Nenne vier Varianten der Anastomosen!
Ileokolische Anastomose
Kolokische Anastomose
Koloanale Anastomose
Anastomose mit Pouch-Funktion
Wie sind die Verbindungsmöglichkeiten von Anastomosen?
End-zu-End
Seit-zu-Seit
End-zu-Seit
End-zu-End-Anastomose
Zwei Hohlorgane werden an ihren eröffneten Enden miteinander verbunden
Seit-zu-Seit-Anastomose
Zwei Hohlorgane werden seitlich eröffnet und miteinander ananstomisiert
End-zu-Seit-Anastomose
Das eröffnete Ende eines Darmabschnitts wird mit einem seitlich eröffneten anderen Darmabschnitt anastomisiert.
Was ist ein Pouch?
Konstruktion eines Reservoirs aus einer Darmschlinge, um die Stuhlkontinenz zu erhalten. (J-, S-, W- & Lateral-Pouch)
Synonyme Enterostoma
Künstlicher Darmausgang, Anus praeter, Stoma
Definition Enterostoma
Chirurgisch angelegte Ausleistung eines Darmanteils durch die Bauchdecke zur Ableitung des Stuhls
Was passiert bei einem endständigen Stoma?
Die Darmkontinuität wird gänzlich unterbrochen und das Ende der zurführenden (oralen) Darmschlinge als Stoma ausgeweitet, während die aborale Schlinge blind verschlossen wird.
Doppelläufiges Stoma (“Loop-Stoma")
Die Vorderwand der oralen und aboralen Darmschlinge werden als Stoma durch dieselbe Bauchwandöffnung ausgeweitet.
Anlage endständiges Stoma
Normalerweise erfolgt die Stichführung über die Kutis und zweifach über die äußere Darmwand mit einem Abstand von 4cm.
Das Zuziehen und Knoten des in dieser Form platzierten Fadens führt sowohl zur Eversion (=Umstülpung) des Darms als auch zu einer Fixierung des Darms in gewünschter Höhe.
Stoma Komplikationen
Parastomale Hernie
Stomanekrose
Stomaretraktion
Stomaprolaps
Stomastenose
Was ist das Kurzdarmsyndrom?
Ein Darmversagen, das infolge einer Resektion von Darmabschnitten (insb. des Dünndarms) entsteht.
Merkmale des Kurzdarmsyndroms:
Inadäquate Darmlänge
Diarrhö
Fettstuhl
Gewichtsverlust
Unterernährung
Beschleunigter gastrointestinaler Transit
Elektrolytverlust
Therapie des Kurzdarmsyndroms
Adaptation des Restdarms im Verlauf von 2 Jahren möglich
Lebenslange parentale Ernährung
Antiperistaltische Medikamente (z.B. Loperamid) um Passagezeit = Kontaktzeit zu erhöhen
Colestyramin zur Bindung der Gallensalze bei Ileumresektion
Aktuell keine operative Therapie (Dünndarmtransplantation?)
Definition Meckel-Divertikel
Eine Aussackung im Bereich des Dünndarms
Entsteht durch eine unvollständige Rückbildung des embryonalen Ductus omphaloentericus.
Es gilt als häufigste Anomalie des Gastrointestinaltrakts
Chirurgische Therapie von Meckel-Divertikeln
Operative Resektion an der Basis mit Darmnaht
Zuvor Ligatur der eigenständigen Gefäßversorgung
Selten Segmentresektion erforderlich
Was ist Morbus Crohn?
Enteritis regionalis
Chronisch rezidivierende transmurale entzündliche Erkrankung
Jeder Anschnitt des GIT kann befallen sein, IMMER segmental
Meistens: terminale Ileum
Schubweiser Verlauf
Veränderungen bei Morbus Crohn
Darmsegment ist verdickt (Ödem und Fibrose)
Vermehrte Gefäßinjektion
Creeping fat (Übergreifen des mesenterialen Fettgewebes auf den Darm)
Pflastersteinrelief der Mukosa (geschwollene Schleimhaut mit dazwischen Fissuren und Ulzerationen)
Symptome bei Morbus Crohn
Schmerzen im rechten unteren Quadranten
Wässrige Diarrhoe
Fieber
Anämie (Vit. B 12 Mangel →Ileum)
Obstruktion
Fisteln (häufig → alle Wandschichten befallen)
Extraintestinale Manifestation
Konservative Therapie von Morbus Crohn
Entzündungshemmende Substanzen und Kortikosteroide
Immunsupressiva
Chirurgische Therapie Morbus Crohn
Palliativ, organerhaltend
Resektion des Segments bei Perforation, Fisteln und Abszessen
Erweiterung von Strikturen (Strikturplastiken)
Mögliche Ursachen einer akuten intestinalen Ischämie
Arteriell durch Embolie, Thrombose der A. mesenterica superior
Venös durch Mesenterialvenenthrombose
Initialstadium (0-6h) der akuten intestinalen Ischämie
stärkster, diffuser, krampfartiger Abdominalschmerz, Abnorme Peristaltik
Palpatorisch weiches Abdomen (meist ohne Abwehrspannung)
Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö
Latenzstadium (6-12h) der akuten intestinalen Ischämie
Nachlassen der Schemrzen und Abnahme der Peristaltik
“Fauler Frieden” → Stadium der Wandnekrose
Blut im Stuhl
Spätstadium (>12h) bei akuter intestinaler Ischämie
unerträgliche Schmerzen
Paralytischer Dünndarm-Ileus mit auskultatorischer “Totenstille” → Übelkeit, Erbrechen
Akutes Abdomen mit Abwehrspannung (brettharter Bauch)
Hämorrhagische Durchfälle
Durchwanderungsperitonitis und ggf. Darmperforation → Peritonitis mit Schocksymptomatik
Was ist die Colitis ulzerosa?
unspezifische Entzündung unklarer Äthiologie
Ausschließlich Dickdarm-Mukosa
Beginn am Rektum, Ausbreitung nach profimal
Symptome einer Colitis ulzerosa
rektaler Blutabgang (frisch) wenn das Rektum isoliert befallen ist
Blutig-schleimige Diarrhö
Abdominalschmerzen stehen nicht im Vordergrund
Extraintestinale Manifestationen
Auffälligkeiten bei Colitis ulzerosa
Hyperäme, ödematöse Mukosa
Ggf. Ulzerationen
Ggf. Polypen
Karzinomrisiko↑↑
Operative Therapie der Colitis ulzerosa
Proktokolektomie mit terminales Ileostoma
Kolektomie mit ileorektaler Anastomose (und Pouch-Anlage)
Exogene Faktoren eines kolorektalen Karzinoms
Fettreiche, ballaststoffarme Ernährung
Häufigkeitsverteilung kolorektales Karzinom
Pars ascendens 25%
Colon transversum 15%
Pars descendens 5%
Rektum 55%
Symptomatik kolorektales Karzinom
Okkultes Blut bei asymptomatischen Patienten
Obstruktions-Ileus
Perforation
Operative Therapie eines kolorektalen Karzinoms
1. Wahl
Resektion des befallenen Darmanteils und seiner Lymphdrainage
Resektionsausmaß ist abhängig von der Blutversorgung und der Verteilung der regionalen LK
En bloc Resektion bei befallenen Nachbarregionen
Reihenfolge bei der operativen Therapie eines kolorektalen Karzinoms
Antibiotikaprophylaxe (Einmalgabe)
Mediane Laparotomie / Diagnosesicherung
Klinische Stadiendefinition (Metastasen)
Mechanische Exklusion proximal und distal des Tumors (No-touch-isolation-Technik)
Radikuläres Absetzen des Stammgefäßes
Mobilisation und Resktion en bloc
Termino-terminale Anastomose
Verschluss des Mesenteriums / fakultativ Zieldrainage
Bauchdeckenverschluss
Die vier Standardoperationsverfahren beim Kolonkarzinom sind:
Hemikolektomie rechts mit einer End-zu-End-Ileotransversotomie
Transversumresektion
Hemikolektomie links mit einer Transversosigmoidostomie
Sigmaresektion mir einer Deszendorektostomie
Welches sind die Resektionsverfahren am Rektum?
Anteriore Rektumresektion
Tiefe anteriore Rektumresektion (TAR)
Abdominoperineale Rektumexstirpation (APR, APE)
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