1 - Was unterscheidet diskriminative von der generativen Modellierung?
Diskriminatives Modell:
lernt p(y | x), also eine Entscheidungsfunktion
modelliert die Entscheidungsgrenze, nicht die Daten; auch untypische Eingaben erhalten eine Klasse
Beispiele: logistische Regression, Random Forest, SVM, CNN
Generatives Modell:
lernt die Datenverteilung p(x), klassisch p(x, y)
erlaubt Bewertung (p(x) klein ⇒ untypisch) und Erzeugung neuer Daten durch Sampling
Beispiele: Naive Bayes, GAN, VAE
2 - Was sind die Besonderheiten von generativer KI?
Lernt die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Trainingsdaten und kann daraus neue Daten erzeugen (Sampling).
generative KI ist Teil von Deep Learning
Ausgabe: z.B: Bildgeneration
nicht physikalische Gesetze
3 - Ordnen Sie die Begriffe Generative Design, Generative AI und Topologieoptimierung zueinander ein.
1 - Oberbegriff Strukturoptimierung: Physik, Simulation, Optimierung als Grundlage
Topologieoptimierung: Struktur wird schrittweise reduziert
Generatives Design: Struktur wird aus Grundmodell iterativ geschaffen
2- Generative KI: Grundlage sind Trainingsdaten, nicht Physik. Erzeugt durch Sampling neue Daten.
4 - Geben SIe einen Überblick über Deep Generative Models
Generative Adversarial Network: Zwei Netze spielen gegeneinander Fälscher gegen Detektiv. Ein Generator fälscht, ein Diskriminator prüft; beide werden gegeneinander trainiert. Bis Fäschung nicht mehr erkennbar ist. (Implizit)
Variational Autoencoder: Zusammenpressen und wieder Auspacken der Eingabedaten. Daten werden komprimiert und rekonstruiert, Eingaben werden auf Wahrscheinlichkeitsverteilung abgebildet. Aus dem kontinuierlichen Raum kann man dann wieder Sampeln.
Diffusionsmodell: Bild wird schritt für schritt Rauschen zugesetzt. Das Modell lernt, Rauschen schrittweise zu entfernen.
Autoregressive Modelle(Basis von Claude Chat Gpt): Zerlegen von p(x) in eine Kette. Jedes Element wird aus den vorherigen vorhergesagt Token für Token.
5 - Welche Herausforderungen existieren aktuell beim Einsatz generativer Modelle in der Praxis?
Steuerbarkeit (Inhalt kontrollieren)
Konsistenz (Ergebnis <-> Eingaben)
Kohärenz (reale Produkteigenschaften und Physik)
Anpassbarkeit (Finetuning)
Kosten (Datenmengen, Schutzrechte)
6 - Wo liegen Einsatzpotentiale in der Produktentwicklung?
Entlang des V-Modells: Ideenfindung, Anforderungsmanagement, Systementwurf, Design, Verifikation und Validierung, CAD-CAM-Pipeline, Software-Generierung
Potenziale in der Entwurfsphase:
schnelle Lösungsgenerierung, Lösungsraum absuchen
Paradigmenwechsel: frühe Exploration vieler Designoptionen statt iterativem Vorgehen
Effizienz: weniger teure späte Änderungen
bessere Zusammenarbeit und Visualisierung
7 - Was unterscheiden Variational Autoencoder von klassischen Autoencodern?
Autoencoder:
neuronales Netz, unsupervised bzw. self-supervised
Encoder → latenter Raum → Decoder, dient der Dimensionsreduktion (Kompression und Rekonstruktion)
Problem: Der latente Raum ist nicht kontinuierlich. Jede Eingabe wird auf einen festen Punkt abgebildet, und Punkte dazwischen ergeben keine sinnvolle Ausgabe.
VAE:
Der Encoder gibt zwei Vektoren aus, Mittelwert und Standardabweichung. Er modelliert also eine Wahrscheinlichkeitsverteilung statt eines Punkts.
Die optimierte Lossfunktion (Rekonstruktion + Regularisierung) sorgt für eine geglättete, lückenlose Verteilung.
Dadurch sind Interpolation zwischen gelernten Klassen und die Erzeugung neuer Daten durch Sampling möglich, der VAE ist also ein generatives Modell.
8 - Auf welcher Modellarchitektur beruhen eine Vielzahl von aktuellen Bildgenerigungstools? Erklären sie das Diffusion Model
Auf Diffusion Models, z. B. Midjourney, Stable Diffusion, DALL-E 3.
Datengenerierung über einen umgekehrten Diffusionsprozess
Markov-Kette: Bei jedem Schritt wird Rauschen hinzugefügt.
Conditional Modeling: Die Datenverteilung wird an jedem Schritt erfasst.
Ein neuronales Netz lernt den umgekehrten Prozess und stellt so Bilder her.
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