Buffl

GLW SB 1 Übungsaufgaben

KM
by Klaudia M.

Kapitel 3 Wertschöpfung


3.1) Erläutern Sie die Motivation für Arbeitsteilung sowie die Vor- und Nachteile der Arbeitsteilung.

Die weitgehende nationale wie internationale Arbeitsteilung ist ein wichtiges Merkmal entwickelter offener Volkswirtschaften, also solcher Volkswirtschaften, die Handel mit dem Ausland zulassen. Die dadurch mögliche Steigerung der Produktivität und damit letztlich gesamtwirtschaftliche Wohlfahrtssteigerung wurde zum Teil bereits in der Antike beschrieben.


Wichtigste Vorteile:

  • entfallende Rüst- und Umstellungszeiten

  • Arbeitsteilung nach Maßgabe der spezifischen Fähigkeiten eines jeden Mitarbeitenden steigert die Produktivität

  • Ausbildungs- bzw. Anlernzeiten werden verkürzt

  • Die einzelne Arbeitnehmerin bzw. der einzelne Arbeitnehmer erreicht besondere Geschicklichkeit und Arbeitsgeschwindigkeit

  • effektiverer Motivations- und Kontrollsysteme können eingeführt werden

  • menschliche und maschinelle Arbeit können koordiniert und gleichzeitig immer mehr Maschinen eingesetzt werden


Potenzielle Nachteile:

  • Die bzw. der Einzelne wird mehr und mehr von anderen abhängig und sein Beschäftigungsrisiko steigt wegen einseitiger Orientierung; die Volkswirtschaft wird zunehmend von einzelnen oder wenigen Angehörigen eines Berufs abhängig.

  • Wegen der Monotonie der Arbeit kann es zu Motivationsverlusten kommen und in deren Folge zu einer zunehmenden Entfremdung des Beschäftigten von seiner Produktion.

  • Arbeitsteilig wirtschaftende Gesellschaften werden immer komplexer und für den Einzelnen immer weniger durchschaubar. Hierdurch wird es möglich, dass einige wenige vermögende Menschen ihre Einzelinteressen auf Dauer zulasten der Interessen der großen Mehrheit durchsetzen können.




Kapitel 4 Wirtschaftsordnungen und Wirtschaftssysteme


4.3) Beschreiben Sie, woran die sozialistischen Zentralverwaltungswirtschaften zumeist bislang in der Realität scheitern (einige Stichworte und Beispiele genügen).

Allgemein:

  • Hang zur Überzentralisierung

  • Dadurch entstehende Unterdrückung bzw. entstehender Unrechtsstaat

  • Mengenbilanzen für die bedeutendsten Gütergruppen zur Lenkung der Wirtschaft führen zu schlechten Ergebnissen

  • Preise spiegelten weder die Produktionskosten noch die Intensität der Nachfrage wider und konnten daher ihre Funktion als Knappheitsindikator nicht erfüllen

  • Produktionsvorgaben in Naturalkennziffern führten zu Fehlplanungen und -lenkungen in der Produktion (Tonnenideologie)

  • Horten/Verstecken von Produktionsfaktoren und Konsumgütern für den Naturaltausch mit begehrten Gütern sorgte für Engpässe und Minderversorgung

  • technischer Fortschritt wurde be- oder verhindert

  • geringe Produktivität und Lieferzuverlässigkeit führten zu unvorhersehbaren Unterbrechungen der Produktion

  • Egalisierung der Einkommen führte nicht zu einer klassenlosen, sondern zu einer gespaltenen Gesellschaft mit verschiedenen Gruppen, die jeweils Sonderprivilegien besaßen.

  • Sozialneid führte zu sozialen Spannungen.


Praxisbeispiele:

  • relativ schlechte soziale Absicherung

  • beispiellose Umweltverschmutzung

  • Subventionierung von Gütern des täglichen Bedarfs (mögliche Konsequenz: Verschwendungshaltung, soziale Nivellierung, sinkende Leistungsbereitschaft, „erschöpfte“ Wirtschaft)

  • wegen der anhaltenden Mangelsituation Trend zu Günstlings- und Vetternwirtschaft und zu Korruption

  • wegen des fehlenden Wettbewerbs schlechte Wirtschaftlichkeit sowie fehlende Nachfrage- und Kundenorientierung, niedrigere Qualität und weniger Innovationen


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Klaudia M.

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