Können Sie den Begriff Arbeit nach Brockhaus definieren?
„Arbeit ist der bewusste und zweckgerichtete Einsatz der körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte des Menschen zur Befriedigung seiner materiellen und ideellen Bedürfnisse.“
->(1.1 Arbeit (einfach erklärt):
Arbeit bedeutet, dass ein Mensch seine körperlichen und geistigen Kräfte gezielt einsetzt, um etwas zu schaffen oder zu leisten.
Ziel ist es, seine materiellen Bedürfnisse (z. B. Geld, Nahrung, Wohnung) und seelischen Bedürfnisse (z. B. Zufriedenheit, Anerkennung) zu erfüllen.
Können Sie den Begriff Beschäftigung nach Aernout definieren?
„Das aktive und passive Verbringen der Freizeit, losgelöst von äußeren
Verpflichtungen, auf das Erlangen innerer Befriedigung gerichtet, wobei die
Kreativität auf das Gebiet der Liebhaberei gelenkt wird.“
-> 1.2 Beschäftigung (einfach erklärt):
Beschäftigung meint, dass jemand seine Freizeit aktiv oder passiv nutzt, ohne äußeren Zwang.
Dabei geht es darum, innere Zufriedenheit zu finden – oft durch kreative Tätigkeiten oder Hobbys, die einfach Spaß machen
Können Sie die 3 Bereiche zur Innenwelt (sozio-emotionaler
Bereich)der Arbeit aus dem Schaubild (nach BTZ Köln)benennen?
Geben Sie jeweils ein Beispiel dazu an.
Emotionaler Bereich: Beschreibt den Umgang mit eigenen Gefühlen, Motivation und innerem Antrieb. → Beispiel: Trotz Stress oder Rückschlägen ruhig bleiben und weiterarbeiten.
Sozialer Bereich: Beshreibt das Verhalten gegenüber anderen Menschen, Kommunikationsfähigkeit und Teamverhalten. → Beispiel: In einer Gruppe zusammenarbeiten, Feedback geben und annehmen.
Körperlicher Bereich: Beschreibt das äußere Auftreten, die Selbstwahrnehmung und körperliche Belastbarkeit. → Beispiel: Gepflegtes Erscheinungsbild zeigen und über längere Zeit konzentriert arbeiten
Können Sie die 3 Bereiche zur Außenwelt (Instrumenteller Bereich)der Arbeit aus dem Schaubild (nach BTZ Köln)benennen? Geben Sie jeweils ein Beispiel dazu an.
(Siehe Begleittext Arbeitsfähigkeiten-Außenwelt und Innenwelt der Arbeit
1. Kognitiver Bereich
• Umgang mit: Sprache, Zahlen, Theorie
• → betrifft Denken, Wissen, Verstehen
• Beispiel: Texte lesen, rechnen, Anleitungen verstehen
2. Grundarbeitsfähigkeiten
• Umgang mit: Zeiteinteilung, Konzentration, Arbeitsqualität, Arbeitsquantität
• → betrifft grundlegende Arbeitsweisen und Selbstorganisation
• Beispiel: Pünktlich sein, Aufgaben sorgfältig und konzentriert erledigen
3. Berufsspezifischer Bereich
• Umgang mit: Materialien, Techniken, Verfahren
• → betrifft konkrete Fach- oder Handlungsfähigkeiten im Beruf
• Beispiel: Werkzeuge richtig benutzen, Pflegetechniken anwenden, Computerprogramme bedienen
Können Sie die 5 sozialpsychologischen Funktionen organisierter Arbeit nach Jahoda benennen?
1. Schafft soziale Kontakte/Erweitert sozialen Horizont
2. Hat eine bindende Zeitstruktur/Tagesstrukturierung
3.Demonstriert durch Arbeitsteilung einen kollektiven Zweck
4.Bestimmt Status und Identität des Menschen
5. Erzwingt eine Aktivität
Wie lautet die Definition von Eigenrbeit?
„in Abgrenzung zur Erwerbs- bzw. Lohnarbeit Tätigkeiten zum unmittelbaren Unterhalt der eigenen Person, der eigenen Familie bzw. des eigenen Haushalts (sog. Hausarbeiten, Heimwerken,...)
Wie ist die Definition von Erwerbsarbeit?
“Diejenige Form der Arbeit, mit der Geld verdient werden soll.
Gegensatz: Haus- und Familienarbeit, ehrenamtliche Arbeit, Hobbyarbeit
Können Sie die drei Kernpunkte der „Aktiveren Therapie“nach Hermann Simon benennen?
Arbeit:
Der Patient kann sich persönlich durch Arbeit entwickeln, Krankheit wird positiv durch Arbeit beeinflusst
(nach erledigter Aufgabe bekommt Klient Steigerung an Aufgaben und somit mehr Verantwortung
Erziehung:
Der Patient kann Ordnung, Regelmäßigkeit und Disziplin in den Alltag integrieren, innere Ordnung/ mentale Stabilität durch äußere Ordnung.
(Belohnungsystem -> Tabak, Sussigkeiten, Spazieren, sobald Aufagenn erfolgreich erledigt)
Menschenwürdige Umgebung:
Eine gesunde Umgebung verbessert die Hygiene, eine menschenwürdige Umgebung fördert menschenwürdiges Verhalten
( lebt in geschütztem Umfeld, ist hygienischer und gesünder, lebt sauber)
Können Sie Hermann Simons positiven Aspekt der ARBEIT in der „Aktiveren Therapie“ den Ausführungen Klaus Dörners gegenüberstellen?
Hermann Simon:
In der modernen Weiterentwicklung (Dörner):
darf Arbeit nicht als Zwang oder zur Ausnutzung des Patienten dienen, sondern
muss frei wählbar und am
Wohl des Patienten orientiert sein
Können Sie Hermann Simons positiven Aspekt der ERZIEHUNG in der „Aktiveren Therapie“ den Ausführungen Klaus Dörners gegenüberstellen?
Simon :
Der Patient kann Ordnung, Regelmäßigkeit und Disziplin in den Alltag integrieren,
innere Ordnung/ mentale Stabilität entsteht durch äußere Ordnung.
Heute ( nach Klaus Dörner) steht die
Wahrung der Würde und Autonomie des Patienten im Vordergrund,
Therapie darf nicht um jeden Preis stattfinden,
der Arzt soll keine Macht ausüben/Machtmissbrauch untersagt
und Strafmaßnahmen sind nicht erlaubt
Können Sie Hermann Simons positiven Aspekt der MENSCHENWÜRDIGEN UMGEBUNG in der „Aktiveren Therapie“ den Ausführungen Klaus Dörners gegenüberstellen?
Simon:
Eine gesunde, geordnete und saubere (Klinik) Umgebung verbessert die Hygiene, eine menschenwürdige Umgebung fördert menschenwürdiges Verhalten
Modern (Dörner) liegt der Fokus darauf,
den Patienten zu befähigen, auch in seinem eigenen Lebensumfeld selbstständig und menschenwürdig zu leben und nicht nur auf die Klinik zu beschränken.
Können Sie 2 Gründe benennen, die Christiane Haerlin für die ursprünglich allgemein ablehnende Haltung gegenüber der AT verantwortlich macht?
1.Anstaltsdirektoren waren nach Kriegsende nicht nur Opfer, sondern auch Täter.
2. In der Arbeitstherapie wurden Patienten selektiert: wer nicht arbeiten konnte, wurde als lebensunwert verurteilt
Können Sie die beiden Forderungen Christiane Haerlins an eine moderne Arbeitstherapie benennen und anhand eines Beispiels erläutern?
➢ Forderung 1: „Der Patient ist der Experte!“
=Patient soll nicht nur als hilfsbedürftig betrachtet werden, sondern als Experte für seine eigene Lebenswelt und seinen Heilungsprozess.
Beispiel: Einem Klienten mit Depressionen wird keine Aufgabe zugewiesen, sondern dieser entscheidet in einem gewissen Maß selber mit.
➢ Forderung 2: „Handwerkliche Arbeitsbedingungen des 19.Jahrhunderts sollen den Bedingungen des 21.Jahrhunderts weichen!“
= Haerlin fordert, dass Arbeitstherapie zeitgemäß und modern gestaltet sein sollte.
Beispiel: Früher wurde der Fokus häufig auf die Arbeit mit Peddigrohr gelegt, wobei keinerlei Bezug zur modernen Arbeitswelt bestand.
Alternative: Einrichtung von Computerarbeitsplätzen – Realitätsbezogen.
Können Sie den Begriff Arbeitstherapie nach DVE definieren?
„Arbeitstherapie ist ein Behandlungsfeld der Ergotherapie, bei dem Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel der Therapie eingesetzt wird.
Der Patient wechselt zunehmend aus der Rolle des Behandelten in die des Handelnden über
Können Sie 5 Aufgaben eines/r Arbeitstherapeut/in benennen? ,,
Arbeits- und Berufsanamnese zu erstellen
Anforderungs- und Eignungsprofile zu entwickeln,
realitätsorientierte Trainingsangebote und Belastungserprobungen durchzuführen,
über Möglichkeiten der Wieder-/ Eingliederung in das Arbeitsleben zu informieren
den Klienten an einer neuen Arbeitsstelle zu betreuen und diesen Arbeitsplatz ggf. individuell anzupassen.
Kennen Sie die vorrangige Methode/Intervention, die in der
Arbeitstherapie Anwendung findet?
Kompetenzzentrierte Intervention
Welche wichtigen Kompetenzen sollte speziell ein Arbeitstherapeut besitzen? Nennen Sie 4 Beispiele
• Vertretung einer Vorgesetztenrolle mit gleich-zeitiger Begleitung des arbeitsrehabilitativen Prozesses.
• Auswahl und Bereitstellung realistischer Arbeitsaufträge für den Klienten.
• Motivation fördern und erhalten
• Die Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes bezogen auf den jeweiligen Beruf kennen
Hermann Simon und Klaus Dörners Ansichten gegenübergestellt !
🧠 Grundhaltung
Hermann Simon: eher strukturierend, ordnend, therapeutisch lenkend
Klaus Dörner: kritisch gegenüber Machtstrukturen, fokus auf Selbstbestimmung und Würde
⚒️ Arbeit
Arbeit = therapeutisches Mittel
Fördert persönliche Entwicklung
Wirkt positiv auf Krankheit
Dörner:
Arbeit in Kliniken oft = Zwang / Ausnutzung
Muss freiwillig sein
Keine Orientierung an wirtschaftlichen Interessen der Klinik
👉 Konflikt:
Therapie durch Arbeit (Simon) vs. Gefahr von Zwang und Ausbeutung (Dörner)
📏 Erziehung / Umgang mit Patienten
Fokus auf Ordnung, Regelmäßigkeit, Disziplin
„Äußere Ordnung → innere Ordnung“
Patient wird angeleitet
Warnt vor Macht des Arztes
Keine Therapie „um jeden Preis“
Keine Strafen bei Regelverstößen
Würde und Autonomie im Mittelpunkt
Strukturierende Führung (Simon) vs. Ablehnung von Zwang und Machtausübung (Dörner)
🏥 Menschenwürdige Umgebung
Gute Umgebung verbessert Hygiene
Fördert „geordnetes“, angepasstes Verhalten
Fokus auf Alltagstauglichkeit außerhalb der Klinik
Patient soll im eigenen Lebensumfeld zurechtkommen
👉 Unterschied:
Klinik als strukturierter Raum (Simon) vs. Lebensweltorientierung (Dörner)
🧩 Kurz zusammengefasst
Simon: → Struktur, Arbeit und Ordnung als therapeutische Werkzeuge
Dörner: → Kritik an Zwang, Fokus auf Freiheit, Würde und Selbstbestimmung
Der Patient kann Ordnung, Regelmäßigkeit und Disziplin in den Alltag integrieren,innere Ordnung durch äußere Ordnung.
Eine gesunde Umgebung verbessert die Hygiene, eine menschenwürdige
Umgebung fördert menschenwürdiges Verhalten.
Klaus Dörner:
Arbeit in Kliniken ist Zwangsarbeit/ Ausnutzung des Patienten, Arbeit muss frei wählbar sein ohne Rücksicht auf ökonomische Klinikbelange
Der Arzt erhält Macht über den Patienten, Therapie darf nicht um jeden Preis stattfinden, es dürfen keine Strafmaßnahmen bei Regelwidrigkeiten
durchgeführt werden, die Würde des Pat. muss gewahrt bleiben.
Der Patient soll in die Lage versetzt werden, nicht nur im entsprechenden
Krankenhausumfeld, sondern auch an seinem eigenen Lebensort besser zurecht zu kommen
Können sie die Intervention nennen, die in der Arbeitstherapie Anwendung findet?
kompetenzzentrierte Intervention
Können sie den Ergebnisorientierzen Ansatz dem Prozessorientiertem Ansatz gegenüberstellen? Formulieren Sie die Unterschiede
🟩 Ergebnisorientierter Ansatz
• Verläuft linear: das heißt es gibt eine
-> klare Ausgangssituation
→ geplanter Weg
→ definiertes Ziel.
• Ziel ist das Erreichen eines konkreten Ergebnisses, z. B. das Trainieren von kognitiven, lebenspraktischen oder arbeitsbezogenen Fähigkeiten.
• Der Therapeut strukturiert den Prozess, überprüft Fortschritte und bewertet das Ergebnis.
➡️ Fokus: Zielerreichung und Leistungssteigerung.
🟦 Prozessorientierter Ansatz
• Der Klient setzt sich mit Gefühlen, Erinnerungen und inneren Prozessen auseinander, die während der Tätigkeit entstehen
Der Weg und das Erleben im Tun stehen im Vordergrund, nicht das Ergebnis.
• Das Arbeitsergebnis bildet nur den Hintergrund für emotionale oder persönliche Entwicklung.
➡️ Fokus: Selbsterfahrung, Ausdruck und Entwicklung durch den Prozess.
⸻
Kurzmerkung:
Ergebnisorientiert = zielgerichtetes Training.
Prozessorientiert = erlebnisorientiertes Arbeiten zur persönlichen Entwicklung.
Können sie fünf arbeitsbezogene Inetrventionen in einem Satz beschreiben? !
Erstellen und Auswerten eines Anforderungs- und Fähigkeitsprofils
(Melba, IDA, IMBA...)
Erwerb und Training der Arbeits-/Handlungsfähigkeiten mit realitätsnahen Erprobungsmethoden
Erwerb und Training berufsspezifischer, instrumenteller Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Interventionen zur beruflichen Integration ( allgemeiner oder besonderer Arbeitsmarkt) oder zum Erhalt eines bestehenden Arbeitsplatzes
Planung, Vermittlung, Vorbereitung, Begleitung in komplementären
Einrichtungen.
Interne und externe Belastungserprobung
Initiierung und Begleitung einer stufenweisen Wedereingliederung.
Präventive Maßnahmen, ergonomische Arbeitsplatzanpassung
1) Beschreiben Sie das oberste Ziel des SGB IX!
Das oberste Ziel dieses des SGB IX ist es, die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Familie, den Beruf und in das tägliche Leben zu fördern
2) Beschreiben Sie, wie sich das SGB aufgliedert!
Das SGB besteht aus 12 Teilen, dabei richtet sich jeder Abschnitt auf einen bestimmten Bereich der „sozialen Sicherung“
Sind in Paragraphen geordnet
1. Allgemeiner Teil
2. Grundsicherung für Arbeitssuchende
3. Arbeitsförderung
4. Gemeinsame Vorschriften für die Sozialversicherung
5. Gesetzliche Krankenversicherung
6. Gesetzliche Rentenversicherung
7. Gesetzliche Unfallversicherung
8. Kinder- und Jugendhilfe (KJHG)
9. Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen
10. Verwaltungsverfahren, Schutz der Sozialdaten, Zusammenarbeit der Leistungsträger und ihre Beziehungen zu Dritten
11. Soziale Pflegeversicherung
12. Sozialhilfe (durch BSHG ersetzt)
3) Welche drei Teile beinhaltet das SGBIX, beschreiben Sie
Das SGB IX ist in drei Teile gegliedert.
Der erste Teil (Artikel 1 bis 89) enthält die Regelungen für Menschen mit Behinderungen sowie für Personen, die von einer Behinderung bedroht sind. Er legt die grundlegenden Rechte und Leistungsansprüche fest, die Menschen mit Behinderungen zustehen.
Der zweite Teil (Artikel 90 bis 150) befasst sich mit den besonderen Leistungen zur selbstbestimmten Lebensführung von Menschen mit Behinderungen. Dieser Abschnitt wird auch als Eingliederungshilferecht bezeichnet und regelt insbesondere die Leistungen zur sozialen Teilhabe.
Der dritte Teil (Artikel 151 bis 241) konzentriert sich auf die besonderen Vorschriften zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen. Dieser Bereich wird als Schwerbehindertenrecht bezeichnet und umfasst unter anderem Regelungen zum Nachteilsausgleich, zum besonderen Kündigungsschutz sowie weitere Schutz- und Fördermaßnahmen
4) Benennen Sie die Kapitel dem SGBIX, die für den Fachbereich Arbeitstherapie oftmals von Bedeutung sind.
Von besonderer Bedeutung sind die Kapitel 9 und 10.
Kapitel 9 regelt die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, während sich Kapitel 10 mit den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben befasst
Was sind Leistungsberechtigte, Leistungsträger und Leistungserbringer?
Leistungsberechtigte
Leistungsberechtigte sind Menschen, die ein Recht auf Hilfe, Unterstützung oder Förderungen haben. Kurz gesagt handelt es sich um die Personen, die die Hilfe erhalten.
Leistungsträger
Leistungsträger sind die Stellen, die für die Finanzierung und Bewilligung der Leistungen verantwortlich sind, zum Beispiel Krankenkassen. In der Regel muss eine Leistung beantragt werden, damit der Leistungsträger sie gewährt. Leistungsträger sind somit diejenigen, die für die Hilfe aufkommen.
Leistungserbringer
Leistungserbringer sind die Einrichtungen oder Personen, die die konkrete Hilfe oder Unterstützung tatsächlich erbringen. Dazu zählen zum Beispiel Beratungsstellen, Therapieeinrichtungen oder auch Stellen, die finanzielle Förderungen auszahlen. Leistungserbringer sind also diejenigen, die die Hilfe „leisten“
Können Sie die acht Schritte des Modells nach Hagedorn benennen?
Informationen sammeln & Bedürfnisse einschätzen Arbeits-, Krankheits- und Lebenssituation erfassen, Ressourcen, Belastbarkeit und Motivation klären.
Informationen auswerten Gemeinsam mit dem Klienten Stärken, Schwächen und Problemsituationen analysieren und erste Hypothesen bilden.
Behandlungs- bzw. Rehabilitationsziele festlegen Wünsche des Klienten berücksichtigen und gemeinsam realistische, abgestufte Ziele (Reha-, Grob- und Feinziele) vereinbaren.
Behandlung/Maßnahmen planen Konkrete Schritte und Maßnahmen zur Zielerreichung gemeinsam festlegen.
Behandlung/Maßnahmen durchführen Arbeits- und Trainingsmaßnahmen umsetzen, beobachten, reflektieren und praktische Erfahrungen ermöglichen.
Ergebnisse einschätzen und messen Fortschritte kontinuierlich überprüfen, Ziele bewerten und Ergebnisse dokumentieren.
Behandlung überprüfen und ggf. anpassen Verlauf kritisch reflektieren und Maßnahmen oder Ziele bei Bedarf verändern.
Behandlung abschließen Abschlussgespräch führen, Übergänge planen, weitere Unterstützung organisieren und Ergebnisse sichern
Können Sie die Abkürzung SMART beschreiben?
Geben sie zu jedem Buchstaben mindestens einen Fragesatz als Erklärung an.
S – Specific (spezifisch / konkret)
Ein Ziel soll klar, eindeutig und präzise formuliert sein, nicht vage oder allgemein.
Fragebeispiel: „Was wollen Sie genau erreichen?“ oder „Wie würden Sie in Ihrem Alltag merken, dass sich etwas verändert hat?“
M – Measurable (messbar)
Man muss erkennen können, wann das Ziel erreicht ist. Es braucht ein Kriterium, das man sehen, hören oder fühlen kann.
Fragebeispiel: „Was wäre für Sie ein deutlich spürbares Zeichen dafür, dass sich die Situation verbessert hat?“
A – Achievable (erreichbar)
Das Ziel muss machbar sein – weder zu leicht noch zu überfordernd. Es sollte realistisch und motivierend sein.
Fragebeispiel: „Welche Möglichkeiten haben Sie, um dieses Ziel tatsächlich umzusetzen?“
R – Relevant (bedeutsam)
Das Ziel muss für die Person wichtig sein und auf ihr eigenes Handeln bezogen sein. Sie muss die Schritte selbst ausführen können.
Fragebeispiel: „Was könnte Ihnen helfen, dieses Ziel zu erreichen?“ oder „Welche Verhaltensweisen können Sie selbst umsetzen?“
T – Timed (zeitlich bestimmt)
Ein Ziel braucht einen klaren Zeitrahmen, damit Fortschritte überprüfbar sind.
Fragebeispiel: „Bis wann möchten Sie dieses Ziel erreicht haben?“ oder „Welcher erste kleine Schritt ist noch heute möglich
Welche Zielgruppe bedient eine WfbM?
Zielgruppe einer WfbM sind Behinderte Menschen, die wegen Art und schwere Ihrer Behinderung nicht, oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können
Um was für eine Einrichtung handelt es sich bei einer WfbM?
Bei einer WfbM handelt es sich um eine Einrichtung zur Eingliederung Behinderter Menschen in das Arbeitsleben
Können Sie die Aufgaben einer WfbM gemäß § 136 SGB IX kurz beschreiben?
„Gemäß §136 SGB IX sind die Aufgaben der Werkstätten für behinderte Menschen:
Angebot einer angemessenen beruflichen Bildung
Beschäftigung und Zahlung eines der Leistung angemessenen Arbeitsentgeltes aus dem Arbeitsergebnis
Erhalt, Entwicklung, Erhöhung oder Wiedergewinnung der Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit
Weiterentwicklung der Persönlichkeit
Förderung des Übergangs auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt für „geeignete” Personen
Können Sie Stichpunktartig den Aufbau einer WfbM benennen und diese in je 2 Sätzen beschreiben?
1. Eingangsverfahren
Innerhalb von 4-12 Wochen, Klärung ob und welche Beschäftigung möglich ist.
entweder Weitervermittlung extern oder Berufsbildungsbereich.
2. Berufsbildungsbereiche
besteht aus Grundkurs und Aufbaukurs, je 12 Monate
Vorbereiten auf Arbeitsbereich der WfbM oder allgemeinen Arbeitsmarkt
3. Arbeitsbereich
Behindertengerechte Formen produktiver Beschäftigung, auf Dauer unbegrenzt.
Möglichkeit der Vermittlung auf allgemeinen Arbeitsmarkt.
4. Abteilung für schwerst- und Mehrfachbehinderte oder Tagesstätte
Falls Beschäftigung im Arbeitsbereich nicht möglich.
Tagesstrukturierung und Langzeitbetreuung im Vordergrund.
Können Sie 6 verschiedene diagnostische Instrumente, die Ihnen in der AT zur Verfügung stehen benennen?
• Berufs- und Arbeitsanamnese
• Erstgespräche,
• Belastungserprobung,
• Lebenslauf/Biografie,
• Freie Beobachtungen,
• Protokolle,
• Auswertungsgespräche
• Fähigkeitsprofile und Assessments
Können Sie den Begriff Arbeitsdiagnostik definieren?
Arbeitsdiagnostik:
„Differenzierte Erhebung der sozioemotionalen und instrumentellen Fähigkeiten eines Klienten durch teilnehmende Beobachtung, Befragung und das Einholen von Hintergrundinformationen.“
->Diagnostik ist also ein Prozess, der dazu führt Fähigkeiten eines Klienten
einordnen zu können um eine Zielgerichtete Therapieplanung zu ermöglichen
Können Sie die produktorientierten von den prozessorientierten Befundkriterien unterscheiden und jeweils ein Beispiel dazu angeben?
Produktorientierte Befundkriterien:
(Nach dem wie der Mensch sich verhält um ein Handlungsziel zu
erreichen und der Qualität des Handlungsproduktes)
z.B.
Werkstück,
Tätigkeit ATL
Prozessorientierte Befundkriterien:
(Nach dem was mit dem Menschen im Prozess geschieht!)
Gefühle, Wahrnehmungen d. Klienten,...
Umgang mit Stress
Motivation
Zufriedenheit im Prozess
Können Sie die 6 Faktoren, die berufliche Basiskompetenzen im Modul 1 des Hamet3Verfahrens abfragen und diese Stichwortartig benennen?
Faktor A „Routine und Tempo“
Faktor B „Werkzeugeinsatz und Werkzeugsteuerung (einfach)“
Faktor C „Wahrnehmung und Symmetrie“
Faktor D „Instruktionsverständnis und Instrukionsumsetzung“
Faktor E „Werkzeugeinsatz und Werkzeugsteuerung (komplex)“
Faktor F „Messgenauigkeit und Präzision
Können Sie in 1 Satz beschreiben worum es sich bei dem hamet3 handelt?
hamet drei ist ein wissenschaftlich standardisiertes, handlungsorientiertes Testverfahren zur Erfassung und Förderung berufsbezogener Basiskompetenzen und vorhandener Potenziale
Können Sie 3 Zielgruppen für das hamet3 Verfahren benennen?
Zielgruppen:
Teilnehmende in Berufsvorbereitungsmaßnahmen
Mitarbeitende in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
Schüler*innen am Übergang Schule - Beruf auch im Rahmen der
Potenzialanalyse
Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen innerhalb einer beruflichen Reha
Was bedeutet die Profilmethode MELBA? Nennen Sie die vollständige Bezeichnung der Abkürzungsbuchstaben des MELBA`s!
M=Merkmalprofil zu
E=Eingliederung
L=Leistungsgewandelter und
B=Behinderter
A=in Arbeit
MELBA ist ein Verfahren, mit dem einerseits die Fähigkeiten einer Person und andererseits die Anforderungen einer Tätigkeit dokumentiert werden können
Können Sie die drei übergeordneten Bereiche (Funktionen) des Wegweisers in die Arbeit benennen?
-Behandlung/Pflege/Rehabilitation
-Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
-Arbeit und berufliche Bildung
Wozu kann der Wegweiser in die Arbeit in der Berufspraxis auf der Ebene der persönlichen Beratung genutzt werden?
- Ratsuchende können sich das Instrumentarium selbst im Internet besorgen und mitbringen
- In der Beratungssituation können alle an der Beratung beteiligten das Instrumentarium als Orientierungshilfe nutzen.
- Das Instrumentarium kann als Hilfe für kurz- oder Mittelfristige Zielplanung genutzt werden.
- Schriftliche Dokumentation anhand des Instrumentariums ist möglich
Können Sie in einem Satz beschreiben, worum es sich bei dem HiPro-Assessment handelt?
Das Hipro-Assessment ist ein integratives Teilsystem psychosozialer
Ergotherapie mit dem Schwerpunkt Arbeitstherapie
Können Sie in 4 Sätzen beschreiben wie das HiPro-Assessment aufgebaut ist?
1) Das Assessment setzt sich aus 11 Bögen zusammen.
2) Davon bilden 6 Bögen den Kernbereich des Assessments.
3) Jeder Bogen repräsentiert jeweils einen Erhebungsvorgang innerhalb des therapeutischen Prozesses.
4) Das ganze Assessment wurde als Baukastenprinzip konstruiert.
5) Der Anwender kann ndividuell den Umfang seiner Anwendung steuern und gestalten (Selektionsfreiheit)
Können Sie in 5 sätzen beschreiben welche Bereiche das HiPro-Assessment nicht unterstützt?
Nicht als ‚Kreuzchenassessment' gedacht. Die Interaktion sollte nicht auf die Items reduziert werden (es gibt weit mehr als 22 Stichpunkt-kompetenzen). Die Betätigungsebene sollte eingebunden werden, (integrative) Ebenenverknüp-fung um Bedeutungsebenen des Klienten zu erreichen und ggf. auf diesen zu intervenieren.
Kein Testinstrument. Das Bogensystem beinhaltet keine Tests oder Testverfahren.
Kein Trainingsprogramm.
Keine Erfassung objektiver Leistungsdaten. Erstellt kein objektiv numerisches Anforderungs-und Leistungsprofil.
Keine objektiv numerische Wertzuweisung zur Erfassung quantitativer Effektgrößen.
Definieren Sie den Begriff Motiv nach Rosenstiel
Ein Motiv (lat. motus = Bewegung, Antrieb) ist Anlass dafür, dass wir ein
bestimmtes Ziel verfolgen und somit „Beweggrund des Verhaltens”
Definieren Sie den Begriff Motivation.
„Motivation ist die aktuelle Bereitschaft, ein Handeln auszulösen oder ein Verhalten zu zeigen. Diese Bereitschaft entsteht aufgrund von Motiven und Bedürfnissen.“1
Erklären Sie den Begriff Volition.
„Unter Volition versteht man durch Willenskraft gesteuerte Fähigkeiten, die notwendig sind, um Motive und Ziele in Ergebnisse umzusetzen
Nennen Sie 5 Motivatoren nach Herzberg
▪ Leistungserleben,
▪ Anerkennung,
▪ die Arbeit selbst,
▪ Verantwortung und,
▪ ein Wachstumsgefühl.
Wie wird der Begriff Ergonomie definiert?
Teilgebiet der Arbeitswissenschaft; beschäftigt sich mit der optimalen Gestaltung von Arbeitssystemen in Bezug auf die Abstimmung zwischen Mensch, Maschine und Arbeitswelt
Können sie die sechs Gesichtspunkte zur ergonomischen Arbeitsgestaltung benennen? Erläutern Sie drei Gesichtspunkte in je einem Satz näher und geben ein Beispiel dazu an
1) Anthropometrische Gesichtspunkte
2) Physiologische Gesichtspunkte
3) Psychologische Gesichtspunkte
4) Informationstechnische Gesichtspunkte
5) Organisatorische Gesichtspunkte
6) Sicherheitstechnische Gesichtspunkte
Drei Genauere:
Sicherheitstechnische Gesichtspunkte:
-> Verhinderung von Unfällen
z.B • Gesundheits- und Hygienevorschriften beachten (Schutzkleidung,
gesicherte Kabelführung)
Physiologische Gesichtspunkte:
-> Anpassung des Arbeitsplatzes an die physiologischen Gegebenheiten und Kapazitäten eines Menschen
• Lärmschutz, Klimaanlage, Ausleuchtung
Organisatorische Gesichtspunkte:
-> Anpassung der Arbeitsabläufe an den Gegebenheiten und Kapazitäten der Arbeitnehmer.
z.B. • Anpassung an den biologischen Tagesrhythmus (Arbeitszeiten,
Pausenregelungen,..)
Können Sie 3 Möglichkeiten beschreiben, um einen ergonomischen Büroarbeitsplatz mit PC-Arbeiten optimaler zu gestalten?
Sitzhaltung: Rücken gerade, Füße flach, Knie ~90°
Beleuchtung: Hell genug, Blendung vermeiden
Fußstütze verwenden: Füße bequem abstellen, Beine entlasten
Welche 4 Elemente beinhalten Leittexte mindestens? Bennen Sie.
1. Die Aufgabenstellung
2. Verständnis- und Fachfragen
3. Planungshilfen
4. Auswertungsunterlagen
Wie genau strukturiert ein Leittext den Prozess einer vollständigen Handlung?
• Der Leittext stellt die Aufgabe vor
• Der Leittext hilft bei der Informationsverarbeitung
• Der Leittext dient als Planungshilfe
• Der Leittext kann Übungsvorschläge machen
• Der Leittext ist eine Gedankenstütze
• Der Leittext bietet eine Auswertungshilfe
• Protokoll (Abschluss in einer gemeinsamen Reflektion
In welchen Bereichen kann das Arbeiten mit Leittexten genutzt werden um ergotherapeutische Zielsetzungen zu verfolgen? Nenne 4 Beispiele.
Selbstständiges Handeln
Handlungsplanung
Fähigkeit zur Selbsteinschätzung
Eigenverantwortliches Handein
Treffen eigene Entscheidungen
In einer WfB beobachten Sie, dass ein Mitarbeiter/Klient offensichtlich feinmotorische Schwierigkeiten hat und seine Arbeit ungeschickt ausführt. Der Gruppenleiter spricht Ihn am Ende des Arbeitstages darauf an. Der Klient reagiert erschrocken und entschuldigt sich. Am nächsten Tag erscheint der Klient nicht zur Arbeit. Welche Bereiche zur Außen- und Innenwelt der Arbeit scheinen für den Klienten besonders problematisch zu sein? Begründen Sie kurz Ihre Einschätzung stichpunktartig!
🔵 Außenwelt (instrumenteller Bereich)
➡️ berufsspezifischer Bereich
Ungeschickte Arbeitsausführung → Probleme im Umgang mit Techniken / Verfahren
➡️ Grundarbeitsfähigkeiten
Verminderte Arbeitsqualität durch motorische Einschränkungen
👉 Problem Außenwelt: Anforderungen der Tätigkeit (Feinmotorik, Qualität) passen nicht zu den Fähigkeiten
🟢 Innenwelt (sozio-emotionaler Bereich)
➡️ emotionaler Bereich
Erschrecken, Entschuldigung → Stress, Angst, Unsicherheit
Wegbleiben → Vermeidungsverhalten, Motivationsverlust
➡️ sozialer Bereich
Schwierigkeit im Umgang mit Rückmeldung durch Vorgesetzte
Kritik wird negativ verarbeitet
➡️ körperlicher Bereich
Feinmotorische Schwierigkeiten → Probleme mit körperlicher Belastbarkeit / Ausführung
👉 Problem Innenwelt: Unsicheres Selbstbild + geringe Fähigkeit, mit Kritik umzugehen
🧠 Kurzfazit (perfekt für Prüfung)
Außenwelt: Probleme im körperlichen und berufsspezifischen Bereich (Feinmotorik, Arbeitsqualität)
Innenwelt: Emotional überfordert, geringes Selbstvertrauen, Vermeidung bei Misserfolg
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