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Kapitel 2 - Effizientes Kampagnenmanagement

HM
by Hanna M.

2. Effizientes Kampagnenmanagement

  • In diesem Abschnitt geht es um die einzelnen Prozessschritte eines effizienten Kampagnenmanagements.

  • Zuvor wurden relevante Begrifflichkeiten sowie der Zusammenhang zwischen CRM und Kampagnenmanagement behandelt.

  • Nun steht der Kampagnenprozess im Mittelpunkt.

Der Kampagnenprozess besteht aus drei zentralen Teilprozessen:

  • Kampagnenplanung,

  • Kampagnendurchführung,

  • Kampagnenanalyse.

Erfolgsentscheidend ist, dass diese drei Teilprozesse nahtlos ineinander übergehen und eng miteinander verbunden sind. Kampagnenplanung, Durchführung und Analyse dürfen also nicht isoliert betrachtet werden.

Bedeutung der Gesamtverantwortung

  • Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Benennung eines Gesamtverantwortlichen für die Marketingkampagne.

  • Diese Person steuert den gesamten Prozess.

  • Das ist wichtig, weil in der Praxis Verantwortung häufig nur auf einzelne Teilprozesse verteilt wird. Dadurch kann der Gesamtüberblick verloren gehen.

Wenn der Gesamtüberblick fehlt, leidet die:

  • Effektivität der Kampagne,

  • Effizienz der Kampagne.

Das bedeutet: Eine Kampagne kann ihre Ziele schlechter erreichen oder Ressourcen werden nicht optimal eingesetzt.


Beispiel: Zubereitung von Mahlzeiten in der Familie

  • Das Studienheft veranschaulicht den Kampagnenprozess mit dem Beispiel der Zubereitung von Mahlzeiten in einer Familie.

Auch hier gibt es meist einen Hauptverantwortlichen, der:

  • die Planung,

  • die Durchführung,

  • die Nachbereitung

übernimmt.


Die Mahlzeiten müssen vorher gut durchdacht werden. Ziel ist ein abwechslungsreicher Speiseplan, der möglichst allen Geschmäckern entspricht.

Zur Planung gehören:

  • sorgfältige Planung der Zutaten,

  • Festlegung des Budgets.


  • Danach werden die Zutaten eingekauft, die Mahlzeiten zubereitet und anschließend gegessen.

  • Die Rückmeldungen der Familienmitglieder fließen in die zukünftige Planung ein. Wenn ein Gericht zum Beispiel wenig Anklang findet, wird es wahrscheinlich in dieser Form nicht erneut zubereitet.

  • Übertragen auf Kampagnen bedeutet das: Auch Kampagnen müssen geplant, durchgeführt und anschließend ausgewertet werden. Die Ergebnisse und Rückmeldungen aus der Durchführung beeinflussen die spätere Planung.


Prozessmodelle im Kampagnenmanagement

Prozessmodelle im Kampagnenmanagement

  • Jeder der drei Prozessschritte besteht wiederum aus weiteren Teilprozessen.

  • In der Literatur gibt es verschiedene Prozessmodelle. Diese können theorie- oder praxisbasiert sein.

Theoretische Referenzmodelle

  • Theoretische Referenzmodelle sind sehr allgemeingültig gehalten. Dadurch sind sie vielfältig einsetzbar.

  • Das Studienheft bezieht sich zunächst auf diese theoretische Perspektive, weil sie generalistisch anwendbar ist.

Praktische Prozessmodelle

  • Praktische Modelle beziehen sich dagegen auf klar eingegrenzte Anwendungsgebiete.

Beispiele hierfür sind höchst individualisierte Prozessmodelle von:

  • SAP,

  • IBM.

Diese Modelle sind stärker auf konkrete Anwendungssituationen oder Systeme ausgerichtet.


Referenzprozess nach ENGLBRECHT

Ein Beispiel für ein theoretisches Modell ist der Referenzprozess nach ENGLBRECHT.

ENGLBRECHT unterscheidet im Planungsprozess zwischen:

  • strategischer Kampagnenplanung,

  • taktischer Kampagnenplanung,

  • operativer Kampagnenplanung.

Weitere Prozessschritte sind:

  • Kampagnendurchführung,

  • Kampagnenanalyse,

  • Kampagnenabschluss.

Der Kampagnenabschluss ist dabei eine Besonderheit dieses Modells, da dieser Schritt in anderen Modellen nicht berücksichtigt wird.


Abb. 8: Kampagnenmanagement-Referenzmodell nach ENGLBRECHT


  • Abb. 8 zeigt den Kampagnenmanagement-Prozess als zusammenhängendes Referenzmodell.

  • Ausgangspunkt ist die CRM-Strategie. Aus ihr heraus beginnt die strategische Kampagnenplanung.


Strategische Kampagnenplanung

Die strategische Kampagnenplanung umfasst laut Abb. 8 folgende Schritte:

  • Kampagneninitiierung,

  • Informationsbeschaffung,

  • Zieldetaillierung,

  • Zielgruppendefinition.


-> Die CRM-Strategie bildet den Ausgangspunkt. Von dort aus wird die Kampagne initiiert.

  • Danach werden Informationen beschafft, Ziele detailliert und Zielgruppen definiert.

  • Diese Phase legt die grundlegende Ausrichtung der Kampagne fest.


Taktische Kampagnenplanung

Auf die strategische Planung folgt die taktische Kampagnenplanung.

Sie umfasst laut Abb. 8:

  • Kanaldefinition,

  • Kampagnenstory-Entwicklung,

  • Steuerungsgrößenplanung,

  • Organisationsplanung,

  • Kampagnenprüfung,

  • Rule-Definition und Freigabe.


  • In dieser Phase wird die Kampagne konkreter ausgestaltet.

  • Es wird beispielsweise festgelegt, über welche Kanäle kommuniziert wird, welche Kampagnenstory genutzt wird, welche Steuerungsgrößen geplant werden und wie die Organisation der Kampagne erfolgt.

  • Die taktische Kampagnenplanung mündet in Kampagnenprüfung sowie Rule-Definition und Freigabe.


Operative Kampagnenplanung

Die operative Kampagnenplanung umfasst laut Abb. 8:

  • Datenunterstützung,

  • Kampagnendesign,

  • Kampagnen-Rules-Definition,

  • physisches Design und Produktion,

  • Testing.

In dieser Phase wird die Kampagne praktisch vorbereitet.

  • Dazu gehören die Datenunterstützung, das konkrete Kampagnendesign, die Definition der Kampagnenregeln, das physische Design und die Produktion.

  • Am Ende steht das Testing, bevor die Kampagne durchgeführt wird.


Kampagnendurchführung

Nach Planung und Testing folgt die Kampagnendurchführung.

Sie umfasst laut Abb. 8:

  • Durchführung,

  • Responseerfassung,

  • Monitoring.

-> Während der Durchführung wird die Kampagne umgesetzt.

  • Gleichzeitig werden Reaktionen der Zielgruppe erfasst. Über das Monitoring wird die Kampagne beobachtet.

Kampagnenanalyse

Nach beziehungsweise im Zusammenhang mit der Durchführung folgt die Kampagnenanalyse.

Sie umfasst laut Abb. 8:

  • Erfolgskontrolle,

  • Prozessanalyse.


  • Die Erfolgskontrolle betrachtet, ob die Kampagne erfolgreich war.

  • Die Prozessanalyse betrachtet den Ablauf des Kampagnenprozesses.

  • Beide Analysebestandteile stehen mit den Ergebnissen der Durchführung in Verbindung.


Kampagnenabschluss

Als letzter Schritt folgt im Modell von ENGLBRECHT der Kampagnenabschluss.

Er umfasst laut Abb. 8:

  • Reporting,

  • Folgeaktivitäten festlegen,

  • Folgeaktivitäten initiieren.

-> Im Reporting werden die Ergebnisse der Kampagne aufbereitet. Anschließend werden Folgeaktivitäten festgelegt und initiiert.

-> Der Kampagnenabschluss verbindet damit die Analyse mit möglichen weiteren Maßnahmen.


2.1 Kommunikationsplanung

  • Die Kampagnenplanung ist Teil der übergeordneten Kommunikationsplanung.

  • Kommunikation wiederum ist ein Instrument des Marketingmix.

  • Deshalb darf eine Kampagne nicht isoliert geplant werden, sondern muss zur gesamten Marketing- und Kommunikationsstrategie des Unternehmens passen.


Die Kampagnenplanung ist also eingebettet in:

Marketing → Kommunikation → integrierte Kommunikationsplanung → konkrete Kampagnenplanung


  • Bei der integrierten Kommunikation werden alle Kommunikationsmaßnahmen aufeinander abgestimmt.

  • Ziel ist ein einheitliches Bild nach außen.

  • Eine Kampagne muss daher mit anderen Kommunikationsmaßnahmen und mit dem gesamten Marketingmix harmonieren

Beispiel:

  • Ein Unternehmen bewirbt ein neues Produkt nicht einfach nur per E-Mail.

  • Es stimmt auch Social Media, Website, Plakate, Vertriebsmaterialien und eventuell PR darauf ab. Alles soll gemeinsam dieselbe Botschaft transportieren.


Die Kommunikationsplanung besteht aus:

  • strategischen Planungsprozessen,

  • operativen Planungsprozessen.


Planungsprozess der Marketingkommunikation nach BRUHN

Abb. 9 zeigt den Planungsprozess der Marketingkommunikation nach BRUHN.



Der Prozess besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Schritten:

  1. Situationsanalyse

  2. Festlegung der Kommunikationsziele

  3. Zielgruppenplanung

  4. Festlegung der Kommunikationsstrategie

  5. Kalkulation des Kommunikationsbudgets

  6. Einsatz von Kommunikationsinstrumenten

  7. Maßnahmenplanung

  8. Erfolgskontrolle der Kommunikation


Rechts steht Integration in den Marketingmix. Das bedeutet:

  • Die Kommunikation muss zu den anderen Marketingentscheidungen passen, also zum Produkt, zum Preis und zur Distribution.


Merksatz

Kampagnenplanung ist kein Einzelprojekt ohne Zusammenhang. Sie ist Teil der Kommunikationsplanung und muss in die integrierte Kommunikation sowie den gesamten Marketingmix eingebunden sein.

Strategische und operative Kommunikationsplanung nach UNGER/FUCHS

  • Während der Planungsprozess von BRUHN nicht ausdrücklich zwischen strategischen und operativen Aufgaben unterscheidet, nehmen UNGER/FUCHS diese Unterscheidung in ihrem Phasenmodell vor.

Abb. 10 zeigt das Phasenmodell der Planung der integrierten Kommunikation.


Der Prozess beginnt mit:

  • kommunikativer Situationsanalyse,

  • Unternehmensstrategie.

Diese beiden Ausgangspunkte fließen in die strategische Kommunikationsplanung ein.


Strategische Kommunikationsplanung

Zur strategischen Kommunikationsplanung gehören nach UNGER/FUCHS:

  • strategische Ziele,

  • strategische Zielgruppen,

  • strategische Positionierung.

Darauf folgen die kommunikativen Richtlinien.

Diese Bestandteile sind Aufgabe der Gesamtkommunikation. Sie geben die grundsätzliche Richtung der Kommunikation vor.


Operative Kommunikationsplanung

Zur operativen Kommunikationsplanung gehören nach UNGER/FUCHS:

  • Bestimmung operativer Ziele,

  • Maßnahmenplanung,

  • Kalkulation des Kommunikationsbudgets.

Die operative Kommunikationsplanung konkretisiert damit die strategischen Vorgaben und bereitet die Umsetzung vor.


Durchführung und Kontrolle

Nach der operativen Kommunikationsplanung folgen:

  • Durchführung,

  • Kontrolle.

-> Die Kontrolle liefert Rückmeldungen für die weitere Planung.

  • In Abb. 10 wird außerdem deutlich, dass es sich um einen iterativen Planungsprozess handelt.

  • Das bedeutet: Die Planung verläuft nicht streng einmalig und linear, sondern Erkenntnisse können wieder in frühere Planungsphasen zurückfließen.

Keine absolute Trennung von strategisch und operativ

UNGER/FUCHS weisen darauf hin, dass die Verteilung in strategische und operative Kommunikationsplanung nicht als absolut zu verstehen ist.

Stattdessen soll eine:

  • Integration der Beteiligten,

  • intensive Vernetzung

angestrebt werden.

Strategische und operative Planung sind also unterscheidbar, müssen aber miteinander verbunden bleiben.

Kommunikationszielgruppen (wem)

  • Nach der Auswahl des Kommunikationsobjekts folgt die Selektion der Kommunikationszielgruppen.

  • Die bereits in einem vorherigen Planungsschritt definierten Zielgruppen werden weiter priorisiert.

  • Dadurch soll sichergestellt werden, dass kommunikative Aktivitäten sich trotz begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen gezielt auf die wichtigsten Zielgruppen und deren Bedürfnisse beziehen.

Das bedeutet auch:

  • Pro Kampagne werden nicht nur Zielgruppen bestimmt, sondern auch Ausschlussgruppen.

Ausschlussgruppen sind Gruppen, die keinesfalls angesprochen werden dürfen.

Beispiele für Ausschlussgruppen:

  • Minderjährige,

  • Kunden mit Werbesperre,

  • Mitarbeiter des Unternehmens.


Kriterien zur Priorisierung von Zielgruppen

Zentrale Entscheidungskriterien dafür, welche Zielgruppen in den Fokus der Kommunikationsaktivitäten rücken, sind:

  • kommunikationszielbezogener Nutzen,

  • relative Umsatzbedeutung,

  • zeitliche Dimension.


Kommunikationszielbezogener Nutzen

  • Der kommunikationszielbezogene Nutzen ergibt sich aus dem Wirkungspotenzial der Zielgruppen.

Vereinfacht ausgedrückt geht es um die Frage:

  • Bei welchen Zielgruppen muss kommunikativ angesetzt werden, um die Kommunikationsziele zu erreichen oder zu übertreffen?

  • Es wird also geprüft, welche Zielgruppen besonders stark zur Zielerreichung beitragen können.


Relative Umsatzbedeutung

  • Die relative Umsatzbedeutung beschreibt den Anteil, den eine Zielgruppe im Vergleich zu einer anderen Zielgruppe zum Unternehmensumsatz beiträgt.

  • Je höher die relative Umsatzbedeutung einer Zielgruppe ist, desto eher lohnt es sich, gezielt in Kommunikationsmaßnahmen für diese Zielgruppe zu investieren.

  • In der Praxis ist es jedoch schwierig, Nutzen und Kosten für eine Zielgruppe exakt zu bestimmen.

  • Der Nutzen wird durch weitere Wirkfaktoren beeinflusst.

  • Die Kosten lassen sich je nach Maßnahme nicht immer eindeutig einer bestimmten Zielgruppe zuordnen.

  • Das gilt besonders dann, wenn mit einer Maßnahme mehrere Zielgruppen gleichzeitig angesprochen werden.


Zeitliche Dimension der Zielgruppenpriorisierung

Ein weiteres Kriterium ist die zeitliche Dimension.

Hier wird überlegt, welche Zielgruppe wann kommunikativ bearbeitet wird.

Kommunikationsmaßnahmen können:

  • zeitgleich an alle Zielgruppen gerichtet werden,

  • nacheinander an einzelne Zielgruppen gerichtet werden.

Wichtig ist, dass die Selektion zukunftsgerichtet erfolgt.

Kommunikationsträger und Kommunikationsmittel (wie)


  • Nach der inhaltlichen Ausarbeitung der Kommunikationsbotschaft folgt die Festlegung der Kommunikationsträger und -mittel.

  • Werbeträger streuen die Werbemittel und überbringen den Konsumenten die Werbebotschaft.

Ein Beispiel aus dem Studienheft:

  • Beim Radio hören Konsumenten einen Werbespot. Der Konsument ist der Empfänger. Der Rundfunkspot ist das Werbemittel. Der Radiosender ist der Werbeträger, der den Spot überträgt.

  • Das Unternehmen hat sich vorher dafür entschieden, dass der Radiosender und der Spot geeignet sind, um eine definierte Botschaft zielgerichtet an eine bestimmte Zielgruppe zu übermitteln.

  • Dabei wird eine medienspezifische Leistungsfähigkeit prognostiziert.


Kriterien für die Auswahl von Kommunikationsträgern und -mitteln

  • Kommunikationsträger und -mittel werden ausgewählt, wenn davon auszugehen ist, dass sie zur Mediennutzung der Zielgruppe passen.

Weitere Bewertungskriterien sind:

  • Gestaltungsmöglichkeiten der Medien,

  • Eignung der Medien für eine zielgruppengerechte Selektion,

  • Verfügbarkeit der Medien,

  • Glaubwürdigkeit der Werbung je nach Medium.

Beispiel:

  • Zeitschriften ermöglichen eine sehr zielgruppenspezifische Ansprache. Allerdings erscheinen sie teilweise nur einmal pro Monat oder Quartal.

  • Auch die Glaubwürdigkeit unterscheidet sich je nach Medium.

  • Fernsehwerbung wird beispielsweise als deutlich glaubwürdiger eingestuft als Werbung in Zeitschriften oder privaten Hörfunkkanälen.

Medienmix in der integrierten Kommunikation

Im Rahmen der integrierten Kommunikation werden verschiedene Medien in einem Medienmix kombiniert und harmonisiert.

Dadurch können Multiplikator- und Synergieeffekte entstehen.

Beispiele für solche Effekte sind:

  • Vergrößerung der Reichweite,

  • Erzielung hoher Bekanntheitsgrade,

  • Ansprache heterogener Zielgruppen.


Abb. 12: Massierte vs. verteilte Schaltung

Abb. 12 zeigt, wie sich massierte und verteilte Schaltung auf die Erinnerungsleistung der Rezipienten auswirken.



  • Die Grafik stellt den Recall in Prozent über die Wochen des Jahres dar.

  • Die massierte Schaltung führt zunächst zu einem schnellen und starken Anstieg der Erinnerung.

  • Der Recall erreicht relativ früh hohe Werte.

  • Nach Ende der intensiven Schaltung fällt die Erinnerung jedoch deutlich ab.

  • Die verteilte Schaltung zeigt dagegen wiederkehrende Ausschläge über einen längeren Zeitraum.

  • Der Recall steigt nicht dauerhaft so stark an wie bei der massierten Anfangsphase, bleibt aber über das Jahr hinweg immer wieder präsent und stabilisiert sich durch wiederholte Kommunikationsimpulse.

Damit verdeutlicht Abb. 12:

  • Das Timing der Kommunikation beeinflusst die Gedächtnisleistung der Konsumenten erheblich.

  • Massierte Kommunikation erzeugt kurzfristig hohe Erinnerungswerte, während verteilte Kommunikation langfristig wiederkehrende Erinnerungsimpulse schafft.


Grundmuster kontinuierlicher Verteilung

Bei kontinuierlich verteilter Kommunikation gibt es verschiedene Grundmuster.

Zu unterscheiden sind regelmäßig verlaufende Kommunikation mit

  • gleichbleibender Intensität,

  • zunehmende Kontinuität,

  • abnehmende Kontinuität.

Ein Beispiel für zunehmende Kontinuität ist ein wichtiges Ereignis wie eine Fußball-WM. Sponsoren verstärken ihre Kommunikationsaktivitäten umso stärker, je näher das Ereignis rückt.


Zeitliche Schwerpunktbildung

  • Im Rahmen des Kommunikationstimings ist auch eine zeitliche Schwerpunktbildung vorzunehmen.

  • Ein Beispiel ist die Weihnachtszeit. In dieser Zeit wird verstärkt um die Aufmerksamkeit und Gunst der Konsumenten geworben.

Zyklische und antizyklische Kommunikation

Kommunikation kann:

  • zyklisch,

  • antizyklisch

erfolgen.

Antizyklische Kommunikation wird beispielsweise von Freizeitparks in saisonal schwachen Zeiten genutzt, um die Auslastung zu erhöhen.


Werbepausen

Wenn bewusst Werbepausen eingeplant werden, müssen deren Folgen bedacht werden.

Dabei gilt:

  • Markenbekanntheit und Kaufbereitschaft sind relativ stabile Parameter.

  • Sympathie kann sich bereits nach zwei Wochen rückläufig entwickeln.

Das bedeutet: Nicht alle Kommunikationswirkungen bleiben gleich lange stabil. Besonders emotionale Wirkungen wie Sympathie können schneller nachlassen.


Kommunikationstiming der Konkurrenz

  • Zusätzlich muss das Kommunikationstiming der Konkurrenz berücksichtigt werden.

  • Unternehmen planen ihre Kommunikation also nicht nur anhand eigener Ziele, Budgets und Zielgruppen, sondern auch im Hinblick darauf, wann Wettbewerber kommunikativ aktiv sind.


Bedeutung für die Kampagnenplanung

  • Alle Parameter, die im Zuge der Kommunikationsplanung festgelegt werden, bilden die Basis für die Kampagnenplanung.

Dazu gehören insbesondere:

  • Kommunikationsobjekt,

  • Kommunikationszielgruppen,

  • Kommunikationsbotschaft,

  • Kommunikationsträger und -mittel,

  • Kommunikationsareal,

  • Kommunikationstiming.

Die Kampagnenplanung baut somit auf den Festlegungen der Kommunikationsstrategie auf.

Beispiel Kampagnenstrategie Tutorium

Tutorium Bsp. anhand BVG (Berliner Verkehrsbertriebe):



  • Aktuelle Situation: BVG hat festgestellt, das sie bei Konsumenten ein eher negtaives Image hat

    • Situationsanalyse

  • Ziel: “BVG ist cool”; Änderung der Wahrnehmung -> chance auf Wachstum

    • Festlegung der Kommunikationsziele

  • Zielgruppe: Junge Leute


Nächste Aufgabe war eine geneeignete Kommunikationsstrategie zu wählen zur richtigen Umsetzung:



-> Die 6 Hauptkomponenten müssen exakt definiert und razsgearbeitet werden


Wer?

  • Objekt/Dienstleitung wird definiert, die als Zentum der Kommunikation gelten soll

  • was soll beworben werden? Busse und Bahnen der BVG

  • auch Absender wird definiert: BVG

Wem?

  • Junge Leute als Zielgruppe

Was?

  • BVG ist cool -> Änderung der Wahrnehmung


Wie?

  • Kommunikationsträger- und mittel

  • Radiosender: Kommunikationsträger

  • Radiospot: Kommunikationsmittel


Wo?

  • Kommunikationsareal; Räumliche Erstreckung


Wann?

  • Kommunikationstimimg: Start und Endpunkt

  • Beachtung von Besonderheiten: z.B. Oktiberfest, Weihnachten etc.

  • Auch Intensivität: Kurz und knapp oder über längeren Zeitraum


Aktionen und Aktivitäten

Aktionen und Aktivitäten die zur Umsetzung der Strategie eingesetzt werden:


  • Starke Interaktion mit Usern

  • humoristische Aufgreifung von Alltags Situationen

Weitere Aktion innerhalb Aktivität A:

-> Fotografen gewärtschätzt und persönlichen Bezug hergestellt


Weitere Aktivität B:


  • In Kooperation mit Adidas Sportschuh designed; griefte Muster der Bahnbezüge auf

  • stark limitiert: gab nur 500 Stück

  • Wer einen dieser ergattet hat, hat ein jahresticket für die BVG erhalten; Wenn ma Schuh anhatte konnte man kostenlos mit BVG fahren

  • Sportschuh kam extrem gut an

  • Social-Media Strategie ging teilweise nach hinten los

Anschließenden Schritte:


  • Wenn grundlegenden Koponenten definiert haben geht es darum zu prüfen, ob das Konstrukt/ die Strategie auch wirklich bestand hat

  • geht darum zu schauen, was bedeutet es überheupt, wie viel Ausgabne sind damit verbunden, Budget Fragen etc.; Müssen wir Strategie nochmal anpassen? Werbemittel anders auswählen, Zielgruppe enger formulieren etc.

  • Zahlen anschauen


-> Beispiel BVG:

  • wurden nur 500 Stück produziert;

  • 730 Euro gehen verloren; die Leute die Schuh tragen zahlen nicht fürs Jahresticket

  • Werbemittel, Personal, Schuhproduktion etc.

  • Promoter, ausarbeitung des Designs etc.




Taktische

  • Werden konkret für eine Kampagne einzelne Parameter definiert; Wann wird was für wen wo ausgestrahlt?


Operativer Planungsprozess

  • geht in die direkte Umsetzung der Kampagagne, die aktiv durchgeführt wird

  • Jetzt wird die Werbemaßnahmen gewählt und speieln sie ganu dieser Zielgruppe aus mit genau diesen Inhalten



Strategische Kampagnenplanung


Strategische Kampagnenplanung

Ausgangspunkt sämtlicher strategischer Überlegungen sind:

  • Unternehmensstrategie,

  • daraus abgeleitete Marketingstrategie,

  • CRM-Strategie.

Auf Grundlage dieser Strategien werden entwickelt:

  • die Kampagnenstrategie,

  • die damit verbundenen strategischen Kampagnenziele.


Eine Marketingkampagne zahlt auf die Ziele des gesamten Unternehmens ein.

  • Voraussetzung dafür ist, dass die Ziele miteinander im Einklang stehen und die Ziele der Marketingkampagne aus den Unternehmenszielen abgeleitet wurden.

Aus den Kampagnenzielen ergeben sich wiederum:

  • Ziele einzelner Kampagnen,

  • Zielgruppen einzelner Kampagnen.

Diese werden in den späteren taktischen und operativen Planungsschritten weiter ausgearbeitet.


Datenanalyse in der strategischen Kampagnenplanung

  • Bereits während der strategischen Kampagnenplanung werden vorhandene Daten analysiert.


Ziel ist es, auf Basis dieser Informationen kampagnenrelevante Kundenprofile zu erstellen.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen ein in:

  • die Zielentwicklung,

  • die Auswahl der Zielgruppen.

Die strategische Kampagnenplanung ist langfristig ausgerichtet.


Die in dieser Phase festgelegten Parameter beeinflussen direkt:

  • die taktische Planung,

  • die operative Planung,

  • den Komplexitätsgrad der Kampagnensteuerung.


Zentrale Aufgaben strategischer Kampagnenplanung nach ENGLBRECHT

Nach dem Referenzmodell von ENGLBRECHT gehören zur strategischen Kampagnenplanung:

  • Zielgruppendefinition,

  • Zieldetaillierung,

  • Informationsbeschaffung,

  • Kampagneninitiierung.

Diese Punkte bilden die grundlegende strategische Ausrichtung der Kampagne.


Zieldefinition als Ausgangspunkt der Kampagnenplanung

  • Auch DOLD et al. setzen bei der Kampagnenplanung bei den Zielen an.

  • Eine Marketingkampagne kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie ein klares Ziel verfolgt. Deshalb steht die Zieldefinition am Anfang des Planungsprozesses.

Beispiele für Ziele von Marketingkampagnen sind:

  • Akquise von Neukunden,

  • Reaktivierung von Kunden,

  • Up-Selling, also die Erhöhung der Aktivität von Bestandskunden.


Balanced Scorecard als Controllinginstrument

  • Zur Definition und laufenden Überprüfung der Ziele kann eine Balanced Scorecard eingesetzt werden.

  • In einer Balanced Scorecard werden die Unternehmensziele anhand klar messbarer Faktoren protokolliert und in Teilziele aufgeteilt.

  • Die Summe der Einzelziele ergibt wiederum das Gesamtziel.

Die Balanced Scorecard ermöglicht es, eindeutig zu erkennen:

  • welches Teilziel nicht erreicht wurde,

  • an welcher Stelle Verbesserungsbedarf besteht.

Damit ist die Balanced Scorecard ein sehr gutes Controllinginstrument, um Ziele zu steuern.


Marketingplan

  • Aus den Marketingzielen ergibt sich ein Marketingplan.

Im Marketingplan wird festgehalten:

  • mit welchen Kampagnen,

  • welche Ziele,

  • zu welchen Kosten

erreicht werden sollen.

Neben dem Marketingplan gibt es weitere Pläne, die eng miteinander vernetzt sind:

  • Umsatzplanung,

  • Warenwirtschaftsplanung,

  • Personaleinsatzplanung,

  • Produktionsplanung.


Bestandteile des Marketingplans

Im Marketingplan sind folgende Bestandteile enthalten:

  • Bezeichnung der Kampagne,

  • Beschreibung der Zielgruppe,

  • Anzahl der anzusprechenden Kunden,

  • Aktivitäten der Kampagne,

  • Kanal,

  • Beginn- und Enddatum der Kampagne,

  • Aktionszeiträume,

  • erwartete Response,

  • verantwortliche Personen,

  • geplante Kosten.

Der Marketingplan ist in mehrere Feinplanungen unterteilt. Die Marketingplanung erfolgt vom Groben ins Feine.

Das bedeutet:

  • Grobpläne bilden die Grundlage für alle folgenden Feinpläne.

  • Die Kampagnenplanung ist einer dieser Feinpläne des Marketingplans.

  • Deshalb stimmen ihre Bestandteile mit denen des Marketingplans überein.



Zusammenhang Marketingplan und Strategische Kampagnenplanung (Exkurs für mich zum Verständnis mit ChatGPT)

Der Zusammenhang in einfachen Worten

Die strategische Kampagnenplanung fragt:

Warum machen wir diese Kampagne, für wen machen wir sie und welches übergeordnete Ziel soll sie unterstützen?

Dabei startet man nicht direkt mit einzelnen Mailings, Plakaten oder Kanälen, sondern mit den größeren Vorgaben des Unternehmens.

Die Reihenfolge ist ungefähr so:

Unternehmensstrategie → Marketingstrategie / CRM-Strategie → Marketingziele → Marketingplan → Kampagnenplanung

1. Unternehmensstrategie

Ganz oben steht die Unternehmensstrategie.

Sie legt allgemein fest, wohin sich das Unternehmen entwickeln will.

Beispielhaft gedacht:

Das Unternehmen möchte wachsen, profitabler werden oder bestimmte Kundengruppen stärker binden.

2. Marketingstrategie und CRM-Strategie

Aus der Unternehmensstrategie werden dann konkretere Strategien abgeleitet.

Die Marketingstrategie fragt:

Wie soll Marketing helfen, die Unternehmensziele zu erreichen?

Die CRM-Strategie fragt:

Wie sollen Kundenbeziehungen aufgebaut, gepflegt, entwickelt oder zurückgewonnen werden?

Diese Strategien bilden die Grundlage für Kampagnen.

3. Marketingziele

Aus diesen Strategien entstehen Marketingziele.

Zum Beispiel:

  • Neukunden gewinnen

  • Bestandskunden aktivieren

  • Kunden zurückgewinnen

  • Absatz erhöhen

  • Kundenbindung stärken

Diese Ziele sind noch nicht automatisch einzelne Kampagnen, sondern beschreiben, was Marketing insgesamt erreichen soll.

4. Marketingplan

Der Marketingplan übersetzt diese Ziele in eine konkrete Planung.

Er beantwortet:

Mit welchen Kampagnen sollen welche Ziele zu welchen Kosten erreicht werden?

Deshalb taucht der Marketingplan in diesem Abschnitt auf: Er ist die Verbindung zwischen den allgemeinen Marketingzielen und der konkreten Kampagnenplanung.

5. Kampagnenplanung

Die Kampagnenplanung ist dann ein Teil beziehungsweise Feinplan innerhalb des Marketingplans.

Hier wird konkreter festgelegt:

  • Welche Kampagne wird durchgeführt?

  • Welche Zielgruppe wird angesprochen?

  • Über welchen Kanal?

  • In welchem Zeitraum?

  • Mit welcher erwarteten Response?

  • Mit welchen Kosten?

  • Wer ist verantwortlich?


Warum steht das im Abschnitt „strategische Kampagnenplanung“?

Weil die strategische Kampagnenplanung sicherstellen soll, dass eine Kampagne nicht zufällig oder isoliert entsteht.

Sie prüft:

  • Passt die Kampagne zur Unternehmensstrategie?

  • Passt sie zur Marketingstrategie?

  • Passt sie zur CRM-Strategie?

  • Welches Ziel verfolgt sie?

  • Welche Zielgruppe ist strategisch relevant?

  • Welche Daten brauchen wir dafür?

Der Marketingplan wird erwähnt, weil er zeigt, wie diese strategischen Ziele in konkrete Kampagnen übersetzt werden.


Taktische Kampagnenplanung

  • Die taktische Kampagnenplanung liegt zwischen der strategischen und der operativen Planung.

Einfach gesagt:

  • Strategische Planung legt die grobe Richtung fest: Was wollen wir erreichen und wen wollen wir grundsätzlich ansprechen?

  • Taktische Planung macht daraus einen konkreteren Kampagnenrahmen: Wie soll die Kampagne aufgebaut sein?

  • Operative Planung bereitet später die konkrete Umsetzung im Detail vor.

Die taktische Kampagnenplanung ist mittelfristig orientiert. Sie legt wichtige Kampagnenparameter fest.

Dazu gehört zum Beispiel:

  • Welche Interaktionskanäle werden genutzt?

  • Welche Inhalte soll die Kampagne haben?

  • Wie soll der Ablauf der Kampagne aussehen?

CRM-Systeme unterstützen dabei, weil sie Informationen zu Kunden, Kanälen und bisherigen Kontakten bereitstellen.


Organisationsplanung

In der Organisationsplanung wird geplant, wie die Kampagne organisatorisch ablaufen soll.

Dazu gehört:

  • Zeitplan für einzelne Aktivitäten erstellen

  • Ressourcen planen

  • Zuständigkeiten und Abläufe abstimmen

Mit Ressourcen sind zum Beispiel Personal, Budget, technische Systeme oder externe Dienstleister gemeint.


Außerdem werden Ausschlusskriterien definiert.

Das bedeutet:

  • Es wird festgelegt, welche Kunden oder Kontakte nicht angesprochen werden sollen.

Beispiele:

  • Kunden mit Werbesperre

  • Kunden, die schon in einer anderen Kampagne angesprochen werden

  • Kontakte, bei denen eine Ansprache nicht sinnvoll oder erlaubt ist


Steuerungsgrößen

  • In der taktischen Planung werden auch Steuerungsgrößen festgelegt.

  • Steuerungsgrößen sind Kennzahlen oder Kriterien, mit denen die Kampagne später überwacht und gesteuert werden kann.

  • Sie sind wichtig für das spätere Kampagnenmonitoring.

Auf Basis dieser Steuerungsgrößen können zum Beispiel geprüft werden:

  • Ist die Kampagne machbar?

  • Lohnt sich die Kampagne wirtschaftlich?

  • Entwickelt sich die Kampagne wie geplant?

Steuerungsgrößen sind außerdem wichtig für die Kampagnen-Rules.


Kampagnen-Rules

Kampagnen-Rules sind Regeln für die Durchführung der Kampagne.

Sie legen fest:

  • wann eine Kampagne weiterläuft,

  • wann sie angepasst wird,

  • wann sie abgebrochen wird,

  • welche Handlungsanweisungen in bestimmten Situationen gelten.

Einfach gesagt:

  • Kampagnen-Rules sorgen dafür, dass während der Kampagne nicht jedes Mal neu entschieden werden muss, was zu tun ist.

Beispielhaft gedacht:

  • Wenn die Response deutlich unter einem bestimmten Wert liegt, könnte eine Nachfassaktion gestartet oder die Kampagne gestoppt werden.


Marketingkennzeichen

  • Marketingkennzeichen sind wichtig für die spätere Erfolgsmessung.

  • Sie helfen dabei, eine Kundenreaktion (Response) eindeutig einer bestimmten Aktion zuzuordnen.

  • Das ist wichtig, weil man sonst später nicht sicher sagen kann, welche Maßnahme welche Wirkung hatte.

Beispiele:

  • kampagnenspezifische Telefonnummer

  • spezielle Microsite

  • bestimmter Link

  • eigener Responsekanal für eine Kampagne

Wenn ein Kunde über diese Telefonnummer oder Microsite reagiert, kann die Reaktion eindeutig der Kampagne beziehungsweise Aktion zugeordnet werden.


Nichtumwerbungsgruppen als Kontrollgruppen

  • Zusätzlich können Nichtumwerbungsgruppen eingesetzt werden.

  • Das sind Personen, die zur Zielgruppe passen würden, aber bewusst nicht angesprochen werden.

  • Sie dienen als Kontrollgruppen.

Der Zweck ist der Vergleich:

  • Wie reagieren Kunden, die die Kampagne erhalten haben?

  • Wie verhalten sich ähnliche Kunden, die die Kampagne nicht erhalten haben?

Durch diesen Vergleich kann besser eingeschätzt werden, ob die Kampagne wirklich gewirkt hat.

Beispiel:

  • Wenn beworbene Kunden deutlich häufiger kaufen als die Nichtumwerbungsgruppe, spricht das dafür, dass die Kampagne einen Effekt hatte.t.


Operative Kampagnenplanung


Operative Kampagnenplanung

  • Die operative Kampagnenplanung ist die konkrete Vorbereitung der Kampagne.

  • Während die strategische Planung die Richtung vorgibt und die taktische Planung den Rahmen festlegt, geht es in der operativen Planung darum:

    • Welche Inhalte gehen an welche Empfänger, über welche Kanäle und mit welchen konkreten Regeln?


Inhalte und Empfänger konkretisieren

In der operativen Kampagnenplanung wird genauer festgelegt:

  • welche Kunden angesprochen werden,

  • welche Inhalte sie erhalten,

  • über welche Kanäle sie angesprochen werden.

Dafür werden Pre-Tests durchgeführt.

  • Ein Pre-Test bedeutet: Vor der eigentlichen Kampagne wird geprüft, welche Zielgruppe besonders geeignet ist oder wie eine bestimmte Kommunikationsgestaltung wirkt.

Genutzt werden dabei:

  • Scoring-Modelle: Kunden werden bewertet, z. B. nach Wahrscheinlichkeit einer Reaktion.

  • Analysemethoden: Daten werden ausgewertet, um passende Zielgruppen zu erkennen.

  • betriebswirtschaftliche Größen: z. B. Kosten, erwarteter Nutzen oder Wirtschaftlichkeit.


Kontrollgruppen in der operativen Planung

  • In der operativen Planung werden Kontrollgruppen gebildet.

  • Diese helfen zu prüfen, ob eine Kampagne oder eine bestimmte Gestaltung wirklich Wirkung zeigt.

Dabei wird untersucht:

  • Reagieren Kunden anders, wenn die Kommunikation verändert wird?

  • Welche Gestaltung funktioniert besser?

  • Welche Erkenntnisse können für spätere Aktionen genutzt werden?

Die Ergebnisse aus Kontrollgruppen fließen in zukünftige Kampagnen ein.


Kampagnendesign

Anschließend wird das Kampagnendesign festgelegt.

Das bedeutet:

  • Inhalte werden den ausgewählten Zielgruppen zugeordnet.

  • Kanäle werden den ausgewählten Zielgruppen zugeordnet.

  • Das Ergebnis wird in einer Datenbank gespeichert.

Damit ist klar dokumentiert:

Welche Zielgruppe bekommt welchen Inhalt über welchen Kanal?


Weitere Aufgaben der operativen Kampagnenplanung

In dieser Phase wird außerdem vorbereitet, dass die Kampagne technisch und organisatorisch umgesetzt werden kann.

Dazu gehören:

  • Kampagnen-Rules spezifizieren Die Regeln der Kampagne werden genauer festgelegt.

  • Alle beteiligten Unternehmensbereiche informieren Alle, die mit der Kampagne zu tun haben, müssen wissen, was geplant ist.

  • IT-Systeme auf die Kampagne ausrichten Die technischen Systeme müssen so vorbereitet werden, dass die Kampagne durchgeführt und erfasst werden kann.

Die operative Planung sorgt also dafür, dass aus der geplanten Kampagne eine tatsächlich durchführbare Kampagne wird.



Zusammenhang zur operativen Kommunikationsplanung

Die operative Kampagnenplanung entspricht den Schritten, die UNGER/FUCHS auch für die operative Kommunikationsplanung vorsehen.

Dazu gehören:

  • Festlegung der Ziele,

  • Festlegung der Zielgruppen,

  • Maßnahmenplanung,

  • Budgetplanung.

Damit wird deutlich: Kampagnenplanung ist eine konkrete Ausprägung der übergeordneten Kommunikationsplanung.


Merksatz

  • Die operative Kampagnenplanung macht die Kampagne umsetzungsbereit.

  • Sie legt konkret fest, welche Zielgruppen welche Inhalte über welche Kanäle erhalten, testet Zielgruppen und Kommunikationsgestaltung, definiert das Kampagnendesign und bereitet Regeln, beteiligte Bereiche und IT-Systeme auf die Durchführung vor


2.3 Kampagnendurchführung

  • Nach der Planung und Freigabe wird die Kampagne tatsächlich umgesetzt.

  • Diese Phase heißt Kampagnendurchführung

Dabei gibt es immer zwei Seiten:

  • das Unternehmen führt eine Marketingaktion durch,

  • die Kunden reagieren darauf.

Wichtig ist:

  • Aktion und Reaktion hängen zusammen.

  • Mehrstufiger Prozess

  • Das Unternehmen startet zum Beispiel eine Kampagne. Kunden klicken, kaufen, antworten oder reagieren gar nicht. Diese Reaktion kann dann bestimmen, was als Nächstes passiert.



Initialaktivität

  • Die erste Aktion einer Kampagne heißt Initialaktivität.

  • Das ist also der Startpunkt der Kampagne.

  • Mit der Initialaktivität werden die Kunden angesprochen, die vorher als Zielgruppe ausgewählt wurden.

Welcher Vertriebskanal dafür genutzt wird, hängt ab von:

  • den Vorlieben der Kunden,

  • der erwarteten Response,

  • dem verfügbaren Budget,

  • den vorhandenen Kontaktdaten.

Beispiel:

  • Wenn von vielen Kunden nur die E-Mail-Adresse bekannt ist, bietet sich eher eine E-Mail-Kampagne an.

  • Wenn eine Postadresse vorhanden ist, kann auch ein Direct Mailing genutzt werden.


Kanalwahl bei mehrstufigen Kampagnen

Bei einer mehrstufigen Kampagne gibt es mehrere Schritte.

Zum Beispiel:

  1. Unternehmen verschickt ein Mailing.

  2. Kunde reagiert online.

  3. Unternehmen spricht den Kunden danach erneut online an.

Der Kanal kann also im Laufe der Kampagne wechseln.

Wichtig ist:

  • Der Kanal, über den der Kunde reagiert hat, ist oft auch für die nächste Ansprache sinnvoll.

Beispiel aus deiner Zusammenfassung:

  • Ein Kunde erhält ein Direct Mailing, bestellt aber über das Internet.

  • Dann bietet es sich an, die nächste Aktion online durchzuführen, weil der Kunde bereits gezeigt hat, dass er diesen Kanal nutzt.


Grundsätzlicher Ablauf der Kampagnendurchführung

Unabhängig vom gewählten Vertriebskanal ähnelt sich das Vorgehen der Kampagnendurchführung.

Der Ablauf umfasst:

  1. Auswahl der Zielgruppen,

  2. Auswahl der Werbeträger,

  3. Konzeption und Produktion der Werbemittel,

  4. Ansprache der Kunden,

  5. Erfassung der Response.

  • Die Auswahl der Zielgruppen wird durch entsprechende CRM-Systeme unterstützt.

  • Parallel dazu erfolgen die Auswahl der Werbeträger sowie die Konzeption und Produktion der Werbemittel.


Kampagnendurchführung am Beispiel des Direct-Mailings

Abb. 14: Kampagnendurchführung am Beispiel des Direct-Mailings

Abb. 14 zeigt, wie eine Kampagne abläuft, wenn Kunden per Direct Mailing, also per Post, angeschrieben werden.

Der Ablauf ist:

  1. Zielgruppe selektieren Es wird ausgewählt, welche Kunden das Mailing erhalten sollen.

  2. Adresse zuspielen Die passenden Adressen werden aus der Datenbank bereitgestellt.

  3. Mailing konzipieren Das Mailing wird inhaltlich und gestalterisch vorbereitet.

  4. Fulfillment, Druck und Personalisierung Das Mailing wird gedruckt, personalisiert und versandfertig gemacht.

  5. Postauslieferung Das Mailing wird an die Kunden verschickt.

  6. Reaktion erfassen Es wird dokumentiert, ob und wie Kunden oder Interessenten reagieren.

Während des gesamten Ablaufs müssen die beteiligten Stellen intern Informationen austauschen, damit alle Schritte zusammenpassen.




Marketingkennzeichen, kurz MKZ

  • Ein Marketingkennzeichen hilft dabei, eine Kundenreaktion später eindeutig einer bestimmten Kampagne oder Aktion zuzuordnen.

  • Einfach gesagt: Das MKZ ist wie eine Kennnummer für die Kampagne oder Aktion.

Bei einem Direct Mailing wird das MKZ an mehreren Stellen genutzt:

  • Beim Bereitstellen der Adresse wird das MKZ der beworbenen Person zugeordnet.

  • Beim Druck wird das MKZ auf das Mailing gedruckt.

  • Wenn der Kunde reagiert, wird seine Reaktion wieder dem MKZ zugeordnet.

So kann das Unternehmen später erkennen:

Welche Reaktion gehört zu welcher Kampagne?


Warum ist das wichtig?

Ohne Marketingkennzeichen wäre später oft unklar, warum ein Kunde reagiert hat.

Mit MKZ kann man zum Beispiel feststellen:

  • Hat der Kunde wegen genau dieses Mailings bestellt?

  • Welche Aktion war erfolgreich?

  • Welche Zielgruppe hat gut reagiert?

  • Welche Kunden haben nicht reagiert?

Das ist wichtig für die spätere Kampagnenanalyse.

Auch Nicht-Reaktionen sind wichtig

Relevant sind nicht nur die Kunden, die reagieren.

Auch Kunden, die nicht reagieren, liefern wichtige Informationen.

Denn daraus kann das Unternehmen ableiten:

  • Das Angebot war vielleicht nicht passend.

  • Der Kanal war vielleicht nicht geeignet.

  • Der Kunde braucht vielleicht eine andere Ansprache.

Nicht reagierende Kunden können später gezielt durch eine Nachfassaktion angesprochen werden.

Eine Nachfassaktion ist eine erneute Ansprache nach der ersten Kampagne.


Merksatz

Beim Direct Mailing werden Zielgruppe, Adresse, Mailing, Druck, Versand und Kundenreaktion geplant und durchgeführt. Marketingkennzeichen sorgen dafür, dass jede Response eindeutig einer Kampagne oder Aktion zugeordnet werden kann. Wichtig sind auch Nicht-Reaktionen, weil sie Hinweise für mögliche Nachfassaktionen geben.

Bewerbungsinformation und Reaktionsinformation

Direct Response / Indirect Response

  • Bei einer Kampagne werden zwei Arten von Informationen gespeichert:

Bewerbungsinformation bedeutet:

  • Wer wurde mit welcher Kampagne oder Aktion angesprochen?

  • Das ist relativ einfach zu speichern.

Schwieriger ist die Reaktionsinformation.

  • Sie beantwortet die Frage: Hat der Kunde reagiert, und wenn ja, wegen welcher Kampagne?

Bei der Response unterscheidet man zwischen:

  • direkter Response

  • indirekter Response



Direkte Response

Eine direkte Response liegt vor, wenn der Kunde über einen eindeutig festgelegten Kampagnenkanal reagiert.

Beispiele:

  • spezielle Telefonnummer

  • spezieller Link

  • spezielle E-Mail-Adresse

Diese Reaktionsmöglichkeiten gehören genau zu einer bestimmten Kampagne.

Dadurch kann man leicht erkennen:

  • Diese Kundenreaktion gehört zu dieser Kampagne.

Beispiel:

  • Ein Kunde klickt auf einen Link aus einer bestimmten E-Mail-Kampagne. Dann kann seine Reaktion direkt dieser Kampagne zugeordnet werden.

Indirekte Response

  • Eine indirekte Response liegt vor, wenn es keine spezielle Reaktionsmöglichkeit für die Kampagne gibt.

  • Dann ist nicht eindeutig erkennbar, ob ein Kunde wegen der Kampagne reagiert hat.

Beispiel:

  • Ein Kunde sieht ein Plakat und kauft später im Geschäft. Man weiß nicht sicher, ob der Kauf wirklich durch das Plakat ausgelöst wurde.

Trotzdem kann man den Kampagnenerfolg näherungsweise bestimmen.

Dafür vergleicht man:

  • Kunden, die die Kampagne erhalten haben,

  • Kunden, die die Kampagne nicht erhalten haben.

Die nicht beworbene Gruppe nennt man Nichtumwerbungsgruppe oder Kontrollgruppe.



Abb. 15: Responseerfassung bei Kampagnen ohne direkte Reaktionsmöglichkeit

  • Abb. 15 veranschaulicht die Responseerfassung bei Kampagnen ohne direkte Reaktionsmöglichkeit.

Abb. 15 zeigt genau dieses Vorgehen bei Kampagnen ohne direkte Reaktionsmöglichkeit.

Zuerst wird die Zielgruppe aufgeteilt in:

  • Empfänger des Angebots

  • Nicht-Empfänger des Angebots

Danach schaut man im Beobachtungszeitraum:

Wer hat gekauft?

Diese Käufer gelten als Reagierer.

Dann vergleicht man:

  • Reagierer aus den Empfängern der Aktion

  • Reagierer aus den Nicht-Empfängern

-> Der Unterschied zwischen beiden Gruppen zeigt den ungefähren Effekt der Marketingaktion


Bsp. Tutorium:

  • wählt 2 Orte, die sich sehr ähnlich sind in ihrer Bevölkerungsstruktur

  • In einem Ort fährt man die Kampagne: geht in alle Supermärkte und macht POS Promotion, im anderne Ort nicht

  • kann die beiden orten anhand ihrer Verkaufszahlen vergleiche und schauen, ob der erhöhte Verkauf auf die Kampagne zurückzuführen ist oder nciht

  • wenn in beiden orten die Verkaufszahken hoch sind,dann liegt es nicht an der kampagne sondern anderen Einflüssen

  • Wenn an dem ort woe Kampagne durhcgührt wurde Verkaufszahlen offensichtlich gestiegen sind, liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit an der kampagne

Einfaches Beispiel

100 Kunden bekommen ein Angebot. 100 ähnliche Kunden bekommen kein Angebot.

Nach zwei Wochen kaufen:

  • 20 Kunden aus der beworbenen Gruppe

  • 8 Kunden aus der nicht beworbenen Gruppe

Dann kann man vermuten: Die Kampagne hatte einen zusätzlichen Effekt, weil in der beworbenen Gruppe mehr Kunden gekauft haben.


Merksatz

Bei direkter Response kann eine Kundenreaktion eindeutig einer Kampagne zugeordnet werden, zum Beispiel über einen speziellen Link oder eine Telefonnummer.

Bei indirekter Response geht das nicht direkt. Dann wird der Erfolg über den Vergleich zwischen beworbenen Kunden und einer nicht beworbenen Kontrollgruppe eingeschätzt.


Datenanalyse

Datenanalyse

Die Datenanalyse unterteilt sich in:

  • Standardanalysen,

  • Detailanalysen.

Sie beschäftigt sich mit den messbaren Ergebnissen einer Kampagne.


Standardanalysen

  • Die Datenanalyse beginnt bereits dann, wenn die Kampagne noch läuft.

  • Voraussetzung ist allerdings, dass schon eine hohe Anzahl von Reaktionen auf die Kampagne generiert wurde.

In sogenannten Standardanalysen werden in dieser frühen Phase die definierten Kennzahlen erhoben.

Mit diesen Kennzahlen wird überprüft:

  • ob das Ziel der Kampagne erreicht wird,

  • ob das Ziel der Kampagne noch erreicht werden kann.

Standardanalysen dienen also dazu, kurzfristig Optimierungspotenzial bei laufenden Kampagnen aufzudecken.


Beispiel: Spezialkatalog eines Versandhandelsunternehmens

Ein Versandhandelsunternehmen möchte mit einem Spezialkatalog Umsatz generieren.

Dazu erhebt es unter anderem folgende Kennzahlen:

  • Anzahl der Katalogempfänger,

  • Anzahl der Reagierer,

  • Prozentsatz der Reagierer,

  • Bestellwert.

Der Bestellwert wird anschließend gegenübergestellt mit:

  • Kosten pro Empfänger,

  • Deckungsbeitrag.

So kann überprüft werden, ob sich die Kampagne wirtschaftlich lohnt und ob sie auf Zielkurs liegt.


Anpassungen während laufender Kampagnen

  • Auf Grundlage der Standardanalysen können in Absprache mit den zuständigen operativen Abteilungen Anpassungen an der laufenden Kampagne vorgenommen werden.

Mögliche Anpassungen sind:

  • Zielgruppe ausweiten,

  • Nachfassaktionen starten,

  • Folgeaktivitäten stoppen (um nicht noch unnötig mehr Geld auszugeben)

-> Zahlne ständig überwachen um eingreifen zu können

-> Damit haben Standardanalysen eine kurzfristige Steuerungsfunktion für laufende Kampagnen.


Detailanalysen

  • Detailanalysen schauen stärker auf die Zukunft.

  • Gesamtüberblick der Kampagne im nachhinein: schauen ob die definierte Zielgruppe die Erwartungen an den Response erfüllt hat

  • Sie sollen Erkenntnisse liefern, damit kommende Kampagnen besser geplant werden können.

  • Während Standardanalysen fragen: Was müssen wir jetzt bei der laufenden Kampagne anpassen?

  • fragen Detailanalysen eher: Was lernen wir für die nächste Kampagne?

Zu Detailanalysen gehören:

  • Zielgruppenanalyse

  • Segmentanalyse

  • Data Mining

  • Predictive Modelling



Zielgruppen- und Segmentanalyse

  • Bei der Zielgruppenanalyse oder Segmentanalyse wird geprüft, ob die richtige Kundengruppe angesprochen wurde.

Es geht also darum:

  • Hat die ausgewählte Zielgruppe wie erwartet reagiert?

  • War die Response gut genug?

  • Welche Kundensegmente waren besonders erfolgreich?

  • Welche Zielgruppen waren weniger geeignet?

So kann man für zukünftige Kampagnen besser entscheiden, welche Kunden angesprochen werden sollten.


Ein wichtiges Instrument sind Prognosemodelle.

  • Sie berechnen für Kunden einen Scoringwert.

  • Der Scoringwert zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde Interesse an einem bestimmten Produkt hat oder auf eine Kampagne reagiert.

Dabei gilt:

  • hoher Scoringwert = hohes Interesse und hohe Reaktionswahrscheinlichkeit

  • niedriger Scoringwert = geringeres Interesse und geringere Reaktionswahrscheinlichkeit

Für zukünftige Kampagnen bedeutet das:

  • Kunden mit hohem Scoringwert werden eher angesprochen.

  • Kunden mit niedrigem Scoringwert werden eher ausgelassen.

Dadurch wird das Marketingbudget effizienter eingesetzt.


Bedeutung von Testgruppen

  • Testgruppen helfen nur, wenn sie schon in der Planungsphase richtig berücksichtigt wurden.

  • Außerdem muss später geprüft werden, ob Unterschiede zwischen Gruppen wirklich aussagekräftig sind.

  • Das nennt man Signifikanz.

Einfach gesagt:

  • Man darf nicht vorschnell sagen: „Die Kampagne war erfolgreich“, nur weil eine Gruppe etwas besser reagiert hat.

  • Es muss geprüft werden, ob der Unterschied wirklich durch die Kampagne entstanden ist oder vielleicht nur zufällig war.


Merksatz

  • Die Datenanalyse zeigt, ob eine Kampagne erfolgreich war.

  • Standardanalysen helfen, laufende Kampagnen kurzfristig zu steuern.

  • Detailanalysen liefern Erkenntnisse für zukünftige Kampagnen.

  • Scoringwerte, Prognosemodelle und Testgruppen helfen dabei, Zielgruppen besser auszuwählen und das Marketingbudget effizienter einzusetzen.


Lernkontrollfragen

Aufgabe 2.1

Benennen Sie die Prozessschritte effektiven Kampagnenmanagements.

  • Kampagnenplanung

  • Kampagnendurchführung

  • Kampagnenanalyse


Aufgabe 2.2

Zählen Sie die Prozessschritte des Kampagnenmanagement-Referenzmodells nach ENGLBRECHT auf.

Der Kampagnenmanagement-Referenzprozess nach ENGLBRECHT besteht

aus den folgenden Bestandteilen:

  • Strategische Kampagnenplanung

  • Taktische Kampagnenplanung

  • Operative Kampagnenplanung

  • Kampagnendurchführung

  • Kampagnenanalyse

  • Kampagnenabschluss


Aufgabe 2.3

Erläutern Sie die Bedeutung von Marketingkennzeichen und unterscheiden Sie in diesem Zusammenhang zwischen direkter und indirekter Response.

  • Während der taktischen Kommunikationsplanung erfolgt die Festlegung von Marketingkennzeichen.

  • Durch sie kann eine Response eindeutig einer Aktion zugeordnet werden.

  • Beispiele für Marketingkennzeichen sind kampagnenspezifische Telefonnummern oder Microsites, die den Empfängern einer Kampagne als Responsekanal zur Verfügung gestellt werden.

  • In der Phase der Kampagnendurchführung werden sämtliche Responseelemente mit den vorab definierten Marketingkennzeichen versehen und damit einer Marketingaktion zugeordnet.

    • Dieser Schritt bildet die Voraussetzung für eine direkte Response durch die Zielgruppe.

    • Von einer direkten Response ist demnach die Rede, wenn ein Kunde über vorab festgelegte Kanäle auf eine Kampagne reagiert.

  • Im Gegensatz dazu werden dem Kunden bei der indirekten Response keine kampagnenspezifischen Reaktionsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.

    • Damit kann kein unmittelbarer Bezug zwischen Kampagne und Response hergestellt werden.

  • Im Rahmen der Detailanalyse werden die erhobenen Daten zur Responserate näher beleuchtet und Erkenntnisse für nachfolgende Marketingaktionen generiert.

Aufgabe 2.4

Beschreiben Sie die Funktion von Nichtumwerbungsgruppen.

  • Nichtumwerbungsgruppen fungieren als Kontrollgruppen.

  • Sie ermöglichen es, eine Annahme darüber zu treffen, inwiefern eine Kampagne zu einer Kundenreaktion geführt hat.

  • Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn keine direkte Responsemöglichkeit gewährt wurde.

  • Zur Erhebung wird das Kaufverhalten der Empfänger dem der Nichtempfänger gegenübergestellt.

  • Mittels des Vergleichs der Responserate der Zielgruppe und der von Aktionen ausgeschlossenen Kontrollgruppe können demnach Rückschlüsse auf die Wirkung einer Kampagne gezogen werden.

  • Damit dies gelingen kann, müssen Nichtumwerbungsgruppen bereits während der Planungsphase berücksichtigt werden


Aufgabe 2.5

Skizzieren Sie die Bestandteile der Kampagnenanalyse.


Author

Hanna M.

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