1. Beschreibe den Aufbau einer Zelle und schreibe die Funktionen von 3 Zellorganellen näher!
Zelle -> kleinste lebensfähige biologische Einheit (im Körper ca. 100 Billionen).
verschiedene Zellarten (Nervenzellen, Blutzellen, Muskelzellen), alle haben die Fähigkeit zu wachsen, sich selbst zu vermehren und sind mit vielfältigen Funktionen und Aufgaben ausgestattet.
Aufbau einer Zelle bleibt unabhängig von Zellaufgabe in wesentlichen Bestandteilen gleich
Fast jede Zelle besteht aus: Zellkern, Zellplasma, Zellmembran
Zellorganellen:
1. Zellkern
2. Zellplasma (Zytoplasma) mit den Organellen)
3. Mitochondrien
4. Ribosomen
5. Endoplasmatisches Retikulum
uvm
Zellkern => Träger der genetischen Erbinformation (DNA) und Steuerzentrum der Zelle
Zellplasma => bildet Grundsubstanz der Zelle; besteht großteils aus Wasser (> 80%), sowie aus Proteinen (>10%)
Mitochondrien => Kraftwerke und Energielieferanten der Zelle. Versorgung mit Brennstoffen übernimmt Blut, hier wird mit Sauerstoff Verbrennung durchgeführt
Zellmembran => aktiver Stoffwechselaustausch, passiver Austausch: Osmose, Diffusion, Träger der Antigeneigenschaften (schützt Zelle vor mechanischen und chemischen Schädigungen der Zelle)
2. Welche Grundgewebe können unterschieden werden? Beschreibe 1 Gewebe näher.
Gewebe besteht aus Zellen, Interzellularsubstanz und Fasern
4 Grundgewebe:
Epithelgewebe,
Binde- und Stützgewebe (Knorpel- und Knochengewebe),
Muskelgewebe,
Nervengewebe
Muskelgewebe:
Zelle des Muskelgewebes = Myocyt
Unterscheidung in 3 Arten von Muskulatur:
Glatte Muskulatur
quergestreifte Muskulatur
Herzmuskulatur
3. Was sind die Aufgaben des Blutes? Nenne und beschreibe kurz die Bestandteile des Blutes
1. Transport der Atemgase 02 und Co2 (rote Blutkörperchen)
2. Abwehr von Krankheitserregern und körperfremden Stoffen (weiße Blutkörperchen)
3. Transport von Stoffen im Blutplasma (Nährstoffe, Hormone)
4. Blutgerinnung und Wundheilung
Bestandteile:
besteht aus festen (Blutzellen) und flüssigen Bestandteilen (Blutplasma)
Blutplasma besteht aus Wasser, Salzen, Eiweiß- und Nährstoffen
Blutzellen bestehen aus
1. Erythrozyten (rote Blutkörperchen),
2. Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und
3. Thrombozyten (Blutplättchen)
Bei den Leukozyten unterscheidet man
1. Lymphozyten
2. Monozyten und
3. Granulozyten (neutrophile, eosinophile, basophile)
4. Beschreibe Aufbau und Funktion des Herzens
Hohlmuskel, der im Brustkorb zw. den beiden Lungen an der vorderen Brustwand und zum großen Teil links der Mitte liegt.
Durch Herzscheidewand in ein "rechtes Herz" für den Lungenkreislauf und ein "linkes Herz" für den Körperkreislauf unterteilt.
Beide Hälften haben jeweils einen Vorhof (Atrium) und eine Kammer (Ventrikel)
Binnenräume und Klappen: Rechte Vorhof erhält das Blut aus der unteren und oberen Hohlvene und gibt es an die rechte Kammer weiter. Von dort aus wird es durch die Pulmonalarterien (venöses Blut) zur Lunge gepumpt. Dort erfolgt der Gasaustausch. In den linken Vorhof münden die Pulmonalvenen (arterielles Blut!). Das Blut wird weiter über die linke Kammer durch die Aorta in den Körper gepumpt.
Die Klappen zwischen den Vorhöfen und Kammern werden als Segelklappen bezeichnet. Sie sind in der Systole (Auswurfphase) der Kammern geschlossen und verhindern damit das Zurückfließen des Blutes in die Vorhöfe und ermöglichen den Aufbau des notwendigen Druckes.
Herzwand
Die Herzwand besteht aus ungleich dicken und unterschiedlich gebauten Schichten:
1. Endocard: innere Herzhaut
2. Myokard: eigentliche Herzmuskulatur
3. Epicard: äußere Herzhaut
4. Perikard: Herzbeutel, in dem sich das Herz reibungsfrei bewegt
5. Was ist der Sinusknoten? Was sind Systole und Diastole?
Sinusknoten:
=Steuerungssystem, damit es zu einer geordneten Kontraktion des Herzmuskels kommt. Herz besitzt ein eigenständiges Reizleitungssystem.
Anzahl der Herzschläge (Tastbar als Pulswelle an Arterien) wird vom Sinusknoten vorgegeben (liegt im rechten Vorhof). Von dort verzweigt sich das Reizleitungssystem im gesamten Herzmuskel bis zur Herzspitze.
Ruhezustand = 60 - 80 Schläge / Minute, bei Anstrengung mehr, im Schlaf weniger
vegetative Nervensystem hat über Sympathikus beschleunigenden, über Parasympathikus bremsenden Einfluss.
Systole und Diastole
In der Systole kontrahiert sich der Herzmuskel, wobei er etwa 75 ml Blut in die Arterien pumpt. Darauf folgt die Diastole (Herzmuskel erschlafft), Kammern werden mit Blut aus den Vorhöfen gefüllt werden. Während dieser Erschlaffungsphase erfolgt die Regeneration des Myokards (Herzmuskel).
Merksatz: SYSTOLE = KONTRAKTION DES HERZMUSKELS,
DIASTOLE = ERSCHLAFFUNG DES HERZMUSKELS
6. Definiere: Arterien und Venen. Beschreibe die Mechanismen, die den venösen Rückstrom des Blutes zum Herzen ermöglichen. Wo findet der Gas- und Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe statt?
Man unterscheidet
vom Herzen wegführende Gefäße = ARTERIEN
Gefäße, die zum Herz zurückführen = VENEN.
Arterien bringen das Blut in den gesamten Körper und verzweigen sich zu Kapillaren (Haargefäße). In diesen zarten Gefäßen gibt das Blut Sauerstoff und Nährstoffe an das umgebende Gewebe (Bsp.: Muskel) ab. Die Kapillaren vereinigen sich nach einer kurzen Wegstrecke zu Venen, in denen das Blut zum Herz zurücktransportiert wird.
Aorta ist das größte arterielle Gefäß. Schließt direkt an die linke Kammer an und gibt in ihrem Verlauf Arterienäste zum Kopf, zu den oberen Extremitäten und zu den Thorax- und Bauchorganen ab, bis sie sich im Becken in die beiden Beinarterien aufteilt.
Von der Aorta zweigen noch weitere arterielle Äste ab, die sich über das gesamte Gewebe des Organismus erstrecken.
Mechanismen, die für den Rückstrom des Blutes zum Herzen sorgen:
Herznaher Sog: In herznahen Venen wird das Blut vom rechten Herzen während der Kontraktion angesaugt.
Thorax-Sog: Tiefe Atmung unterstützt den Rückstrom. Durch „Pressen“ in einer Kraftanstrengung wird der venöse Rückstrom gedrosselt und es kann sogar zu Ohnmachtsanfällen kommen.
Arterien / Venen-Kopplung: Die Pulswelle der Arterie drückt auf das umgebende Gewebe. Venen und Arterien verlaufen oft paarweise, sodass die Pulswelle die Venen zusammendrücken und eine Art Pumpwirkung erzeugen kann.
Muskelpumpe: Kontrahierende Muskeln üben Druck auf die Venen der Umgebung aus und verursachen so eine Blutverschiebung zum Herz. Am effektivsten ist diese Pumpe beim Menschen in der Wadenmuskulatur
7. Beschreibe den Blutkreislauf. Was transportiert er?
Im Blutkreislauf werden alle Organe mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Das Kreislaufsystem ist ein geschlossenes System, in dem das Blut vom Herz in Bewegung gehalten wird. Dabei fließt das Blut in elastischen Blutgefäßen.
Nach den Funktionen können im Kreislaufsystem zwei Teilkreisläufe unterschieden werden:
1. Das Herz pumpt mit seiner linken Kammer das sauerstoffreiche Blut durch die arteriellen Blutgefäße des großen oder Körperkreislaufs in die Blutkapillaren der Körperperipherie.
2. Über die Venen gelangt das nunmehr sauerstoffarme Blut zurück zum rechten Vorhof und wird von der rechten Herzkammer durch die Lunge gepumpt und wieder dem linken Vorhof zugeleitet (Lungenkreislauf).
Der Kreislauf transportiert
1. Atemgase: Sauerstoff und Kohlenstoff,
2. Nährstoffe: Blutzucker, Eiweiße, Fette, Vitamine,
3. Stoffwechselschlacken,
4. Wasser und Mineralstoffe,
5. Hormone,
6. Abwehrzellen und Abwehrstoffe (Antikörper) und
7. Wärme.
8. Woraus besteht das Lymphsystem?
1. Lymphgefäße
2. Lymphknoten
3. lymphatische Organe:
- Mandeln (Tonsillen und lymphatischer Rachenring)
- Milz
- Thymus
4. Schleimhautassoziiertes Gewebe, vor allem im Darm
9. Beschreibe den Weg der Atemluft und den Gasaustausch in der Lunge. Welche zwei Phasen der Atmung unterscheiden wir?
Lungen nehmen größten Teil des Brustraumes ein u dienen dem Gasaustausch zw. Blut und uns umgebender Luft
Im Rachen kreuzen sich Atem- und Verdauungsweg
- größere rechte Lunge aus 3 Lungenlappen und kleinere linke aus 2 Lungenlappen
Luft gelangt über Atemwege in die Lunge, wird in Nase vorgewärmt und befeuchtet, gelangt in Rachen u weiter in Kehlkopf. Ab hier nehmen Luft u Speisen getrennte Wege. Kehlkopfdeckel verhindert, dass etwas Anderes als Luft in Luftröhre gelangt. Luftröhre ist ein mit Knorpelringen verstärkter Schlauch, der sich auf Höhe der 4. Rippe in beiden Hauptbronchien teil.
Von hier aus verzweigt sich der Bronchialbaum bis in die Lungenbläschen, den eigentlichen Ort des Gasaustausches.
Alle Lungenbläschen zusammen = Fläche von 120 m2, ist notwendig, um gesamten Organismus mit Sauerstoff zu versorgen. Wand zw. Lungenbläschen u Kapillaren ist hauchdünn, um roten Blutkörperchen zu ermöglichen, Sauerstoff aufzunehmen u Kohlendioxid abzugeben.
Sauerstoff in der Atemluft entsteht bei der Atmung der Pflanzen, die Kohlendioxid aufnehmen u Sauerstoff abgeben. Pflanzen sind daher unerlässlich für Atmung.
Über beide Lungenarterien (linke u rechte) gelangt sauerstoffarmes Blut aus der rechten Herzkammer in die Lungen.
Nachdem Blut in Lungenbläschen mit Sauerstoff angereichert wird, sammelt es sich zu den 4 Lungenvenen, die in den linken Vorhof einmünden. (kleiner oder Lungenkreislauf). Auf dieser kurzen Strecke nimmt Blut den Sauerstoff für den gesamten Organismus auf.
Lungengewebe selbst wird jedoch von kleinen Blutgefäßen versorgt, die entlang der Bronchien verlaufen u Teil des großen Kreislaufes sind.
Lunge selbst ist nicht in Lage sich zu bewegen, daher wird Arbeit vom Zwerchfell, der Atemmuskulatur bzw. vom Brustkorb ausgehen, in dem Lunge entfaltet ist.
Atem wird vom Atemzentrum im Hirnstamm gesteuert, trotzdem Möglichkeit, sie willentlich stark zu beeinflussen.
Merksatz:
Lunge dient Gasaustausch des Blutes -> Sauerstoff wird aufgenommen u Kohlendioxid abgegeben
Hauptgliederung:
rechte Lunge 3 Lappen
linke Lunge 2 Lappen
Bewegung der Lunge (2 Phasen)
Die Lunge gleitet bei der
Einatmung (Inspiration) nach unten und bei der
Ausatmung (Exspiration) nach oben.
10. Was geschieht mit der aufgenommenen Nahrung in Mund und Speiseröhre?
Zähne – Speicheldrüsen – Zunge – Gaumen – Rachen – Speiseröhre
Feste Nahrungsbestandteile müssen vor dem Schlucken mit Zähnen zerkleinert und mit Hilfe der Zunge mit Speichel vermischt werden.
In Mundhöhle befinden sich 3 paarweise angeordnete Speicheldrüsen sowie Drüsenzellen der Mundschleimhaut, diese bilden 1 – 1,5 Liter Speichel am Tag (wird laufend abgesondert). Speichel enthält Amalyse (stärkeabbauendes Enzym).
Rachen ist das Verbindungsstück zwischen Mundhöhle und den beiden Hauptgängen der Luft- und Speiseröhre.
Beim Schluckakt legt sich Kehldeckel über Luftröhre.
4 wichtigsten Schritte:
weiche Gaumen legt sich über die innere Nasenöffnung
Kehlkopf wird angehoben
Kehldeckel verschließt Luftröhreneingang
Nahrung gleitet durch Schluckreflex in Speiseröhre
Speiseröhre = ca. 30cm langes, muskulöses Rohr, welches Transportfunktion besitzt u durch abwechselnde Kontraktions- und Erschlaffungswellen (Peristaltik) der glatten Muskulatur Speisebrei in den Magen schiebt.
11. Beschreibe Aufbau und Funktion des Magens
Magen liegt quer im mittleren Oberbauch.
Wand des Magens besteht aus kräftiger, glatter Muskulatur, die sich rhythmisch zusammenzieht und dabei den Speisebrei durchmischt und weiterbefördert (wellenförmige Bewegung “Peristaltik”). Die Schleimhaut der Magenwand produziert die Magensäure (Salzsäure HCI), welche die Speisen keimfrei macht und das Eiweiß zersetzt.
Der Magen ist eine sackartige Erweiterung des Verdauungskanals zwischen Speiseröhre und Dünndarm. Sein Fassungsvermögen beträgt 1,5 bis 3 Liter. Es lassen sich mehrere Abschnitte des Magens unterscheiden:
1. Kardia Mageneingang, schließt unmittelbar an Speißeröhre an
2. Fundus =proximale „obere“ Teil des Magens (ca. ¼ des Innenraumes)
3. Korpus Mittelteil des Magens (ca ½ des Innenraumes)
4. Antrum der distale „untere“ Teil des Magens (ca. ¼ des Innenraumes)
5. Pylorus Pförtner, verschließbarer Magenausgang
Magensaft und Magentätigkeit
Die Weitergabe des Nahrungsbreis wird durch den Zwölffingerdarm (Duodenum) geregelt. Über Rezeptoren im Duodenum können Hormone freigesetzt werden, welche die Magentätigkeit hemmen. So wird verhindert, dass der Dünndarm mit zu viel Chymus auf einmal überlastet wird oder saurer Mageninhalt nachgeschoben wird, wenn der im Duodenum befindliche Inhalt noch nicht neutralisiert werden konnte.
Die im Magensaft befindliche Salzsaure hat stark keimtötende Wirkung und wandelt Proteine um.
Bis auf sehr leicht resorbierbare Stoffe wie Wasser oder Alkohol findet im Magen keine Resorption statt!
Die Sekretion des Magensaftes bzw. der Salzsäure wird auch durch Ernährungsgewohnheiten, Würzstoffe und psychische Faktoren wesentlich beeinflusst. Negative Gefühle wie Angst oder Stress sowie ungesunde oder unregelmäßige Ernährung können zu Fehlregulierungen führen. Eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) oder gar ein Ulcus (Magengeschwür) können die Folge sein.
12. Beschreibe Aufbau und Funktion des Dünndarms
3 Abschnitte:
Zwölffingerdarm
Leerdarm
Krummdarm
Alle Abschnitte des Dünn- und Dickdarms sind mit dem Bauchfell (lat. Peritoneum) überzogen und mit einer verdickten, großen Bauchfellfalte (sog. Gekröse oder Mesenterium) an der Hinterwand des Rumpfes befestigt.
Duodenum (Zwölffingerdarm)
Das Duodenum ist ca. 12 Fingerbreit lang (25 bis 30 cm), schließt direkt am Magenausgang an und beschreibt in seinem Verlauf ein stehendes C.
Jejunum (Leerdarm)
ca. zwei Fünftel der gesamten Dünndarmlänge aus.
Ileum (Krumdarm)
ca. drei Fünftel der gesamten Dünndarmlänge aus.
Wandaufbau des Verdauungstraktes
Die Wand des Verdauungstraktes besteht aus vier übereinander liegenden Schichten (von innen nach außen, wobei die Dicke der Schichten abschnittweise variiert):
13. Beschreibe die Funktion und die Abschnitte des Dickdarms
Dickdarm:
Im Dickdarm können noch 1 bis 1,5 Liter Wasser und einige Elektrolyte resorbiert werden. Nach der Eindickung wird der Darminhalt als halbfester Stuhl im Rektum (Mastdarm) gespeichert und schließlich über den Anus ausgeschieden.
Eine enorme Bedeutung hat die Besiedlung des Dickdarms mit nicht pathogenen (Krankheitserreger) Bakterien, die dazu beitragen, schwer verdauliche Stoffe noch abzubauen. Der Dickdarm und der anschließende Mast- oder Enddarm (Rektum) sind ca. 1,5 m lang.
Dickdarmabschnitte
1. Blinddarm (lat. Caecum) mit dem Wurmfortsatz (lat. Appendix)
2. Grimmdarm (lat. Colon)
3. Mastdarm (Enddarm oder lat. Rectum)
Stuhlentleerung:
Wenn in der Ampulle genügend Stuhl vorhanden ist, werden über Dehnungsrezeptoren Signale an das autonome Nervensystem und das Gehirn gesendet. Dadurch entsteht das Gefühl des Stuhldrangs. Über autonome (parasympathische) Nervenfasern wird die Kontraktion des inneren Schließmuskels gelöst, während die Längsmuskulatur des Rektums kontrahiert wird. Die Bauchpresse, eine anhaltende Kontraktion der Bauchmuskeln und des Zwerchfells, unterstützt den Vorgang.
14. Was sind die Aufgaben der Leber
Leber ist
· größte Drüse des Körpers
· wichtigste Organ für gesamten Stoffwechsel
· ca. 1,5 kg schwer
Aufgaben der Leber
Fast alle im Darm resorbierten Nährstoffe werden der Leber über Pfortader zugeführt. Zentrale Aufgabe der Leber ist es, diese Nährstoffe zu verarbeiten, speichern u bei Bedarf wieder abzugeben.
1. Kohlenhydratstoffwechsel
2. Eiweißstoffwechsel
3. Fettstoffwechsel
4. Cholesterin-Stoffwechsel
5. Gallenproduktion
6. Entgiftung
7. Abbau von Hormonen
10. Speicherung von ca. 1 Liter Blut
11. Temperaturregulation
Merksatz: Die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan des Körpers
15. Beschreibe die zwei wichtigen Funktionen der Bauchspeicheldrüse
Bauchspeicheldrüse (lat. Pankreas) liegt quer im Oberbauch. Pankreasschwanz liegt der Milz an, der größere Pankreaskopf liegt dem C des Duodenum an.
2 Funktionen:
1. exokrine Funktion (äußere Sekretion)
2. endokrine Funktion (innere Sektetion)
Exokrine Funktion
· Ohne die vom Pankreas gebildeten Enzyme, die an das Duodenum abgegeben werden, wäre eine Verdauung nicht möglich.
· Wichtig ist auch die Ausschüttung von Bikarbonat (Puffer), das die vom Magen kommende Salzsäure neutralisiert und den PH-Wert wieder steigert.
Endokrine Funktion
· In das Drüsengewebe des Pankreas sind die Zellen der sog. Langerhans’schen Inseln eingestreut.
· Sie registrieren die Höhe des Blutzuckerspiegels u können Insulin produzieren bzw. ausschütten. Es lassen sich A-, B- und D-Zellen unterscheiden.
16. Was sind die Aufgaben der Nieren?
Aufgaben der Niere:
1. Ausscheidung von Stoffwechselschlacken
2. Reinigung des Blutes
3. Regelung des Wasser- und Salzhaushalts
4. und damit auch des Blutdrucks
5. Mitregulierung des Säure-Basen-Haushalts
6. Produktion von Erythropoetin (EPO-Bildung)
Nieren
sind 2 faustgroße, bohnenförmige Organe
· Nieren werden pro Tag von ca. 720 Liter Blut durchströmt
· Um das Blut von Giften und Stoffwechselabbauprodukten zu reinigen, wird ein Fünftel (also ca. 150 Liter) als Primärharn gefiltert. Da der Körper auf solch eine Flüssigkeitsmenge natürlich nicht verzichten kann, wird ein Großteil gereinigt in das Blut zurückbefördert. D.h. nur ein Hundertstel (also etwa 1,5 Liter) verlassen täglich als Harn den Organismus.
17. Definiere: Hormone. Beschreibe das Hypophysen-Hypothalamus-System
Organe des Hormonsystems produzieren Signal- oder Botenstoffe (Hormone), die über das Blut oder die Lymphe die Zielzellen erreichen.
Hormone => chemische Botenstoffe, z.B. Proteine, Peptide, Steroide, die meist in sehr geringen Mengen auf Stoffwechselvorgänge ihrer Zielzellen wirken.
Hormone wirken auf ihre Zielzellen über spezifische Rezeptoren.
Hormone können in „fettliebende“ (lipophile, z.B. Steroide – lassen sich gut in Fett lösen) und „wasserliebende“ (hydrophile) Hormone eingeteilt werden.
Hormonbildende Gewebe:
1. Magen-Darmtrakt
2. Niere
3. Hypothalamus
4. Leber
5. Herzvorhöfe
6. Nervensystem
7. Gewebshormon
Hypothalamus-Hypophysensystem
Der Hypothalamus ist über Nervenbahnen und Blutgefäße mit der darunterliegenden Hypophyse verbunden.
Die Hirnanhangdrüse – Hypophyse
Die ca. erbsengroße Hypophyse liegt im Bereich der Schädelbasis im Türkensattel und besteht aus zwei funktionellen Anteilen:
· Dem Hypophysenhinterlappen, der sog. Neurohypophyse und
· Dem Hypophysenvorderlappen, der sog. Adenohypophyse.
Beide sind über den Hypophysenstiel mit dem Hypothalamus verbunden.
18. Nenne und beschreibe die Wirkung der Hormone von Schilddrüse, Nebenschilddrüsen und Nebennieren.
Schilddrüse:
· besteht aus 2 Lappen u liegt unterhalb des Kehlkopfes,
· produziert jodhaltige Hormone, welche bei Bedarf an angrenzende Blutgefäße abgegeben werden
Wirkung: Stimulation des Stoffwechsels und eine synergistische Wirkung mit dem Wachstumshormon
Nebenschilddrüsen
· vier Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen)
· liegen auf Rückseite der Schilddrüse
Wirkung: Stimuliert Osteoklasten zum Knochenabbau u erhöht somit Blutkalziumspiegel
wirkt antagonistisch zum Calcitonin (Kalzium senkende Wirkung)
Nebennieren
· 2 Nebennieren sitzen Nieren kappenartig auf.
· unterscheidet Nebennierenrinde u Nebennierenmark
Nebennierenrinde
3 Zonen
äußere Zone
mittlere Zone
innere Zone
Die mittlere und innere Zone der Nebennierenrinde sind vom Hypothalamus- Hypophysensystem abhängig
19. Was ist das Nervensystem? Wie kann es grob eingeteilt werden? Was sind motorische und sensible Nerven?
1. Nervensystem → dient der Informationsübertragung und -verarbeitung.
2. koordiniert alle Aktivitäten und Sinneswahrnehmungen.
3. menschliche Bewusstsein ist eine Funktion des Nervensystems.
4. menschliche Körper ist von einem Nervennetz durchzogen, das die Haut, Muskulatur, inneren Organe, Blutgefäße und Drüsen innerviert (= verbindet).
Einteilung des Nervensystems in:
· ZNS (zentrales Nervensystem) = Gehirn und Rückenmark
· PNS (peripheres Nervensystem) = Spinalnerven, Hirnnerven
· VNS (vegetatives Nervensystem) = Sympathikus, Parasympathikus
Eine Vielzahl von Kontaktpunkten (= Synapsen) verbindet nicht nur innerhalb dieser drei Systeme Neuronen, sondern ermöglicht die Reizweitergabe auch auf die Strukturen (z.B. Muskeln, Haut, innere Organe), die sie innervieren.
Unterscheidung nach Funktionen:
Motorische Nerven: leiten Informationen aus dem ZNS weiter über das PNS an den Muskel = efferente Reizleitung.
Sensible Nerven: leiten Informationen (z.B. Tastempfindung, Temperatur, Schmerz) aus der Körperperipherie über das PNS ins ZNS = afferente Reizleitung.
20. Gib einen groben Überblick (Beispiele) über die Funktionen von Großhirn, Zwischenhirn, Mitttelhirn, Kleinhirn und Medulla oblongata.
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