Meist werden Zwänge erst sehr spät behandelt (Schamgefühl, Angst), dadurch sind die Zwänge schon gefestigt und haben sich ausgedehnt
Psychoedukation ist wichtig, gerade im Hinblick darauf, dass die Betroffenen sich oft als Versager fühlen und nur geringen Selbstwert mitbringen
Kognitive Verhaltenstherapie
Exposition mit Reaktionsmanagement
hochdosierte Antidepressiva (SSRI)
Was versteht man unter Zwangsgedanken? – Skript Zwangsstörungen (Folie 90)
inhaltliche Denkstörung
stereotypes Widerholen von Gedanken
Grübeln
Konzentrationsverlust aufs Wesentliche
in der ICD 10 unter den Gedanken aufgeführt
Handlungsimpulse und Gedanken sind sehr ähnlich
die Impulse werden meist nicht ausgeführt
Ritualisierte Handlungen die bestimmten Regeln folgen, um ein drohendes Ereignis abzuwenden
Kann diese Handlung nicht ausgeführt werden, entsteht starke Anspannung und Angst
man will nicht, aber man muss diese Handlung ausführen
ständige Wiederholung
der Zwang ist nicht logisch
Menschen haben Gedanken, welche sich um den Zwang kreisen (erst wenn Zwangshandlung ausgeführt ist, können sich betroffen kurz entspannen)
Betroffene haben Ängste, wenn sie Zwangshandlungen nicht nachkommen
Wann treten Zwänge häufig auf? - Skript Zwangsstörungen (Folie 88)
Beginn meist im jungen Erwachsenenalter (20 – 25 Jahren)
aber erste Anzeichen können bereits im Kindesalter beobachtet werden
keine kulturellen Unterschiede (Asien, Amerika, Europa)
Wie sind Zwangsstörungen nach dem Geschlecht verteilt? - Skript Zwangsstörungen (Folie 88)
Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen
oft komorbid mit Depressionen
häufig auch kombiniert mit Persönlichkeitsstörungen
starker Substanzmittelmissbrauch
Zwänge breiten sich schnell aus (Generalisierung)
Beginn kann sowohl schleichend wie auch abrupt erfolgen
Wasch- und Reinigugszwänge
Kontrollzwänge
Zählzwänge
Dinge müssen immer wiedergezählt werden
Dinge müssen in einer bestimmten Häufigkeit getan werden
Ordnungs- und Symmetriezwänge
Wiederholungszwänge
Fixierung auf die anale Phase (psychosexuelle Entwicklung nach Freud)
Konflikt um Autonomie und Abhängigkeit
Zwänge als verschiedene Abwehrmechanismen
Lernverhalten, Ausführung der Zwangshaltung führt kurzfristiger Erleichterung = Belohnung
Dysregulation bestimmter Hirnnetzwerke (Basalganglien, präfrontaler Cortex)
Serotonin- Dysbalance (oft auch Dopamin beteiligt)
genetische Disposition
Glaubenssätze, Erziehung…
Dauer von 2 Wochen reicht aus
Gedanken und Handlungen werden als eigene angesehen (keine ICH-Störung)
werden als unangenehm / sinnlos empfunden (ich- dyston)
Gedanken und Handlungen drängen sich auf
erfolgloser Widerstand
Leidensdruck / Minderung der Leistungsfähigkeit
Zwang an sich ist nicht angenehm
Wahn ist ich-synton, Zwangsstörung ist ich-dyston
Wahn ist unkorrigierbar, beim Zwang besteht sogar der Wunsch dies zu korrigieren
Realitätsbezug ist bei Zwangsstörungen vorhanden
Zwangshandlungen werden ausgeführt um Unheil abzuwenden, wahnhafte Handlungen werden aus voller Überzeugung ausgeführt
Zwang = „Ich weiß, dass es irrational ist, aber ich muss handeln.“
· Wahn = „Es ist so – ohne Zweifel.“
Ja, grundsätzlich erlaubt. Exposition mit Reaktionsverhinderung (ERP) gilt als Goldstandard.
Medikamentöse Therapie obliegt weiterhin nur den Fachärzten!
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