Buffl

Fragen Kontrazeptiva

IS
by Iris S.

Fallbeispiel Notfallkontrazeption

Eine 18-jährige Studentin hatte am Freitagabend ungeschützten Geschlechtsverkehr aufgrund eines Kondomversagens. Sie kommt erst am Dienstagvormittag in die Apotheke.

a. Welche zwei verschreibungsfreien Wirkstoffe sind zur Notfallkontrazeption zugelassen?

b. Welche Notfallkontrazeption würden Sie empfehlen und warum?

c. Eine Woche später kommt die Studentin erneut, weil ihre Menstruation seit zwei Tagen nicht wie gewohnt eingesetzt hat. Was raten Sie ihr?



a. Welche zwei verschreibungsfreien Wirkstoffe sind zur Notfallkontrazeption zugelassen?

Antwort:

  • Levonorgestrel

  • Ulipristalacetat


b. Welche Notfallkontrazeption würden Sie empfehlen und warum?

Antwort: Ulipristalacetat

Begründung: Seit dem Geschlechtsverkehr sind bereits mehr als 72 Stunden vergangen. Ulipristalacetat kann bis zu 120 Stunden (5 Tage) nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden.

Wirkmechanismus: Ulipristalacetat ist ein selektiver Progesteronrezeptor-Modulator und verzögert bzw. verhindert die Ovulation.

Zum Vergleich:

  • Levonorgestrel: möglichst früh, laut Lernstoff bis 72 Stunden

  • Ulipristalacetat: bis 120 Stunden


c. Eine Woche später kommt die Studentin erneut, weil ihre Menstruation seit zwei Tagen nicht wie gewohnt eingesetzt hat. Was raten Sie ihr?

Antwort: Die „Pille danach“ kann den Zeitpunkt der nächsten Menstruation beeinflussen; sie kann früher oder später auftreten.

Bei einer kurzen Verzögerung von zwei Tagen zunächst abwarten. Wenn die Menstruation mehr als etwa 7 Tage verspätet ist bzw. ungewöhnlich ausfällt, sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt und gegebenenfalls ein Gynäkologe aufgesucht werden.

Author

Iris S.

Information

Last changed