Alliteration
Erklärung: Gleicher Anfangsbuchstabe bei aufeinanderfolgenden Wörtern.
Beispiel: „Fakten, Fakten, Fakten“ oder „windige Worte“.
Bedeutung: Erhöht die Einprägsamkeit und betont wichtige Begriffe. [1, 2]
Anapher
Erklärung: Wiederholung gleicher Wörter am Satzanfang.
Beispiel: „Wir müssen handeln. Wir müssen umdenken.“
Bedeutung: Wirkt eindringlich, strukturierend und verstärkt die Forderung.
Antithese
Erklärung: Gegenüberstellung von gegensätzlichen Begriffen oder Gedanken.
Beispiel: „Reich an Worten, arm an Taten.“
Bedeutung: Hebt Widersprüche hervor und verdeutlicht extreme Unterschiede. [1, 2]
Chiasmus
Erklärung: Überkreuzstellung von Satzgliedern (Spiegelung).
Beispiel: „Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben.“
Bedeutung: Betont den Gegensatz und wirkt oft formelhaft oder einprägsam. [1, 2, 3]
Climax (Klimax)
Erklärung: Stufenweise Steigerung von Begriffen (oft dreiteilig).
Beispiel: „Er kam, sah und siegte.“ oder „Tage, Wochen, Monate vergehen.“
Bedeutung: Verstärkt die Aussagekraft und baut emotionale Spannung auf. [1, 2, 3, 4, 5]
Hyperbel
Erklärung: Starke Übertreibung.
Beispiel: „Ein Meer von Tränen“ oder „Das haben wir schon eine Million Mal gehört.“
Bedeutung: Macht eine Absurdität deutlich oder dramatisiert ein Problem
Ironie
Erklärung: Das Gesagte meint das genaue Gegenteil.
Beispiel: „Das ist ja eine tolle Überraschung!“ (wenn etwas Schlechtes passiert).
Bedeutung: Dient der Kritik, Spott oder der Distanzierung vom Thema.
Metapher
Erklärung: Bildlicher Vergleich ohne das Wort „wie“ (Bedeutungsübertragung).
Beispiel: „Eine Flut von Beschwerden“ oder „Die Mauer des Schweigens“.
Bedeutung: Macht abstrakte Sachverhalte anschaulich und emotional greifbar. [1, 2, 3]
Parallelismus
Erklärung: Gleicher Satzbau in aufeinanderfolgenden Sätzen.
Beispiel: „Kleine Kinder spielen, große Kinder arbeiten.“
Bedeutung: Macht den Text rhythmisch, harmonisch und leichter verständlich. [1, 2]
Personifikation
Erklärung: Vermenschlichung von abstrakten Dingen oder Gegenständen.
Beispiel: „Die Zeit rennt.“ oder „Der Markt entscheidet.“
Bedeutung: Macht leblos Scheinendes dynamisch und verständlicher. [1, 2]
Rhetorische Frage
Erklärung: Eine Frage, auf die keine Antwort erwartet wird, da sie klar ist.
Beispiel: „Wer will schon freiwillig scheitern?“
Bedeutung: Bezieht den Leser ein und setzt eine stillschweigende Zustimmung voraus.
Vergleich
Erklärung: Verknüpfung zweier Bereiche mit dem Wort „wie“ oder „als“.
Beispiel: „Stark wie ein Löwe.“ oder „Schneller als das Licht.“
Bedeutung: Veranschaulicht Eigenschaften durch bekannte Bilder. [1, 2]
Allusion (Anspielung)
Erklärung: Versteckter Hinweis auf ein geschichtliches, kulturelles oder literarisches Ereignis.
Beispiel: „Das war seine persönliche Waterloo-Erfahrung.“
Bedeutung: Setzt Vorwissen voraus und stellt eine tiefere Verbindung zum Leser her.
Anglizismus
Erklärung: Verwendung eines englischen Begriffs im deutschen Text.
Beispiel: „Das neue Feature bringt echten Mehrwert im Business.“
Bedeutung: Wirkt modern, jugendlich, globalisiert oder fachkompetent. [1]
Akkumulation
Erklärung: Reihung von Begriffen zu einem genannten oder verschwiegenen Oberbegriff.
Beispiel: „Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder.“
Bedeutung: Macht ein Bild durch Detailreichtum lebendiger und eindringlicher
Erklärung: Symmetrische Überkreuzstellung von syntaktisch oder semantisch einander entsprechenden Satzteilen.
Beispiel: „Ich schlafe am Tag, in der Nacht wache ich.“
Bedeutung: Hebt Gegensätze stark hervor und prägt sich leicht ein.
Correctio
Erklärung: Selbstberichtigung, bei der ein schwächerer Ausdruck durch einen stärkeren ersetzt wird.
Beispiel: „Wir müssen unsere Strategie ändern, nein, wir müssen sie völlig revolutionieren.“
Bedeutung: Verstärkt die Dringlichkeit und steigert die Aufmerksamkeit des Lesers.
Euphemismus
Erklärung: Beschönigende Umschreibung einer unangenehmen oder negativen Sache.
Beispiel: „Freisetzung von Mitarbeitern“ (statt Entlassung) oder „suboptimal“ (statt schlecht).
Bedeutung: Verharmlost Missstände oder manipuliert die Wahrnehmung des Lesers. [1, 2]
Dysphemismus (Pejorativum)
Erklärung: Das Gegenteil des Euphemismus; eine bewusste Abwertung oder Schlechtredung.
Beispiel: „Abzockbude“ (statt Unternehmen) oder „Gossenjournalismus“ (statt Boulevardmedien).
Bedeutung: Erzeugt beim Leser gezielt Ablehnung, Wut oder Empörung.
Inversion
Erklärung: Umstellung der geläufigen Wortstellung im Satz (Subjekt-Prädikat-Objekt).
Beispiel: „Dich sah ich.“ oder „Unendlich ist die Weite.“
Bedeutung: Betont das an den Anfang gestellte Wort und verändert den Leserhythmus. [1]
Litotes
Erklärung: Bejahung durch doppelte Verneinung oder durch die Verneinung des Gegenteils.Beispiel: „Das war nicht unklug.“ (bedeutet: Es war schlau) oder „Keine schlechte Idee.“Bedeutung: Wirkt oft ironisch, untertreibend oder höflich zurückhaltend.
Neologismus
Erklärung: Wortneuschöpfung.
Beispiel: „Politikverdrossenheit“ oder „Fake-News-Schleuder“.
Bedeutung: Bringt neue Phänomene auf den Punkt und erzeugt Aufmerksamkeit. [1]
Oxymoron
Erklärung: Verbindung zweier Begriffe, die sich widersprechen.
Beispiel: „Offenes Geheimnis“ oder „bittersüß“.
Bedeutung: Bringt innere Zerrissenheit oder komplexe Widersprüche prägnant auf den Punkt.
Paradoxon
Erklärung: Eine scheinbar widersinnige Behauptung, die sich bei näherer Betrachtung als wahr erweist.
Beispiel: „Weniger ist mehr.“ oder „Das Einzige, was beständig ist, ist der Wandel.“
Bedeutung: Regt den Leser zum Nachdenken an und bricht Denkblockaden auf.
Pleonasmus
Erklärung: Überflüssige Verbindung von Wörtern, die dieselbe Bedeutung haben.
Beispiel: „Weißer Schimmel“ oder „kleiner Zwerg“.
Bedeutung: Dient der extremen Veranschaulichung oder (oft ungewollten) Verstärkung. [1]
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