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01 - Übungsfragen Basiswissen Mensch

HF
by Hans-Peter F.

6. Definiere: Arterien und Venen. Beschreibe die Mechanismen, die den venösen Rückstrom des Blutes zum Herzen ermöglichen. Wo findet der Gas- und Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe statt?

Man unterscheidet

vom Herzen wegführende Gefäße = ARTERIEN

Gefäße, die zum Herz zurückführen = VENEN.

 

 

Arterien bringen das Blut in den gesamten Körper und verzweigen sich zu Kapillaren (Haargefäße). In diesen zarten Gefäßen gibt das Blut Sauerstoff und Nährstoffe an das umgebende Gewebe (Bsp.: Muskel) ab. Die Kapillaren vereinigen sich nach einer kurzen Wegstrecke zu Venen, in denen das Blut zum Herz zurücktransportiert wird.

 

 

Aorta ist das größte arterielle Gefäß. Schließt direkt an die linke Kammer an und gibt in ihrem Verlauf Arterienäste zum Kopf, zu den oberen Extremitäten und zu den Thorax- und Bauchorganen ab, bis sie sich im Becken in die beiden Beinarterien aufteilt.

Von der Aorta zweigen noch weitere arterielle Äste ab, die sich über das gesamte Gewebe des Organismus erstrecken.

 

 

Mechanismen, die für den Rückstrom des Blutes zum Herzen sorgen:

  1. Herznaher Sog: In herznahen Venen wird das Blut vom rechten Herzen während der Kontraktion angesaugt.

  2. Thorax-Sog: Tiefe Atmung unterstützt den Rückstrom. Durch „Pressen“ in einer Kraftanstrengung wird der venöse Rückstrom gedrosselt und es kann sogar zu Ohnmachtsanfällen kommen.

  3. Arterien / Venen-Kopplung: Die Pulswelle der Arterie drückt auf das umgebende Gewebe. Venen und Arterien verlaufen oft paarweise, sodass die Pulswelle die Venen zusammendrücken und eine Art Pumpwirkung erzeugen kann.

  4. Muskelpumpe: Kontrahierende Muskeln üben Druck auf die Venen der Umgebung aus und verursachen so eine Blutverschiebung zum Herz. Am effektivsten ist diese Pumpe beim Menschen in der Wadenmuskulatur


 

9. Beschreibe den Weg der Atemluft und den Gasaustausch in der Lunge. Welche zwei Phasen der Atmung unterscheiden wir?


  • Lungen nehmen größten Teil des Brustraumes ein u dienen dem Gasaustausch zw. Blut und uns umgebender Luft

  • Im Rachen kreuzen sich Atem- und Verdauungsweg

 

- größere rechte Lunge aus 3 Lungenlappen und kleinere linke aus 2 Lungenlappen

 

  1. Luft gelangt über Atemwege in die Lunge, wird in Nase vorgewärmt und befeuchtet, gelangt in Rachen u weiter in Kehlkopf. Ab hier nehmen Luft u Speisen getrennte Wege. Kehlkopfdeckel verhindert, dass etwas Anderes als Luft in Luftröhre gelangt. Luftröhre ist ein mit Knorpelringen verstärkter Schlauch, der sich auf Höhe der 4. Rippe in beiden Hauptbronchien teil.

  2. Von hier aus verzweigt sich der Bronchialbaum bis in die Lungenbläschen, den eigentlichen Ort des Gasaustausches.

  3. Alle Lungenbläschen zusammen = Fläche von 120 m2, ist notwendig, um gesamten Organismus mit Sauerstoff zu versorgen. Wand zw. Lungenbläschen u Kapillaren ist hauchdünn, um roten Blutkörperchen zu ermöglichen, Sauerstoff aufzunehmen u Kohlendioxid abzugeben.

  4. Sauerstoff in der Atemluft entsteht bei der Atmung der Pflanzen, die Kohlendioxid aufnehmen u Sauerstoff abgeben. Pflanzen sind daher unerlässlich für Atmung.

  5. Über beide Lungenarterien (linke u rechte) gelangt sauerstoffarmes Blut aus der rechten Herzkammer in die Lungen.

  6. Nachdem Blut in Lungenbläschen mit Sauerstoff angereichert wird, sammelt es sich zu den 4 Lungenvenen, die in den linken Vorhof einmünden. (kleiner oder Lungenkreislauf). Auf dieser kurzen Strecke nimmt Blut den Sauerstoff für den gesamten Organismus auf.

  7. Lungengewebe selbst wird jedoch von kleinen Blutgefäßen versorgt, die entlang der Bronchien verlaufen u Teil des großen Kreislaufes sind.

  8. Lunge selbst ist nicht in Lage sich zu bewegen, daher wird Arbeit vom Zwerchfell, der Atemmuskulatur bzw. vom Brustkorb ausgehen, in dem Lunge entfaltet ist.

  9. Atem wird vom Atemzentrum im Hirnstamm gesteuert, trotzdem Möglichkeit, sie willentlich stark zu beeinflussen.

 

Merksatz:

Lunge dient Gasaustausch des Blutes -> Sauerstoff wird aufgenommen u Kohlendioxid abgegeben

 

 

Hauptgliederung:

 

rechte Lunge 3 Lappen

linke Lunge    2 Lappen

 

 

Bewegung der Lunge (2 Phasen)

 

Die Lunge gleitet bei der

  • Einatmung (Inspiration) nach unten und bei der

  • Ausatmung (Exspiration) nach oben.




11. Beschreibe Aufbau und Funktion des Magens

Magen liegt quer im mittleren Oberbauch.

 

Wand des Magens besteht aus kräftiger, glatter Muskulatur, die sich rhythmisch zusammenzieht und dabei den Speisebrei durchmischt und weiterbefördert (wellenförmige Bewegung “Peristaltik”). Die Schleimhaut der Magenwand produziert die Magensäure (Salzsäure HCI), welche die Speisen keimfrei macht und das Eiweiß zersetzt.

 

Der Magen ist eine sackartige Erweiterung des Verdauungskanals zwischen Speiseröhre und Dünndarm. Sein Fassungsvermögen beträgt 1,5 bis 3 Liter. Es lassen sich mehrere Abschnitte des Magens unterscheiden:


1.    Kardia                  Mageneingang, schließt unmittelbar an Speißeröhre an

2.    Fundus                =proximale „obere“ Teil des Magens (ca. ¼ des Innenraumes)

3.    Korpus                 Mittelteil des Magens (ca ½ des Innenraumes)

4.    Antrum                 der distale „untere“ Teil des Magens (ca. ¼ des Innenraumes)

5.    Pylorus                Pförtner, verschließbarer Magenausgang

 

 

Magensaft und Magentätigkeit

 

Die Weitergabe des Nahrungsbreis wird durch den Zwölffingerdarm (Duodenum) geregelt. Über Rezeptoren im Duodenum können Hormone freigesetzt werden, welche die Magentätigkeit hemmen. So wird verhindert, dass der Dünndarm mit zu viel Chymus auf einmal überlastet wird oder saurer Mageninhalt nachgeschoben wird, wenn der im Duodenum befindliche Inhalt noch nicht neutralisiert werden konnte.

 

Die im Magensaft befindliche Salzsaure hat stark keimtötende Wirkung und wandelt Proteine um.

Bis auf sehr leicht resorbierbare Stoffe wie Wasser oder Alkohol findet im Magen keine Resorption statt!

 

Die Sekretion des Magensaftes bzw. der Salzsäure wird auch durch Ernährungsgewohnheiten, Würzstoffe und psychische Faktoren wesentlich beeinflusst. Negative Gefühle wie Angst oder Stress sowie ungesunde oder unregelmäßige Ernährung kön­nen zu Fehlregulierungen führen. Eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) oder gar ein Ulcus (Magengeschwür) können die Folge sein.




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Hans-Peter F.

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