Vernakuläre Architektur
Was bedeutet "Architecture Without Architects"?
vernaculus = einheimisch
Architektur enstand durch Handwerker , Dorfbewohner , Familein, Generationen von Erfahrung
"Anonym" bedeutet:
➡️ Man weiß nicht, wer das Gebäude entworfen hat. Es gibt keinen berühmten Architekten.
Die Bauweise wird von Generation zu Generation weitergegeben. Nicht weil sie modern aussieht, sondern weil sie funktioniert.
➡️ Ursprünglich einheimisch. Die Menschen bauen mit dem, was ihre Region bietet.
Vernakuläre Architektur ist eine traditionelle, regionale Bauweise, die sich über viele Generationen entwickelt hat und optimal an Klima, Landschaft und verfügbare Materialien angepasst ist.
= Bauen mit dem, was vor Ort vorhanden ist und was für das lokale Klima am besten funktioniert.
das gebäude hat selber das klima geregelt
—> "Das Klima bestimmt, wie gebaut wird."
Vernakuläre Architektur folgt keinen Modetrends. Sie verändert sich kaum, weil sie ihren Zweck bereits nahezu perfekt erfüllt. Meist kennt man den Ursprung dieser Bauweisen nicht mehr, da sie über sehr lange Zeit entstanden sind.
Menschen bauen überall auf der Welt unterschiedlich, weil das Klima untershciedlch ist.
Zum Beispiel:
Heute 32 °C
Morgen Regen
Übermorgen Wind. → Das ist Wetter.= kurzfristig
Klima beschreibt, wie das Wetter über viele Jahre durchschnittlich ist.
Meist betrachtet man ungefähr 30 Jahre.
Deutschland:
Winter meistens kalt
Sommer meistens warm
regelmäßig Regen
Das ist unser Klima= langfristiger Durchschnitt
auf Äquator = dort scheint die sonne fast senkrecht auf die erde —>das ganze Jahr heiß. heiß—> gemäßigt—> kalt
Klimazonen: Wüste - Tropen - Mittelmeer - Mitteleuropa - Polarregion
—> untersch Bauweisen
5 große Gruppen.: Polar(sehr kalt) - Kontiental (kalte winter , warme sommer) - Gemäßigt ( weder extrem heiß och kalt) - arid ( trocken, wüste) - tropisch ( heiß , viel regen)
klimazonen können jeweils nochmal unterteilt werden in gemäßigt heiße sommer und gemäßigt milde sommer, zb griechenland / deustchland—>Dadurch entstehen wieder andere Häuser.
Untergruppe.gemäßigt- keine Trockenzeit- heißer Sommer
je nach Klima entstehen unterschiedliche Bauweisen. Vernakuläre Architektur ist die Antwort der Menschen auf die klimatischen Bedingungen ihres Wohnortes.
Sub- polares Klima
Zelt aus Norwegen/Finnland.
Subpolare bzw. polare Architektur verfolgt ein Ziel:
Jeden Wärmeverlust vermeiden.
Das bedeutet:
sehr lange Winter
sehr kalt- Es geht fast nie über 10 °C.
Schnee
Wind
wenig Sonne - Keine Sonneneinstrahlung im Winter- Mensch muss heizen.
Kurze Vegetationsperiode - Pflanzen wachsen nur wenige Monate.
wnig holz , planzen, nahrung
bei so einem Klima, größtes problem: Wärmeverlust!!
Deshalb muss das ganze Gebäude darauf ausgelegt sein, möglichst wenig Wärme zu verlieren.
Form: Warum ist das Zelt rund?
Eine Kugel oder ein Kegel hat bei gleichem Volumen eine kleinere Außenfläche als ein eckiges Gebäude.
Je kleiner die Außenfläche,
➡️ desto weniger Wärme geht verloren.Kompakte Form = weniger Wärmeverlust
Feuer in der Mitte; Rauch zieht nach oben; Öffnung im Dach; Eingang ist tiefer
warme Feuerluft stigt nach oben, erwärmt den Raum, Rauch entweicht durch kleine öffnung
Weniger Außenfläche = weniger Wärmeverlust.
Minimiertes, kompaktes Volumen: gebäude soll möglichst klein, kompakt sein
Geschlossene Gebäudehaut
Nutzung thermischer Masse; Ein Material kann Wärme speichern.
Eingang: Kälteschleuse. beim öffnen der tür kalte luft kommt erst in den Vorraum —> heute Windfang
Temperaturzonierung: Nicht jeder Raum muss gleich warm sein.
Der warme Kern liegt innen. Die kalten Räume liegen außen. Dadurch spart man Heizenergie.
Kontinentales Klima
Kontinentales Klima findet man vor allem weit entfernt vom Meer, z. B.:
Nordchina
Russland
Kasachstan
Mongolei
—> das Meer speichert Wärme: Im Sommer kühlt es die Umgebung. - Im Winter wärmt es die Umgebung.
—> Deshalb gibt es dort große Temperaturunterschiede.
Klimafaktoren: heiße Sommer+35 °C - kalte Winter −20 °C
Das Gebäude muss also beides können: im Winter warm halten und im Sommer kühl bleiben
trockene Jahreszeit: je nahc region regnet es nur zu bestimmten jahreszeiten
Das beeinflusst die Landwirtschaft und damit auch die Bauweise.
Große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht
Tagsüber: 35 °C. Nachts: 10 °C
Das Gebäude muss diese Schwankungen ausgleichen.
deshalb Yaodong-Häuser—> Das sind Höhlenhäuser, die direkt in den Lössboden gegraben wurden.
wegen dem Boden: er verändert seine Temperatur nur sehr langsam
wirkt wie eine natürliche Dämmung.
Dadurch gleichen sie Temperaturschwankungen aus. therminsche masse
im winter muss weniger geheizt werden , eil die erde schon isoliert
Solare Gewinne durch süd fenster, öffnungen Die Sonne heizt das Gebäude auf
Nutzungsmigration nach Jahreszeit: Die Menschen benutzen je nach Jahreszeit andere Räume.
—> sommer eher kühlere ; im winter die sonnigen—> Wanderende Raumnutzung
Nutzung des Sonneneinfallswinkels: tiefe sonnenstrahlen gelangen ins gebäude—> wärmt den innenraum
Die Räume liegen um diesen Hof herum.—> Der Innenhof bringt Licht., Er bringt Frischluft., Die äußeren Wände schützen vor Wind., Die Räume profitieren von der gespeicherten Wärme der Erde.
Gemäßigtes Klima Kühl
Rundumkaser – deutschsprachiger Alpenraum
Es ist weder extrem heiß noch extrem kalt.
Winter können kalt sein.
Sommer sind eher kühl bis warm.
Es regnet das ganze Jahr.
Ein Rundumkaser ist ein traditionelles Bauernhaus aus den Alpen.
Roter Bereich ist der beheizte Wohnkern.
—>Der große Bereich außen herum ist: Stall - Lager - Arbeitsbereich
Im Stall sind Tiere.
Die Tiere geben Wärme ab.
Eine Kuh produziert ungefähr so viel Wärme wie mehrere Heizkörper.
Dadurch wird der Stall nicht eiskalt.—> wärme der tiere hilft den Kern wohnen warm zu halten
Klimafaktoren
Das Gebäude muss: ✔ im Winter warm sein und ✔ im Sommer trotzdem angenehm bleiben
Je höher man in den Bergen ist,
desto kälter wird es.
Deshalb brauchen Alpenhäuser: gute Dämmung - kleine Wärmeverluste - Heizung
Es regnet oder schneit fast das ganze Jahr.
Deshalb braucht man: ➡️ ein schützendes Dach.
Darum haben Alpenhäuser meistens: 🏠 große Dachüberstände.
Warum? Damit Regen und Schnee nicht direkt an die Fassade gelangen.
Auch hier hilft: ➡️ thermische Masse.
Strategien
Geschlossene Gebäudehaut, damit wenig wärme verloren geht
Temperaturzonierung—> spart heizenergie
Flexible Raumnutzung: winter warme räume, sommer kühlere
zusätzlich eine Feuerstelle oder Heizung.
Wintersonne für solare Gewinne
Saisonale Wanderweidewirtschaft
—> Im Sommer: Die Bauern treiben ihre Tiere hoch auf die Alm.— >frisches gras
—>m Winter: Sie bringen die Tiere wieder ins Tal.
holz als hauptressource regional
gemäßigtes Klima warm
Japan (Sukiya-Zukuri-Stil)
warme Sommer
hohe Luftfeuchtigkeit
Regen
trotzdem kühlere Winter
man hier im Sommer viel stärker gegen Überhitzung arbeiten.
winter nicht extrem kalt
schwerpunkt verschiebt sich:
❌ weniger Wärmespeicherung ✅ mehr Kühlung und Lüftung
Nasse Jahreszeit—> viel regen —>
gute Dächer
Dachüberstände
schnelle Trocknung
gute Belüftung
Große Temperaturunterschiede Tag/Nacht
strategie
1. Adaptierbare Gebäudehaut ⭐⭐⭐
➡️ Die Außenwand kann verändert werden.—> Schiebewände (Shoji).
man kann sie öffnen—> Sommer fürDurchzug, teilweise öffnen und schließen im winter , damit die wärme drin bleibt
2.Fließende Übergänge mit Pufferräumen:
Garten → Wohnzimmer, also Veranda als Pufferraum
Im Sommer liegt die Veranda im Schatten., Dadurch kommt weniger Hitze ins Haus.
Im Winter schützt sie zusätzlich vor Wind.
3. Selbstverschattung durch Volumetrie
Das Gebäude verschattet sich selbst.—> durch Dachüberstand
Bambusrollos
Holzlamellen
Pflanzen
Alles verhindert,
dass die Sonne direkt ins Haus scheint.
5. Natürliche Belüftung
möglichst viel Luftbewegung., wegen hitze und Luftfeuchte
Deshalb sind traditionelle japanische Häuser oft sehr offen., für druchzug und Kühlung
dünne Wände
Die Shoji bestehen nur aus: Holz und Papier
Weil die Winter dort nicht so extrem sind.
Dafür möchte man: ✔ viel Licht ✔ gute Lüftung ✔ flexible Räume
—> wände sind verschiebbar
Warum? Weil die Wände verschiebbar sind.
Heute: großer Raum.
Morgen: zwei kleine Räume.
—> 🌬 möglichst viel Luftbewegung.
Beim gemäßigten warmen Klima liegt der Schwerpunkt nicht auf maximaler Wärmespeicherung, sondern auf Anpassungsfähigkeit. Die Gebäudehülle ist flexibel (z. B. Schiebewände), große Dachüberstände und Veranden sorgen für Schatten, und durch natürliche Belüftung wird das Haus im Sommer gekühlt. Die Räume können je nach Wetter und Nutzung flexibel verändert werden.
arides Klima
Arid = trocken.
☀️ sehr viel Sonne
🌧️ fast keinen Regen
💨 trockene Luft
1. Ganzjährig sehr wenig Niederschlag
Es regnet fast nie.
Deshalb braucht man keine steilen Dächer wie in den Alpen.
Das Hauptproblem ist nicht Regen, sondern Hitze.
2. Niedrige Luftfeuchtigkeit
Die Luft ist sehr trocken. Das ist wichtig, weil Wasser dort sehr schnell verdunstet.
Und genau das nutzt man aus.
3. Kaum Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten
Es ist fast das ganze Jahr warm.
4. Große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht
Zum Beispiel: Tagsüber: 40 °C - Nachts: 18 °C
Das ist typisch für Wüsten.
Warum?
Weil es kaum Wolken gibt.
Am Tag erwärmt sich der Boden sehr stark.
Nachts geht die Wärme schnell wieder verloren.
1. Adiabatik (Kühlen durch Verdunstung)
beim verdunsten braucht wasser energie und diese wird in wärme entzogen
Wasserbecken, Brunnen , feuchte Tücher
Wenn das Wasser verdunstet, wird die Luft etwas kühler.
Das nennt man: Verdunstungskühlung (adiabatische Kühlung).
2. Verschattung / Sonnenschutz
Die Sonne ist das Problem. Deshalb sieht man links auf dem Bild:
Straßen mit Stoffdächern Sonnensegel. Sie erzeugen Schatten.
Dadurch heizen sich: Straßen, Menschen und Häuser viel weniger auf.
Gassen oft: schmal , hoch, verschattet—>Die Gebäude beschatten sich gegenseitig.
3. Gezielte Belüftung
Diese hohen Türme heißen: Windfänger
Oben weht Wind. Der Wind wird eingefangen. Dann wird er nach unten geleitet.
—> frischluft wie Ventilator
4. Einsatz thermischer Masse
Dicke Lehm- oder Steinwände speichern Energie.
Die dicke Wand wird nur langsam warm. Der Innenraum bleibt kühl.
5. Nachtauskühlung
Abends: Alle Fenster auf.
Die kalte Nachtluft kühlt: Wände, Boden, Decken
Am nächsten Tag sind diese Bauteile wieder kühl und nehmen erneut Wärme auf.
6. Solare Gewinne bei Kälte
Obwohl die Wüste heiß ist, kann es nachts überraschend kalt werden. Dann nutzt man die Sonne am Morgen wieder zum Aufwärmen.
7. Nutzungsmigration nach Tageszeit
innerhalb eines Tages.
Morgens Man sitzt auf der Ostseite.
Mittags Im Innenhof. Oder im Schatten.
Abends Auf der Westseite.—> je nachdem wo es angenehm ist
tropisches KLima
🌴 Tropisch = immer heiß UND sehr feucht.
🌡️ Ganzjährig etwa 25–30 °C
💧 Sehr hohe Luftfeuchtigkeit
🌧️ Sehr viel Regen
Es gibt kaum Winter.
1. Ganzjährig heiß
Tagesdurchschnitt immer über 18 °C
Das bedeutet: Es gibt keinen richtigen Winter. 👉 Man muss also fast nie heizen.
2. Starke Regenfälle
🌧️ Starkregen Deshalb muss Regen schnell vom Haus weg.
3. Steiler Sonnenverlauf
Der Äquator liegt in den Tropen. Dort steht die Sonne mittags fast direkt über dem Kopf.
deutschland: Die Sonne kommt eher schräg.
In den Tropen: Die Sonne trifft fast senkrecht aufs Dach.
Deshalb bekommt besonders das Dach sehr viel Wärme.
4. Hohe Luftfeuchtigkeit
Wüste: heiß + trocken
Tropen: heiß + feucht
Dadurch funktioniert Verdunstungskühlung kaum.
Warum? Die Luft ist bereits voller Wasserdampf.
Sie kann kaum noch weiteres Wasser aufnehmen.
Tagsüber: 30 °C
Nachts: 26 °C
Es wird nachts also kaum kühl. Deshalb bringt Nachtauskühlung fast nichts.
1. Verschattung
Die Sonne darf nicht direkt aufs Haus treffen.
Deshalb: große Dächer, Dachüberstände, Schatten
2. Regenschutz
➡️ Das Dach ist riesig. Warum? Damit der Regen möglichst weit vom Haus wegfällt.
Wenn das Dach klein wäre, würde ständig Wasser gegen die Wände laufen.
3. Orientierung
steiler Sonneneinfall N/S - flacher Sonneneinfall W/O
Je nach Himmelsrichtung trifft die Sonne unterschiedlich auf das Gebäude.
Deshalb richtet man das Gebäude so aus, dass möglichst wenig direkte Sonneneinstrahlung auf die wichtigsten Fassaden trifft.
4. Natürliche Belüftung
Da es fast immer warm ist, muss ständig Luft durchs Gebäude strömen.
Darum sieht man: viele Öffnungen, hohe Räume und offene Fassaden->querlüftung
5. Minimierung thermischer Masse
In der Wüste waren dicke Wände gut. Warum? Weil die Nächte kühl waren. Die Wand konnte nachts wieder abkühlen.
In den Tropen gibt es aber keine kalten Nächte.
Das bedeutet: Eine dicke Wand speichert die Hitze. Und nachts bleibt sie immer noch warm. Das wäre schlecht. Deshalb baut man:
leichte Holzkonstruktionen
Bambus
wenig Masse
Die erwärmen sich zwar schnell, kühlen aber auch schnell wieder ab.
Häuser
dach ist rieseig—> schatten und regen
Haus steht auf stelzen—>
Luft kann unter dem Haus hindurchströmen.
Der Boden gibt keine Wärme direkt ans Haus ab.
Schutz vor Überschwemmungen.
Schutz vor Tieren.
im schnitt:
hohe Räume
große Dachform
Luft strömt durch das Gebäude
Warme Luft steigt nach oben. Frische Luft kommt unten nach.
Das nennt man: natürliche Querlüftung und thermischen Auftrieb.
➡️ Die Städte werden ihrem heutigen Klima zugeordnet.
vier Klimazonen sortiert:
🟣 Cold (kalt)
🔵 Temperate (gemäßigt)
🟢 Tropical (tropisch)
🔴 Arid (arid/trocken)
zb
Berlin → Cold
Rom → Temperate
Singapur → Tropical
Dubai → Arid
➡️ Die Linien zeigen:
Wie sich das Klima einer Stadt in Zukunft verändert.
Berlin wird klimatisch eher wie heutige gemäßigte Städte.
bis
Fast alle Pfeile gehen ➡️ nach rechts.Weil die Erde wärmer wird.
Viele kalte Regionen werden gemäßigt.
Viele gemäßigte Regionen werden trocken oder tropisch.
👉 Architektur muss sich an den Klimawandel anpassen.
VL 2
Bauen mit dem Klima: Kälte
Wie muss ein Gebäude aussehen, damit Menschen in kalten Regionen angenehm leben können?
Die Natur erzeugt selbst ein Mikroklima.
👉 Wie kann Architektur ein angenehmes Innenklima schaffen?
in Gebäude besteht nicht nur aus
Wänden
Dach
Fenstern
sondern genauso aus
Heizung
Lüftung
Kühlung
Licht
Technik.
Das war damals eine neue Sichtweise.
Der Mensch möchte seine Umgebung kontrollieren.
Zum Beispiel möchte er
bei Regen trocken bleiben
im Winter warm sein
im Sommer kühl bleiben
Lärm vermeiden
Privatsphäre haben
Platz zum Wohnen haben.
Es gibt zwei Strategien, um ein angenehmes Klima für den Menschen zu schaffen:
oder
Das ist der Unterschied zwischen Zelt und Lagerfeuer.
Die Zeltplane schützt vor: Wind, Regen, Schnee.
Dadurch entsteht innen ein angenehmeres Klima.
Die Plane reflektiert einen Teil der Wärmestrahlung zurück.
Dadurch bleibt die Wärme länger im Zelt. Es ist also innen wärmer als draußen.
hält Wind ab
Lagerfeuer: Wiederkehrender, dauerhafter Ressourceneinsatz
Das bedeutet: Man muss ständig Energie nachliefern.
Beim Lagerfeuer:
immer Holz nachlegen
ständig Brennstoff verbrauchen.
Hier gibt es keine geschlossene warme Hülle.
Es wird nur der Mensch erwärmt, nicht die Umgebung.
wind beeinflusst das feuer und wörme geht verloren
Ein Gebäude ist nicht nur eine Hülle, sondern auch ein System, das Wärme verteilt.
Das ist der Übergang von:
passivem Schutz (Zelt) zu aktiver Gebäudetechnik (Heizung und Luftführung).
W. H. Carrier, amerikanischer Ingenieur
1902: Erfindung der ersten Klimaanlage
➡️ Er wollte ursprünglich keine Menschen kühlen, sondern ein Problem in einer Druckerei lösen.
Papier reagiert auf die Luftfeuchtigkeit.
Wenn die Luft zu feucht war:
Papier dehnte sich aus.
Farben wurden unscharf.
Druckmaschinen arbeiteten ungenau.
Carrier entwickelte deshalb eine Anlage, die
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
kontrollieren konnte.
Später wurde dieselbe Technik auch für Gebäude genutzt.
karte: Sie zeigt nicht das Klima, sondern die weltweite Energieverteilung.
Die roten Bereiche markieren Regionen mit hohem Energieverbrauch bzw. hoher Energiedichte und Industrie
1. Conservative Mode of Environmental Management
nutzt bauliche Strukturen, um gewünschte Umweltbedingungen zu bewahren
👉 Das Gebäude selbst sorgt für das Raumklima. nicht die Technik
konservativ= Die vorhandene Wärme wird konserviert (= erhalten).
Das Gebäude versucht den Innenraum möglichst stabil zu halten.
—> Das Gebäude ist selbst die "Klimaanlage".
Nicht Maschinen.
nachhaltiger als selective! durch passive maßnahmen
Kalte Klimazonen
Selective’ mode of environmental
management
👉 Das Gebäude schottet sich nicht vollständig von der Umwelt ab, sondern nutzt die Außenbedingungen gezielt.
typisch in feuchten Klimazonen, insbesondere in den Tropen
Warum? In den Tropen bringt eine dicke Mauer wenig.
Denn dort ist es; heiß, feucht, kaum Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht. Das Problem ist nicht, Wärme zu speichern.
Das Problem ist:
👉 Wärme und Feuchtigkeit loszuwerden.
Deshalb baut man möglichst offen.
Weil der Mensch bei hoher Luftfeuchtigkeit schlechter schwitzt.—> Luft muss bewegt werde
riesige Fenster
viel Öffnung
Natur direkt am Haus
innen und außen gehen ineinander über
Das Haus nutzt
Tageslicht
natürliche Lüftung
Blickbeziehungen
Es entsteht ein Kamineffekt.
Heiße, feuchte Klimazonen:
oder auch Solarhaus I:
Nutzung der Sonneneinstrahlung zur
Heizung, Beleuchtung und
Energieerzeugung.
– Nutzung thermischer Masse
– Solare Gewinne
oder auch durch fassadenfarbe
Schwedenrot / Falunrot
Rotes Falunrot wird in Skandinavien
auf Holzhäusern verwendet. Es
schützt das Holz und hilft, solare
Wärme passiv zu gewinnen.
– Solare Gewinne durch Farbe
oder acu h
Solar Hemicycle
Maximale Solare Wärmegewinne
durch südorientierte Verglasung.
Minimale Wärmeverluste durch
Geschlossenheit in Richtung
Windigen Norden.
– Kompaktes Volumen
– Solare Gewinne durch Orientierung
Das Gebäude nutzt also die Sonne als kostenlose Energiequelle, bevor technische Heizungen eingesetzt werden.
Rot = Trombe Wall (Trombe-Wand)—> Klimazonen mit viel Sonneneinstrahlung und kalten Nächten.
Wie funktioniert eine Trombe-Wand? Sie besteht aus:
einer dicken Wand aus Beton oder Mauerwerk—> thermische Masse
davor einer Glasscheibe
dazwischen ein kleiner Luftspalt
Die Sonne scheint auf die Glasscheibe.—>Die Luft dahinter wird warm.
—>Auch die massive Wand erwärmt sich.—>Die Wand speichert die Wärme.
—>Abends und nachts gibt sie diese langsam an den Innenraum ab.
👉 Dadurch wird das Haus ohne zusätzliche Heizung erwärmt.
Grün = Greenhouse (Wintergarten)
Sonnenenergie sammeln
Luft vorwärmen
als Pufferzone dienen
Im Winter: Die Sonne erwärmt den Wintergarten.—>Die warme Luft gelangt anschließend ins Gebäude. —>Dadurch spart man Heizenergie.
Gelb = Solar Collectors—> nutzen die Sonnenenergie.
utzen die Sonnenenergie. Warmwasser, Heizwärme oder Strom
Blau = Channel / Hot Air Chimney—> warme Luftkanal bzw. Solarkamin
Die warme Luft wird nach oben abgeführt.
Dadurch entsteht unten ein Unterdruck.—> Frische Luft wird nachgezogen. Das verbessert die Lüftung.
Weiße Klappen = Ventilation Flaps—> sind Lüftungsklappen
können geöffnet oder geschlossen werden
warme Luft ins Gebäude leiten,
warme Luft nach außen abführen,
oder die Luftzirkulation stoppen.
Dadurch ist das Gebäude flexibel.
weiteres beispiel
Je kleiner die Gebäudeoberfläche im Verhältnis zum Volumen ist, desto weniger Wärme geht verloren.
👉 Weniger Außenfläche = weniger Wärmeverluste.
Solare Gewinne druch große verglasung , eine transparente Dachfläche
Temperaturzonierung👉 Nicht alle Räume müssen gleich warm sein.
Wohnzimmer: 22 °C
Schlafzimmer: 18 °C
Flur: 16 °C
Abstellraum: 12 °C
Dadurch spart man viel Energie.
In der Mitte steht ein riesiger Betonblock.
Das ist die namensgebende Wall (Wand) bzw. der Betonkern.
Die Folie nennt ihn sogar:
Betonkern—> Thermische Masse+Temperaturpuffer
Der Betonkern verhindert starke Temperaturschwankungen.
Zonierung Der massive Kern trennt verschiedene Bereiche.
Dadurch entstehen:
wärmere Zonen
kühlere Zonen
Vorlesung 3
Bauen mit dem Klima: Hitze
The Edge in Amsterdam (2014).
Es wurde so geplant, dass es
möglichst wenig Energie verbraucht,
erneuerbare Energien nutzt,
den Nutzern trotzdem hohen Komfort bietet.
Die Folie zeigt also ein modernes Beispiel für klimaangepasste Architektur.
Konditionieren bedeutet: 👉 Die Innenraumbedingungen werden gezielt eingestellt.
Dazu gehören:🌡️ Temperatur, 💧 Luftfeuchtigkeit, 🌬️ Luftqualität, 💨 Luftbewegung
—> Ein konditionierter Raum ist ein Raum, dessen Klima aktiv geregelt wird.
Was bedeutet BREEAM? BREEAM ist eines der bekanntesten Bewertungssysteme für nachhaltige Gebäude.
Es bewertet unter anderem:
Energieverbrauch
Wasserverbrauch
Materialien
Gesundheit und Komfort
Umweltbelastung
Mobilität
Management
Je besser das Gebäude abschneidet, desto höher ist seine Bewertung.—>98,36 %.
Wie verhindert man, dass Gebäude zu heiß werden?
Sonnenschutz
Verschattung
Gebäudetechnik
Effizienz als
Nachhaltigkeitsstrategie
Voller Ertrag bei geringem Ressourcen-Einsatz
→ Verbesserte Technik und Prozesse
→ Es geht um «Mengen», aber Werte bleiben
relativ (z.B. kwh/m2)
—> Klimaanlagen werden immer mehr thema
Ist die Lösung gegen Hitze wirklich einfach "mehr Klimaanlagen"?
Man sieht einen Raum, der komplett mit Außengeräten von Klimaanlagen gefüllt ist.
Wenn jeder Mensch einfach eine Klimaanlage installiert, ➡️ entstehen irgendwann Städte voller Klimaanlagen.
Die Installation fragt: Welche Folgen hat unsere Art zu kühlen?
eine Klimaanlage produziert keine Kälte, sondern Sie transportiert Wärme.
innen : Klimaanlage immt wärme auf nach außen
außen: klimaanlage wärme + außen wärme + zusätzliche elektrische energie = noch mehr wärme—> Die Außenluft wird noch heißer.
Kühlungs- oder Hitze-Teufelskreis.
Klimaanlagen benötigen viel Energie.
Wenn der Strom aus Kohle, Gas oder Öl kommt, entstehen zusätzlich CO₂-Emissionen.
Mehr CO₂
↓
mehr Klimawandel
mehr Hitze
noch mehr Klimaanlagen.
ODER Man verhindert Überhitzung bereits durch den Entwurf:
MIT PASSIVEN STRATEGIEN ARBEITEN ZU ERST —> ENERGIEAUFWANT MINIMIEREN
Die Gebäudehülle kann geöffnet oder geschlossen werden
Zwischen Innen und Außen gibt es keine harte Grenze.
Das Gebäude verschattet sich selbst.
Zusätzlich: Bäume, Lamellen, Vorhänge, Sonnensegel
Fenster gegenüberliegend
Gemäßigt warm = flexibel.
Arides Klima (Wüste)
1: gezielte Belüftung:Nicht möglichst viel Wind.—> WINDFÄNGER
Strategie 2: Adiabatik Das bedeutet: Verdunstung kühlt.
Strategie 3: Verschattung keine sonne auf fenster, straßen, Plätze
4: Thermische Masse dicke Steinmauern
Nachtkühlung Nachts Fenster öffnen.
Solare Gewinne bei Kälte
Arides Klima = speichern und verschatten.
3. Tropisches Klima
Strategie 1: Verschattung—>Überall Schatten
Strategie 2: Regenschutz—>Große Dächer, große Dachüberstände damit Regen nicht an die Wand gelangt.
Strategie 3: Orientierung Die Sonne steht fast senkrecht. Darum richtet man das Gebäude so aus, dass möglichst wenig direkte Einstrahlung erfolgt.
Strategie 4: Natürliche Belüftung Ganz wichtig. Große Öffnungen.
Durchzug. Dauerhafte Luftbewegung.
Strategie 5: wenig Speichermasse
Warum? Weil schwere Wände nachts nicht abkühlen können. Sie speichern die Wärme dauerhaft. Deshalb lieber Holz., Bambus, leichte Konstruktionen.
Tropisch = leicht, luftig und offen.
beispiele
arides Klima, wüste
tropischen Klimazone.
tropische klimazone
aride klimazone
ariden (extrem heißen und trockenen) Klima.
👉 Eine runde oder kompakte Form hat weniger Außenfläche bei gleichem Innenvolumen.
Weniger Außenfläche bedeutet:
weniger Sonneneinstrahlung
weniger Wärmeaufnahme
geringerer Kühlbedarf
Das ist im Wüstenklima ein großer Vorteil.
Die klimaneutrale Stadt Stuttgart gestalten
gesamte Stadt an den Klimawandel anpassen.
Kessellage von Stuttgart
Nachts entsteht im Wald kalte Luft. Diese fließt wie Wasser den Hang hinunter in die Stadt. ➡️ Diese nennt man Kaltluftschneisen.Wälder und Kaltluftschneisen unbedingt freihalten
Flächendeckend Entsiegelung✅ Wiesen ✅ Erde ✅ Bäume
—> asphalt: extreme aufheizug und kein regenwasserversickerung
Baumpflanzungen im Straßenraum—> umgebung mehrere grad kühler
spenden Schatten , verdunsten Wasser , kühlen die Luft , filtern Feinstaub
Ein begrüntes Dach: heizt sich weniger auf , speichert Regenwasser , verbessert das Mikroklima , schützt das Dach.
Photovoltaik.=Dadurch wird Strom erzeugt und fossile Energie ersetzt.
Umnutzung untergenutzter Flächen (z. B. Tiefgaragen) für Wasserspeicher
weniger überschwemmung und nutzung
Begrünte Bauwiche=abstände zw gebäude—> kleine Kaltluftbereiche.
Straßengrün—> reduzeirt hitze, staub und lärm
Die Wärmeversorgung soll über Fernwärme laufen, weil ncih jedes haus eine eigene Gasheizung braucht
3D Planungstool zur Identifizierung von Konflikten für Simulierung der verschattung, wind, Hitzeinsel und Luftströme—> bevor gebaut wird
Freiflächen umgestalten als nutzbare Versickerungsflächen—> verhindert Überschwemmungen.
Geothermie: Synergie mit bodennaher Geothermie Die Erde besitzt relativ konstante Temperaturen. Diese kann man zum Heizen und Kühlen nutzen
Ökologische Ausgleichsflächen—> aufwärtung —> bessere biodiversität+ wasseraufnahme und kühlere luft
Nachverdichtung mit attraktiven Freiräumen—> innere stadtentwicklung
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