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Lektion 3

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von lis M.

Ambivalenz der Hochschullehre beschreiben. 4x IIIIIII

Die Hochschullehre zeigt ein wachsendes Interesse an Sozialer Diagnostik und integriert

zunehmend diagnostische Inhalte in Forschung und Ausbildung. Gleichzeitig bleibt ihre Position

widersprüchlich:

• Lange unterdrückte oder kritisch betrachtete Praxis

In der Sozialen Arbeit wurde Diagnostik über Jahrzehnte abgelehnt, da man sie als

herrschaftliches Instrument sah, das Klient:innen objektiviert, normiert und sozial

kontrolliert (Kunstreich et al., 2003).

• Wiederentdeckung & Professionalisierung

Seit den 1990er-Jahren wird Diagnostik wieder positiv aufgegriffen (Pantuček & Röh, 2009),

besonders in neuen Praxisfeldern wie Frühe Bildung, Jugendhilfe, Schulsozialarbeit,

Altenhilfe u. a.

• Gegenläufige Strömungen in der Wissenschaft

Eine Gruppe will standardisierte, klassifikatorische Diagnostik zur Klarheit von

Problemlagen

Eine andere Gruppe setzt auf hermeneutisch-rekonstruktive Diagnostik mit Fokus auf

Selbstdeutung

Kritische Stimmen warnen weiterhin vor Entmündigung und sozialer Kontrolle

Widerspruch zwischen technischer Standardisierung und emanzipatorischem Anspruch

• Hohe Anforderungen – aber unsicherer Praxistransfer

In der Praxis herrscht trotz wachsender Anforderungen oft Unsicherheit und fehlende

diagnostische Kompetenz. Professionelle Diagnostik ist zeitaufwändig und verlangt

Reflexionsfähigkeit, Takt und ein starkes sozialarbeiterisches Selbstbewusstsein.

Kurzfazit – perfekt für die Prüfung

Die Ambivalenz zeigt sich darin, dass Soziale Diagnostik in der Hochschullehre als wichtige

Kernkompetenz anerkannt wird, gleichzeitig aber kritisch diskutiert, unterschiedlich aufgefasst

und in der Praxis noch uneinheitlich und unsicher angewendet wird.

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lis M.

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