Definition von Technologie
Mittel zur Erfüllung eines menschlichen Zwecks
Sechs Merkmale einer Technologie
Purpose
Appearance
Components
Base Concept
Reference Point
Recursiveness
Merkmal: Recursiveness (Rekursivität)
Technologien sind in einer Hierarchie organisiert; bestehen aus Unterteilen, die selbst wieder Technologien sind.
(Typen von Technologien): Schrittmachertechnologie
Fühes Entwicklungsstadium, großes Wettbewerbspotenzial, nur von First-Movern beherrscht (z.B. Quantum Computing)
(Typen von Technologien): Schlüsseltechnologie
Hoher Einfluss auf Wettbewerbsfähigkeit, zur Differenzierung geeignet, Integration in Produkte steigt (z.B. KI).
(Typen von Technologien): Basistechnologie
Von allen Wettbewerbern beherrscht, kaum Differenzierung möglich, in meisten Produkten und Verfahren integriert, potentielles Andwendungsspektrum quasi ausgeschöpft (z.B. Mechanik).
(Typen von Technologien): Verdrängte Technologie
Nicht mehr wettbewerbsfähig, Potenzial nur noch im Ersatzteilbereich (z.B. VHS-Kasette).
Herausforderungen bei Technologien
Hohe Investitionen, Immateriel, weit vom Markt entfernt, schwer vorauszusagen.
Drei Eigenschaften von Technologien als Ressource
Knappheit, Ökonomisher Wert, Stabilität.
(Kriterien zur Technologiedifferenzierung): Entstehungsimpuls
Potenzialorientiert (aus know-how) vs. Bedarfsorientiert (Antwort auf Marktanforderungen)
Produkt vs. Prozesstechnologien
Produkttechnologien sind in der Leistung enthalten; Prozesstechnologien werden zur Erstellung genutzt.
Hauptformen der Technologieakquisition
Eigene Forschung & Entwicklung
Auftragsforschung
Kooperation
Technologiekauf
Lizenznahme
Akquisition
Vorteile der eigenen F&E
Kontrolle
Unabhängigkeit
Exklusivität des know-hows
spezifische Ausrichtung
Nachteile der eigenen F&E
Hohe Kosten
hoher Zeitbedarf
volles techn. Risiko liegt beim Unternehmen
Wann ist Auftragsforschung sinnvoll?
Wenn eigene Kompetenz fehlt;
Interne Entwicklung zu lange dauert; oder
geringe Synergien zum Kernfokus bestehen.
(v.a. für kleine und mittelständische U)
5 Grundtypen von Kooperationen
Ergenbnisaustausch
Gemeinschaftsauftrag
Koordinierte Einzelforschung
Arbeitsteilige Zusammenarbeit
Joint Ventures
Vorteil der Kooperation
Geringere individuelle Ressourcen nötig, Risiko- und Kostenverteilung auf mehrere Partner
Definition: Technologiekauf
Erwerb des Eigentums und alleingen Nutzungsrechts einer bereits vorhandenen Technologie
Technologiekauf Vor-/Nachteile
Vorteile:
Gut kalkulierbares Risiko; schnelle Verfügbarkeit
Nachteile:
Problem der Implementierung des techn. Wissens im U;
keine Grundlage für dauerhaft haltbare Wettbewerbsvorteile
Meist zeitlich befristetes Nutzungsrecht gegen Gegenleistung
Lizenznahme: Einfach vs. Exklusiv
Einfache Lizenzen:
bei Querschnittstechnologien, bzw. Techn. mit geringer Wettbewerbsrelevanz
Exklusive Lizenzen:
Grundlage temporärer Monopolstellung
Vorteile / Nachteile Lizenznahme
Einfache Schließung techn. Lücken
Zeitgewinn
Geringes Risiko
Not-invented-here-syndrom
Genaue Vertragsgestaltung notwendig
Schwierigkeit, geeign. Lizenzgeber zu finden
Unternehmensakquisition
Kauf ganzer Firmen zur schnellen Erschließung komplexer Technologiefelder mit hoher Wettbewerbsrelevanz.
Zusammenhang Geld und know-how
technologiemanagement macht aus Geld know-how (Innovationen)
Innovationsmanagement macht aus know-how wieder Geld.
Querschnittstechnologie
BBranchenübergreifend einsetzbare Technologie, auf der oft andere Technologien basieren (z.B. Elektromotor)
Rechtliche Schützbarkeit von Technologien
Steuerung der Nutzung durch Dritte über Schutzrechte wie Patente oder Gebrauchsmuster.
Beispiel fürch Technologie in Materialien
Infinergy Material von BASF, genutzt in Adidas Boost-Schuhen
(Dämpfung durch Rebound-Effekt)
Last changed15 days ago