Funktionalität von Angst
Alarmsignal -> aktiviert Vorbereitung schneller Abwehr- oder Fluchtreaktionen
-> erhöhen Überlebenswahrscheinlichkeit
Angstsystem reagiert schnell, aber ungenau (Better safe than sorry)
-> Fehleralarme treten auf
Was sind die häufigsten Formen der spezifischen Phobie
Tier, Höhe, Flug, Blut
Störungsbeginn spezifische Phobie
oft Kindheit oder frühe Jugend
—> ab ca 3-4 Jahren Tierphobien, ab ca15J situativer Typ
Behandlungsprävaenz spezifische Phobie
Behandlungsprävalenz sehr gering -> max 10 Prozent der Betroffenen und auch nur meist wenn Komorbidität vorliegt
Teilen sich spezifische Phobie, Panikstörung und Agoraphobie risikofaktoren (Vulnerabilitätsfaktoren)
JA
> Genetik
-> NEurobiologische Faktoren
-> Kognitive Faktoren
-> Krankheitserfahrungen in Kindheit, Trennungsangst etc
Wie viele Diagnosen im DSM
über 300
WIe Differentialdiagnostik bei Pannikattacken
Es gibt zwei Arten: unerwartet (=Panikstörung) vs. situationsgebunden (wie bei spezifischer Phobie etc)
Sorgfältige organische Differentialdiagnostik nötig
-> Konsiliarbericht vor Therapiebeginn einfodern (schriftliche Empfehlung eines Arztes zur Therapie)
denn: viele körperliche Symptome einer Panikstörung können
durch organische Erkrankungen (mit)verursacht werden
-> wie Asthma, Hyper- und Hypothyreose, Herz-Kreislauf-Erkrankung etc
Merken: Panikattacken treten auch mit anderen Störungen auf-> dies ist aber dann situationsgebunden!
Befürchtungen verursachen Panikattacken
Soziale Angsstörung -> soziale Abwertung
Spezifische Phobie-> Bedrohung durch das phobische Objekt
Panikstörung -> gesundheitliche Folgen der Symptome
Agoraphobie-> Bedrohung durch Situation (betrifft mind zwei Situationen!)
Welche Befürchtungen treten bei den Krankheitsbildern jeweils auf
Soziale Angststörung: soziale Abwertung
Spezifische Phobie: Bedrohung durch das phobische Objekt
Panikstörung: gesundheitliche Folgen der Symptome
Inwiefern trete Panikattaken mit anderen Störungen auf
Panikattaken treten nicht nur beu Panikstörung auf, sondern auch bei anderen Angsstörungen!
sind dort mit dem phobischen Reiz verbunden -> sind also erwartet/situationsgebunden
Befürchtungen:
Soziale Angsstörung = soziale Abwertung
spezifische Phobie = Bedrohung durch das phobische Objekt
Panikstörung= gesundheitliche Folgen der Symptome
Agoraphobie betrifft mindestens zwei Situationn
-> Befürchung: keine Fluchtmöglichkeit oder Hilfe bei Angstattake
Agoraphobie vs Spezifische Phoeb vom situativen Typ
- Agoraphobie betrifft mindestens 2 Situationen
- Befürchtung:
• Agoraphobie: kein Fluchtmöglichkeit oder Hilfe im Rahmen einer Angstattacke
• Spezifische Phobie: Bedrohung durch die Situation (z.B. Flugzeugabsturz)
Was ist Agoraphobie
Situation ist schwer zu verlassen
Hilfe ist schwer zu erreichen
—> Angst vor bestimmten Orten u. Situationen
Risikofaktoren der spezifischen Phobie/Panikstörung(Agoraphobie
Genetik
Neurobiologische Faktoren
Kognitive Faktoren
Trennungsangst etc
Erklärungsmodell für Agoraphobie
Lernmodell -> 2 Faktoren Modell
Klassische Konditionierung
Verstärkung des Vermeidungsverhaltens durch negative Verstärkern (KEine angst mehr)
Was ist entscheidender Unterschied zwischen Panikattacken bei einer Panikstörung vs bei spezifische Phobie oder Agoraphobie
bei Panikstörung unerwartet und nicht situationsgebunden -> bei anderen Störungen situationsgebunden
(Zwei Arten von Panikattacken)
Zwei Arten von Panikattacken
unerwartete Panikattacken= Panikstörung
Situationsgebundene und situationsbegünstigte Panikattaken -> erwartete
-> oftmals im Rahmen anderer Störungen wie soziale Angststörung, spezifischen Phobie, Zwangsstlrung
Epidemiologie für spezifische Phobie
Kinder häufiger betroffen als Erwachsene
Behandlungsprävalenz sehr gering (max 10 Prozent)
Häufigste Formen: Tier-, Höhen-, Flug- und Blutphobien
oft Kindheit oder frühe Jugend Beginn
Epidemiologie Panikstörung und Agoraphobie
Panikstörung:
Lebenszeitprävalenz: 2-5 Prozent
12 Monats Prävalenz: 2 Prozent
Agoraphobie
Lebenszeitprävalenz: 4 Prozent
Welches Geschlecht ist häufiger betroffen
Frauen 3:1
Komorbidität ist mit anderen Störungen hoch
Wie Differentialdiagnostik von Angsstörungen
Strukturierte Klinische Interviews:
Strukturiertes Interview für DSM5 Störungen
Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen
Dimensionale Selbstbeurteilungsfragebögen
-> Fragebogen zu körperbezogenen Ängsten, Kognitionen und Vermeidung
-> Spezifische Phobien Fragebogen
Was ist mit Krücken gemeint bei Agoraphobie und Panikstörung
Sicherheitsverhlten, Ablenkungen, Vermeidungsverhalteb
-> Betroffene fühlen sich davon abhängig —> verhindern Erfahrung von Ungefährlichkeit
Ist Agoraphobie unspezifisch oder spezifsich
UNSPEZIFISCH
Wie nennen sich die Ängste, die sich auf evolutionär überlebensrelevante Situationen bestehen
Preparedness
Three-Pathway-Modell
Drei Wege des Angsterwerbs
Klassische und operane Konditionierung
Modellernen/Imitationslernen
Instruktionslernen (z.B. Warnungen der Eltern)
-> in Studien belegt (retrospektiv “Wie war das damals”)
Instruktionslernen für Verlernen von Ängsten relevant (z.B. “Das ist nicht gefährlich”)
Studie von S.Mineka zu Preparedness und Modellernen
Rhesusaffen zeigen keine Angst vor Schlangen (sind im Labor aufgewachsen)
-> Affen wurden Videos gezeigt wie andere Affen vor Schlangen haben (Modellernen) und aber auch vor neutralen Objekten
—> hatten letztendlich aber nur Angst auf Schlangen jetzt (Preparedness), nicht vor den Objekten
Weder preparedness noch Modelllernen erklären für sich allein die Entstehung von Schlangenangst
—> nur Interaktion beider Faktoren führt zu Aktivierung bleibender Lernprozesse!
Erweiterung des Three-Pathway Modells durch Poulton und Menzies
Fehlen der Erinnerung an traumatische oder andere Lernsituation bedeutet, dass Lernen zum Angsterwerb nicht immer nötig ist
Es gibt Gelernte (z.B. Zahnarztphobie) vs. evolutionär erworbene, nicht-assoziative Ängste (z.B. Höhe, Wasser)
Angeborene Ängste werden normalerweise im Entwicklungsverlauf verlernt (durch Erfahrung und Habituation)
Nicht-assoziative Phobien etablieren sich, wenn zu wenig Erfahrung mit Auslösern bestand = 4. Weg der Angstentstehung
Was für Ebenen der Angst gibt es
Körper (Herzrasen, Schwitzen etc)
Denken/Fühlen
Verhalten (Vermeidung/Flucht)
Subtypen der spezifischen Phobie
Tier- Typ
Umwelt-Typ (Sturm, Wasser, Höhe)
Blut-Spritzen-Verletzungstyp
Situativer Typ (Tunnel, Fliegen, Fahrstuhl, geschlossene Räume…)
Sonstige (ersticken, Erbrechen, Verschlucken…)
Was für Lerntheoretische Erklärungsmodelle für Panikstörungen gibt es
2-Faktoren-Theorie
Es gibt 2 Phasen
1.Entstehung von Ängsten:
Unkonditionierter Reiz: Hund
Unkonditionierte Reaktion: Schmerz
Konditionierter Reiz: Hund
Konditionierte Reaktion: Angst
1.Aufrechterhaltung der Angst:
Operante Konditionierung
Lernen durch Verhaltenskonsequenz -> Vermeidungsverhalten = Ausbleiben der Angst (negative Verstärkung-> keine Angst aber auch positive Verstärkung -> Erleichterung)
Erkläre Erklärungsmodell Preparedness
Es gibt Evolutionäre vorbereitete Reize
->werden leichter zu Angstauslöser —-> ist evolutionär sinnvoll (es ist sinnvoller Angst vor Schlange zu haben als vor Blume)
Empirie:
Konditionierte Furchtreaktion bei phobierelevanten Objekten wie Schlangen löschungsresistenter (nicht so leicht zu überwinden) als reale moderne Gefahrenreize wie Schusswaffen
Was für Neurobiologische faktoren gibt es als Erklärungsansatz fürdie spezifische Phobie
Hyperaktivierung der Amygdala auf phobierelevante Reize
Amygdalareaktion schneller als bei Gesunden
Rückgang dieser Hypersensitivität nach erfolgreicher Expositionstherapie
——> Expositionstherapie wirkt sich also auch auf neurobiologischer Ebene aus
Was sind die DSM 5 Kriterien einer spezifischen Phobie
Ausgeprägte Angst oder Furcht vor einem spezifischen Objekt oder einer spezifischen Situation (z.B. Fliegen, Höhen, Tiere etc)
ruft fast immer eine unmittelbare Furcht oder Angstreaktion aus
aktiv vermieden bzw nur unter starker Furcht oder Angst ertragbar
Angst/Furcht geht über das Ausmaß der tatsächlichen Gefahr hinaus + im soziokulturellen Kontext unverhältnismäßig
übr 6 Monate oder länger
verursacht in klinisch relevanter Weise Leiden oder Beeinträchtigung
Störungsbild kann durch Symptome einer anderen Störung nicht besser erklärt werden
Panikattacken =Panikstörung
NEIN Panikattacken sind ein psychopathologisches Syndrom, keine Störung!
Erkläre Panikattacken
klar abgrenzbare Episode intensiver Angst
Symptome: plötzlich, unvorhersehbar auftretend, schnell auf Maximum ansteigend (innerhalb von Minuten), zeitlich begrenzt (Symptome lassen i.d.R. nach ca. 20 - 30 Min. nach), von intensiven physiologischen und kognitiven Symptomen begleitet
Psychopathologisches Syndrom—> KEINE STÖRUNG
können im Rahmen von Angststörungen und anderen psychischen Störungen auftreten
etwa 13 Prozent der Menschen schonmal erlebt -> selten vor Pubertät
häufig während kritischer Lebensphase -> erhöhtes Stresslevel
Wie lange dauern Panikattacken
Symptome lassen in der Regel nach 20-30Minuten nach
Kriterien der Panikstörung nach DSM 5
1.) Wiederholte unerwartete innerhalb von Minuten ihren Höhepunkt erreichenden Panikattacken mind MINDESTENS 4 Symptome:
Palpitation (Herzstolpern)
Herzklopfen
Schwitzen
Zittern
Kurzatmigkeit
MAgen Darm
Schwindel
Derealisation und Depersonalisation
Paräesthetsien (extreme Wahrnehmung von Gefühlen)
Angst zu sterben
Bei mind einer der Attacken folgte ein Monat oder länger mind einer der Symptome:
Anhaltende Angst vor weiterer Attacke und ihren Folgen (Angst Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden)
Deutlich fehlangepasste Verhaltensänderung infolge der Attacken (Verhaltensweise um Panikattacke zu vermeiden etc)
3 .Störungsbild ist nicht Folge der physiologischen Wirkung einer Substanz oder eines medizinischen Krankheitsfaktors
4.Störungsbild kann nicht besser durch eine andere psychische Störung erklärt werden(z. B. Panikattacken treten nicht nur in Reaktion auf gefürchtete soziale Situationen auf)
Was ist ein psychopathologisches Syndrom
Panikattacken.> ist erstmal keine Störung
Wie viele erleben mind einmal im Leben eine Panikattacke
Was sind Sicherheits-/Ablenkungs-/ Vermeidungsverhalten bei Panikstörung und Agoraphobie
Sicherheitssignale: Objekte/ Situationen, denen die Personen hilfreiche Eigenschaften zuschreiben, wodurch sie sich besser fühlen - z.B. Medikamente mitnehmen oder einnehmen
Ablenkung: Versuch, angstauslösende Situationen besser durchzustehen durch Ablenkung - z.B. laute Musik hören
Vermeidung: Weigerung oder Zögern gegenüber bestimmten Situationen/ Tätigkeiten, fluchtartiges Verlassen - z.B. Kaffee o. Alkohol trinken
Sicherheitssignale und Ablenkungen bekommen den Charakter von „Krücken“
->Betroffene fühlen sich davon abhängig -> verhindern Erfahrungen von Ungefährlichkeit
Wieso Konsiliarbericht für Differentialdiagnostik Panikstörung wichtig
Boeöe der körperlichen Symptome können durch organische Erkrankungen mitverusacht werden wie Hyper- oder Hypothyreose, Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Asthma
Welches Erklärungsmodell geht von einer psychophysiologisch-kognitiven Aufschaukelung aus
Teufelkreismodell -> Panikstörung
bie
Was sind Erklärungsmodelle für Panikattacken
Diathese Stress MOdell
Teufelkreismodell
Wie äußert sich spezifische Phobie
starke Angstreaktion
Vermeidungsverhalten und Beeinträchtigung
Welche Kritik besteht am lerntheoretischen Modell
Bei Menschen mit spezifischer Phobie ist das traumatische Ereignis häufig nicht nachweisbar (zumindest nicht im direktem Kontakt zum Angstauslöser)
—> es gibt also keinen wirklichen US -> UR
-> Klassische Konditionierung von Angst gelang experimentell nur selten (führt eher zur Habituation der UR)
Äquipotentialsprinzip verletzt nicht alle Reize werden mit gleicher Wahrscheinlichkeit zu Angstauslösern
-> trotz Trauma häufig keine Konditionierung (z.B. Schlange ist was anderes als Blume)
Äquipotantialsprinzip besagt, dass eine Störung unterschiedliche Ursachen haben kann
Problem an Sicherheits/Ablenkungs und Vermeidungsverhalen
Bekommen den Charakter von Krücken-> Betroffene fühlen sich abhängig davon
—> Verhindern Erfahrung von Ungefährlichkeit = Extinktion nicht möglih
Erkläre was mit dem Äquipotentialprinzip gemeint ist
Kritik am lerntheoretischen Modell, dass dieses verletzt wird
-> nicht alle Reize werden zu Angstauslösern
—-> trotz Trauma häufig keine Konditionierung
Diathese-Stress bei Panik
Jeder hat eine individuelle Schwelle mit Körpersymptomen auf Stress zu reagieren
-> Phasische Stressoren addieren sich über die Zeit auf
Tritt jetzt ein Alltags-Stressor auf: wird die Schwelle überschritten
-> für Betroffene:n „ohne Grund“ =verstärkt somit Annahmen, dass körperlich etwas nicht stimmt
• Panikattacken fungieren zusätzlich als Stressor und halten somit das Anspannungsniveau hoch -> erneute Attacken wahrscheinlich
Teufelkreismodell der Panikstörung
WICHTIG FÜR KLAUSUR
Psychophysiologisch-kognitive Aufschaukelung
1) Variation normaler körperlicher Vorgänge (z.B. Herzklopfen) als Ausgangspunkt
2) werden wahrgenommen und als gefährlich interpretiert (Fehlinterpretation)
3) Es folgt eine emotionale Reaktion (Angst)
4) Rückwirkende Verstärkung der körperlichen Vorgänge also automartische phyisologische Reaktion z.B. Hormonausschüttung
—> Positive Rückkopplung = Teufelskreis
Kriterien der Agoraphobie nach DSM 5
Ausgeprägte Angst vor zwei oder mehr Situationen:
-> Benutzen von Öffis
-> auf offenen Plätzen sein
-> in geschlossenen offenen Räumen sein
-> Schlange stehen oder in Menschenmenge zu sein
-> Allein außer Haus sein
Situationen werden gefürchtet oder vermieden da Flucht schwierig sein könnte oder Vermeidung von Symptomen
fast immer Furcht-oder Angstreaktion
Situationen werden aktiv vermieden -> können nur in Begleitung aufgesucht werden oder werden unter intensiver Angst durchgestanden
unverhältnismäßig
Furcht, Angst oder Vermeidung ist andauernd -> 6 Monate oder länger
klinisch bedeutsames Leiden oder Beeinträchtigung
Falls ein anderer medizinischer Krankheitsfaktor vorliegt (z.B. Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Morbus Parkinson), ist die Furcht, Angst oder Vermeidung deutlich ausgeprägter, als dies normalerweise bei diesem medizinischen Krankheitsfaktor zu erwarten wäre.
Erklärungsmodell: Nicht assoziatives Modell
Erweoterung des Three Pathwax Modells
Fehlen von Erinnerung an Trauma/Lernsituation zeigt: Lernen ist für Angsterwerb nicht zwingend nötig
differenziert zwischen
Gelernte (Zahnarzt) vs. evolutionäre erworbene (also nicht assoziative) Ängste (Höhe, Wasser)
-> Angeborene Ängste werden meist verlernt (durch Erfahrung u. Habituation)
-> nicht assoziative Phobien etablieren sich durch zu wenig Erfahrung mit Auslösern
(erweitert Three Pathway Modell um 4. Pfad)
Welches Modell erweitert Three Pathway Modell um vierten Path
Nicht assoziatives Modell
-> zu wenig Erfahrung mit Auslösern im Entwicklungsverlauf (wurden nicht verlernt)
Was sind Erklärungsmodelle für spezifische Phobie
Zwei Faktoren Theorie (lerntheoretisches Modell)
Three Pathway Modell
Nenne drei Beispiele für Fehlinterpretation bei Panikstörung
Herzrasen, Palpitationen, Brustschmerzen
-> “Ich bekomme einen Herzinfarkt”
-> “Ich werde in Ohnmacht fallen”
Benommenheit
-> “ Ich habe einen Hirntumor”
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