Buffl

03 - Übungsfragen Allgemeine Trainingslehre

HF
by Hans-Peter F.

2. Erkläre den Begriff der Superkompensation (Zeichnung!). Was kann man an diesem Modell kritisieren? Wie kann man anhand dieses Modells Übertraining sehr einfach erklären?

Die Entwicklung der trainingsbedingten Anpassungserscheinung verläuft in Phasen.

Nach der Belastung kommt es zu einer vorübergehenden Abnahme der sportlichen Leistungsfähigkeit und einem anschließenden Wiederanstieg über das Ausgangsniveau hinaus. Dieser Zustand wird als Superkompensation bezeichnet. Werden Trainingsreize in optimaler Folge gesetzt, dann steigt die sportliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich an. Werden Trainingsreize in der Phase der unvollständigen Erholung gesetzt, dann ergibt sich der Effekt der „summierten“ Wirksamkeit. Wie in der Abbildung ersichtlich kann es bei dieser Trainingsmethode jedoch zum „Übertraining“ kommen, wenn es bei mehreren Trainingseinheiten hintereinander zu keiner vollständigen Erholung kommt (Matwejew)





1 = Phase der Abnahme der sportlichen Leistungsfähigkeit

2 = Phase des Wiederanstiegs der sportlichen Leistungsfähigkeit

3 = Phase der Superkompensation bzw. der erhöhten sportlichen Leistungsfähigkeit


Ganz wichtig zum Verständnis dieses Stressmodells (bzw. der Überkompensation) ist, dass dies eine theoretische Annahme darstellt.!


Diese Modelle sind in jeder Trainingslehreliteratur Stresstheorie des Trainings 10 dargestellt, aber in der Trainingspraxis ist der Punkt „Ü“ – also der günstigste Zeitpunkt für den notwendigen nächsten starken Belastungsreiz – äußerst schwierig exakt zu definieren. Außerdem steht fest, dass Substrate wie Phosphate, Glykogene und Eiweiße unterschiedlich rasch wiederaufgefüllt werden


 

 


12.  Nenne mindestens 5 Trainingsprinzipien und erkläre diese kurz.

a.    Prinzip der aufstockenden Ermüdung

b.    Prinzip der zunehmenden Spezialisierung

c.     Prinzip der Allmählichkeit

d.    Prinzip der individualisierten Belastung und Altersgemäßheit

e.    Prinzip der richtigen Belastungsfolge

f.      Prinzip der wechselnden Belastung


Prinzip der aufstockenden Ermüdung

Trainingsbelastungen werden teilweise bewusst und gezielt in zu dichter Reihenfolge absolviert, um eine ausreichende Regeneration zu verhindern. Eine anschließende längere Regeneration führt dann zu einem – meist deutlichen – Leistungsanstieg.

 

Prinzip der zunehmenden Spezialisierung

Das Training muss zielgerecht aufgebaut werden und es muss eine Übereinstimmung mit der sportartspezifischen und disziplinspezifischen Belastungsstruktur vorhanden sein.

 

Prinzip der Allmählichkeit

Ein Trainingszustand muss langsam und geduldig, allmählich und langfristig aufgebaut werden.

 

Prinzip der individualisierten Belastung und Altersgemäßheit

Dieses Prinzip ist auf die psychophysische Belastbarkeit des jeweiligen Sportlers abgestimmt. So werden bei diesem Prinzip z.B. der muskuläre Zustand oder die körperliche Voraussetzung des Sporttreibenden berücksichtigt.

 

Prinzip der richtigen Belastungsfolge

Werden innerhalb einer Trainingseinheit mehrere verschiedene Belastungsfolgen trainiert, so ist es notwendig, die unterschiedlichen Anstrengungseinwirkungen zu berücksichtigen.

 

Prinzip der wechselnden Belastung

In komplexen Sportarten spielt das Prinzip der wechselnden Belastung eine besondere Rolle. Verschiedene Belastungsformen wie Ausdauer-, Kraft- oder Koordinationstraining belasten den Organismus unterschiedlich und somit ist die Dauer der Regenerationsphase je nach Belastungsart verschieden.



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Hans-Peter F.

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