Buffl

Pflanzen

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von ve S.

Botanischer Name: Fragraria x ananassa

Deutscher Name: Gartenerdbeere

Familie: Rosaceae

Pflanzengruppe: Scheinfrucht -> Sammelnussfrucht (die kleinen gelben Früchte sitzen gesammelt auf dem herangewachsenen roten Blütenboden)

Herkunft: Nord- und Südamerika; zufällige Kreuzung vor ca 200 Jahren aus Fragraria virginiana (Scharlach-Erdbeere, kleinfrüchtig) und Fragraria chiloensis (Chile-Erdbeere, großfrüchtig)

Sorten: remontierende und einmal tragende Sorten: Clery, Elsanta, Malvina, Rumba, Aprica, Faith, Sonata, Darselect, Korona, Lambada,


Besonderheiten: weiße Erdbeeren (z.B. Hansawhit-Snow White)

https://www.bogl-bw.de/category/erdbeeren-erwerb/

https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Ernaehrung-Lebensmittel/Vermarktungsnormen/VermarktungsnormenObstGemuese/Flyer/Erdbeeren.pdf?__blob=publicationFile&v=2



Beschreibung

Lebensform/Habitus: ausdauernd krautig (kein sekundäres Dickenwachstum -> schwach/keine Verholzung; mehrjährig) -> Staude

Wuchs: Rosettenförmig; Wurzelstock mit fadenförmigen Ausläufern; 20-40cm

Blatt: dunkelgrün; ledrig; Oberseite fast kahl, Unterseite behaart;

wechselständig, grundständig (Blätter sitzen an der Basis der Sprossachse -> rosettenartig), gestielt;

dreiteilig bis selten fünftteilig gefingert; gezähnt;

Nebenblätter sitzen an der Basis des Blattstiels (-> nahe der Sprossachse)

Blüte: weiß - selten gelblich; 1,5 - 5cm groß; Trugdolde*;

Radiär-symmetrisch*; meist zwittrig (männliche und weibliche Geschlechtsorgane zusammen); fünf-zählig (fünf grüne Kelchblätter mit fünf kleineren Nebenkelchblättern und fünf weiße rundliche Kronblätter); ca 20 gelbe Staubblätter;

-> die meisten Sorten haben zweittrige Blüten und sind selbstfruchtbar

Knospe:

Chromosomenzahl: 8n=56 (octoploid; x=7)

Blütezeit: April-Juni;

Frucht: saftig, fleischige Scheinbeere; Fruchtfleisch aus verdickter Blütenachse; 2,5 - 6cm; hoher Polyphenolgehalt und Ballaststoffe; komplexes Aroma

Verwendung: kommerzieller Anbau seit ca 1850 in Deutschland; heute zweitwichtigste Frucht im deutschen Obstanbau; Frucht als Tafel- oder Industrieobst (Verarbeitung Marmelade, gefriergetrocknete Früchte),

Anbauformen: in der Erde - Freiland/Folientunnel (mit Stroh, Vlies- oder Folienunterlage als Schutz für die Früchte); Stellage mit Substrat unter Glas oder Folie; einjährig oder zweijährig -> Überwinterung mit kurzem Wurzelstock;

Ernte- und Vermarktungszeit: hauptsächlich Mai - Juni/Juli (Mitteleuropa), sonst auch April-Oktober möglich; remontierende Sorten eine Haupternte im Sommer und nach einer Pause kleinere Ernten bis in den Herbst; einmal tragende Sorten Ernefenster von 16-30 Tagen; immertragende Sorten reift nicht nach, daher vollreif oder nahezu vollreif ernten -> keine weißen Stellen mehr, glänzende Oberfläche (matt-dunkelrote Oberfläche = überreif-gärend, verliert Aroma)

Lagerfähigkeit: 4-5 Tage bei 0-2° und 95% Luftfeuchtigkeit; zu besseren Erhaltung des Aromas jedoch besser 7-10°


Standort (gemäßigte Zonen der Nordhalbkugel)

Lichtansprüche: sonnig [-> bodennahe Kultur, daher frostempfindlich = Spätfrostlagen vermeiden!]

Temperaturansprüche: ab -5° abdecken

Substrat/Boden: tiefgründiger wasser- und luftdurchlässiger Boden mit hohem Humusgehalt (leicht sandige Lehmböden);

leicht sauer (pH 5,5-6,5)

[-> schwere Böden können vermehrt zu Wurzel- und Rhizomkrankheiten führen]

Feuchtebedarf:

Nährstoffbedarf: gering, Erhaltungsdüngung, etwas mehr Kalibedarf

Fruchtfolge/Nachbau: Getreide als Vorkultur, auf direkten Nachbau verzichten


Pflanzgut

Pflanzen:

  • Grünpflanzen: Pflanzung August oder September für nächstes Jahr

  • Frigopflanzen: im Kühlhaus gelagerte Pflanzen für Frühjahr-, Sommer- oder Herbstpflanzung

Vermehrung:

Samen; Ausläufer


Unterlagen:

Züchtungsziel: Ertrag, Größe, Festigkeit, Aussehen, Geschmack, Toleranz gegen Botrytis, Verticillium ssp und Phytophtora fragariae

Schadbilder, Schädlinge, Krankheiten

Pilze:

Grauschimmel-Fruchtfäule (Botrytis cinerea) -> Fruchtschaden (verbräunte Stellen, weiche Frucht bis grauer Pilzrasen)

Lederbeerenfäule (Phytophthora cactorum) -> Fruchtschaden (Braunfärbung, gummi-/lederartige Struktur, Verfärbungen weißlich bis blauviolett, bitterer Geschmack)

Rhizomfäule (Phytophthora cactorum) [Rhizom = unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes Sprossachsensystem] -> oberirdische Pflanzenteile (welken, verbräunen, absterben)

Rote Wurzelfäule (Phytophthora fragariae) -> Gesamt (gehemmtes Blattwachstum und Verfärbung, geringer Fruchtansatz und kleine Früchte, Wurzeln verfaulen)

Erdbeermehltau (Sphaerotheca macularis) -> Blätter, Blüten, Frucht (weißer Mehltaubelag, rötlich-violette Verfärbungen an Blättern, gehemmter Wuchs von Blüten, Früchte reifen nicht aus)

Weißfleckenkrankheit (Mycosphaerella fragariae) -> Blätter (runde, braun-rötliche Flecken mit weißem Zentrum)

Rotfleckenkrankheit (Diplocarpon earliana) -> Blätter, evtl. Fruchtstiele und Kelchblätter (kleine, unregelmäßig geformte rot bis rotbraune Flecken

Krankheitskomplex:

Schwarze Wurzelfäule [verschiedene Pilze, Nematoden, abiotische Faktoren, Bakterien] -> Wurzelbefall (gesamte Wurzel verfault)

Schädlinge:

Erdbeerblütenstecher (Anthonomus rubi) -> Blütenstiel der Knospe (angefressen und knickt ab)

Erdbeermilbe (Steneotarsonemus pallidus fragariae) -> Herzblätter (?) (nesterweise Befall, Kräuselung, gehemmter Wuchs, graue-braunrote Verfärbung, absterben)

Blatt- und Stengelälchen (Aphelenchoides fragariae, A ritzemabosi, Ditylenchus sipsaci) -> Stengel, Blattstiele, Blätter (verkürzt und verdickte Stengel und Stiele; Blätter verdreht, gefaltet oder aufgewölbt und gehemmmt im Wachstum)

Gefurchter Dickmaulrüssler (Otiorrhynchus sulcatus) -> Blätter, Wurzeln, Rhizom (buchtförmiger Blattrandfraß, Fraß an Wurzeln und Rhizom, bei Trockenheit setzt Welke ein und evtl Absterben)


Radiär-symmetrisch:

Trugdolde:


Botanischer Name: Prunus persica var persica

Prunus persica var. persica = echter behaarter Pfirsich

= Nektarinen (unbehaarter oder Nackt- Pfirsich)

Deutscher Name: Pfirsich

Familie: Rosaceae

Pflanzengruppe: Obstbaum - Steinobst

Herkunft: Mittel- und Nordchina; mit älteste kultivierte Obstart vor 4000 Jahren

bekannte Sorten: etwa 850 von ca 3000 Sorten sind kommerziell relevant; Früher (Roter) Alexander, Red Haven, Starcrest, Redtop, Roter Weinbergpfirsich [Clubsorten: Alexandra Zainara, Fidelia Zaifura, Barbara Zaibaba]

Varietät:

Nektarine (Prunus persica var. nucipersica) ist eine Knospenmutation des Pfirsichs! (Das für die Behaarung zuständige Gen fehlt)

Plattpfirsich (Prunus persica var platycarpa/compressa)

Hybride: Nectavigne [Nektarine x ‘Lyonaiser Weinbergpfirsich’]


Beschreibung

Lebensform/Habitus: Baum

Wuchs: 1-8m, breit ausladend (Ausnahme “Pillar”-Gen für Säulenform); gerade, kahle Zweige (junge Zweige sonnenwärts rot und sonnenabgewandt grün), Langtriebe mit Terminalknospe, Seitenknospen (bei starken Langtrieben) oft zu dritt in Blattachseln und behaart

Blatt: wechselständig; lanzettlich mit lang gezogener Spitze (8-15cm lang/2-4cm breit), breiteste Stelle ab Mitte oder oberhalb; fein doppelt gesägt; dunkelgrün, kahl

Blüte: rosafarben; kurz gestielt, fast sitzend; zwittrig; radiär-symmetrisch, fünf-zählig; Kelchblätter wollig behaart und ganzrandig; ca 20 rötlich (selten gelbe) Staubblätter

Knospe:

Chromosomenzahl: 2n=16

Blütezeit: April (Mitteleuropa); vor Blattausprägung;

Frucht: kugelig bis platt; 4-10cm; Längsfurche; blassgrün oder gelb, auf der Sonnenseite rötlich; behaart (Pfirsich) oder unbehaart (Nektarine);

kugeliger harter Steinkern mit Furchen;

Fruchtfleisch je nach Sorte weiß (sauer/süß), gelb (süß) oder rot;

steinlösend (Kerngeber -> eher spät reifende Sorten) oder nichtsteinlösend (Durantien -> eher früh reifende Sorten), je nach Sorte;

Saftig, würzig-aromatisch

Verwendung: Anbau in Deutschland seit 19.Jh; Tafelobst, Industrieobst (Konserve, Kompott, Konfitüre, Nektar)

Anbauformen: Busch, Hohlkrone, Spindel, Spalier; geschützter Anbau, Freiland

Ernte- und Vermarktungszeit: Ende Juni (Deutschland); hartreif (im Präklimakterium) für Transportfähigkeit; reift jedoch nicht befriedigend nach, so dass sortentypische Aromen nicht erreicht werden; besser Direktvermarktung mit direkter Ausreifung am Baum

Lagerfähigkeit:

Standort

Lichtansprüche:

Temperaturansprüche: wärmeliebend -> Weinbauklima (Strenge Winterfröste führt zu Frostschäden an Holz)

Substrat/Boden:

Feuchtebedarf:

Nährstoffbedarf:

Vorkultur/Nachbau:


Pflanzgut

Pflanze:

Vermehrung:

Okulation (zur Veredelung wird nur eine Knospe verwendet)

Unterlagen:

Pumiselekt (Selektion aus Prunus pumila), St Julien A, Prunus domestica ‘Wangenheim’, Myrobalane/Prunus cerasifera/Kirschpflaume (stark wachsend


Schadbilder, Schädlinge, Krankheiten

Pilze:

  • Fruchtmonilia

  • Kräuselkrankheit

  • Pfirsich-Mehltau

Schädlinge:

  • Wespenfraß

Mechanische Einflüße:

  • Geplatzt

Virosen:

  • Scharka

  • Ringflecken

  • Zwergwuchs

Bakterien

  • Bakterienbrand

  • Wurzelkropf






Lupine

Familie: Fabaceae - Schmeterlingsblütler

Lupinus angustifolius

Blaue Lupine

Blütenfarbe: blau, lila oder violett

Höhe/Länge von 40cm bis 80cm

Blütezeit von Mai bis August

Lebensraum: gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.

Blütenstand: Traube

Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig

Blattspreite: geteilt

Blattrand: ganzrandig

Trockenfrüchte: Hülse

Häufigkeit: selten

Lebensdauer: einjährig; zweijährig

Bodenart: kalkarmer / kalkfreier Boden; sandiger Boden / Sandboden;

Lupinus albus

Weiße Lupine

Blütenfarbe: weiß

Höhe/Länge von 30cm bis 1m

Blütezeit von Juni bis September

Lebensraum: Äcker, Getreidefelder, Brachen

Blütenstand: Traube

Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig

Blattspreite: geteilt

Blattrand: ganzrandig

Behaarung: ganze Pflanze nicht oder nur wenig behaart

Verholzungsgrad: Stängel krautig

Lebensform: Therophyt (überwintern als Samen)

Lebensdauer: einjährig

Lichtbedarf: Licht

Nährstoffbedarf: mäßig nährstoffreich

Bodenart: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; toniger Boden / Tonboden

Lupinus luteus

Gelbe Lupine

Blütenfarbe: blau, lila oder violett; weiß

Höhe/Länge von 30cm bis 60cm

Blütezeit von Juni bis September

Lebensraum: Äcker, Getreidefelder, Brachen; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen

Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig

Blattspreite: geteilt

Blattrand: ganzrandig

Häufigkeit: zerstreut

Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude)

Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m)

Höhenstufe min: 0m

Höhenstufe max. in den Alpen: 1200m

Lichtbedarf: Licht

Nährstoffbedarf: nährstoffreich

Bodenart: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus

PH-Wert Boden: sauer

Bodenfeuchte: frisch

Botanischer Name: Actinidia arguta

Deutscher Name: Kiwibeere, Minikiwi, Scharfzähniger Strahlengriffel,

Familie: Actinidiaceae

Pflanzengruppe: Beerenobst

Herkunft: östliches Asien (Ostrussland, Korea, Japan, Taiwan, Zentralchina, Himalaya)

Bekannte Sorten:

Beschreibung

Lebensform/Habitus: sommergrüne, verholzende Schling-/Kletterpflanze; überweigend flachwurzelnd (keine tiefe Bodenbearbeitung!)

Wuchs: Starker Wuchs

Rinde: anfangs braun, wollig behaart, keine Lentizellen erkennbar (mit bloßem Auge); später grau-braun, kahl mit kleinen Lentizellen

Blatt: eiförmig - fast kreisförmig; scharf gesägt; oben dunkelgrün, unten grün; unten selten wollig behaart

Blüte: eingeschlechtliche Blüten, d.h. Nur männliche oder nur weibliche Blüten (diözisch: männliche und weibliche Pflanzen); nur wenige selbstfruchtbare Sorten; Bestäubung durch Insekten

Knospe: hell-mittelbraune, behaarte seitenständige Blütenstände mit 1-7 Blüten; 4-6 zählig (Kelchblätter), grünlich-gelb oder weiß

Chromosomenzahl: 2 = 58

Blütezeit: April/Mai (spätzfrostgefährdet), Mitte -Ende Mai (ok)

Frucht: 2-3cm groß, länglich, grün oder rot, weiche Schale, aromatischer als Actinidia deliciosa

Verwendung: Tafelobst (Direktvermarktung), Verarbeitung (Nische)

Anbauformen: Spalier meist 4 Gerüstäste (D), Pergola

Ernte- und Vermarktungszeit: 10-30 kg/Pflanze an guten Standorten, 5-14kg/Pflanze durchschnittlich;

Lagerfähigkeit:

Standort

Lichtansprüche: sonnig, mild (Weinbaulagen), gut ausreifende Lagen; west-ost Bepflanzung gut

Temperaturansprüche: keine Spätfrostsenken, Kaltluftabfluss wegen Blütenfrost; ansonsten frosthart bis -30C° -> frosthärter als Actinidia deliciosa; mind. 150 frostfreie Tage; möglichst windgeschützt (Reibeschäden an den Früchten) [in natürlichen Lagen teils 700-3600m]

Substrat/Boden: leicht saure Böden (5,5 - 6,5PH), auch bis 7,2 PH (LWG Veitshöchsheim) möglich; weniger kalkempfindlich wie A.deliciosa; humoser Boden [ursprünglich Waldnah]

Feuchtebedarf: hoher Wasserbedarf, Zusatzbewässerung notwendig

Nährstoffbedarf: salzempfindlich, daher Mineraldünger schlecht; eher mulchen

Fruchtfolge/Nachbau: Phytophtorabefall bei Nachbau von Beeren, Apfel ok (am besten jungfräuliche Böden)

Pflanzgut

Pflanzen: diözisch (zweihäusig), also männliche und weibliche Pflanzen, im Verhältnis 1:5 - 1:8 pflanzen

Vermehrung:

Unterlagen:

Züchtungsziel:

Schadbilder, Schädlinge, Krankheiten

!Anfälligkeit beim Einsatz von Herbiziden, vor allem in den ersten Jahren (evtl Mulchschicht, jedoch Mäusegefahr)!

-> ansonsten keine bekannten Schädlinge oder Krankheiten!!!

Mechanische Einflüsse: Früchte sensibel gegen Reibeschäden (Wind)

Aronia melanocarpa

Kahle Apfelbeere

Rosaceae

Kernobst

Blütenfarbe: weiß; Höhe/Länge von 80cm bis 2mBlütezeit von Mai bis AugustLebensraum: Gärten und Parks; Blütenstand: Doldenrispe, Scheindolde Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig Blattspreite: ungeteilt Blattrand: gesägt; Fruchtfarbe: rot; schwarz; Häufigkeit: zerstreutLebensdauer: Holzgewächs; Bestäubungsart: Insektenbestäubung;

Die Schwarze Apfelbeere wächst als Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern. Die Schwarze Apfelbeere ist der Filzigen Apfelbeere (Aronia arbutifolia) vom Laub und den Blüten sehr ähnlich, wobei die anfängliche Behaarung bald verschwindet; das Laub ist weniger glänzend.Die Blütezeit reicht in manchen Gebieten von Mai bis Juni (von Juli bis August). Die Blüten sind zwittrig und werden durch Insekten bestäubt.Die reifen Früchte sind schwarz und glänzend. Sie fallen im Herbst bald nach der Reife ab. Ihr Geschmack ist herb süßlich, das Fruchtfleisch ist meist rot gefärbt. Die Samen reifen von Oktober bis Dezember.

Verwendung in der Küche

Die Früchte werden für die Herstellung von Gelee, Marmelade, Saft, Wein und Likör verwendet. Die Früchte haben einen herb-säuerlichen, etwas an Heidelbeeren erinnernden Geschmack. Die Kerne enthalten Amygdalin. Der Frischverzehr kleinerer Mengen ist aber durchaus unbedenklich. Zunehmend findet man ihren Saft, oft zusammen mit anderen Fruchtsäften, industriell verarbeitet. Die getrockneten Früchte können in Teemischungen als Ersatz für Hibiskusblüten dienen. Die Früchte sind ein wichtiger Lieferant für Lebensmittelfarbstoff zur Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie.

Inhaltsstoffe

Sie enthalten als Wirkstoffe Anthocyanfarbstoffe und Flavonoide, besitzen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, darunter auffällig viel Folsäure, Eisen und Jod, daneben Zucker und geringe Mengen Gerbstoffe.

Botanischer Name: Cornus mas

Deutscher Name: Kornelkirsche

Familie: Cornaceae - Hartriegelgewächse

Pflanzengruppe: Wildobst

Blütenfarbe: gelb; Höhe/Länge von 2m bis 5mBlütezeit von März bis AprilLebensraum: Auen; Gärten und Parks; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen; Blütenstand: einfache Dolde Blattstellung: mittlere Stängelblätter gegenständig Blattspreite: ungeteilt Blattrand: ganzrandig; Verholzungsgrad: Stängel holzig Fleischige Früchte: Beeren Fruchtfarbe: rot; Häufigkeit: häufigLebensdauer: Holzgewächs; Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Nährstoffbedarf: basenreich; Bodenart: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; PH-Wert Boden: mild; neutral; Bodenfeuchte: frisch; mäßig trocken;

Durch die frühe Blüte ist die Kornelkirsche eine besonders wichtige Bienennährpflanze, durch die Früchte ein Vogelschutz- und -nährgehölz. Der Strauch eignet sich auch für regelmäßige, geschnittene Hecken.

Vollreife Früchte als Vitamin-C-reiche Rohkost (auch nach erster Frosteinwirkung); Früchte für Tiefkühlung mit Verarbeitung im Winter geeignet. Herstellen von Trockenprodukten ist in der Sonne oder bei künstlicher Wärme möglich. Säfte, Süßmost sind sehr erfrischend. Likör, Wein von ausgezeichnetem Geschmack, ebenso in Alkohol eingelegte Früchte, von hervorragender Qualität sind Sirup, Gelee und Konfitüre. Marmelade kann mit säurearmen Fruchtarten wie Birne, Apfel, Holunder, Zwetsche sowie Melone und Kürbis zusammen hergestellt werden. Verarbeitungsprodukte weisen eine schöne rosarote Färbung auf.

In dem um 1920 erschienenen Standardwerk Illustrierte Flora von Mittel-Europa von Gustav Hegi heißt es zur Verwendung der „Kirschen“, sie würden entweder roh oder kandiert genossen oder mit Zucker oder Essig zu Kompott verarbeitet.Auch Marmeladen, Gallerten und Fruchtsäfte ließen sich daraus bereiten. Die Fruchtsäfte seien unter dem Namen Scherbet oder Hoschaf besonders im südöstlichen Europa beliebt, namentlich bei den Türken.

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ve S.

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