Frau L. M., 21-jährige Studentin, nimmt Carbamazepin und Ethinylestradiol/Levonorgestrel. Welche Aussage trifft am WENIGSTEN zu?
Welche Aussage zu hormonellen Kontrazeptiva trifft am EHESTEN zu?
Welche der folgenden Medikationsmöglichkeiten sollte bei der Therapie der Endometriose am WENIGSTEN zum Einsatz kommen?
Welches Gestagen führt am ehesten zu einer Senkung der Knochendichte?
Medroxyprogesteronacetat, insbesondere als Depotpräparat/Dreimonatsspritze.
a. Nennen Sie vier Vorteile eines Vaginalrings.
b. Wie ist das VTE-Risiko der Patientin zu beurteilen?
c. Ist der Vaginalring für diese Patientin zu empfehlen? Wenn nein, welche Methode wäre geeigneter?
Auf dem Blatt sind die vier Vorteile nicht vollständig ausgeschrieben. Prüfungsgeeignet sind:
keine tägliche Einnahme notwendig
Anwendung nur etwa 1× monatlich
gleichmäßige Hormonfreisetzung
Wirkung weitgehend unabhängig von gastrointestinalen Problemen wie Erbrechen oder Durchfall
Antwort: Das VTE-Risiko ist erhöht, da mehrere Risikofaktoren zusammentreffen:
Rauchen
hoher BMI
östrogenhaltiges kombiniertes Kontrazeptivum
Antwort: Bei deutlich erhöhtem VTE-Risiko sollte eine östrogenfreie Verhütungsmethode bevorzugt werden.
Möglichkeiten:
Gestagenmonopräparat
Gestagenimplantat
hormonhaltiges IUS
Kupferspirale
Welche hormonelle Verhütungsmethode würden Sie einer 23-jährigen Studentin mit hohem VTE-Risiko am ehesten empfehlen?
Eine 18-jährige Studentin hatte am Freitagabend ungeschützten Geschlechtsverkehr aufgrund eines Kondomversagens. Sie kommt erst am Dienstagvormittag in die Apotheke.
Antwort:
Levonorgestrel
Ulipristalacetat
Antwort: Ulipristalacetat
Begründung: Seit dem Geschlechtsverkehr sind bereits mehr als 72 Stunden vergangen. Ulipristalacetat kann bis zu 120 Stunden (5 Tage) nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden.
Wirkmechanismus: Ulipristalacetat ist ein selektiver Progesteronrezeptor-Modulator und verzögert bzw. verhindert die Ovulation.
Zum Vergleich:
Levonorgestrel: möglichst früh, laut Lernstoff bis 72 Stunden
Ulipristalacetat: bis 120 Stunden
Antwort: Die „Pille danach“ kann den Zeitpunkt der nächsten Menstruation beeinflussen; sie kann früher oder später auftreten.
Bei einer kurzen Verzögerung von zwei Tagen zunächst abwarten. Wenn die Menstruation mehr als etwa 7 Tage verspätet ist bzw. ungewöhnlich ausfällt, sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt und gegebenenfalls ein Gynäkologe aufgesucht werden.
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