Lebensstiländerung bei Herzinsuffizienz
körperliche Überlastung vermeiden, Ruhepausen einlegen
regelmäßige angepasste körperliche Bewegung
Rauchen vermeiden
Alkohol vermeiden bzw. reduzieren
Salz- und Flüssigkeitsaufnahme kontrollieren
Infektionen möglichst vermeiden
auf Gewichtszunahme bzw. Ödeme achten
Herzinsuffizienz-Patientenfall – typische Symptome, Medikationsänderung, Grund der akuten Herzinsuffizienz
Typische Symptome einer Herzinsuffizienz:
Dyspnoe
Ödeme
Müdigkeit/Leistungsminderung
Tachykardie
Nykturie
ggf. Zyanose und Stauungshusten
Mögliche Medikationsänderung: Abhängig vom konkreten Fall, z. B. Optimierung der Herzinsuffizienztherapie mit:
ACE-Hemmer/ARNI
Betablocker
MRA
SGLT2-Hemmer
Diuretikum bei Überwässerung
Mögliche Auslöser einer akuten Dekompensation:
Myokardinfarkt/Ischämie
schwere Arrhythmien
Infektion
akute Überlastung/Volumenüberlastung
Anämie
M. F., weiblich, 78 Jahre, 164 cm, 52 kg
GFR: 35 ml/min → eingeschränkte Nierenfunktion
Kalium: 3,8 mmol/l
Natrium: 132 mmol/l → erniedrigt
RR: 115/68 mmHg
Herzinfarkt vor 5 Jahren
Herzinsuffizienz
EF: 35 % → HFrEF
Medikation:
Carvedilol 12,5 mg 1-0-1-0 → Betablocker
Ramipril + HCT 10/12,5 mg 1-0-0-0 → ACE-Hemmer + Thiazid
Furosemid 30 mg 1-0-0-0 → Schleifendiuretikum
ASS 100 mg 0-1-0-0 → Thrombozytenaggregationshemmer
a)
Zusätzlich möglich:
Stauungshusten
Zyanose
b)
1. Frank-Starling-Mechanismus
Erhöhung der Vorlast
dadurch zunächst gesteigerte Kontraktionskraft
2. Aktivierung des Sympathikus
erhöhte Inotropie
Vasokonstriktion
3. Aktivierung des RAAS
Natrium- und Wasserretention
erhöhte Vor- und Nachlast
4. Remodeling des Myokards
Hypertrophie des Herzmuskels
langfristig Verschlechterung der Herzfunktion
c)
körperliche Überlastung vermeiden, aber angepasst körperlich aktiv bleiben
Salzaufnahme kontrollieren
Flüssigkeitsaufnahme kontrollieren
Alkohol vermeiden/reduzieren
Gewicht und Ödeme beobachten
Neurohumorale Therapie – Was versteht man darunter?
Unter neurohumoraler Therapie versteht man eine Therapie, die den schädlichen neurohumoralen Kompensationsmechanismen der Herzinsuffizienz entgegenwirkt.
RAAS-Hemmung:
ACE-Hemmer
ARB/Sartane
ARNI
Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten
Hemmung des Sympathikus:
Ziel ist es, die langfristig schädliche Aktivierung von RAAS und Sympathikus zu reduzieren und damit Remodeling und Progression der Herzinsuffizienz zu vermindern.
Welchen Zusammenhang beschreiben die NYHA-Klassen? Womit stehen sie in Zusammenhang?
Die NYHA-Klassen beschreiben den Zusammenhang zwischen körperlicher Belastung und Auftreten von Herzinsuffizienzsymptomen.
NYHA I: keine Beschwerden bei normaler Aktivität
NYHA II: Beschwerden bei mäßiger Belastung
NYHA III: Beschwerden bereits bei geringer Belastung
NYHA IV: Beschwerden in Ruhe
→ Je höher die NYHA-Klasse, desto stärker die symptomatische Einschränkung und funktionelle Beeinträchtigung.
Wichtig: Die NYHA-Klasse beschreibt vor allem Symptome und Belastbarkeit, nicht unmittelbar die Ejektionsfraktion.
Welche typischen Symptome weist der Patient auf?
Achten auf:
Gewichtszunahme
Welche Medikationsänderung würden Sie vornehmen?
Abhängig von der bestehenden Medikation und dem Zustand des Patienten.
Bei HFrEF gehören grundsätzlich zur prognoseverbessernden Therapie:
RAAS-Hemmung bzw. ARNI
Bei Flüssigkeitsretention:
zusätzlich Diuretikum
Welcher Grund führt hier zur akuten Herzinsuffizienz?
Typische Auslöser:
akute Volumenüberlastung
Was trifft am EHESTEN zu? Die aktuellen Guidelines vom August 2021 haben bahnbrechende Erneuerungen gebracht. Welche neuen Therapieempfehlungen wurden integriert?
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