Legaldefinition §6, 1 Schulgesetz NRW
Schulen im Sinne dieses Gesetzes sind Bildungsstätten, die unabhängig vom Wechsel der Lehrer*innen und Lehrer sowie der Schülerinnen und Schüler nach Lehrplänen, Unterricht in mehreren Fächern erteilen.
Bildungsstätte
SuS
Lehrpläne
Unterricht
mehrere Fächer
Schuldefinition unvollständig + einschränkend
Ziele der Erziehung (§2 Abs. 2 SchG NRW)
Die fünf Verständnisse von Erziehung im schulischen Kontext
Welche Merkmale fehlen in der Schulgesetz-Definition?
Die Vollzeit-Schulpflicht
Schulpflichtig, wer Wohnsitz / gewöhnlichen Aufenthalt / Ausbildungs- / Arbeitsstätte in NRW hat
Schulpflicht umfasst in Primarstufe und in SEK 1 die Pflicht zum Besuch einer Vollzeitschule
& in SEK 2 die Pflicht zum Besuch der Berufsschule oder andere Schule der SEK 2
-> Vollzeitschulpflicht wird durch den Besuch einer öffentlichen Schule oder einer Ersatzschule erfüllt
Fünf Genehmigungskriterien für Ersatzschulen nach Art. 7 Abs. 4 Grundgesetz
alle fünf historischen Merkmale
Die fünf historischen Merkmale von Schule
1) Schule ist Unterweisung , zielt auf Auswendig" können. -> autoritär
2) Schulische Lehrinhalte sind nicht alltäglich. -> lebensfern
3) Schule ist ein (außerfamiliärer) Unterricht von Gruppen. -> unpersönlich
4) Schule ist nicht für alle da. -> exklusiv
5) Zucht & Züchtigung prägen den schulischen Alltag. -> übergriffig
Kants vier Dimensionen der Erziehung
1) Disziplinierung: Bezähmung der Wildheit
soll den Menschen dabei unterstützen seine natürlichen Triebe und Impulse zu
kontrollieren.
Dadurch lernt er Regeln einzuhalten und sich so zu verhalten, dass ein
geordnetes Zusammenleben mit anderen Menschen möglich ist.
2) Kultivierung : Aneignung von vielfältigen Geschicklichkeiten
(Lesen, Rechnen, Schreiben, Tanzen, ...)
umfasst den Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Durch Bildung und Übung entwickelt der Mensch die Kompetenzen, die er benötigt, um selbstständig zu handeln und die Anforderungen des Lebens zu bewältigen.
3) Zivilisierung : Befähigung zum gesellschaftl. Umgang, Bündnisse schließen, Kompromisse
finden (laut Kant nicht durch Schule vermittelbar)
hat das Ziel den Menschen zu einem gesellschaftsfähigen Mitglied der Gemeinschaft zu machen. Er lernt höfliches , respektvolles und rücksichtsvolles Verhalten.
4) Moralisierung : Urteilskraft, Vernunft, Selbstgesetzbildung
stellt die höchste Stufe der Erziehung dar.
Der Mensch soll Lernen, nicht nur aus Angst vor Strafen oder aus Eigeninteresse zu handeln, sondern aus eigener Vernunft und moralischer Überzeugung.
Er entwickelt die Fähigkeit , Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und sich am moralisch Richtigen zu orientieren.
Kants drei Prinzipien einer Erziehung zur Freiheit
Die Prüfkriterien des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit
Die vier modernen Lösungen nach van der Loo & van Reijen, 1992 (Differenzierung, Rationalisierung, Domestizierung, Individualisierung)
Die vier Antinomien pädagogischen Handelns (Organisation vs. Interaktion, Vielfalt vs. Einheit, Distanz vs. Nähe, Freiheit vs. Zwang)
Das Grundanliegen der Reformpädagogik nach Skiera
Die vier basalen Gestaltungsprinzipien der Reformpädagogik
Die drei Ebenen des institutionellen Akteurs „Bildungswesen“ nach Fend, 2008
Merkmale der Ökonomisierung im Schulbereich (Höhne, 2015)
Fends Stufen der Schulentwicklung
Die vier Stufen des SAMR-Modells (Puentedura, 2006)
Die Namen der 5 Schul-Visionen von Muuß-Merholz, 2025
Last changed3 days ago