Q: Typisches AM-Verfahren für Polymer/Metall/Keramik?
Polymer: FDM (Filament schmelzen+extrudieren). Metall: SLM (Pulver+Laser schmelzen). Keramik: Binder Jetting (Pulver+Binder, dann Sintern).
Q: Rohstoffe für AM?
A: Pulver, Filament, Flüssigresin (Photopolymer), Draht, Slurry – für Polymere, Metalle, Keramiken, Composites.
Q: Gartner Hype Cycle – 5 Phasen?
A: 1) Innovation Trigger → 2) Peak of Inflated Expectations → 3) Trough of Disillusionment → 4) Slope of Enlightenment → 5) Plateau of Productivity.
Q: AM im Gartner Hype Cycle?
A: Großer Hype ~2012-14, dann Ernüchterung (Erwartungen nicht erfüllt), jetzt im Plateau of Productivity – etabliert für Prototyping/Kleinserien.
Q: Wie viele Schritte hat der AM-Prozessablauf?
A: 8 Schritte.
Q: Nenne die 8 Schritte des AM-Prozessablaufs!
A: 1) CAD 2) STL-Konvertierung 3) Transfer & Manipulation 4) Machine Setup 5) Build 6) Removal 7) Post-Processing 8) Application.
Q: Gasverdüsungsprozess (Rohstoff → Pulver)?
A: Metall wird geschmolzen → Schmelze durch Düse geleitet → Inertgas-Strahl (Argon/Stickstoff) zerstäubt Schmelze in feine Tröpfchen → Erstarrung zu sphärischen Pulverpartikeln.
Q: Hauptunterschied SLM vs. DED?
A: SLM: Pulverbett, Laser schmilzt selektiv Schicht für Schicht (hohe Präzision, komplexe Geometrien).
DED (Directed Energy Deposition): Pulver/Draht wird direkt durch Düse zugeführt + gleichzeitig mit Laser/Elektronenstrahl aufgeschmolzen (höhere Aufbaurate, auch für Reparatur/Beschichtung geeignet, geringere Präzision).
Q: Warum sind gute Schüttdichte (apparent density) und Fließgeschwindigkeit wichtig für SLM?
A: Gute Schüttdichte → gleichmäßige, dichte Pulverschicht ohne Poren → homogenes Bauteil. Gute Fließgeschwindigkeit → gleichmäßiges Rakeln/Verteilen des Pulvers → konstante Schichtdicke, weniger Defekte.
Q: Warum brauchen wir Inertgas beim Metal-AM (SLM)?
A: Verhindert Oxidation der heißen Metallschmelze/des Pulvers (v.a. reaktive Metalle wie Titan, Aluminium), schützt vor Verunreinigung, reduziert Porenbildung.
Q: Kommentiere: "Eigenschaften können besser/schlechter sein als bei konventioneller Fertigung"
A: Kann beides sein:
Besser: Feinere Mikrostruktur durch schnelle Abkühlung (z.B. bessere Korrosionsbeständigkeit, siehe PREN), Möglichkeit für optimierte Strukturen
Schlechter: Anisotropie (richtungsabhängige Eigenschaften), poröse Strukturen möglich, Eigenspannungen durch schnelles Aufschmelzen/Abkühlen, ggf. schlechtere Oberflächenqualität
Q: Was bedeutet "Time to Market" bei verbindlichen Entscheidungen?
A: Zeitspanne von der Produktidee bis zur Markteinführung. AM verkürzt dies oft, da keine Werkzeuge/Formen gefertigt werden müssen → schnellere, aber ggf. noch unsichere/vorläufige Entscheidungen möglich.
Q: Was ist "Added Value"? 2 Beispiele?
A: Zusätzlicher Nutzen/Mehrwert, den AM gegenüber konventioneller Fertigung bietet.Beispiele:
1) Individualisierung (z.B. patientenspezifische Implantate),
2) Funktionsintegration (z.B. integrierte Kühlkanäle in einem Bauteil, die konventionell nicht herstellbar wären).
Q: 4 Schritte zur AM-Adoption (World Economic Forum)?
A: 1) Explore (Erkunden/Testen der Technologie) 2) Experiment (Pilotprojekte) 3) Expand (Ausweitung auf mehr Anwendungen) 4) Establish (feste Integration in Produktionsprozesse).
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