Asthma-Patientenfall – Therapieanpassung laut Stufenmodell
Bei unzureichender Kontrolle zunächst prüfen:
Therapieadhärenz
Inhalationstechnik
Trigger
Begleiterkrankungen
Danach ggf. Therapiestufe erhöhen.
Stufenmodell:
Stufe 1–2: ICS low dose + Formoterol bei Bedarf
Stufe 3: ICS low dose + Formoterol als Bedarfs- und Dauertherapie
Stufe 4: ICS medium dose + Formoterol als Bedarfs- und Dauertherapie
Stufe 5: ICS high dose + Formoterol + Biologicals + LAMA
Asthma und COPD – Unterschiede und Therapie
Asthma:
häufig jüngerer Erkrankungsbeginn
Symptome eher variabel/anfallsartig
Obstruktion meist reversibel
häufig allergischer/eosinophiler Hintergrund
Basistherapie: ICS
Bronchodilatatoren nicht als alleinige Dauertherapie
COPD:
meist späterer Erkrankungsbeginn
Symptome eher chronisch/progredient
Obstruktion nur teilweise bzw. nicht vollständig reversibel
häufig Rauchen/Schadstoffexposition
Basistherapie vor allem LABA/LAMA
ICS nur bei entsprechender Indikation
Warum wird keine SABA-Monotherapie empfohlen?
SABA behandeln nur die Bronchokonstriktion und damit die Symptome, nicht aber die zugrunde liegende Entzündung.
Außerdem ist eine häufige alleinige SABA-Anwendung mit einer schlechteren Asthmakontrolle bzw. einem erhöhten Exazerbationsrisiko verbunden.
→ Deshalb soll eine ICS-haltige Therapie erfolgen.
Der Patient hat seit mehr als 8 Jahren Asthma bronchiale. Seit Wochen zunehmende Atemnot mit Einschränkung der täglichen Aktivitäten und wiederholtem frühmorgendlichem Erwachen wegen Atemnot.
Diagnose: unkontrolliertes Asthma, Stadium 3
a) Wirkstoffe
Langzeittherapie:
ICS + LABA
Beispiel: Budesonid + Formoterol
Bedarfstherapie:
ebenfalls ICS low dose + Formoterol
→ Bei Stufe 3 also ICS + Formoterol als Maintenance- und Reliever-Therapie.
b)UAW
Mundsoor
Heiserkeit
Vorbeugung: Mundspülung nach Inhalation und ggf. Spacer.
Welche Aussage zur medikamentösen Therapie von Asthma bronchiale trifft am EHESTEN zu?
Last changed5 days ago