Grundbedingungen für Befragungen
Kooperation der Befragten
Existenz einer “Norm der Aufrichtigkeit”
Gemeinsame Sprache
Befragungsformen
face-to-face-Interview
Schriftliche Befragung
Telefonisches Interview
Online Interview
Relativ neu: Video-Interviwe (zB Zoom, Teams…)
Befragungsdesign
Querschnittsdesign
Ein Zeitpunkt (oder eine kurze Zeitspanne)
Einmalige Erhebung
Trenddesign
Erhebung der gleichen Variablen
Erhebung zu unterschiedlichen Zeitpunkten
Unterschiedliche Stichproben
Paneldesign
Erhebung zu unterschiedlichen Zeiten (Panelwellen)
Gleiche Stichprobe (dieselben Personen)
Sehr hoher Informationsgehalt: intra-individuelle Veränderungen beobachtbar
Problem: Panelmortalität: Menschen fallen systematisch raus
Fachbegriffe
Stichoprobe (Sample)
Gesamheit (Population)
2 Probleme:
Undercoverage:
Potenzielle Befragte sind systematisch nicht Teil der Stichprobe (zB Koma-Pat., Familien während der Sommerferien)
2. Overcoverage:
Befragte, die nicht Teil der Population sind, sind Teil der Stichprobe (Menschen die unter 18 sind zu der Bundestagswahl befragen)
Methoden der Fallauswahl
Zufallsstichproben:
Lotterieauswahl (zB. aus allen Namen wird aus einem Gefäß die Namen gezogen)
Listenauswahl (zB. alle Namen auf einer Liste und ich spreche mit jeder 5. Person)
—> beides: Randomisierende Verfahren
Geschichtet-proportionale Zufallsstichprobe (zB eine Hälfte soll männlich sein, eine Hälfte weiblich)
Geschichtet-disproportionale Zufallsstichprobe (zB. Eine Gruppe wird überrepräsentiert und eine andere unterrepräsentiert)
Mehrstufige Stichprobenauswahl (zB. Zuerst zwei Unis in Hessen auswählen, dann zwei Bereiche innerhalb dieser Unis, dann zwei VL innerhalb der Bereiche und und und)
Keine Zufallsstichproben:
bewusste Auswahl (Judgment Sampling) (zB Leute befragen, die einen Redebeitrag während einer VL haben und als Expertin gelten; Kriterien nach denen man bewusst auswählt)
Willkürliche Auswahl (zB nur Menschen auswählen, die einem sympathisch vorkommen bspw. bei Straßenumfragen)
Schneeballverfahren (zB bei Themen wie Prostitution, Mafia, Fetisch… hier gibt es keine Listen, sondern man muss über Befragte Personen wieder an andere kommen)
Fehlerquellen bezüglich Befragte und Fragen
Befragte:
Soziale Erwünschtheit/Social Desirability (zB bei Themen wie Pornokonsum, Fleischkonsum… alsow as gibt man zu gegenüber anderen oder auch gegenüber sich selbst)
Pseudo Opinions (Man hat gar keine Meinung zu etwas aber gibt es dennoch an)
Response Sets (Tendenz zu den Mittelkategorien)
Akquieszenz (Gesellschaft hat die Tendenz zu “Ja”)
Fragen:
Einstellungen (Attitudes) = Was halten sie von…./Was denken sie über…? Meinungen (Halten sie den Einfluss der Kirche für zu groß?)
Überzeugungen (Beliefs) = Haben wir einen Minister für Klimapolitik? (Halten sie den Einfluss der Kirche für groß?)
Verhalten (Behavior) = Schauen Sie Pronos? Wen haben sie bei der letzten Wahl gewählt? Kommen Sie mit der Ubahn oder mit dem Fahrrad zur Uni?
Sozio-demographische Merkmale (Socio-Demographics) = Geschlecht, Alter, Einkommen, Beruf, Herkunftsort…
Selbstauskünbfte vs. Fremdauskünfte
Direkte vs. Indirekte Fragen
Geschlossene vs. Offene Fragen
Rating Fragen (zB Wie wichtig ist Ihnen das Thema Steuern und sozialstaatliche Leistungen? Bitte beurteilen Sie dies anhand einer Liste von sehr wichtig bis völlig unwichtig)
Ranking Fragen (zB Bitte ordnen Sie die Themen Umweltschutz, Steuern und Sicherheit danach, wie wichtig Ihnen diese Themen sind)
Filterfragen (Haben Sie gerade eine Beziehung? - Diejenigen die Ja antworten bekommen eine andere Folgefrage als die die Nein antworten)
Eisbrecherfragen (Erstmal schauen wie gut sich die Leute mit Klimaschutz auskennen, bevor spezifische Fragen dazu kommen)
Regeln zur Frageformulierung
kurze, verständliche, hinreichend präzise Formulierungen
Keine platte Anbiederung
Keine Wertung oder Suggestion
Keine doppelte Verneinung
Keine mehrdimensionalen Fragen
Klare Antwortkategorien (müssen exhaustiv und exklusiv sein)
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