Q: Unterschied Rapid Prototyping / Tooling / Manufacturing?
A: Prototyping = Modelle für Tests (nicht endnutzbar).
Tooling = Werkzeuge/Formen für andere Prozesse. Manufacturing = direkte Endprodukt-Fertigung.
Q: Anwendungsbeispiel je Kategorie?
A: Prototyping: Designmodell. Tooling: Gussform. Manufacturing: Flugzeugbauteil (Titan, SLM).
Q: 3 Pro/Contra von Rapid Manufacturing?
A: Pro: Designfreiheit, keine Werkzeugkosten, Individualisierung.
Contra: Höhere Stückkosten bei Großserie, langsamer, begrenzte Materialauswahl.
Q: Was bedeutet "Total Cost of Ownership" bei Rapid Manufacturing?
A: Alle Kosten über Lebenszyklus (nicht nur Herstellkosten): Material, Maschine, Nachbearbeitung, Lager, Ausfallzeiten etc.
Q: Unterschied direkte vs. direkte-mehrstufige Prozesse?
A: Direkt = Endprodukt direkt aus AM-Maschine. Direkt-mehrstufig = AM-Teil braucht noch Nachbearbeitung (z.B. Sintern) bis zum Endprodukt.
Q: Beispiel für indirekten AM-Prozess?
A: AM erzeugt Gussform/Werkzeug (z.B. Wachsmodell für Feinguss), dann klassisches Fertigungsverfahren für Endprodukt.
Q: AM-Datenfluss zusammengefasst?
CAD-Modell → STL-Export (Triangulation) → Reparatur/Check → Slicing (Schichten) → Maschinencode → Druck.
Q: Steht CAD-Datei immer am Anfang?
A: Nein – auch 3D-Scan-Daten (Reverse Engineering) oder Topologieoptimierungs-Outputs können Ausgangspunkt sein.
Q: Was ist Triangulation? Warum wichtig?
A: Umwandlung der CAD-Oberfläche in Dreiecksnetz (STL). Wichtig, da AM-Maschinen nur mit diesem vereinfachten Format arbeiten können.
Q: 3 Pro/Contra von STL-Dateien?
A: Pro: Universell, einfach, weit verbreitet.
Contra: Verlust von Präzision (Approximation), keine Farbinfo, keine Materialinfo, große Dateigröße bei feiner Auflösung.
Q: Mögliche STL-Fehler?
A: Löcher (Gaps), Überlappende Dreiecke, invertierte Normalen, nicht-mannigfaltige Kanten (non-manifold edges), degenerierte Dreiecke.
Q: VPP-Prozess: 3 Strahlungsarten?
A: UV-Laser (SLA – punktweise), UV-Lampe/DLP (flächig, Maskenbelichtung), LED-Array (flächig, digital)
Q: Was ist "Overcure"?
A: Übermäßige Aushärtung durch zu viel Lichteinwirkung – Harz härtet über die gewünschte Schichtdicke hinaus aus → Maßabweichungen.
Q: Hauptunterschied MJM vs. PJM?
A: MJM (Material Jetting) = Tropfen aus Wachs/Photopolymer direkt aufgebracht. PJM (PolyJet) = feinere Tröpfchen, sofortige UV-Aushärtung, höhere Auflösung.
Q: Warum sind mehrere Farben bei Material Jetting möglich?
A: Mehrere Druckköpfe mit unterschiedlichen Materialien/Farben können gleichzeitig/parallel Tropfen in einer Schicht ablegen (wie Tintenstrahldruck).
Q: 7 FDM-Grundprinzipien nach Gibson?
A: 1) Materialzufuhr 2) Aufschmelzen 3) Extrusion durch Düse 4) Ablage in x-y 5) Materialverbindung (Bonding) 6) Erstarrung 7) Schichtweiser Aufbau (z-Bewegung).
Q: Einfluss Voll-/Teilfüllung (FDM) auf Eigenschaften?
A: Vollfüllung: höhere Festigkeit, mehr Material/Zeit/Kosten. Teilfüllung (Infill): leichter, schneller, günstiger, aber geringere mechanische Festigkeit.
Q: SLS-Prozess beschreiben?
A: Pulverbett wird schichtweise aufgetragen, Laser sintert/schmilzt selektiv Partikel zusammen, kein Support nötig (loses Pulver stützt), nach jeder Schicht neues Pulver.
Q: Warum brauchen wir Inertgas (SLS)?
A: Verhindert Oxidation/Verbrennung des Pulvers bei hohen Temperaturen, sorgt für stabile Prozessatmosphäre.
Q: Unterschied Fill-Laser vs. Outline-Laser?
A: Outline-Laser: sintert Kontur/Rand präzise (höhere Detailgenauigkeit). Fill-Laser: sintert Füllfläche schneller (weniger präzise, aber effizienter).
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