Technologien und Materialien gefördert.
• Technologische Innovation: erfordert innovative Technologien und Produktdesigns, die von Anfang an auf eine Kreislauffähigkeit ausgelegt sind. (Lebenszyklusbetrachtung)
ESG-Kriterien und dere Wirkung auf Unternehmen
• Risikomanagement: ESG-Kriterien helfen dabei, finanzielle Risiken zu identifizieren, die durch Umweltverschmutzung, soziale Konflikte oder schlechte Führung entstehen können.
• Wettbewerbsvorteil: Unternehmen mit guten ESG-Werten können ihr Ansehen stärken und talentierte Arbeitskräfte anziehen.
• Zugang zu Kapital: Viele Investoren und Banken beziehen ESG-Kriterien in ihre Anlage- und Kreditentscheidungen mit ein.
• Regulierungsanforderungen: Gesetzliche Vorschriften, wie die EU-Taxonomie oder die CSRD, fordern von Unternehmen zunehmend eine transparente ESG-Berichterstattung.
Gate to Gate
Analyse aller Prozesse innerhalb einer Fabrik/eines Unternehmens bis zum Fabriktor
Cradle to Gate
Analyse von Rohstoffgewinnung bis zur Fertigung des Produktes, endet am Fabriktor
Cradle to Grave
Analyse von der Rohstoffgewinnung über Fertigung, Transport und Nutzungsphase bis zum Ende des Lebenszyklus (Entsorgung/Recycling)
9 planetare Belastungsgrenzen
Wie sind die 9 planetare Belastungsgrenzen relativ zu bewerten?
• Welche Umweltwirkungen verursachen z. B. ein Produkt oder eine Dienstleistung?
• Ist Produkt A oder Produkt B nachhaltiger?
• Das heißt: Welches Produkt verursacht geringere Umweltwirkungen?
Wie sind die 9 planetare Belastungsgrenzen absolut zu bewerten?
• Ist das Unternehmen oder das Produkt nachhaltig im absoluten Sinne?
• Das heißt: Trägt es nicht dazu bei, dass die ökologische Tragfähigkeit der Erde überschritten wird?
Was ist LCA? Welche Phasen beinhaltet es?
(Life Cycle Assessment): Ökobilanz für Umweltauswirkungen
Was ist LCC?
(Life Cycle Costing): Lebenszykluskostenrechnung für Wirtschaftlichkeit
Was ist S-LCA?
(Social Life Cycle Assessment): Soziale Lebenszyklusanalyse für gesellschaftliche
Was sind die Effekte von LCA?
Was sind die Ziele von S-LCA?
Ziel: Bewertung der sozialen und sozioökonomischen Auswirkungen auf StakeholderGruppen (Arbeitnehmer, lokale Gemeinschaften, Wertschöpfungskette, Konsumenten, Gesellschaft).
Was sind die Anwendungsbereiche von S-LCA?
Anwendungsbereich: Von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung (Cradle-to-Grave).
Was sind die Indikatoren von S-LCA?
Indikatoren: Beinhaltet Themen wie Gesundheit & Sicherheit, Arbeitsbedingungen (z. B. faire Löhne), Menschenrechte, lokale Entwicklung und kulturelles Erbe. Vergleich zu Umwelt-LCA: Während Umwelt-LCA ökologische Effekte (Klimawandel, Landnutzung) betrachtet, fokussiert S-LCA auf soziale Aspekte und ergänzt so die Nachhaltigkeitsbewertung.
Was sind die Anwendungen von S-LCA?
Anwendung: Wird zur Identifizierung sozialer „Hotspots“, Risikomanagement und zur Verbesserung der sozialen Verantwortung von Unternehmen genutzt.
Wie ist der Aufbau der LCC? (Aufteilung Phasen, Kosten, Erlöse)
Nenne den Inhalt der Konventionellen, Enviromental und Social LCC
Was ist LCSA und wie entsteht sie?
Was sind die ökologischen Nachhaltigkeits KPI´s?
Ökologisch
• Treibhausgasemissionen (oder andere Luft-Emissionen)
• Energieverbrauch (und Anteil an regenerativer Energie)
• Wasserverbrauch (und Nutzung von Grauwasser)
• Wasserverschmutzung (bestimmte Chemikalien, z.B. Stickstoff oder Phosphor, die bei der Produktion durch Abfall oder Düngung ins Wasser gelangen)
• Landnutzung (und renaturierte Flächen)
• Abfall (kg an festem Abfall, die entstehen – aufgeteilt in Deponie, verbrannt und recycelt), Verpackungsmüll
• Plastikausstoß (das Plastik, das durch falsche Entsorgung, Mikroplastik in Produkten oder Abrieb ins Meer gelangt)
• Auswirkungen auf die biologische Vielfalt
• Anteil an eingesetzten recycelten Stoffen zur Herstellung von Produkten
Was sind die ökonomischen Nachhaltigkeits KPI´s?
Ökonomisch
• Die geschaffenen Arbeitsplätze
• Die Bruttowertschöpfung (BWS), die den Beitrag eines Unternehmens zum Bruttoinlandsprodukt angibt, der durch Gewinne, Steuern und Löhne entsteht.
• Kundenzufriedenheit / Anzahl Kundenbeschwerden / Produktqualität)
• Servicequalität
• Umsatzanteil, der EU-Taxonomie-konform ist
• Betriebsausgaben, heutige und zukünftige Investitionsausgaben (EU-Taxonomie-konform)
• IT-bedingte Ausfälle und Cybersicherheit
• Gewinnentwicklung (in Relation zu Nachhaltigkeitsmaßnahme)
• Renditeentwicklung
• Bewertete Risiken
• Gezahlte Steuern
• Beiträge zur lokalen, regionalen Wertschöpfung
Was sind die sozialen Nachhaltigkeits KPI´s?
Sozial
• Arbeitssicherheit (Unfall- und Verletzungsquote)
• Arbeitsgesundheit (Krankheitstage, Gesundheitsprogramme)
• Faire Löhne
• Geschlechtsspezifisches Lohngefälle u. Diversitätsquote
• Vielfalt der Belegschaft
• Beschäftigungsentwicklung / Mitarbeiterschulungen
• Risiko von Korruption
• Risiko moderner Sklaverei und Kinderarbeit
• Mitarbeiterzufriedenheit (z.B. Top Job)
• Fluktuationsquote
• Mitarbeiterbeteiligung
• Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter
• Diskriminierungsvorfälle
• Soziale Bewertung neuer Lieferanten / Auswirkungen auf Lieferkette
Wie wird Nachhaltigkeit im Nachhaltigkeitsmanagement aufgebaut?
Was sind Bestandteile des Nachhaltigkeitsmanagement?
Was sind die Schritte des Nachhaltigkeitsmanagement?
Was besagt das Gesetz CSRD?
(Corporate Sustainability Reporting Directive): Diese Richtlinie verpflichtet große und börsennotierte Unternehmen zu einer detaillierten Berichterstattung über ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft (ESG-Faktoren)
Was besagt das Gesetz ESRS?
(Berichtsstandards): Diese sind inzwischen die verbindliche Grundlage für die CSRD-Berichte. Wichtig ist hier eine Verschiebung: Sektorspezifische Standards wurden um zwei Jahre auf 2026 vertagt.
Was besagt das Gesetz Berichtspflicht?
Für große Unternehmen, die bereits der alten NFRD unterlagen, begann die Pflicht für das Berichtsjahr 2024 (Bericht 2025). Andere große Unternehmen folgen gestaffelt.
Was besagt das Gesetz CSDDD?
Corporate Sustainability Due Diligence Directive:
Verpflichtet Unternehmen, negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeiten und Lieferketten auf Menschenrechte und Umwelt zu identifizieren, zu beenden oder zu mindern.
Was besagt das Gesetz LkSG?
(Lieferkette): Verpflichtet Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern zum Schutz von Menschenrechten. Ab 2026 prüft das BAFA die Berichte verstärkt auf inhaltliche Tiefe
Was besagt das Gesetz BEHG?
(CO2-Preis): Regelt den nationalen Emissionshandel. Der CO2-Preis steigt 2026 auf einen Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne
Was besagt das Gesetz KSG?
(Klimaschutz): Setzt das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 um und definiert verbindliche Reduktionspfade für CO2-Emissionen
Was besagt das Gesetz GEG?
(Gebäudeenergie): Schreibt vor, dass neue Heizungen ab 2026 zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen (gekoppelt an die Wärmeplanung).
Was besagt das Gesetz KrWG?
(Kreislauf): Regelt die Abfallhierarchie und die Obhutspflicht, um die Vernichtung von neuwertigen Waren (Retouren) zu verhindern. • VerpackG: Verpflichtet Hersteller zur Systembeteiligung und setzt hohe Recyclingquoten für alle Verpackungsmaterialien fest.
Erkläre Emissionshandel
Zweck und Ziel: finanziellen Anreiz für Unternehmen schaffen, klimaschonende Technologien und Verfahren zu nutzen.
Systeme in Deutschland und der EU:
• EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS): Seit 2005 in Kraft, reguliert es Emissionen von großen Industrieanlagen (z. B. Stahlwerke, Zementfabriken) und Energieversorgern sowie dem Luft- und Seeverkehr.
• Nationales Emissionshandelssystem (nEHS): In Deutschland seit 2021 für Sektoren wie Verkehr und Gebäude (Heizöl, Erdgas, Benzin, Diesel) eingeführt. Hier sind die Brennstoffhändler verpflichtet, Zertifikate zu erwerben und die Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.
Erkläre Reifegrad im Unternehmen mit seinen Phasen
Die 5 Phasen der Transformation
Pionierphase (Initial)
Fokus: Intrinsische Motivation & Basis-Compliance.
Status: Informell, personenabhängig („Bauchgefühl“), Fokus auf Schadensvermeidung.
Etablierungsphase (Managed)
Fokus: Reputation & erste Strukturen.
Status: CSR-Ansatz, erste Verantwortliche, punktuelle Projekte (z.B. Energie-Audits).
Professionalisierungsphase (Definiert) – Der regulatorische Wendepunkt (CSRD/ESRS)
Fokus: Systematisierung & Messbarkeit.
Status: ESG-Strategie, Wesentlichkeitsanalyse, KPI-Monitoring (CO2, Diversität), Berichterstattung nach Standards.
Skalierungsphase (Optimiert)
Fokus: Wettbewerbsvorteil & Innovation.
Status: Nachhaltigkeit als Kern des Geschäftsmodells, Chance auf Kreislaufwirtschaft, Integration in das Risikomanagement.
Reife- & Innovationsphase (Systemisch)
Fokus: Regeneratives Handeln & Branchenführerschaft.
Status: Integrierter Geschäftsbericht, Netto-Positiv-Beitrag, Kopplung von ESG-Zielen an Vorstandsvergütung.
Wie werden nachhaltige geschäftsmodelle unterteilt?
Erkläre Nachwachsende und bio-basierte Materialien
• Nutzung von Sekundärmaterialien bezieht sich auf Schließung technischer Kreisläufe
• Nachwachsende und bio-basierte Materialien etablieren und schließen biologische Stoffkreisläufe
• Biomasse, d. h. organisches Material pflanzlichen, tierischen oder mikrobiellen Ursprungs
• nicht jedes bio-basierte Material zugleich auch biologisch abbaubar und nicht jedes biologisch abbaubare Material ist zugleich bio-basiert
• Biopolymere wie Cellulose, Chitin, Lignin und Stärke über Naturfasern wie Jute, Hanf oder Flachs bis hin zu Bambus, Kork sowie Holz
• Biokunststoff Polyactid (PLA, Polymilchsäure) ist ein Beispiel für ein bio-basiertes Material synthetischen Ursprungs
• Teilweise Vermischung von Biopolymeren und synthetischen Polymeren aufgrund mechanischer Eigenschaften und thermischer Stabilität
• Berücksichtigung in der Produktentwicklung
"Drop- . in" Biopolymere (Langlebig & Biobasiert) chemisch identisch mit erdölbasierten Kunststoffen, aber aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrohr oder Mais gewonnen. nicht biologisch abbaubar und werden dort eingesetzt, wo Haltbarkeit gefragt ist.
Biobasierte Verbundwerkstoffe (Leichtbau & Industrie)
Naturfasern in eine Kunststoffmatrix eingebettet, um mechanische Stabilität bei geringem Gewicht zu erreichen
Technische Flüssigkeiten und Chemie Pflanzenöle (Raps, Sonnenblume) als Basis für hochleistungsfähige technische Anwendungen, bei denen oft die Schmierfähigkeit entscheidend ist.
Industrielle Stärkenutzung Stärke wird heute massiv stofflich genutzt, weit über die Lebensmittelindustrie hinaus.
Textilfasern und Spezialanwendungen
Erkläre biologisch abbaubare Materialien
Landwirtschaft & Gartenbau biologische Abbaubarkeit oft eine technische Anforderung, um das mühsame Einsammeln von Kunststoffresten vom Feld zu vermeiden.
Medizintechnik Fähigkeit des Körpers, bestimmte Polymere rückstandsfrei zu resorbieren (aufzulösen), was Zweitoperationen erspart
Verpackungs- und Cateringsektor größte Einsatzgebiet, wobei hier oft die industrielle Kompostierbarkeit im Vordergrund steht.
Spezialisierte technische Anwendungen Innovative Anwendungen nutzen die Abbaubarkeit für temporäre technische Funktionen.
Erkläre unschädliche Materialien
• Kunststoffe zusätzlich mit Substanzen, den sogenannten Additiven, um deren Material- und Verarbeitungseigenschaften sowie deren Alterungsverhalten zu verbessern.
• funktionale Additive wie Stabilisatoren und Flammschutzmittel, Farbmittel, Füllstoffe wie Talkum, Bariumsulfat und Calciumcarbonat sowie Faserverstärkungen wie Karbonfasern
• Können freigesetzt werden und schädliche Wirkungen auf die Umwelt und menschliche Gesundheit haben
Weichmachern aus Kunststoffmaterialien
Verflüchtigung von Flammschutzmitteln aus Gehäusen elektronischer Komponenten
• Unschädliche Materialien bestehen dahingegen aus Stoffen, die keine schädlichen oder giften Substanzen bzw. Additive enthalten
• Lignin, Naturfasern (wie Flachs oder Hanf) und natürlichen Wachsen
Musikinstrumente: holzähnlichen akustischen Eigenschaften (z.B. für Blockflöten).
Präzisionsteile: Gehäuse für hochwertige Uhren oder Schreibgeräte.
Automobilinterieur: Als Ersatz für erdölbasierte Kunststoffe in Verkleidungen.
Elektrotechnik: Lautsprechergehäuse oder Komponenten, die eine hohe Formstabilität erfordern.
Nenne die 10 R-Imperative
Nenne den Aufbau / die Anordnung der 10 R-Imperative
Nenne Design-Strategien
Was sind nachhaltige Produktionsmittel?
Nachhaltige Produktionsmittel umfassen Maschinen, Rohstoffe und Prozesse, die Ressourcen schonen, Emissionen minimieren und ökonomische Effizienz mit ökologischer sowie sozialer Verantwortung vereinen.
Hier sind die wichtigsten Aspekte nachhaltiger Produktionsmittel:
• Materialien: Einsatz von recycelten Materialien, biologisch abbaubaren Rohstoffen oder nachwachsenden Ressourcen zur Schonung natürlicher Vorkommen.
• Energieeffizienz: Nutzung moderner, energieeffizienter Maschinen, Optimierung der Produktionsprozesse (z. B. durch Digitalisierung).
• Abfallmanagement: Umsetzung von Zero-Waste-Konzepten, Wiederverwendung von Produktionsabfällen (Re-Salt-Technologie, Wasser- und Salzrückgewinnung) und Kreislaufwirtschaft.
• Langlebigkeit: Maschinen und Produkte, die auf Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit ausgelegt sind, um den Lebenszyklus zu verlängern.
• Prozesse: Einsatz von Technologien, die Schadstoffemissionen reduzieren und den Ressourcenverbrauch optimieren.
Ziele dieser Produktionsmittel sind die Reduzierung der Umweltauswirkungen, Einsparung von Kosten durch Effizienzsteigerung und die Sicherung langfristiger Wettbewerbsfähigkeit.
Wie ist die ökologische Betrachtung im Bezug auf nachhaltige Prodktionsmittel (Anhand von suffizien, effizienz, kosistenz)?
Wie ist die ökonomische Betrachtung im Bezug auf nachhaltige Prodktionsmittel (Anhand von suffizien, effizienz, kosistenz)?
Wie ist die soziale Betrachtung im Bezug auf nachhaltige Prodktionsmittel (Anhand von suffizien, effizienz, kosistenz)?
Was heißt Nachhaltig?
Nachhaltig ist nicht das effizienteste Bearbeitungszentrum, sondern das, das man in 20 Jahren nicht ersetzen muss
Nenne die 7 C´s der Supplychain
Connect (Verbinden): starke Netzwerke zwischen Stakeholdern, Lieferanten und Kunden. Technologische Vernetzung (z. B. durch Transport Management Systeme) schafft die notwendige Transparenz
Create (Erstellen): innovativer Lösungen und wertschöpfender Prozesse, über Standardlösungen hinaus
Customize (Anpassen): auf spezifische Anforderungen (z. B. regionale Nachhaltigkeitsstandards, grüner Logistik) reagieren.
Coordinate (Koordinieren): Synchronisation aller Aktivitäten entlang der Kette, um Leerfahrten zu vermeiden
Consolidate (Konsolidieren): Bündelung von Warenströmen und Sendungen. Kosten und CO2- Ausstoß/Einheit.
Collaborate (Zusammenarbeiten): Enge Kooperation mit Partnern
Contribute (Beitragen): positive Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft. Verknüpft das Modell direkt mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung.
Nenne Beispiele für die 7 C´s der Supplychain
Was sind Standortfaktoren und wie wird die Plangung unterteilt?
Was sind harte und weiche Standortfaktoren? Nenne Beispiele
Nenne Ökologische Dimensionen der Standortwahl
Ökologisch: Fokus auf Ressourceneffizienz und Emissionsminimierung.
Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien
Anbindung bspw. an Schienennetze zur CO₂-Reduktion in der Logistik (Scope-3, Lieferanten,…)
Schutz lokaler Biodiversität und Wasserressourcen.
Nenne Ökonomische (&Governance) Dimensionen der Standortwahl
Ökonomisch & Governance:
Stabile politische Verhältnisse
transparente Verwaltungsprozesse (Regulatorik)
Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in der Region.
Nähe zu Forschungsclustern (Innovation)
Nenne Soziale Dimensionen der Standortwahl
Sozial: Menschen stehen im Mittelpunkt
Zugang zu qualifizierten Fachkräften (bspw. Hochschulen)
Arbeitssicherheit und faire Arbeitsbedingungen
Sicherheit
Infrastruktur, die die Work-Life-Balance unterstützt (ÖPNV, Kitas, Wohnraum)
Was sind Plaungsgrundfälle der Fabrikplanung?
Was ist bei der Werksstrukturplanung zu beachten?
Strategische Rahmensetzung (Zielfestlegung)
Standortstrategie: Festlegung, welche Produkte und Kapazitäten am Standort.
Entwicklungsziele: Definition von Flexibilität, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeitszielen
Funktions- und Flächenplanung
Funktionsbereiche: Anordnung der Hauptbereiche wie Produktion, Logistik (Wareneingang/-ausgang), Instandhaltung und Verwaltung auf dem Werksgelände
Materialfluss: Gestaltung der Wege für Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigwaren zur Minimierung von Transportwegen.
Flächenbedarfsermittlung: Planung der benötigten Quadratmeter basierend auf Maschinenbelegung und Lagerkapazitäten.
Infrastruktur und Medien
Gebäudestruktur: Grobe Festlegung von Hallentypen, Deckenhöhen und Traglasten.
Medienversorgung: Planung der Netze für Strom, Druckluft, Wasser und IT-Infrastruktur.
Verkehrserschließung: Anbindung an das öffentliche Straßennetz sowie interne Wegeführung für Stapler und LKW.
Phasen des Planungsprozesses - Nach VDI 5200 gliedert sich der Prozess meist in:
Zielfestlegung: Definition der Anforderungen.
Grundlagenermittlung: Ist-Analyse der bestehenden Strukturen.
Konzeptplanung: Entwicklung von Varianten für das Werkslayout (Groblayout).
Detailplanung: Feinplanung der Arbeitsplätze und Maschinenaufstellung.
Realisierung & Hochlauf: Überwachung des Baus und der Inbetriebnahme
Was ist Resilienz von Produktionssystemen?
Was sind wichtige Eigenschaften eines Produktionssystems? Nutze hierfür das Diagramm zu Veranschaulichung von Flexibilität
Was ist bei Resilienz von Produktionssystemen zu beachten (6S)?
• Stabilität (Stability): Der Umfang und die Intensität von Einflüssen, die das System tolerieren kann, ohne seinen Zustand zu verändern
• Erkennungszeit (Sensitivity): Die Dauer, bis potenzielle Unterbrechungen wahrgenommen werden (idealerweise lange bevor sie störende Auswirkungen auf das System entwickeln)
• Reaktionszeit (Speed): Die Dauer, bis ein System auf eine drohende Unterbrechung reagiert hat, nachdem sie erkannt wurde
• Anfälligkeit (Susceptibility): Das Ausmaß, in dem Einflüsse auf das System in Abhängigkeit seines Zustands einwirken
• Wiederherstellungszeit (Solution): Die Dauer bis zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Betriebsfähigkeit in Abhängigkeit der Wirkung aktivierter Resilienz-Mechanismen
• Spanne (Span): Der Umfang des zu kompensierenden Leistungsverlust, um die wertschöpfende und wirtschaftliche Betriebsfähigkeit des Systems wiederherzustellen
Was ist das neue Trilemma der Produktion? Was war es vorher?
Erkläre die Kernpunkte für Produktionssysteme der Kreislaufwirtschaft
• linearer Wertschöpfungsmodelle – Rohstoffe werden zu Produkten verarbeitet, die nach ihrem Gebrauch entweder als Abfall entsorgt oder zerstört und recycelt werden. (2023 92,8 % des weltweiten Produktionsvolumen) Kreislaufwirtschaft:
• Re-Asssembly: Austausch von Baugruppen/Bauteilen, die dem Verschleiß unterliegen. CO2- Emissionen werden um bis zu 70 % reduziert
• Die digitale Transformation unterstützt in drei Phasen:
Herstellungsphase: IoT, Sensoren und Datenanalyse -> Verfügbarkeit von Informationen sekundärer Rohstoffe
Nutzungsphase: Koordination der Weitergabe an Zweit- und Drittnutzer
Wiederverwendungs- /Recyclingphase: Analyse der Materialflüsse mittels Big Data
• Re-Manufacturing: Aufarbeitung der im Rahmen der Re-Assembly ausgebauten Baugruppen und Bauteile
• Reparatur von Produkten bisher meist manuell, nicht industrialisierte Prozesse (Werkstattfertigung)
Was sind die Herausforderungen bei Kreislaufwirtschaft?
Erkläre “Upgrade Re-Assembly Factory”
Beschreibe die “Qualitative Einordnung der Fertigungsschritte nach Unsicherheit
und Automatisierungsgrad”
Wie unterscheidet sich Nachhaltikeitsleistung und Management von Nachhaltigkeit?
• Nachhaltigkeits-KPIs sollen primär die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen messen.
Entwicklung eines konkreten Ziels oder Themas der Nachhaltigkeitsstrategie.
Beispiele für leistungsbezogene Nachhaltigkeitsindikatoren kombiniert mit
Nachhaltigkeitszielen sind
Reduktion der Treibhausgasemissionen in Scope 1 und Scope 2 (in Anlehnung an das GHG Protocol) bis 2027 um 40% der kg CO2e
Steigerung der Energieeffizienz durch Reduktion des Energieverbrauchs um 7,8 MWh pro 1 Mio. Euro Umsatz.
• Nachhaltigkeits-KPIs können auch für das Management von Nachhaltigkeit definiert werden
Fokus liegt hierbei auf Einführung von organisatorischen, institutionellen und prozessualen Strukturen.
Beispiele für managementbezogene Nachhaltigkeitsindikatoren sind
Anzahl der bilanzierten Emissionskategorien in Kombination zum Ziel die CO2-Bilanzierung ab 2025 auf alle Scope 3-Emissionskategorien auszuweiten
die Anzahl der Standorte mit ISO 14001-Zertifizierung in Kombination zum Nachhaltigkeitsziel an allen Standorten bis 2026 auszurollen.
Alternativ können auch managementbezogenen Kennzahlen auch als Ziele betiteln
werden
Erkläre, was Scope 1, 2 & 3 für den CO2-Fußabdruck im Unternehmen bedeutet
Was ist eine nachhaltige Gestaltung eines Produktes?
• erfüllen eine sinnvolle Funktion und lösen ein Problem
• sind ressourceneffizient (sparsam im Umgang mit Material und Energie)
• nutzen erneuerbare Energien und, wenn sinnvoll, nachwachsende Rohstoffe
• sind sicher für Mensch und Natur, also ergonomisch und schadstofffrei
• sind angemessen dauerhaft, Langlebigkeit ist oft vorteilhaft (Reparierbarkeit wichtig!)
• sind kreislauffähig
• verursachen einen geringen Verpackungs- und Transportaufwand
• sind sozial, steigern die Lebensqualität, sichern Beschäftigung
• werden unter akzeptablen Arbeitsbedingungen hergestellt
• sie sind wertig mit einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis und sichern die Existenz
des Anbietenden
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