Was ist der Unterschied zwischen der unbelebten & lebenden Biologie?
Unbelebt:Â
Stoffe & ihre Wechselwirkung
Physik & Chemie beschÀftigen sich damit
Lebend:
Biologie beschÀftigt sich mit lebenden Lebewesen & Lebenserscheinungen
Ganze Gruppe mit Eigenschaften mĂŒssen gemeinsam vorkommen, damit man Belebte von Unbelebten unterscheidet -> nur in Gesamtheit kennzeichnen sie ein Lebewesen
Bsp.: Euglena -> besteht aus einer einzigen Zelle & besitzt alle Eigenschaften eines lebenden Organismus -> Zelle ist die kleinste selbststÀndige Lebenseinheit
Wie lÀuft der Stoffwechsel beim Beispiel Euglena ab?
Mit Licht -> können Licht ausnutzen & Chloroplasten Kohlenstoffdioxid & Wasser zu organischen Verbindungen umsetzen => Fotosynthese
Ohne Licht -> Durch dauernden Lichtmangel verliert Euglena an Chloroplasten -> kann aber, wenn genug organische Stoffe oder Teilchen da sind, weiter leben -> kann Stoffe als Nahrung aufnehmen
aher besitzt Euglena tierische & pflanzliche Eigenschaften!!
Aufgenommene Stoffe stimmen nicht mit eigenen Körperstoffen ĂŒberein -> Stoffe mĂŒssen zuerst verdaut werden -> in kleinere Verbindungen zerlegt & chemische weiter umgesetzt -> dann daraus Zellbestandteile aufgebaut werden
Welche zwei Arten der Fortpflanzung gibt es bei Euglena?
Ungeschlechtliche Fortpflanzung -> GeiĂeln werden abgebaut -> Zellkern teilt sich in 2 gleich groĂe Folgekern -> Zelle schnĂŒrt sich lĂ€ngs durch => 2 neue selbstĂ€ndige Zellen entstehen -> bilden GeiĂeln aus & wachsen
Geschlechtliche Fortpflanzung -> 2 Euglena-Zellen + ihre Kerne verschmelzen -> entstandene Zelle & Zellkern teilen sich dann mehrmals => mindestens 4 Nachkommen entstehen
Wie bewegt sich Euglena fort?
berĂŒhrt man das Vorderende Ă€ndert sich der Schlag & Bewegungsrichtung wird geĂ€ndert -> Hindernisse kann dadurch ausgewichen werden -> BerĂŒhrungsreize können ĂŒber die ganze ZelloberflĂ€che aufgenommen werden
bewegt sich in Richtung des Lichts -> hĂ€lt sich im hellsten Bereich auf -> Lichtreize werden von lichtempfindlichen GeiĂelverdickung aufgenommen => Fotorezeptor -> dreht sich, bis Fotorezeptor nicht mehr beschattet ist
Kann auf Ănderungen in der Umwelt reagieren -> FĂ€higkeit nennt man Reizbarkeit -> kann jede Zelle
Wie ist Euglena regulations- und anpassungsfÀhig?
Regulation:
sucht aktiv nach LichtverhÀltnissen in denen Fotosynthese möglich ist ohne Schaden
VerĂ€ndert Position, sodass die störenden EinflĂŒsse sich gering auswirken -> Regulation
Anpassung:
Reagieren auf Umwelt normalerweise zweckgemĂ€Ă
Anpassung durch Entwicklung -> Evolution
Was versteht man unter Systemeigenschaften?
Euglena zeigt alle Grunderscheinungen des Lebens, wie man sie auch bei komplexen gebauten Organismen findet
Geordnete Ablauf aller LebensvorgÀnge an intakte Zelle gebunden -> Zelle die kleinste selbstÀndige Lebenseinheit -> offene & selbstregulierender System
Systemeigenschaften entstehen durch Wechselwirkung zwischen Teilen -> wirken zusammen -> Kennzeichen der Lebewesen
Was fĂŒr Systemebenen gibt es?
In Biologie unterscheiden: MolekĂŒl, Zellorganell, Zelle, Gewebe, Organ, Organismus, Population, Biozönose, Ăkosystem & BiosphĂ€re
Teildiszipline: Zellbiologie â Zelle, Botanik & Zoologie â Pflanzen & Tiere (Organismen), Populationsbiologie â Population, Ăkologie â Ăkosysteme
Innerhalb der jeweiligen Disziplin Betrachtung der Struktur (Form, Gestalt) oder Untersuchung der Funktion des jeweiligen Systems im Mittelpunkt
Was versteht man unter âDer Organismus als Systemâ?
Organismus ist ein System
Lebendes System nach auĂen begrenzt -> Bsp.: Zellmembran -> jedoch stĂ€ndiger Energiezufuhr & Aufnahme von Stoffen von auĂen -> gibt auch Energie nach auĂen ab -> lebendes System ist offenes System, weil es Energie und Materien aufnimmt & abgibt
Organismus strebt unverĂ€nderlichen Gleichgewichtszustand an => Homöostase -> Gleichgewichtszustand ist FlieĂgleichgewicht
Viele VorgÀnge des Zellstoffwechsels laufen in Regelkreisen ab -> sie bestehen nicht einzeln, sondern beeinflussen sich gegenseitig
Wie kann man eine Zelle allgemein zusammenfassen?
Alle Lebewesen bestehen aus Zellen -> alle Zellen stimmen in wesentlichen Strukturen, Baustoffen und Funktionen ĂŒberein -> Zellen entstehen nur aus vorhandenen Zellen
Lat. Cellula = kleine Kammer -> entdeckt von Robert Hooke (England, 17. Jhd., Korkzelle)
Was sind die wesentlichen Faktoren die eine pflanzliche Zelle von einer tierischen Unterscheidet?
Chloroplast in pflanzliche Zelle
verschiede Ăffnungspunkte -> Plasasmodesmen pflanzliche Zelle & Desmosom tierische Zelle
Zellwand:
tierische Zellen haben keine -> nur dĂŒnne Zellmembran
bei pflanzlichen Zellen besteht aus Cellulose -> Ăffnungen fĂŒr Stofftransport âTĂŒpfelâÂ
Vakuolen: In Pflanzenzellen oft sehr groĂ â In tierischen Zellen eher unscheinbar
Lysosome: immer in tierischer Zelle selten in der pflanzlicher
Pflanzliche Zelle ist gröĂer als tierische Zelle
Was sind drei wichtige Organellen, die in beiden Zellarten beinhaltet sind, und was ihre Aufgaben/ Eigenschaften?
Zellkern/Nucleus:
Erbgut/ DNA -> Steuerzentrum der Zelle,
KernhĂŒlle hat Poren -> Mit Cytoplasma (= gesamter Zellinhalt ohne Zellkern) in Verbindung
Chromatin (DNA + Protein)
Kernkörperchen (Nucleolus) -> produziert Ribosome
Mitochondrien:
âKraftwerkâ der Zelle, durch Zellatmung Energie zu VerfĂŒgung
Befindet im Cytoplasma
Bildung von ATP bei der Zellatmung
FettsÀure- und AminosÀureabbau
Aussehen: glatte Ă€uĂere und stark gefaltete innere Membran, Cristae = Falten der inneren Membran, Matrix (Innenraum), DNA, Ribosomen
Golgi-Apparat:
Herstellung von Sekretstoffen
Besteht aus Dictyosomen (-> Transport von Proteinen)
Bildung der Zellmembran und Zellwand
Verpackung von Lipiden und Proteinen aus der ER
Aussehen: Zisternen (membranumschlossene Scheibchen), Transport-Vesikel (membranumschlossene BlÀschen), Golgi-Apparat = Summe aller Dictyosomen einer Zelle
Was ist eine Biomembran?
Zelle und Organellen von Biomembran begrenzt
Grundbau: Lipiden (Fette und fettÀhnliche Substanzen) & Proteinen (30-70%)
Lipide: MolekĂŒle, die nicht in Wasser lösen -> besitzen aufgrund ihrer chemischen Reste (Lipiddoppelschicht) eine hydrophobe (wasserabweisende) und hydrophile (wasserliebende) Region -> bei Wasserkontakt kommen hydrophile Regionen zusammen
Kohlenhydratketten auf der AuĂenseite der Zelle -> Erkennen deren passendes Teil -> Bsp. Eizelle & Sperma
Ist eine selektiv permeable Membran
Wie verlaufen StoffwechselvorgÀnge in der Zelle ab?
StoffwechselvorgÀnge verlaufen unabhÀngig voneinander gleichzeitig ab
Was fĂŒr zwei Typen von ReaktionsrĂ€umen gibt es? (Cytologie)
plasmatische ReaktionsrÀume (-> Hauptmasse des Cytoplasmas gehört, ist proteinreich)
nichtplasmatische ReaktionsrÀume (proteinarm, wasserreich -> gehören nicht zum Cytoplasma) -> ReaktionsrÀume werden von Biomembran getrennt => Kompartimentierungsregel
Was versteht man unter ânie freie Endenâ im Kontext mit der Zellmembran?
Nie freie Enden -> immer umschlossen -> Membranteile können nur in Form von geschlossenen Vesikeln (BlÀschen) abgetrennt -> entsteht nur durch weiteren Anbau von bereits vorhandener Membran -> Ort der Synthese der Membranbausteine Membran selbst (Protocyte -> Zellmembran, Eucyte -> Membran des ERs, Mitochondrien, Chloroplasten)
Was ist der Membranfluss?
stĂ€ndiger Ablauf von Neubildung, VergröĂerung, Abtrennung, Verschmelzung & FormverĂ€nderung von der Membran
Bei der Zusammensetzung der Membranproteine und deren jeweiligen Anteile unterscheiden sich bei den einzelnen Membranen stark. Gib 2 Beispiele von Membranproteinen!
Regelt Stoffaustausch zwischen Zelle & AuĂenwelt, Organellen & Cytoplasma -> nutzen Schranken oder Schleusen fĂŒr Durchtritt von Stoffen -> sehr kleine MolekĂŒle (z.B.: SauerstoffmolekĂŒle) können fast ĂŒberall durch Membran passieren, aber gröĂere Verbindungen (z.B.: Zucker) nicht -> benötigen Transportproteine, die sie zu den jeweiligen ReaktionsrĂ€umen transportieren
Rezeptorproteine -> leiten Signale ins Innere der Zelle bzw. Organells  -> Z.B.: Hormon bindet an es -> Kohlenhydratketten & Membranproteine von Zellmembran tiereischer Zellen sind Kontakt- & Erkennungszonen zwischen Zellen
Was fĂŒr 2 grundsĂ€tzlich Transportarten fĂŒr Teilchen durch Membran gibt es?
passiver Stofftransport (ohne Energiewand) & aktiver Stofftransport (Zelle muss Energie bereitstellen)
Was ist der passiver Strofftransport?
Diffusion -> einzelne Teilchen bewegen sich in FlĂŒssigkeit oder Gas vom Ort mit hoher Konzentration zu Ort mit niedriger Konzentration -> fĂŒhrt ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg zum Konzentrationsausgleich -> tritt dort auf, wo zwischen mischbaren Stoffen ein Unterschied in der Konzentration (KonzentrationsgefĂ€lle) besteht -> desto höher der Konzentrationsunterschied ist, desto mehr Teilchen wandern zur geringeren Seite und desto schneller -> Transportgeschwindigkeit ist umso höher, je kleiner Atom- oder MolekĂŒlmasse, je gröĂer KonzentrationsgefĂ€lle & je höher Temperatur ist
Was ist eine selektive permeable Membran?
Membran, die bestimmte Ionen/ MolekĂŒle durchlassen, aber andere nicht, nennt man selektive permeable Membran -> Diffusion dadurch nennt man Osmose
Was ist Osmose und wie kann man es sehen? (Experiment â Cytologie)
Osmose zu sehen, wenn wĂ€ssrige Lösung mit hoher Konzentration von Wasser durch Membran getrennt ist -> WassermolekĂŒle kommen durch, ZuckermolekĂŒle aber nicht -> Druck der Zuckerlösung steigt an durch Diffusion -> herrschender Druck ist osmotischer Druck -> steigt mit der Konzentration der gelösten Stoffe -> bei mehr Druck im Inneren flieĂen mehr WassermolekĂŒle aus der Lösung als hineinkommen -> höherer Druck in Zelle
Wie ist Osmose bei pflanzlichen und tierischen Zellen?
Pflanzen: Volumenzunahme der Vakuole -> mehr Druck des Zellinneren auf Zellwand => Druck wird als Turgor bezeichnet
Tierzelle: weil keine Zellwand bei unkontrollierten Wasseraufnahme platzen -> Zelle sammeln ĂŒberschĂŒssiges Wasser in kleinen Vakuolen & schleusen Inhalt aus der Zelle -> bei Wirbeltieren Regulation durch Niere
Was ist eine erleichterte Diffusion?
spezifische Membranproteine ermöglichen Diffusion von Ionen & einigen Kleinen, hydrophilen organischen MolekĂŒlen durch Membran -> kann durch Carrier (TrĂ€gerproteine) oder IonenkanĂ€le (Tunnelproteine) erfolgen
Carrier: nehmen zu transportierendes MolekĂŒl auf & geben es auf andere Membranseite ab -> ermöglichen Durchtritt nur fĂŒr bestimmte MolekĂŒltypen
IonenkanĂ€le: spezifische Tunnelproteine, die nur bestimmte Ionen durchlassen -> öffnen nur auf spezifisches Signal -> SpannungsĂ€nderung an der Zellmembran, bestimmtes SignalmolekĂŒl (z.B.: HormonmolekĂŒl) oder mechanischer Einfluss (z.B.: Zugluft)
Wie wird der aktive Transport unterteilt?
In PrimÀr & SekundÀr aktiver Transport
Was benötigt der aktive Transport?
Braucht spezifische Membranproteine: Carrier, IonenkanÀle oder Pumpenproteine
Wie verlÀuft der PrimÀre aktiver Transport?
Energiereiche MolekĂŒl ATP wird direkt als Energiequelle genutzt -> bestimmte anorganische Ionen werden durch ein Membranprotein in eine Richtung transportiert -> Bsp. Calcium aus den Cytosol verschiedener in Zwischenzellraum befördert
Findet auch durch Natrium-Kalium-Pumpe statt (ist ein Carrier) -> fĂŒr Energie fĂŒr Transport spaltet NKP ein ATP & gleichzeitig transportiert 3 Na+-Ionen raus aus der Zelle und 2 K+-Ionen hinein -> dadurch Na+-Ionen im Zwischenzellraum angereichert & K+-Ionen in der Zelle angereichert -> KonzentrationsgefĂ€lle zwischen beiden Ionen entsteht & kann als Energiequelle fĂŒr Transport bestimmter Stoffe durch anderen Carrier genutzt werden
Transport, der energisch an einen primÀren aktiven Transport gekoppelt ist, bezeichnet man als sekundÀr aktiven Transport
Wie verlÀuft der SekundÀre aktiver Transport?
Transport von AminosÀure & vieler anderer Stoffe in die Zelle gegen KonzentrationsgefÀlle findet als sekundÀr aktiven Transport statt
HÀufig schaffen Pumpen an der Membran die Voraussetzung diesen Transportprozess -> z.B.: anorganische Ionen durch IonenkanÀle gegen Konzentrationsabfall transportiert
Bakterien durch diesen Transport, gekoppelt an eine Pumpe, Zucker & AminosÀuren in die Zelle auf
IonenkanÀle können oft nur in eine Richtung transportieren -> sind viel schneller als Carrier
Was ist Endocytose?
flĂŒssige & feste Stoffe können von Zellmembran umschlossen werden -> bilden blĂ€schenartige MembranabschnĂŒrung (Vesikel) [Prozess bis zu diesem Punkt mit flĂŒssigen wird Pinocytose genannt/ mit festen Stoffen wird Phagocytose genannt] -> trennt sich von der Membran und wandert durch Cytoskelett ins Zellinnere -> PhagocytoseblĂ€schen verschmelzen im Zellinneren mit einem Lyosom -> Enzyme bauen feste Stoff ab
Was ist Exocytose?
Stoffwechselprodukte innerhalb der Zelle in Vesikel verpackt & aus Zelle transportiert -> so schnĂŒren Dictyosomen Golgi-Vesikel ab, die zur ZelloberflĂ€che wandern -> Inhalt wird nach auĂen abgegeben, dabei verschmilzt Vesikelmembran mit BerĂŒhrungsstelle der Zellmembran & Vesikel öffnet sich nach auĂen
Was fĂŒr eine Rolle spielen Vesikel bei der Zellmembran?
können Stoffe von einer Seite zur anderen in der Zelle transportieren & dort nach auĂen abgegeben -> dadurch BlĂ€scheninhalte durch Zelle transportiert Bsp. Fetttröpfchen aus Darmhohlraum nach drauĂen + gleichzeitig entsteht Membrantransport von einer Zellseite zu anderen
Transport vieler Stoffe durch Vesikel -> von ER zum Dictyosom (oder andere Organellen) & umgekehrt
Besitzen hĂ€ufig eine netzartige HĂŒlle aus Proteinen -> durch unterschiedlichen HĂŒllproteine festgestellt wohin Transport -> angekommen Vesikel and Membran angekoppelt -> verschmelzen nur dann, wenn SchlĂŒssel-Schloss-Prinzip mit Membranproteine & HĂŒllproteine passt -> wenn nicht löst sich Vesikel wieder ab
Bei wachsenden Zellen vergröĂert sich Zellmembran durch Verschmelzung mit Golgi-Vesikel
Wie sind die Mikroorganismen eingeteilt?
in zwei groĂe Gruppen eingeteilt werden:
Eukaryoten: Protisten (pilzÀhnlich, tierÀhnlich, pflanzenÀhnlich)
Prokaryoten: Archaeen & Bakterien
Was sind die Unterschiede zwischen Prokaryoten & Eukaryoten?
Prokaryoten:
Zelltyp: ProtocyteÂ
einfache, kleine Zellen ohne Zellkern,
DNA liegt frei im Cytoplasma -> ist ringförmig (kleine DNA-Ringe â Plasmide)
Keine Kompartimente
Zellwand aus Murein, Zellmembran
Ribosome sind kleiner
vor 3.5 Milliarden Jahren entstanden
Fortbewegung durch Flagellen & fÀdige Strukturen zum Anheften an dem Substrat
Weniger starke Strukturierung des Cytoplasmas
Einzeller haben fĂŒr Fortbewegung GeiĂeln
Fasst von zwei Gruppen zusammen: Archaeen & Bakterien
âVorkernigeâ -> weniger entwickelt als Eukaryoten
Einzellige Lebewesen
GröĂe: 1 ”m (bis 10 ”m)
Eukaryoten:
Zelltyp: Eucyte
GröĂere Zelle mit echtem Zellkern -> DNA drinnen gespeichert
DNA ist linear
Zellkern umhĂŒllt von einer Membran -> Zellwand aus Zellulose (nur bei Pflanzenzellen!)
Kompartimente (von Membran umschlossenen ReaktionsrÀume)
Hat Organellen
GröĂere Ribosome
Deutlich gröĂer als Protocyte
Vor 1.5 Milliarden Jahren entstanden (Pflanzen, Tiere und Pilze)
Alle mehrzelligen Organismen gehören zu Eukaryoten & bestehen aus unterschiedlichen Zelltypen mit verschieden Aufgaben
GröĂe: 0.5 bis ĂŒber 500 ”m (1000-fache dem Volumen einer Protocyte)
Pilze, Pflanzen, Tiere & Protisten
âEchtkernigâ -> komplexer als Prokaryoten
KomplexitÀt von Eucyten ermöglich Entwicklung mehrzelliger höheren Organismen
Was fĂŒr Vorteile/Nachteile haben Bakterien fĂŒr die Menschen?
NĂŒtzlich fĂŒr Menschen:
Als Abbauer machen NĂ€hrsalz fĂŒr Pflanzen wieder verfĂŒgbar
Als Darmbewohner (z.B.: Cellulose-Verdauung bei Grasfressern)
Knöllchenbakterien reichern Pflanzen mit Stickstoff aus der Luft an -> GrĂŒndĂŒngung (Bakterien bekommen dabei Zucker von Pflanzen â Fotosynthese)
Umweltschutz: Fett- und Ălabbau
Sind Krankheitserreger:
SchÀdliche Wirkung durch Abgabe von giftigen Stoffen -> Toxine
Krankheiten: Cholera, Tetanus, Typhus, Pest, âŠ
Gegenmittel: Penicillin (von Pilzen gebildet) verhindert Abbau der Bakterienwand -> Gefahr von Resistenzbildung bei falscher Einnahme
Sterilisationsverfahren (steril = frei von Mikroorganismen):
Autoklavieren durch Hitze und hohen Druck
Chemikalien zur Reinigung von Glasflaschen
Bestrahlung mit UV-Licht
Filtrieren einer FlĂŒssigkeit durch sehr enge Poren
Desinfektion der HĂ€nde & ArbeitsflĂ€chen mit Alkohol, Chlor,âŠ
Sind in Nahrungsmitteln:
Nahrungsmittelverderb durch Zersetzung von EiweiĂ durch Bakterien unter Luftabschluss (= FĂ€ulnis) -> unangenehm riechendes Gas entsteht
Lebensmittelvergiftung durch Toxine -> Durchfall & Erbrechen
Verwendung von Bakterien bei der Herstellung von Joghurt, Sauerkraut, Essig, âŠ
Herstellung von KĂ€se
Wie wird KĂ€se mit Bakterien hergestellt?
SĂ€urung geschieht durch Milchbakterien, die bei natĂŒrlicher Verunreinigung immer da waren (frĂŒhere)
Gezielte Einsetzung von Starterkulturen (heute â Grund: durch die sofortige KĂŒhlung der Milch & Pasteurisierung ursprĂŒngliche Bakterien nicht mehr entwickeln können)
1. Methode: MilchsÀurebakterien spalten Milchzucker (Lactose) zu Glucose & Galactose -> vergÀren diese zu MilchsÀure -> SÀure von Bakterien ausgeschieden & lassen Milch gerinnen -> Sauermilchtropfen entsteht, der zu FrischkÀse/ SauermilchkÀse verarbeitet werden kann
2. Methode: Labenzymen einsetzen -> Labmagen von Kalbe lassen Muttermilch gerinnen & machen sie dadurch verdaulich  -> bis vor wenigen Jahren aus Magen von jungen KÀlbern gewonnen (seltener von Pflanzen genommen) -> Heute: Enzyme eingesetzt, die aus gentechnischen verÀnderten Mikroorganismen gewonnen wurde
Wie spalten sich Bakterien und wie verlÀuft ihr Wachstum?
2 Arten der Zellteilung: Spaltung (hÀufigste, idente DNA) & Knospenbildung (Teil der DNA, der Mutterzelle)
Wachstum (begrenzte NÀhrlösung):
lag-Phase -> beginnt so bald Bakterien NÀhrlösung eingebracht werden
Exponentiell Phase -> Anzahl der Bakterien steigt
StationÀre Phase -> mit Abnahme der NÀhrstoffe und der Ausnutzung der Raums -> Anzahl der Bakterien verÀndert sich nicht mehr, weil die Zahl der nachwachsenden und absterbenden Bakterien sich ausgleichen (Waage)
Wachstum (unbegrenzte NÀhrlösung):
Hier stationÀre Phase nicht vorhanden
Was sind Archaeen?
Bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts noch zu Bakterien gezĂ€hlt wegen Erscheinungsform (Aufbau, GröĂe, LebensrĂ€ume)
Ergebnisse von spÀterer molekularbiologischer Untersuchung:
Ribosomale RNA grundverschieden und einzigartig
Unterschiede im molekularen Aufbau der Zellmembran
Ăhnlichkeiten mit Eukaryoten -> Ă€hnlich Stoffwechselreaktionen, manche Gene sind enger verwandt
LebensrÀume:
Besiedeln alle extremen LebensrĂ€ume der Erde -> z.B. RĂ€nder von Vulkanen, heiĂe Quellen (Thermoacidophile), Gletscher, Salzseen (Halophile) & WĂŒstengebiete
Sind sehr anpassungsfÀhig
Methanogene leben anaerob (leben ohne Sauerstoff) und betreiben Chemosynthese -> leben in SĂŒmpfen und stehenden. GewĂ€ssern und produzieren Methan -> kommen auch in Verdauungstrakten von WiederkĂ€uern (Celluloseverdauung) vor & in FaultĂŒrmen von KlĂ€ranlagen
Was ist der Grundaufbau einer Samenpflanze?Â
1.    Sprosssystem
2.    Spross
3.    Knoten (Nodien) -> verbinden BlĂ€tter & Ăste mit der Sprossachse
4.    Achselknospe
5.    Internodium -> Sprossachsenbereich zwischen zwei Knoten
6.    BlĂŒte (fertiler Spross)
7.    Apikalknospe (an den Sprossspitzen)
8.    Blatt
9.    Blattspreite
10. Blattstiel
11. Sprossachse
12. Wurzelsystem
13. Wurzel
Was sind Knospen?
Enthalten junge unentwickelte Sprossachsen, BlĂŒten & BlĂ€tter
Werden durch Signale zum Wachstum aktiviert, z.B.: Jahreszeitenwechsel
Was fĂŒr 4 Gewebearten gibt es und was sind ihre Aufgaben?
1.    Abschlussgewebe (Epidermis):
bildet Ă€uĂere Schutzschicht der Pflanze
besteht aus einer einzige Zellschicht -> wachsartige Stoffe absondert & wachsartige Schicht bildet => Cuticula
2.    Leitgewebe:
Transportiert Substanzen zwischen Wurzel & Sprosssystem
3.    Grundgewebe:
StĂŒtzgewebe
Wird in verschiedene Kategorien je nach Funktion eingeteilt
4.    Bildungsgewebe:
TeilungsfÀhiges Gewebe (Meristem) -> funktional noch nicht differenziert ist
Befindet sich in Wurzelspitzen & Knospen
auch in Sprossachse vorhanden => Kambium -> fĂŒr sekundĂ€re Dickenwachstum zustĂ€ndig
Was fĂŒr Funktionen haben Pflanzenwurzeln und was fĂŒr Wurzelsysteme haben sie?
Funktion:
Verankerung im Boden
Aufnahme von Wasser & NĂ€hrsalzen aus dem Boden
Speicherung von Reservestoffen
Wurzelsysteme:
Allhorizie -> Pfahlwurzelsystem aus der Keimwurzel -> Hauptwurzel mit Nebenwurzel
Homorhizie -> BĂŒschelwurzelsystem, Keimwurzel stirbt ab, viele sprossbĂŒrtige Wurzeln
Wurzeln wachsen nur an der Spitze
Wir schauen uns eine Pflanzenwurzel der LĂ€nge nach an. In was fĂŒr drei Zonen können wir sie einteilten? Was sind ihre Aufgaben?
Differenzierungszone (= Wurzelhaarzone):
Hier beginnen Wurzelzellen sich bezĂŒglich ihrer Struktur & Funktion zu differenzieren
Wurzelhaare sind Zellen mit ZellausstĂŒlpungen zur OberflĂ€chenvergröĂerung -> dienen zur Aufnahme von Wasser & Mineralstoffen
Zellteilungszone: -> hier entstehen neue Wurzelzellen (Mitose)
Streckungszone: -> hier verlÀngert sich die Zelle ums 10-fache
Wie sind Pflanzenwurzeln aufgebaut und was fĂŒr Aufgaben haben sie?
Wurzelhaube:
SchĂŒtzt Wurzelspitze bzw. meristematische Gewebe
Besteht aus verschleimenden Zellen -> erleichtern das VorwÀrtsdringen der Wurzelspitze im Boden
Muss stÀndig neu gebildet werden
Rhizodermis (Wurzelhaut, Wurzelepidermis):
Aus ihr entsteht einzelne Wurzelhaare
Dienen zur Wasser- & NĂ€hrstoffaufnahme
VergröĂern wasseraufnehmende GesamtoberflĂ€che
Funktionieren nur wenige Tage & sterben dann ab
Wurzelrinde:
Ihre Zellen dienen als Speichergewebe
Innerste Rinderschicht ist die Endodermis
Grenzt den Zylinder von der Rinde ab
Zellen enthalten in der Zellwand eine wasserundurchlÀssigen Korkstreifen (Caspary-Streifen) -> Kontrollfunktion
Zentralzylinder:
Leit- & StĂŒtzfunktion
Im inneren Holzteil (Xylem) strahlenförmig angeordnet -> dient zum Wassertransport
Siebteil (Phloem) befindet sich zwischen Xylemstrahlen -> dient zum Stofftransport
Wie ist der Stofftransport in einer Pflanze aufgebaut?
Alle Sprosspflanzen haben zwei (meist parallel verlaufende) Röhrensysteme mit unterschiedlichen Aufgaben
Xylem: Wasser mit gelösten Mineralstoffen (Ionen) transportiert
Phloem: Zuckersaft transportiert
Xylems LeitgefĂ€Ăe:
SchraubengefĂ€Ăe: sind durch spiralige Leisten verstĂ€rkt
TĂŒpfelgefĂ€Ăe: ganze Wand verstĂ€rkt
Phloems LeitgefĂ€Ă:
Siebröhre: haben durchlÀssige QuerwÀnde
Kambium -> Zone mit teilungsfÀhigen Zellen
Es gibt keine Saug-Druck-Pumpe
Wesentlicher Unterschied zwischen Tiere/Menschen & Pflanzen -> Wurzel und Pflanzenspitze oft mehr als 30 m entfernt
Wie nehmen Wurzeln NĂ€hrstoffe durch den Boden auf?
Feine Wurzelhaare spielen eine wichtige Rolle
Wasser & gelösten Mineralstoffe mĂŒssen von auĂen zur Wurzelmitte gelangen -> von dort in Pflanze verteilt -> dafĂŒr gibt es verschiedene Wege, die alle quer zur Hauptachse verlaufen:
Plasmamembran und ZellwÀnde werde von Wasser & gelösten Mineralstoffe durchquert
Weg durch Plasma durchzogenen Poren (TĂŒpfel) in der Zellwand
Weg durch ZwischenzellrĂ€ume -> dadurch gelangt es bis in die GefĂ€Ăe des Leitgewebes im Zentralzylinder
In diesen GefĂ€Ăen steigt es dann nach oben
Wie verlÀuft der Wassertransport von der Wurzel zum Blatt? (GROB)
Wasser flieĂt von Zentralzylinder der Wurzel mit 15 km/h zu allen BlĂ€ttern hinauf -> hauptsĂ€chlich durch Saugwirkung, die durch Wasserabgabe aus den Spaltöffnungen entsteht => Transpirationssog -> zieht gegen die Schwerkraft & ohne Pumpen Wasser in einem durchgehenden Wasserfaden mit Ionen (Xylemsaft) von Wurzeln durch Sprossachse zu den BlĂ€ttern
Wenn BlÀtter zu wenig Wasser bekommen -> verwelken & sterben ab
Weil Pflanzen groĂe OberflĂ€che besitzen, verdunsten sie sehr viel Wasser â vor allem aus den BlĂ€ttern â => Transpiration
Wie verlÀuft der Wassertransport von der Wurzel zum Blatt? (GENAUER)
Wasser durch Transpirationssog, KohĂ€sion (WassermolekĂŒle durch DipolkrĂ€fte zusammengehalten) & AdhĂ€sion (Aneinanderhaften von 2 Stoffen oder MolekĂŒlen durch MolekularkrĂ€fte an festen FlĂ€chen) transportiert
KohĂ€sion bewirkt, dass WassermolekĂŒle an ihren Nachbarn ziehen -> erzeugt zusammenhĂ€ngender Wasserfaden in Kapillaren bis hinauf zur Spross-Spitze
DipolkrĂ€fte bewirken AdhĂ€sion der WassermolekĂŒle -> erleichtert Ăberwindung der Schwerkraft
Wasserdampf (von der Verdunstung) befindet sich als Wasserfilm in ZwischenzellrĂ€umen der BlĂ€tter -> von dort nach auĂen abgegeben
Was sind die Hauptaufgaben von einem Blatt?
Fotosynthese
Gasaustausch
Transpiration (Wasserdampfabgabe)
Wie ist ein Blatt aufgebaut und was fĂŒr Eigenschaften haben diese Teile?
In der Blattspreite verzweigen sich Blattnerven & Adern => LeitbĂŒndel -> VerĂ€stelungen gehen von Hauptstrang aus
Epidermis:
Einschichtiges lĂŒckenloses Abschlussgewebe auf Ober- & Unterseite
Normal keine Chloroplasten
Mechanischer Schutz
Kontrolle von Gasaustausch & Wasserdampfabgabe
Kutikula:
Aus Cutin -> wachsartiger Ăberzug
ZusÀtzlicher Verdunstungsschutz
Palisadenparenchym:
Auf Oberseite
LĂ€ngere Zellen
SÀulenförmig
1-2 Lagen
ZwischenrÀume zur erleichternden Aufnahme von Kohlenstoffdioxid
Hoher Gehalt an Chloroplasten
Eigentliches Fotosynthesegewebe
Schwammparenchym:
UnregelmĂ€Ăig gestaltete Zelle
Getrennt durch mit Luft gefĂŒllte HohlrĂ€ume
Wasserdampfabgabe
Stehen mit Spaltöffnungen in Verbindung
Sauerstoff &Kohlenstoffdioxid zirkulieren & werden so Zellen des Palisadenparenchyms besser zugÀnglich
Was ist einer Spaltöffnung?
In unterer Epidermis eingelagert
Entstehen aus Epidermiszellen
Bestehen aus 2-bohnenförmigen SchlieĂzellen, die sich an den Enden berĂŒhren
Beinhalten Chloroplasten
Regulieren Gasaustausch & Wasserdampfabgabe
Wie Àndert eine Spaltöffnung ihre Weite?
ATP wird durch Fotosynthese gebildet -> wirkt als Treibstoff fĂŒr zellulĂ€re Pumpe, die K-Ionen aus der Nachbarzelle in die SchlieĂzelle transportiert -> dadurch strömt Wasser in die SchlieĂzelle in Richtung höhere K-Konzentration -> Wasserdruck (Turgordruck) steigt an innerhalb der Zelle -> dadurch öffnet sich der Spalt -> in der Dunkelheit passiert keine FS
Wie kann man die Blattanatomie an ihren Standorten kategorisieren?
4 groĂe Gruppen: Hydrophyten (= Wasserpflanzen), Hygophyten (= Pflanzen feuchter Standorte), Tropophyten(Pflanzen wechselfeuchter Standorte), Xerophyten (= Pflanzen trockener Standorte)
Was sind die Hauptfaktoren an, die die Blattanatomie Àndert, um sich anzupassen?
BlĂ€tter: GröĂe & Dicke
FĂ€higkeit der Wasseraufnahme
Epidermis: Dicke & Robustheit
Welche Blattart ist das? Nenne auch ihre Eigenschaften und Beispiele
Hydrophyten (= Wasserpflanzen):
Komplett unter Wasser:
nehmen ĂŒber ganze OberflĂ€che Wasser auf
zur OberflĂ€chenvergröĂerung haben fein zerteilte (dĂŒnne) BlattflĂ€chen & keine Spaltöffnungen (keine Kutikula)
Bsp.: Tausendblatt, Wasserpest
Bei SchwimmblÀttern liegen Spaltöffnungen oben
Haben viele HohlrÀume
Bsp.: Seerose
Welche Blattart ist das? Nenne auch ihre Eigenschaften und Beispiele!
Hygophyten (= Pflanzen feuchter Standorte):
DĂŒnne groĂe BlĂ€tter
Zarte Epidermis
Spaltöffnungen emporgehoben (transpirationsfördernd)
Bsp.: Pestwurz, Wasserknöterich
Tropophyten (Pflanzen wechselfeuchter Standorte):
Strategien zur Ăberdauerung:
Bildung von Knollen, Zwiebeln, Knospen
Blattabwurf
BlÀtter die an die Trockenheit angepasst sind z.B.: Nadeln
Bsp.: Linde, andere holzige & krautige Pflanzen, die an die periodisch wiederkehrenden Ănderungen der Feuchtigkeit & Temperatur angepasst sind
Xerophyten (= Pflanzen trockener Standorte):
Stark entwickeltes Wurzelwerk zur raschen Wasseraufnahme bei selten Regen
Wasserverdunstung durch Verkleinerung der BlÀtter minimiert
Besitzen HartlaubblÀtter mit verdickter Epidermis und viel Festigungsgewebe
mehr Spaltöffnung, die weit geöffnet werden können -> sind eingesenkt & durch Falten & Einrollen der BlĂ€tter geschĂŒtzt
dichter Filz toter Haare auch guter Schutz vor Verdunstung
Bsp.: Oleander, Ălbaum, Königskerze
Was ist essenziell fĂŒr die Energiegewinnung durch NĂ€hrstoffe im Körper & wer spielt einen wesentlichen Teilschritt in der Zellatmung?
Sauerstoff wird benötigt â wird durch Ă€uĂere Atmung aufgenommen
Mitochondrien spielen eine wichtige Rolle -> innere Membran enthÀlt zahlreiche an der Zellatmung beteiligende Enzyme
Was erkennt man, wenn man Zellen aus verschiedenen Geweben miteinander vergleicht? (Zellatmung)
Zellen mit höherem Energiebedarf haben mehr Mitochondrien in sich als andere Zellen -> Bsp.: Muskelzellen
Was passiert mit Glucose (Traubenzucker) im Verlauf der Zellatmung?
Im Verlauf der Zellatmung wird die energiereiche organische Verbindung Glucose (Traubenzucker) mithilfe von Sauerstoff oxidiert -> abgebaut zu den energiearmen anorganischen Verbindungen Wasser & Kohlenstoffdioxid -> in Glucose enthaltene chemische Energie wird frei & kann von Zelle genutzt werden
FĂŒr was wird die gewonnene Energie im Organismus benutzt? Nenne mind. 3 Beispiele!
Kontraktion der Muskeln
Leistung des Gehirns
Aufbau körpereigner Substanz
Aktiven Transport von MolekĂŒlen durch die Zellmembran
Ein Teil der chemischen Energie wird auch in WĂ€rmeenergie umgewandelt & von Zelle abgegeben -> genutzt um Köpertemperatur fĂŒr Menschen typisch 37 °C zu halten
Was ist der sogenannte âuniversale EnergietrĂ€gerâ und wieso wird er so genannt?
Adenosintriphosphat (kurz ATP) => Bei Zellatmung wird ein Teil der freigegebenen Energie als WĂ€rme abgegeben -> GroĂteil fĂŒr die Zelle nutzbare Form gespeichert -> Speicherung in Form eines energiereichen MolekĂŒls
von allen Organismen nutzbar
Aus was besteht ATP?
ATP besteht aus Adenosin, das aus Ribose & Adenin zusammengesetzt wird & an 3 Phosphatgruppen -> mehr Phosphatgruppen an Adenosin gebunden desto energiereicher ist MolekĂŒl
FĂŒr was wird die Energie, die von den Mitochondrien gewonnen wird, verwendet?
Energie von Mitochondrien wird zum Aufbau von ATP aus ADP & 3 Phosphatgruppen verwendet -> dadurch Energie von Glucose in der energiereichen Bindung zwischen Phosphatgruppen gespeichert
Zeichne das MolekĂŒl ATP auf.
Welcher Zellbestandteil ist essenziell fĂŒr die Zellatmung?
Mitochondrien -> innere Membran enthÀlt zahlreiche an der Zellatmung beteiligende Enzyme
Viele in der Zelle ablaufenden Prozesse brauchen sehr schnell Energie. Von wo holen sie es sich?
bei Bedarf nur direkt aus ATP als Energiequelle bereitgestellt -> durch Spaltung energiereichen chemischen Bindung zwischen 3 Phosphatgruppen -> normalerweise zerfÀllt ATP in ADP & eine Phosphatgruppe -> bei kurzfristig mehr Energie benötigt weiterer Zerfall in AMP (AdenosinMONOphosphat)und eine weitere Phosphatgruppe
Was wird hauptsÀchlich verwendet, um von den Mitochondrien Energie zu gewinnen?
Glucose -> bei einem Mangel können andere GrundnĂ€hrstoffe fĂŒr den Energiestoffwechsel verwendet werden ->
AminosĂ€uren & Glycerin mĂŒssen zuerst im Zellplasma in ein beim Glucoseabbau auftretendes Zwischenprodukt umgewandelt werden
FettsÀuren in den Mitochondrien können direkt zur Energiegewinnung genutzt werden -> dabei freigesetzte Energie dient ebenfalls zum Aufbau von ATP aus ADP & Phosphatgruppe
Ab wann werden Proteine nur unter extremen Bedingungen zur Erzeugung von ATP verwendet?
erst bei nicht ausreichenden ErnĂ€hrung -> Hungersnot oder lang andauernden MangelernĂ€hrung durch proteinreiche, aber kohlenhydratarme Kost sĂ€mtliche Glykogen- & eine Fettreserven abgebaut sind -> Zellen nutzen verstĂ€rkt körpereigene Proteine als Energiequellen & bauen in gröĂerem Umfang Muskelmasse ab
Wieso werden Proteine nur unter extremen Bedingungen zur Erzeugung von ATP verwendet?
Weil dann der Körper Muskelmasse abbaut, um sich am Leben zu erhalten -> ohne ausreichende ErnÀhrung gibt es nicht genug Zucker oder Fette, die zu Energiegewinnung genutzt werden, können deshalb muss der Körper sich von sich selbst ernÀhren
Wie wirkt sich Sport auf den Körper aus? (Zellatmung)
Bei Sport braucht Organismus mehr Energie als im Ruhezustand -> vor allem Muskelzellen -> bedeutet verstÀrkte Zellatmung und mehr chemische Energie -> erhöhte Versorgung mit energiereichen NÀhrstoffen & Sauerstoff angewiesen
Was fĂŒr kurzfristige Auswirkungen gibt es von Sport auf den Körper? (Zellatmung)
Durch Belastung erhöhte Sauerstoffbedarf -> Körper reagiert mit Erhöhung der Atemfrequenz & Atemvolumens -> mehr Sauerstoff kann in Organismus aufgenommen werden
Steigerung von Herzfrequenz -> gröĂeres Blutvolumen durch Körper -> schnellere Transport von Sauerstoff & NĂ€hrstoffen zu Zellen
Was fĂŒr langfristige Auswirkungen gibt es von Sport auf den Körper? (Zellatmung)
Wegen regelmĂ€Ăigen & intensiven Trainings passt sich der Organismus an
VergröĂerung des Herzmuskels an: pumpt dadurch pro Herzschlag mehr Blutvolumen durch Körper -> arbeitet dadurch auch im Ruhezustand ohne Belastung bei erheblich geringerer Herzfrequenz deutlich effektiver
Erniedrigung der Atemfrequenz: bei Belastung Atmung deutlich schneller gesteigert werden
Was passiert, wenn der aufgenommene Sauerstoff nicht mehr fĂŒr die Zellatmung ausreicht, bei intensivem Training?
nicht mehr ĂŒber diesen Prozess genĂŒgend Glucose zur Energiefreisetzung oxidiert werden -> Muskelzellen stellen auf andere Energie liefernden Stoffwechsel => MilchsĂ€uregĂ€rung -> energiereiche Glucose ohne Sauerstoff (anaerob) zum Laktat (Anion der MilchsĂ€ure) abgebaut -> weil MilchsĂ€ure deutlich energiereicher ist als das Endprodukt der Zellatmung, wird weniger ATP geliefert & dient nur zur kurzfristigen ĂberbrĂŒckung der Sauerstoffschuld -> durch Anreicherung von MilchsĂ€ure ĂŒbersĂ€uert die Muskulatur & weiter dauerhafte Belastung ist wegen Muskelerschöpfung & MĂŒdigkeit nicht mehr möglich -> Körper muss am Ende Sauerstoffschuld durch vermehrte Sauerstoffzufuhr ausgleichen + angereicherte MilchsĂ€ure aus Muskelzellen muss abtransportiert werden
ErklÀre, warum es bei intensivem Training zu einer Sauerstoffschuld kommt.
Der Körper benötigt mehr Energie als im Ruhezustand, deswegen wird mehr und schneller Sauerstoff verbraucht, als der Körper normalerweise aufnehmen kann. Bei intensiver Belastung kann der Körper nicht genĂŒgend Sauerstoff aufnehmen, um den Energiebedarf aerober Prozesse zu decken.â Es entsteht eine Sauerstoffschuld, weil der Körper nach dem Training Oâ benötigt, um Laktat abzubauen und ATP-Speicher neu zu fĂŒllen.
Unterscheide zwischen Training im aeroben und anaeroben Bereich in Bezug auf die Energiegewinnung und Sauerstoffprozesse.
Im aeroben Bereich wird Energiegewinnung durch den aufgenommenen Sauerstoff betrieben, aber im anaeroben Bereich wird es durch Prozesse, wie MilchsĂ€uregĂ€rung, gewonnen. Letzteres wird nur verwendet, wenn der Körper mehr Energie als gedacht benötigt, denn dadurch gewinnt man sehr schnell Energie fĂŒr eine kurze Dauer fĂŒr den Körper.
Beschreibe das folgende Bild und gehe auf die zugrundeliegenden Prozesse ein.
Der Körper nimmt Essen auf, das dann verdaut wird. Die gewonnen NĂ€hrstoffe werden in der Zellatmung mit der Hilfe von Sauerstoff in Energie umgewandelt. (Einer der Nebenprodukte ist WĂ€rmeenergie, die fĂŒr die KörperwĂ€rme verwendet wird.) Die gewonnene Energie wird entweder sofort verwendet oder als ATP gespeichert. Bei Bedarf, wie zum Beispiel fĂŒr Sport oder Stofftransport wird dann das ATP in ADP und einer Phosphatgruppe eingebrochen und eingesetzt. Bei mehr Energiebedarf kann ADP weiter zu AMP unterbrochen werden.
Stelle dir vor, ein Sportler hat nach einem intensiven Training MuskelkrÀmpfe und Kraftverlust. ErklÀre woran dies liegen kann und welcher physiologische Prozess nicht richtig funktioniert.
MuskelkrĂ€mpfe und Kraftverlust nach intensivem Training können durch eine Kombination aus Ăberanstrengung, Dehydratation und Elektrolytmangel verursacht werden. Der primĂ€re physiologische Prozess, der gestört ist, ist die gestörte SignalĂŒbertragung zwischen Nerv und Muskel, da der Muskel durch die Anstrengung ermĂŒdet ist und die Nervensignale nicht mehr richtig verarbeiten kann, was zu unkontrollierten Kontraktionen (KrĂ€mpfen) fĂŒhrt.
Wodurch entstehen âMuskelkaterâ?
Muskelkater entsteht durch mikroskopisch kleine Risse in den Muskelfasern, die durch ungewohnte, intensive oder exzentrische Belastungen (wie Bergabgehen) verursacht werden. Diese Risse lösen eine EntzĂŒndungsreaktion aus, bei der Wasser in die betroffenen Bereiche dringt, was zu Schwellungen fĂŒhrt und den Schmerz nach etwa 12 bis 72 Stunden spĂŒrbar macht.
Was sind die Grundvoraussetzungen fĂŒr den Aufbau der Atmungssysteme?
DĂŒnne Austauschmembranen mit groĂer OberflĂ€che
Bewegung des AuĂenmediums Luft bzw. Wasser, um einen groĂen Konzentrationsunterschied aufrecht zu erhalten
Was sind die drei Phasen der Atmung?
ĂuĂere Atmung -> Gasaustausch zwischen Luft/ Wasser & Körper (Atmungsorgan)
Transport im BlutgefĂ€Ăsystem
Innere Atmung
Was sind die 7 Atmungsarten bei Tieren?
Hautatmung/ Aufnahme ĂŒber den Darm, Kiemenatmung, Lungenatmung, Tracheenatmung, Tracheenkiemen, FĂ€cherlungen, Atemhöhle
Wie funktioniert Hautatmung/ Aufnahme ĂŒber den Darm? Nenne auch Beispiel einer Tierart!
Funktioniert nur ausreichend, wenn KöperoberflĂ€che dem Volumen ĂŒbersteigt
Kleine Tiere reicht aus
GroĂe Tiere nur unterstĂŒtzend
Bsp.: Einzeller, PlattwĂŒrmer
Wie funktioniert Kiemenatmung? Nenne auch Beispiel einer Tierart!
DĂŒnnhĂ€utige, gut durchblutete Körper-AusstĂŒlpungen
Zur OberflĂ€chen-VergröĂerung oft verĂ€stelt
Meist in geschĂŒtzte Lage
Arbeiten nach Gegenstromprinzip -> Wasser & Blut flieĂen in entgegengesetzter Richtung
Bsp.: Kiemendeckel der Fische, Mantelhöhle der Muschel
Wie funktioniert Lungenatmung? Nenne auch Beispiel einer Tierart!
HohlrÀume im Körperinnern
Lungen der Landwirbeltiere sind aus AusstĂŒlpungen des Vorderdarmes entstanden -> einfach gebaut
SĂ€ugetiere: VerĂ€stelungen -> Nebenbronchien -> LungenblĂ€schen fĂŒr Gasaustausch (OberflĂ€chen-VergröĂerung)
Wie funktioniert Tracheenatmung? Nenne auch Beispiel einer Tierart!
Weit verzweigte Röhrensysteme -> kanalförmig, fein verĂ€stelte EinstĂŒlpungen der OberflĂ€che
Atemöffnungen nach auĂen => Stigmen
Atemgas durch Tracheen direkt bis zu den Organen transportiert
Luftaustausch Pumpbewegungen des Körpers & Diffusion
Bsp.: TausendfĂŒĂler, Insekten, Spinnentiere
Wie funktioniert Tracheenkiemen? Nenne auch Beispiel einer Tierart!
Tracheen ohne Ăffnung nach auĂen mit dĂŒnnwandigen KörperanhĂ€ngen
Bsp.: wasserlebenden Insekte
Anpassung: Luftblase mit in die Tiefe nehmen ( -> Wasserspinne, GelbrandkÀfer)
Wie funktioniert FĂ€cherlungen? Nenne auch Beispiel einer Tierart!
GefĂ€cherte EinstĂŒlpungen in den Hinterleib -> Atemtaschen
Bsp.: Spinnen, Asseln, Skorpione
Wie funktioniert Atemhöhle? Nenne auch Beispiel einer Tierart!
Aus dem Dach der Mantelhöhle entstanden -> Lungenepithel mit Atemloch
Bsp.: Lungenschnecken, Krebse
Wie funktioniert die Ă€uĂere Atmung bei Menschen?
Frische Luft kommt ĂŒber Atemwege in die Lunge und verbrauchte Luft wird nach auĂen abgegeben
Einatmen: Luft durch Nase & Mund in die Luftröhre -> gelangen in beide Lungen   -> Zwischenrippenmuskel hebt Brustkorb an -> dehnt sich (=> Brustatmung) -> Trennraum zwischen Brust- & Bauchraum ist Zwerchfell -> wölbt sich Zwerchfell gegen Bauchraum vor dehnt sich Brustkorb auch -> Beim Atmen darauf achten, dass Zwerchfell mit einzusetzen (=> Bauchatmung)
Rechte Lunge in drei Lappen unterteilt, linke in zwei
Luftröhre verzweigt sich zu immer feineren Ăsten => Bronchien -> verzweigen sich zu einem ganz feinen Netz => Bronchiolen -> haben an den Ende LungenblĂ€schen
Zwischen LungenblÀschen & Lungenkapillaren findet der Gasaustausch statt
Wie funktioniert der Gasaustausch bei Menschen?
O2 gelangt aus der Luft in die Lunge & ins Blut ĂŒber Diffusion an den Alveolen & weiter in die Gewebszellen -> dort passiert Zellatmung -> CO2 gelangt aus Zelle ins Blut & in die Lungenluft
Lungen bieten optimale Bedingungen fĂŒr Diffusion -> dĂŒnnwandig & groĂflĂ€chig
Wie wird Sauerstoff im Blut transportiert?
Sauerstoff wird chemisch an das HÀmoglobin der roten Blutkörperchen gebunden -> so gelangen viel mehr O2ins Blut
Bei Muskeln bindet Myoglobin O2
Wie wird die Atmung durch Kohlendioxidgehalt reguliert?
Erfolgt durch Kohlenstoffdioxidgehalt des Blutplasmas -> steigt der CO2 Gehalt wird TĂ€tigkeit von Zwerchfell & Rippenmuskel erhöht -> zu hohe TĂ€tigkeit lĂ€hmt Lunge => Atemstillstand -> fĂ€llt CO2 Gehalt kommt es zu gegenteiliger Wirkung -> atmet zu viel CO2 aus (durch schnelles & hĂ€ufiges Atmen) -> Blut verarmt an CO2 -> Antrieb der Atmung fehlt => Stillstand (Hyperventilation)Â
Wie wird die Atmung durch Sauerstoffgehalt reguliert?
Erfolgt durch Sauerstoffgehalts des Blutplasmas -> Atmung in groĂen Höhen: Luftdruck und O2 Menge ist zu gering -> HĂ€moglobin wird nicht mehr vollstĂ€ndig mit O2 beladen -> Zellen haben zu wenig O2 zur VerfĂŒgung -> Körper versucht Mangel zu kompensieren -> verstĂ€rkt Atmung, Beschleunigung des Herzschlags, SauerstoffvorgĂ€nge laufen langsamer ab & rote Blutkörperchen vermehren sich -> Höhenkrankheit: Schwindel, MĂŒdigkeit, Bewusstseinsstörungen -> ab Höhe von 7000m kĂŒnstlicher Sauerstoffzufuhr
Wie wird die Atmung beim Tauchen reguliert?
Atmung im Wasser (Tauchen): TauchergerÀte passen sich dem Druck eingeatmeten Luft dem Umgebungsdruck unter Wasser an -> beim Auftauchen bilden sich GasblÀschen aus Stickstoff -> versperren dem Blut in den Kapillaren den Weg -> Taucherkrankheit: Schmerzen im ganzen Körper & Benommenheit -> Körper muss in einer Druckkammer einem höheren Luftdruck ausgesetzt werden, der nach und nach gesenkt wird
Was ist der Unterschied zwischen Ă€uĂerer Atmung und der Inneren Atmung?
ĂuĂere Atmung verlĂ€uft durch die Sauerstoffaufnahme von der AuĂenwelt durch das Atmungsorgan
Bei der inneren Atmung wird Energie in den Zellen fĂŒr den Körper und einigen ihren wichtigen Prozessen hergestellt
Wann brauchen Lebewesen zirkulierende KörperflĂŒssigkeit, um zu ĂŒberleben?
benötigen zirkulierende KörperflĂŒssigkeit, wenn Sauerstofftransport durch eine Diffusion nicht ausreicht -> groĂe Tiere!
Was fĂŒr 2 GefĂ€Ătypen gibt es? (Blut)
Geschlossenes BlutgefĂ€Ăsystem & offenes BlutgefĂ€Ăsystem
Was ist geschlossenes BlutgefĂ€Ăsystem?
Blut flieĂt innerhalb von GefĂ€Ăen, die sich im Gewebe in Kapillaren verzweigen
Blutfluss sehr genau gesteuert
Organe gezielt versorgt
Bsp.: Ringelwurm, Tintenfisch, Wirbeltiere
Was ist ein offenes BlutgefĂ€Ăsystem?
Blut & LeibeshöhlenflĂŒssigkeit sind nicht getrennt
Zentrales GefÀà oder Herzschlauch sammelt Blut & pumpt es in die Kopfregion -> strömt durch LĂŒcken zwischen Organen -> endet offen
Niederen Blutdruck -> Blut flieĂt langsamer & ist weniger steuerbar
Bsp.: Krebstiere, Spinnentiere, Insekten, TausendfĂŒĂer, Schnecken, Muscheln
Nenne Beispiele der Wirbellosen Tiere, die du gelernt hast, und ihre dazugehörigen BlutgefĂ€Ăsysteme!
RingelwĂŒrmer: zusammenhĂ€ngendes geschlossenes BlutgefĂ€Ăsystem
Insekten: Herzschlauch -> Blut flieĂt frei in der Leibeshöhle (= offenes BlutgefĂ€Ăsystem) -> Blut vermischt sich mit LeibeskörperflĂŒssigkeit = HĂ€molymphe
Nenne Beispiele der Wirbeltiere, die du gelernt hast, und ihre dazugehörigen BlutgefĂ€Ăsysteme!
Blut flieĂt immer durch ein geschlossenes Netz aus BlutgefĂ€Ăen -> erreicht alle lebenden Zellen -> Blut und LeibeshöhlenflĂŒssigkeit getrennt
dritte FlĂŒssigkeit Lymphe -> zwischen den Zellen & Gewebsspalten
haben Arterien, Venen & Kapillaren
wechselwarme Tiere (Fische, Amphibien & Reptilien): Vermischung von sauerstoffreichenden & sauerstoffarmem Blut im Herzen -> unvollstÀndig getrennte Herzkammern
gleichwarme Tiere (Vögel & SÀugetiere): 2 Vorhöfe & 2 Kammern -> Trennung von sauerstoffreichem & -armen Blut -> 2 getrennte KreislÀufe (Blut- & Atmungskreislauf) -> in Körper gelangt nur sauerstoffreiches Blut -> in die Lunge nur sauerstoffarmes Blut
Wie ist das menschliche Herz aufgebaut?
ist ein Hohlmuskel dessen Scheidewand es in 2 HĂ€lften trennt -> jede Seite hat ein Vorhof & eine Herzkammer
Herzklappen sorgen fĂŒr gerichteten Blutstrom
Zwischen Vorhöfen & Herzkammern: Segelklappen & am Ausgang der Herzkammern befinden sich Taschenklappen
Wie die BlutgefĂ€Ăe in einem Menschen aufgebaut?
Herz bildet Mittelpunkt des BlutgefĂ€Ăsystems
GefĂ€Ăe, die Blut von Herz weg bringen => Schlagadern (Aorta) oder Arterien (elastische, muskelöse WĂ€nde)
GefĂ€Ăe, die Blut zum Herz bringen => Venen (dĂŒnnere WĂ€nde) -> besitzen Venenklappen (verhindern BlutrĂŒckstrom
Kapillaren -> feine GefĂ€Ăe in denen Gasaustausch erfolgt
Was sind die 2 groĂen KreislĂ€ufe im menschlichen Körper und wie verlaufen sie?
2 Systeme: Körperkreislauf & Lungenkreislauf
Körperkreislauf: linke Herzkammer pumpt sauerstoffreiches Blut in die Körperarterien -> Kapillaren erreichen alle Körperbereiche -> Sauerstoffabgabe in die Zellen & Kohlenstoffaufnahme ins Blut -> wieder zurĂŒck zum Herz (rechte Vorhof)
Lungenkreislauf: kohlenstoffdioxidreiches Blut von rechter Herzkammer zu in die Lunge ĂŒber Lungenarterien gebracht -> Lungenkapillaren CO2-Abgabe & O2-Aufnahme -> Blut gelangt ĂŒber Lungenvene zum linken Vorhof zurĂŒck -> Kreislauf schlieĂt sich
Was ist der Blutdruck?
Ist der Druck des Blutes an Innenwand der BlutgefĂ€Ăe
2 Werte: systolisch/ diastolisch -> z.B.: 120/80
Systole => Auswurfphase, Diastole => BefĂŒllungsphase des Herzens
Schwankt ĂŒber Tagesverlauf & steigt bei Anstrengung
Chronischer Bluthochdruck kann zu Herzkreislauferkrankungen fĂŒhren -> z.B.: Herzinfarkt, Nierenversagen, Schlaganfall & arterieller Verschlusskrankheiten
Was fĂŒr Aufgaben hat das Blut?
Befördert NÀhrstoffe, CO2 & O2 zu & von Zellen
Schafft Abfallstoffe zu den Ausscheidungsorganen
Leitet WÀrme an die KörperoberflÀche
Transportiert Hormone
Stellt Abwehrstoffe her gegen Infektionserregerbildet Gerinnungsstoffe
Aus was besteht das Blut?
FlĂŒssiges Blutplasma & feste Bestandteile
Was ist das flĂŒssige Blutplasma?
90% aus Wasser & enthÀlt die darin gelösten festen Bestandteile (10%)
Beim Gerinnen des Blutes bildet sich Blutfaserstoffe => Fibrin (entsteht aus Fibrinogen)
Blutserum -> der flĂŒssige Teil des Blutes nach der Blutgerinnung
Was sind die festen Bestandteile im Blut?
Rote und weiĂe Blutkörperchen & BlutplĂ€ttchen
Was sind roten Blutkörperchen und was fĂŒr Aufgaben haben sie?
HeiĂen auch Erythrocyten
Scheibenförmig, eingedellte, kernlose Zellen
Sind elastisch & passieren auch enge Stellen der Kapillaren
Enthalten Blutfarbstoff HĂ€moglobin & Cytoskelett zur Stabilisierung -> entsteht im roten Knochenmark
Funktion: CO2& O2Transport
Was sind weiĂen Blutkörperchen und was fĂŒr Aufgaben haben sie?
HeiĂen auch Leucocyten
Sind farblos
Kernhaltig
Im Knochenmark bebildet
Lebensdauer Stunden bis Jahre
Funktion: Wundverschluss -> an Wunden ballen sie sich zusammen -> Pfropf bildet sich
Enthalten Enzyme -> beteiligen sich an Blutgerinnung
Was sind BlutplĂ€ttchen und was fĂŒr Aufgaben haben sie?
HeiĂen auch Thrombocyten
Werden von Knochenmarksriesenzellen abgeschnĂŒrt
Sind farblos & spindelförmig
Lebensdauer nur wenige Tage
Was ist Blutgerinnung?
Bei Verletzung gerinnt Blut zu einer gallertartigen Masse -> Gerinnsel verstopft Wunde & schĂŒtzt vor ĂŒbermĂ€Ăigen Blutverlust
Viele enzymatische Blutfaktoren sind an der Gerinnung beteiligt -> Bsp.: Thrombokinase
Am Ende wird Fibrinogen zu Fibrin umgesetzt -> Netzwerk aus feinen FĂ€den wird gebildet -> Wundschorf bildet sich -> unter Neubildung der Zellen schlieĂt sich dann die Wunde
Gerinnsel innerhalb der GefĂ€Ăe nennt man Thrombus => Thrombose -> dadurch Blutwege verstopft -> entsteht Embolie
Blutkrankheit (HĂ€mophilie) fehlt ein am Gerinnungsprozess beteiligtes Enzym (Globulin) -> Blut gerinnt daher sehr langsam -> sogar kleine Wunden können zum Verbluten fĂŒhren
Wieso ist eine Trennung zwischen Zentralen und peripheren Nervensystem nicht möglich?
Nervenzellen sehr lang  -> viele Neuronen haben ihre Zellkörper im Gehirn oder RĂŒckenmark aber Axone im PNS -> dennoch Trennung bei den Aufgaben möglich
Wie wird das Nervensystem nach seinen Aufgaben gegliedert? Wenn möglich nenne auch Beispiele fĂŒr die jeweiligen Aufgaben!
Aufgaben von beiden rein anatomisch (nach Lage im Körper) -> Nervensystem kann nach Funktionen gegliedert werden:
Anteile nach Willen unterworfen => somatisches Nervensystem
Unbewusst arbeiten => vegetatives Nervensystem
Bsp.: sN -> nach Stift greifen, vN -> Mund trocken bei Referat
Was sind die Aufgaben des zentralen Nervensystems?
verarbeitet, bewertet & speichert Information
Was sind die Aufgaben des peripheren Nervensystems?
PNS kommuniziert das ZNS mit dem ganzen Körper
Axone im Körper meist in gemeinsamen BindegewebshĂŒllen zusammengefasst. Was meint man mit dieser Angabe? Gib ein Beispiel, um es zu erklĂ€ren!
Bsp.: Kabel in einem Kabelstrang â BĂŒndel von Axonen wird als Nerv bezeichnet
Wie heiĂen die Nerven, die vom/ zum Gehirn gehen?
Gehirnnerven
Wie heiĂen die Nerven, die vom/ zum RĂŒckenmark gehen?
Spinalnerven
Wie heiĂen die Nerven, die Signale zum Gehirn leiten?
sensorische Nerven
Wie heiĂen die Nerven, die Signale vom Gehirn leiten?
motorische Nerven
Was sind Gliazellen?
StĂŒtzen Neuronen mechanisch -> manche Gliazellen helfen Neuronen wĂ€hrend ihrer Entwicklung die richtigen Kontakte zu knĂŒpfen
Bestimmter Typ von ihnen sind Schwannâschen Zellen -> Myelinscheide wichtig fĂŒr Geschwindigkeit der Reizleitung!
Wie werden Informationen im Körper verarbeitet?
Informationen mĂŒssen rasend schnell weitergeleitet & verarbeitet werden
Informationen hauptsÀchlich zum Gehirn & dann Bewusstsein geleitet -> dort hochkomplexerweise verarbeitet
Informationsverarbeitung erfolgt durch elektrische Signale (Aktionspotenziale) und chemische SignalĂŒbertragung an Synapsen.
ErklĂ€re den Prozess auf dem folgenden Bild! Wie heiĂt der Prozess?
Reflex
Information erreicht Gehirn nicht & wird durch RĂŒckenmark verarbeitet -> Schmerzsignal ĂŒber sensibles Neuron zum RĂŒckenmark geleitet -> Interneuron verschaltet Information zu motorischem Neuron, das den Muskel ansteuert -> in Sekundenbruchteil zur Reaktion
Wie lautet de grundsÀtzliche Aufbau von Neuronen?
Aufbau variiert je nach Funktion -> grundsÀtzlicher Bau bei allen Neuronen Àhnlich
a. Dendriten empfangen Signal von anderen Neuronen
b.    Am AxonhĂŒgel des Zellkörpers werden Aktionspotenziale ausgelöst, wenn der Schwellenwert ĂŒberschritten wird
c.    Axon leitet Aktionspotential in Richtung der Endknöpfchen
d.    An Synapsen werden Informationen auf Zielzellen ĂŒbertragen
e.    Schwannâschen Zellen produzieren Myelin -> Myelinschicht isoliert Axon des peripheren Nervensystems bis auf die Ranvierâschen SchnĂŒrringe
Zellkörper enthĂ€lt GroĂteil der Organellen fĂŒr Zellstoffwechsel & ist sehr kompakt
Axone können bis zu einem Meter lang werden
Wie unterscheiden sich Tiere von Pflanzen/ Pilzen? (Nervensystem)
Tiere von Pflanzen oder Pilzen unterscheidet -> schnelle Bewegungen, Aktion & Reaktionen => Eigenschaften, die ein hocheffektives Steuerungssystem benötigen
Tiere angewiesen Umwelt wahrzunehmen & zu reagieren -> Nervenzellen bei Tieren dementsprechend entwickelt -> Evolution: im Körper gleichmĂ€Ăig verteilt -> mit Zeit zu komplexem Nervensystem geworden
Wer hat das Àlteste Nervensystem und wie ist es aufgebaut?
Ălteste Nervensystem bei Hohltiere -> einfaches Nervennetz -> Zentrum/ Gehirn fehlt
Wie erfolgte die Evolution der bilateralen Symmetrie? Gib ein Beispiel mit einem Tier an, dass dieses System als sein Hauptsystem heute noch hat!
Konzentration von Neuronen am vorderen Ende -> erste Ganglien (Knoten von Nervenzellen) entstand!
RingwĂŒrmer haben in jedem Segment ein Paar Ganglien -> sind miteinander & von Segment zu Segment verbunden mit NervenstrĂ€ngen => Strickleiter-Nervensystem (koordinieren gezielte Bewegungen) -> am vorderen Ende besonders groĂ (kontrolliert komplexe Verhaltensweisen)
Wie hat sich das Gehirn bei Tieren mit schnellen Bewegungen & hohen Sinnesleistungen entwickelt?
Bei Tieren mit schnellen Bewegungen & hohen Sinnesleistungen kam es zur Verschmelzung mehrerer Ganglien => Bildung eines Gehirns -> Bsp.: Weichtiere, GliederfĂŒĂer
Wie ist das Nervensystem bei Wirbeltieren grundsÀtzlich eingeteilt?
Bei Wirbeltieren meisten Neuronen im Gehirn & RĂŒckenmark -> zentrales Nervensystem (ZNS) kommuniziert mit anderen Organen wie Muskel, DrĂŒsen, Sinnenorganen durch periphere Nervensystem (PNS) (-> durchzieht alle Körperteile)
Wie verlÀuft der Informationsfluss grundsÀtzlich zwischen Gehirn & Körper?
Jeder Informationsfluss zwischen Gehirn & Körper, der durch RĂŒckenmark verlĂ€uft, passiert auch verlĂ€ngerte RĂŒckenmark (Medulla oblongata) & BrĂŒckenhirn (Pons) -> gemeinsam bilden sie mit groĂem Teil des Mittelhirns den Hirnstamm
Gib an was du ĂŒber den Hirnstamm weiĂt!
Geschichtlich Àlteste
Kontrolliert lebensnotwendige Prozesse, die unbewusst ablaufen -> Bsp.: Atmung & Kreislauf
Kontrolliert auch Reflexe wie Schlucken oder Erbrechen
Gib an was du ĂŒber dem Kleinhirn weiĂt!
Vom Gehirnstamm gibt es Abzweigungen zum Kleinhirn (Cerebellum) -> entwicklungsgeschichtlich entstand aus Hirnstamm
Befehle von höheren Zentren (GroĂhirn) laufen in Kopie ĂŒber Kleinhirn
Hier laufen auch Signal aus Muskeln & Gleichgewichtssinn zusammen
Kleinhirn vergleicht geplante mit momentanen ZustĂ€nden & sendet Korrekturbefehle -> Bewegungen laufen flĂŒssig & prĂ€zise ab
Gib an was du ĂŒber dem Zwischenhirn weiĂt!
Zwischenhirn besteht aus Hypothalamus â regelt physiologische Funktionen  -> Bsp. Homöostase & beeinflusst GefĂŒhle & Sexualverhalten - & Thalamus â âPförtner zum Bewusstseinâ -> letzte Verschaltstation vor dem GroĂhirn
Unter Hypothalamus ist Hypophyse -> oberste HormondrĂŒse des Menschen
Gib an was du ĂŒber dem GroĂhirn weiĂ!
entscheidende Rolle fĂŒr sensorische Wahrnehmung, Lernen, GedĂ€chtnis & bewusstes Verhalten
beim Stammbaum (von Fischen zu SĂ€ugetieren) GroĂhirn an GröĂe, KomplexitĂ€t & Funktionsumfang enorm zugenommen
besteht aus zwei HÀlften (HemisphÀren) -> durch tiefen Einschnitt in der Mitte voneinander getrennt -> aber durch dicken Nervenstrang (Balken) verbunden -> linke Seite kontrolliert rechte KörperhÀlfte & umgekehrt
HemisphÀren haben sich auch zunehmende spezialisiert -> Links: Sprachproduktion, Rechts: rÀumliche Wahrnehmung & Gesichtserkennung
Jede HemisphÀre grobanatomisch in vier Hirnlappen unterteilt -> Funktionen lassen sich bestimmte Regionen relativ leicht definieren -> wenn sie zB.: sensorische Information -> dazu gehören Sehrinde im Hinterhauptlappen oder sensomotorische Cortex (dient der Wahrnehmung durch den Tastsinn) im Scheitellappen direkt hinter der Zentralfurche
Was versteht man unter Cortex bei SĂ€ugetieren? Wie ist es aufgebaut?
Bei SĂ€ugetieren spricht man oft vom Cortex (Rinde), wenn man GroĂhirn meint -> ist Ă€uĂere (etwa 5 mm dicke) Schicht -> in der liegen ĂŒberwiegende Anzahl der Zellkörper der Neuronen -> unter dem liegt weiĂe Substanz -> besteht vorwiegend aus Nervengeflecht & sieht durch Myelin fettig weiĂ aus
Wie ist das RĂŒckenmark aufgebaut?
RĂŒckenmark Lage umgekehrt -> weiĂe Substanz (besteht aus Axonen) umgibt innen liegende graue Substanz (enthĂ€lt auch Zellkörper
Hier werden rhythmisch wiederkehrende BewegungsablÀufe ohne Einfluss des Gehirns koordiniert -> Bsp.: Schwimmbewegung der Fische oder Laufbewegung
Was macht die GroĂhirnrinde?
Verarbeitet verschiedene SinneseindrĂŒcke parallel -> zerlegt jede Information in Teile, die dann auch parallel verarbeitet werden -> Reize die dort angelangen, werden bewusst wahrgenommen
Wie durch sind wir zu unserem heutigen Wissenstand mit dem Gehirn gekommen?
durch viele Studienergebnisse zusammengetragen
Patienten mit eng begrenzten Gehirndefekten
SchlaganfÀlle, Tumoreoperationen oder akute Verletzungen haben auch beigetragen
Durch Bildgebenden verfahren, die entweder den Glukose- oder O2- Verbrauch des Gehirns darstellen können -> VerÀnderung des Verbrauchs bei bestimmten AktivitÀten gemessen
Wie funktionieren Ionenpumpen & IonenkanÀle?
Neuronen sind elektrisch geladen -> haben Ionen & Ionenströme
Ladungsunterschied wird an der Membran der Neuronen erzeugt/ stĂ€ndig aufrechterhalten => Ruhepotenzial -> Membran selbst ist neutral & fĂŒr Ionen nahezu undurchlĂ€ssig -> an Membran spezielle ProteinmolekĂŒle eingebaut => Kanal- & Transportproteine -> ermöglichen durchtritt von Ionen
Kanalproteine:
bilden im offen Zustand Poren -> nur bestimmte Ionen können hindurch => sind selektiv!
Man unterscheidet Na+-, K+- & Cl- -KanÀle
meisten KanÀle im Ruhezustand geschlossen
fĂŒr alle gilt: Ionen strömen nur dann in eine Richtung, wenn auf andere Seite KonzentrationsĂŒberschuss herrscht
Transportproteine:
Ionenpumpen benötigen Energie (ATP) um Ionen durch Membran zu bringen -> dafĂŒr auch gegen KonzentrationsgefĂ€lle arbeiten => können Ionen auf einer Seite der Membran anhĂ€ufen
Wie funktioniert das Ruhepotenzial?
Auch im völligen Ruhezustand arbeiten Neuronen permanent -> Na+-Ionen aus & K+-Ionen in Neuronen pumpen
Innen gröĂere negative geladene MolekĂŒle festsitzen -> in Membran entsteht Ăberschuss an negativen Ladungen -> kleine negative Cl- -Ionen folgen dem LadungsgefĂ€lle & sammeln sich auĂen an
Membran nicht perfekt dicht -> Ionen strömen stĂ€ndig wieder zurĂŒck -> Ionenpumpen halten Ungleichgewicht aufrecht -> Unterschied erzeugt Spannung zwischen auĂen & innen -> ca. -70mV
Wie funktioniert das Aktionspotenzial?
Bei Erhalt von einem Signal (elektrischer Impuls) steigt Membranpotenzial nur um 10mV -> Tore in den spannungsabhĂ€ngigen Na+-KanĂ€len geöffnet -> Schwellenpotenzial fĂŒr Aktionspotenzial wird erreicht -> Na+-Ionen strömen ein -> Spannung um ca. 100mV auf +30mV erhöht => Depolarisation!
Nach 1ms Tore wieder schlieĂen -> Na+-Einstrom endet -> Tore lassen sich fĂŒr einige ms nicht mehr öffnen => RefraktĂ€rzeit!
Nach Na+-KanĂ€len öffnen nun spannungsgesteuerten K+-KanĂ€le -> K+-Ionen strömen schnell aus Axon (weil hohe positiver LadungsĂŒberschuss innen) -> Zellinnere wird wieder negative => Repolarisation!
Spannung wieder Ausgangswert erreicht aber mit K+- & Na+-Ionen auf falschen Seiten -> Ionenpumpe stellt Verteilung des Ruhepotenzials wieder her!
Wie breitet dich ein Signal entlang eines Axons aus?
Aktionspotenzial vergleichen mit Dominosteinen: nach UmstoĂung von einem fallen alle nacheinander um -> gleich bei Aktionspotenzial -> wird durch Axon ohne AbschwĂ€chung weitergeleitet -> jedes Aktionspotenzial fĂŒhrt zu einer SpannungsĂ€nderung am benachbarten Membranbereich -> dadurch wird ebenfalls Aktionspotenzial ausgelöst -> aktiviert Bereich daneben usw.
Erregung lÀuft nur in eine Richtung -> Grund ist RefraktÀrzeit: dort wo Aktionspotenzial schon einmal ausgelöst wurde, kann es nicht sofort nochmal erregt werden
Was ist durch die Evolution mit dem Axon passiert?
Durch Evolution bei Wirbeltieren Reizleitungsgeschwindigkeit entlang der Axone erhöht -> Axone isoliert durch fettreiche Substanz Myelin durch Gliazellen -> vermindert Leckströme durch Membran -> Spannung entlang der Membran viel langsamer ab & Potenzial reicht viel weiter
Was ist wenn das Myelinscheide nicht durchgÀngig lÀuft?
Myelinscheide nicht durchgĂ€ngig (alle 0.2-2mm unterbrochen) => Ranvierâschen SchnĂŒrringen -> Aktionspotenzial am ersten SchnĂŒrring ausgelöst -> elektrisches Feld breitet sich entlang der Myelinscheide aus & verliert trotz Isolierung mit der Entfernung an StĂ€rke -> da Auslösung eines neuen Aktionspotenzial aber einen Schwellenwert von 10 mV benötigt muss Myelinscheide unterbrochen werde bevor Potenzial unter diesen Wert fĂ€llt -> am nĂ€chsten SchnĂŒrring wird ein neues Aktionspotenzial ausgelöst -> Potenzial springt von Ring zu Ring => saltatorischer Erregungsleitung -> Reizleitung viel schneller
Was haben Neugeborene nicht? (Axon)
Bei Geburt fehlt MyelinhĂŒllen -> erst ab 6 Jahren Reizleistungsgeschwindigkeit gleich wie bei Erwachsenen
Wie bereitet sich ein Signal an der Synapse aus?
Ist Kommunikationsstelle zwischen 2 Neuronen (oder Neuron & andere Zielzelle)
Besteht aus prÀsynaptischer Membran (am senden Neuron), postsynaptische Membran (am empfangenden Neuron) & synaptischen Spalt (dazwischen)
Aktionspotenzial erreicht Endknöpfchen -> Botenstoff wird freigesetzt => Neurotransmitter -> diffundiert durch Synaptischen Spalt zur postsynaptischen Membran an welchen spezifischen Rezeptoren befinden, an die die TransmittermolekĂŒle binden -> dadurch Rezeptoren aktiviert, wodurch sie sich öffnen & Einstrom von Na+-Ionen ermöglichen -> an nachgestellte Zelle Entstehung eines neuen Aktionspotenzials => erregende postsynaptische potenzial (EPSP) -> aktiviert nachgestellte Zelle
Bliebe Neurotransmitter an Rezeptoren angedockt wĂŒrde EPSP niemals enden -> TransmittermolekĂŒle mĂŒssen schnell nach Eintreffen entfernt werden -> hĂ€ufig verwendetes Neurotransmitter Acetycholin wird durch Spaltung des MolekĂŒls entfernt -> Na+-KanĂ€le schlieĂen sich wieder -> Ende der SignalĂŒbertragung
TeilmolekĂŒle der Transmitter werden wieder in das Endknöpfchen aufgenommen & zusammengebaut -> Synapse bereit fĂŒr nĂ€chsten Impuls
Wie lÀuft das Lernen mit Synapsen ab?
VerstĂ€rkung der Ăbertragung nennt Potenzierung
Bei manchen Neuronen kann es durch hÀufigen Gebrauch auch zu AbschwÀchung der Aktivierung oder Depression kommen => Gewöhnungseffekt
Ănderung der Ăbertragungsgeschwindigkeit kann Millisekunden, Stunden oder ganzes Leben dauern -> Langzeit- oder Kurzzeitpotenzierung (oder -depression)
Langzeitpotenzierung wurde an bestimmte Neuronen nachgewiesen & im Detail erforscht -> Neuronen verwenden Glutamat als Neurotransmitter
2 Glutamat-Rezeptoren wichtig -> Freisetzung von Glutamat fĂŒhrt zum Ăffnen AMPA-Rezeptoren (Amino-Methyl-Propionic-Acid) wodurch kurzzeitig ein Aktionspotenzial ausgelöst wird -> bei wiederholter, hochfrequenter Aktivierung wird zweiter Rezeptortyp aktiv -> NMDA-Rezeptoren (N-Methyl-D-Aspartat) (normalerweise durch Mg2+-Ion verschlossen) durch strake Aktivierung geöffnet -> Na+ & Ca2+ strömen ein & aktivieren spezielle Enzyme, die Phosphatgruppen an AMPA-Rezeptoren binden -> LeitfĂ€higkeit steigt -> AMPA-Rezeptoren können in Folge besser arbeiten (Signal stĂ€rker leiten) -> zusĂ€tzlich kommt es zum Einbau weiterer Rezeptoren & in Folge zu einem Wachstum der gesamten Synapse
Durch welche Faktoren könnte man an Störungen bei der Signalverbreitung leiden? (Nervensystem)
Kann wegen genetischen Störungen oder auch Infektionskrankheiten auftreten -> z.B.: FrĂŒhsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), GehirnhautentzĂŒndung -> von Viren hervorgerufen -> ĂŒbertragen im Speichel von Zecken
Neurologisch Störungen können auch durch Aufnahme von Stoffen wie Drogen oder Medikamenten zu Stande kommen, etwa durch Nikotin
Andere Krankheiten können viele Ursachen (teilweiĂe noch unverstanden) -> Beispiel:
Multipler Skelrose (MS) -> Immunsystem greift Myelinscheiden an
Alzheimer -> Neuronen im Gehirn sterben ab -> fortschreitenden Demenz
Parkinson -> in einem bestimmten Hirnbereich sterben Neuronen ab -> Dopamin wird als Neurotransmitter produziert -> dadurch gehemmten & zitternden Bewegungen
Weitere neurologische Störungen: Epilepsie, MigrÀne oder Depressionen
Was fĂŒr ein Einfluss hat Nikotin auf das Nervensystem?
Beeinflusst synaptische Ăbertragung
Ist ein pflanzlicher Giftstoff -> ein mg/kg Körpergewicht fĂŒr Erwachsen tödlich
Rauch inhalieren -> Nikotin durch Lunge ins Blut aufgenommen & im Körper verteilt -> NikotinmolekĂŒle setzen an Bindungsstellen bestimmter Acetylcholin-Rezeptoren & öffnen KanĂ€le
Kann Blut-Hirn-Schranke ĂŒberwinden & direkt auf Belohnungszentrum einwirken -> Stoffe wie Serotonin oder Endorphine (bewirken GlĂŒcksgefĂŒhle) werden freigesetzt -> Belohnungszentrum stellt sich um -> mit Nikotin als Normalzustand -> wirkt nicht mehr positiv -> fehlendes Nikotin wird als UnterglĂŒck empfunden => wird sĂŒchtig nach Nikotin
Was fĂŒr ein Einfluss hat Gift auf das Nervensystem?
Nervengift von verschieden Lebewesen produziert: Pilzen, Spinnen, Amphibien, Meeresschnecken oder Schlangen -> Schutz vor RÀubern oder um Beute zu töten
Bsp.: Curare (Gift sĂŒdamerikanischen Liane) als Pfeilgift -> MolekĂŒle setzen sich an Acetylcholin-Bindungsstellen der Rezeptoren ohne KanĂ€le zu öffnen -> dadurch Synapsen blockiert, da Acetylcholin andocken kann -> Folge: MuskellĂ€hmung & Atemstillstand
Andere Nervengifte: Bakteriengift Botulinumtoxin, Sarin (zu chemischen Waffe entwickeltes Gas
Was fĂŒr ein Einfluss haben Neuronale Erkrankungen auf das Nervensystem?
Viel neuronale Beschwerden oft werden als bloĂe Stimmungsschwankungen abgetan -> Bsp.: Depression -> spezielle Form ist manische-depressive Erkrankung (wird auch als bipolare Störung bezeichnet) -> Symptome: manische & depressive Phasen (mal ĂŒbertrieben glĂŒcklich, mal Tod traurig) -> in depressive Phase sogar zu Selbstmordgedanken, in manischen Phasen zu anpassend freudig oder gereizt
Symptome hĂ€ngen mit einer Störung des Stoffwechsels im Gehirn zusammen -> Ursprung der Depression von Ungleichgewicht der Neurotransmitter Dopamin, Serotonin & Noradrenalin -> Mangel von letzteren 2 begĂŒnstigt Depression -> manische Phasen von Ăberschuss von Dopamin & Noradrenalin begĂŒnstigt -> gegensteuernde Medikamente wirken unmittelbar an den Synapsen, aber antidepressiven Effekte erst nach Wochen
Bsp.: Enzym Monoaminooxidase (MAO) baut Serotonin im synaptischen Spalt ab & begĂŒnstigt Depression -> MAO-Hemmer wirken entgegen -> Enzym Wirkung stark einbremsen -> andere Medikamente (z.B.: Trizyklika) verhindern Wiederaufnahme von Serotonin -> lĂ€ngere im synaptischen Spalt wirksam
Depression ein Beispiel fĂŒr den Beleg zwischen Krankheiten & VorgĂ€ngen an der Synapse -> viele andere neurologische Erkrankungen konnten auf VerĂ€nderungen der Hirnphysiologie zurĂŒckgefĂŒhrt werden
Wie werden Reize ausgelöst? (Sinne)
chemische oder physikalische Reize (Signale der Umwelt) von Sinnenorganen zu elektrischen Reizen (Aktionspotenzial) umgewandelt -> ZNS empfĂ€ngt & verarbeitet diese Signale -> erstellt damit ein individuelles Konstrukt der Welt -> im Gehirn entstandene Wahrnehmung beruht auf unvollstĂ€ndigen Satz an SinneseindrĂŒcken -> oft schlieĂt gedankliche Weiterverarbeitung an Wahrnehmung an
Reize von spezialisierten Sinneszellen (Rezeptorzellen) in Potenzial umgewandelt -> Reizaufnahme verbessert durch Filterung & VerstÀrkung -> Zellen der Sinnesorgane können nicht nur Signale weiterleiten, sondern auch beeinflussen
Was fĂŒr Reize Rezeptoren gibt es?
Je nach Reiz verschiedene Rezeptoren:
5 Sinne können nicht eindeutig Rezeptortypen eingeteilt werden
Tastsinn der Haut umfasst verschiedene Thermo- & Mechanorezeptoren
Geschmackssinn -> scharfe Inhaltsstoffe von Chili (Capsaicin) aktiviert Hitzerezeptoren auf der Zunge -> deshalb brennt scharfe Speisen & an schwitzt & trinkt viel
Körper hat viele Rezeptoren
Gleichgewichtssinn
Chemorezeptoren beispielsweise Sauerstoffkonzentration im Blut
Dehnungsrezeptoren geben RĂŒckmeldung ĂŒber Stellung der Muskeln oder FĂŒllstand des Magens
Nicht jeder Sinn entspricht einem Rezeptortyp -> Menschen besitzen ca. 400 unterschiedliche Rezeptortypen in der Riechschleimhaut
Wodurch nimmt ein Mensch den gröĂten Teil der Signale aus der Umwelt auf?
Mensch ein Augentier -> nimmt GroĂteil der Signale aus der Umwelt ĂŒber die Augen wahr
Wie ist ein Auge aufgebaut?
kugeliges GehĂ€use wird von der Lederhaut gebildet, die vorderen Bereich in die transparente Hornhaut ĂŒbergeht
da Auge mit FlĂŒssigkeit gefĂŒllt, hat Ăbergang des Lichts aus der Luft durch die konvexe Hornhaut bereits eine starke Sammellinsenwirkung
unter Lederhaut liegt die Aderhaut (versorgt Auge mit BlutgefĂ€Ăen)
Funktion der Blende ĂŒbernimmt pigmentierte Ihres (Regenbogenhaut), die durch die GröĂe der zentralen Ăffnung (Pupille) reguliert wird
hinter Iris liegt die Linse (sorgt fĂŒr eine scharfe Abbildung auf der Netzhaut) -> ist ein klares Gebilde aus Proteinen (neigen wegen ihrer ElastizitĂ€t dazu sich kugelig zusammenzuziehen, aber Zonulafasern wirken entgegen & spannen Linse von allen Seiten -> im entspannten Zustand abgeflacht)
Ziliarmuskel (liegt rund um Linse) macht Nahefokussierung -> wird angespannt -> dadurch geben Zonulafasern nach -> Linse nimmt kugelige Form an (wegen EigenelastizitÀt)
je stĂ€rker Linse gekrĂŒmmt, umso gröĂer ihre Brechkraft -> Anpassung der Brennweite nennt man Akkomodation
Lichteinfall kann so reguliert werden, dass Abbild des betrachteten Objekts auf Netzhaut oder Retina fÀllt (lichtempfindliche Schicht)
davor durchquert Licht gallertartigen Glaskörper (bestimmt Form des Augapfels)Â
in Retina liegt Sinneszellen, die physikalischen Reiz (Licht) in neuronale Signale umwandeln
Was fĂŒr zusĂ€tzliche Information weiĂt du bezĂŒglich des Aufbaus noch? Gib es an!
Sinneszellen sind nicht gleichmĂ€Ăig auf Retina verteilt -> Bereich des schĂ€rfstens Sehens mit besonders dicht gepackten Sinneszellen liegt genau in der Blickachse => Sehgrube oder Gelber Fleck -> Bereich sehr klein (Durchmesser von 3mm) -> nur da sieht man farbecht -> in Peripherie des Auges sieht man unbunt
Von auĂen nach innen setzt zuerst die Blau- & dann GrĂŒnempfindung ein -> nur in Sehgrube Rotempfindung möglich
An der Stelle, an der Sehnerv Auge verlÀsst gibt es keine Sinneszellen => blinder Fleck -> man ist dort wirklich blind
Was fĂŒr Zelltypen enthĂ€lt die Retina?
Sinneszellen (StÀbchen & Zapfen)
Mehrere Nervenzellen
Bipolarzelle -> verbinden Sinneszellen mit Ganglienzelle
Ganglienzelle -> deren Axone bilden den Sehnerv, der zum Gehirn fĂŒhrt
Horizontalzelle -> verschalten Sinneszellen untereinander
Amakrinzellen -> verschalten Ganglienzellen untereinander
Wie funktioniert die eigentliche Fotorezeption in den Sinneszellen?
Eigentlichen Fotorezeption erfolgt in den Sinneszellen von denen Wirbeltiernetzhaut zwei Typen besitzt -> bei Menschen treten ca. 125 Millionen StĂ€bchen & 6 Millionen Zapfen -> Zapfen ca. 100-fach weniger licht empfindlich, aber fĂŒr Licht mit kurzer (Blaue-Zapfen), mittlerer (GrĂŒn-Zapfen) und langer (Rot-Zapfen) WellenlĂ€ngen besonders empfĂ€nglich [nicht bei allen Wirbeltieren so!!]
Im Laufe der Evolution entstanden zwei verschiedene Sinneszelltypen
Was fĂŒr eine Rolle spielt das Licht bei der visuellen Wahrnehmung?
Bei guter Beleuchtung kann man mit Farbsystem Zapfen komplexe Szene schnell auswerten (wie Reifegrad von FrĂŒchten im dichten Laub) -> bei schwachem Licht ist man blind -> das hochempfindliche DĂ€mmerungssystem der StĂ€bchen ermöglicht auch Sehen bei sehr wenig Licht (selbst bei Neumondlicht nur mit dem Licht der Sterne)
Wie lÀuft das Sehen auf modularer Ebene?
Auf molekularer Ebene ist Sehen an ein Protein gekoppelt => Rhodopsin -> besteht aus dem eigentlichen ProteinmolekĂŒl Opsin (ist selbst nicht lichtempfindlich) & Retinal (ein kleines MolekĂŒl) -> Retinal kann bei Lichtabsorption seine Form Ă€ndern & dadurch andere Signalproteine aktivieren, die ĂŒber weitere molekulare VerstĂ€rkung eine riesige Anzahl an Na+-KanĂ€le an der Membran öffnen
Empfindlichkeit fĂŒr bestimmte WellenlĂ€ngen kommt von Opsin -> unterschiedliche AminosĂ€uren an bestimmten Stellen dieses Proteins entscheiden ĂŒber die Empfindlichkeit
Wie sind die Augen von Insekten?
Haben Komplex- oder Facettenaugen -> bestehen aus vielen einzelnen Augen (bis zu mehreren Zehntausenden bei Libellen oder Fliegen
Einzelnen Augen => Ommatidien -> recht einfach -> keine Akkomodation möglich
Grob lĂ€sst Komplexaugen sich mit einzelnen Sensorpunkten auf dem Chip einer Digitalkamera vergleichen -> je nach Anzahl der Einzelaugen sehen sie âverpixeltâ
Bei welchen Tieren wurde der Hörsinn nach gewissen?
Hörsinn bei Wirbeltieren, Spinnen & manchen Insekten nachgewiesen -> meisten Tiere taub
Wie wird ein Ton vom Ohr zu einem Signal zum Gehirn weitergeleitet?
Schallwellen gelangen durch AuĂenohr zum Trommelfell, wo sie im Mittelohr ĂŒber die Gehörknöchelchen auf das ovale Fenster ĂŒbertragen werden -> markiert Grenze zum Innenohr, wo Schallwellen in FlĂŒssigkeit der Hörschnecke geleitet werden
In Hörschnecke wird Schallreiz zu einem neuronalen Signal umgewandelt -> Reizaufnahme erfolgt durch Hörsinneszellen mit feinen SinneshĂ€rchen, die in die FlĂŒssigkeit der Schnecke ragen -> erreicht Druckwelle Schnecke wird Basilarmembran ausgelenkt -> Druckwelle lĂ€uft ĂŒber Basilarmembran (FlĂŒssigkeit nicht komprimierbar) -> Sinneszellen werden verbogen & Rezeptorpotential ausgelöst
Wie werden unterschiedlich hohe Töne unterschieden?
Tonhöhen unterscheiden -> Basilarmembran so geformt, dass sie nahe am ovalen Fenster schmĂ€ler & steifer ist als tief in der Schnecke -> fĂŒr hohe Töne nahe beim ovalen Fenster empfĂ€nglicher & fĂŒr tiefe Töne am anderen Ende -> wo stĂ€rker erregt kann Gehirn Tonhöhen unterscheiden
Wie kommt es zu einem Hörschaden?
Bei starker Beanspruchung der Hörsinneszellen durch LĂ€rm kann dazu fĂŒhren, dass SinneshĂ€rchen verkleben => vorĂŒbergehende Hörstörung -> ohne entsprechende Erholungsphasen sterben SinneshĂ€rchen ab => Ohr dauerhaft geschĂ€digt
Was ist Kurzsichtigkeit und wie kann es korrigiert werden?
Abstand zwischen Linse und Netzhaut ist zu groĂ -> ein scharfes Bild entsteht schon vor der Netzhaut
Korrektur: Eine Zerstreuungslinse rĂŒckt den Brennpunkt weiter nach hinten, so dass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht
Was ist Weitsichtigkeit und wie kann es korrigiert werden?
Abstand zwischen Linse und Netzhaut ist zu gering -> ein scharfes Bild entsteht erst nach der Netzhaut
Korrektur: Eine Sammellinse unterstĂŒtzt die Brechkraft der Linse, so dass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht
Was ist Alterssichtigkeit und wie kann es korrigiert werden?
Linse verliert ihre ElastizitÀt -> starke Wölbung ist nicht mehr möglich und damit auch kein scharfes Sehen in der NÀhe -> Sehen in der Ferne ist weiterhin gut
Korrektur: Eine Sammellinse unterstĂŒtzt die Linse beim Sehen in der NĂ€he.
Wie lÀuft der Hörvorgang ab? Nimm das Bild als Leitfaden!
a.    Ohrmuschel -> fÀngt Schallwellen ein
b.    Gehörgang -> leitet Schallwellen zum Trommelfell
c.    Trommelfell -> setzt Luftschwingungen in mechanischen um
d.    Hammer -> nimmt Schwingung des Trommelfells auf
e.    Amboss -> KraftverstÀrkung
f.     SteigbĂŒgel -> Druck gegen ovales Fenster
g.    Ovales Fenster -> elastisch, setzt Gehörwasser in Bewegung
h.    BogengÀnge -> Gleichgewichtsorgan
i.     Schnecke (Cochlea) -> Sitz der Hörsinneszellen
j.     Existiert nicht!
k.    Hörnerv -> leitet Erregungen zum Gehirn
l.     Rundes Fenster -> dient dem Druckausgleich in der Schnecke
m. Ohrtrompete -> Verbindung von Mittelohr und Rachenraum
Welcher Teil im ganzen Ohr ist nicht am Hörvorgang beteiligt?
BogengÀnge -> Gleichgewichtsorgan
Wie ist das Drehsinnesorgan aufgebaut?
Wie funktioniert der Drehsinnesorgan?
Bei einer Drehung des Kopfes bewegt sich die trĂ€ge FlĂŒssigkeit im Bogengang mit. Die Gallerte wird dadurch ausgebeult und die SinneshĂ€rchen werden gebogen. Dadurch werden die Sinneszellen gereizt und leiten die Erregung zum Gehirn.
Wie ist das Lagesinnesorgan aufgebaut?
Wie funktioniert der Lagesinnesorgan?
Bei einer Neigung des Kopfes verschiebt sich die Gallerte mit den Kristallen, so dass die SinneshÀrchen umgebogen werden. Die Sinneszellen werden gereizt und leiten die Erregung zum Gehirn.
Was fĂŒr Aufgaben hat das Hormonsystem?
Kommunikation zwischen Zellen & Organen
Fernwirkung -> in verschiedenen Organen werden Hormone produziert, die als Boten- & Signalstoffe (primĂ€re Messenger) ĂŒber das Blut im verteilt werden => endokrine Wirkung
Nahwirkung -> Hormone durch Diffusion zu benachbarten Zellen entfalten => parakrine Wirkung
Auf hormonprodozierenden Zellen selbst wirken => autokrine Wirkung
Unterschied zwischen Nerven- & Hormonsystem
Nervensignale nur auf bestimmten Zellen wirken â Hormone ĂŒber Blut gleichmĂ€Ăig im Körper verteilen & potenziell auf alle Zellen wirken -> ZellspezifitĂ€t wird durch spezifische Rezeptoren auf Zielzellen erreicht
Hormonsystem langsam -> Wirkung von Minuten zu Monaten erstrecken â Nervensignale sehr schnell
Hormone gleichzeitig auch Transmitter im Nervensystem eingesetzt (Bsp.: Serotonin & Noradrenalin)
Nervenzellen können auch Hormone produzieren => Neurohormone (Bsp.: antidiuretische Hormone [ADH])
Wie werden Hormone eingeteilt?
Hormone werden nach ihrer chemischen Struktur, ihrem Bildungsort oder ihrem Wirkungsmechanismus eingeteilt
Was fĂŒr 4 Gruppen von Hormonen gibt es?
Hormone lassen sich entsprechend der Ausgangsstoffe ihrer Synthese in 4 Gruppen einteilen
Steroidhormone
Fettlöslich
Aus Cholesterin synthetisiert
Bsp.: Corticosteroiden aus Nebennieren, Sexualhormone aus weiblichen & mĂ€nnlichen Geschlechtsorganen (Ăstrogene, Progesteron -> Eierstöcken, Testosteron -> Hoden)
Peptidhormone
Bestehen aus langen AminosÀurenketten
Meist wasserlöslich
GroĂe Hormongruppe & in verschiedenen Organen gebildet
Bsp.: Oxytocin aus Hypothalamus, Insulin aus BauspeicheldrĂŒse, Parathormon (PTH) aus NebenschilddrĂŒse
AminosÀurederivate
Zu dem gehören SchilddrĂŒsenhormone & Catecholamine aus
Nebennieren
ArachidonsÀurederivate
Hormone, die ĂŒberall im Körper vorkommen & gebildet werden
Bsp.: Prostaglandine, Thromboxan
Wo werden Hormone gebildet?
GlandulĂ€re Hormone => DrĂŒsenhormone, die von speziellen endokrinen DrĂŒsen gebildet werden -> Zelle dieser DrĂŒsen produzieren Hormone, die durch Exocytose in Interstitium gelangen & von dort in Blutkapillaren
Hormone auch in vielen anderen nicht unbedingten endokrin spezialisierten Geweben gebildet => Gewebshormone -> Bsp.: Prostaglandine, Cytokine & Erythropoetin (in Lunge gebildet) -> weitere Orte: Herzvorhöfe, Lunge, Plazenta & Leber
Wie werden Hormone im Körper transportiert?
Meisten Hormone wĂ€hrend Transport im Blut an spezielle Transportproteine gebunden -> gilt fĂŒr alle fettlöslichen & meisten wasserlöslichen Hormone
Bsp.: Cortison an Transportprotein Transcortin, SchilddrĂŒsenhormone an thyroxinbindende Globulin
Dauer der Bindung bestimmt durch klassische Bindungskinetik & fĂŒhrt zu einer fĂŒr jeden Hormontyp charakteristische Halbwertszeit im Blut -> Bsp.: Corticotropin (ACTH) nur 10 min, Thyroxin 7 Tage -> von Minuten bis Tagen   -> Dauer hĂ€ngt von Ansprechzeit der Zielgewebes ab (so viel Zeit vergeht bis Hormonwirkung einsetzt
WÀhrenddessen Hormone können Blut in der Peripherie nicht verlassen & zirkulieren Kreislauf
Was brauchen Zellen damit Hormone auf ihre Signale reagieren?
Jede Zielzelle muss spezifische Hormonrezeptoren besitzen, um auf ein Hormonsignal reagieren zu können -> Rezeptoren können in der Zellmembran oder Zellinnere sein & lösen ĂŒber intrazellulĂ€re Signalwege spezifische Zellantworten aus
Was ist mit der folgenden Aussage gemeint? âEine Zelle kann fĂŒr ein spezielles Hormon verschiedene Rezeptortypen tragen.â
Hormone können unterschiedliche, oft gegensĂ€tzliche Zellantworten auslösen -> Adrenalin kann ĂŒber âș-Rezeptoren auf Endothelzellen eine GefĂ€Ăverengung & ĂŒber ÎČ-Rezeptoren eine GefĂ€Ăerweiterung auslösen
Was fĂŒr Hormone brauchen Rezeptoren an der Zellmembran?
Wasserlösliche Hormone wegen chemischen Eigenschaften nicht in Zelle eindringen & benötigen extrazellulĂ€re Rezeptoren in der Zellmembran -> Hormone (primĂ€re Messenger) binden von auĂen an diese Rezeptoren -> Ă€ndern Struktur -> aktivieren Signalkette in der Zelle -> zellulĂ€re SignalmolekĂŒle (second Messenger) leiten weiter
Was fĂŒr verschiedene IntrazellulĂ€re Signalwege gibt es fĂŒr Hormone, die Hormonrezeptoren in der Zellmembran haben?
am weitesten Verbreitet cAMP-Singalwege -> ĂŒber ihnen verlĂ€uft beispielsweise von antidiuretische Hormone (ADH) ausgehende SignalĂŒbertragung -> ADH bindet an extrazellulĂ€re Rezeptor, der aktiviert wird & Signal ĂŒber hemmende oder stimulierende Proteine (G-Proteine) zu membranstĂ€ndigen Enzym (Adenylatcyclase (AC) weiterleitet -> Enzym wandelt ATP in cAMP (zyklisches Adenosinmonophosphat) um, das als Second Messenger in Zelle wirkt & ĂŒber Proteinkinase A ein Zielprotein phosphoryliert
Was fĂŒr Hormone brauchen intrazellulĂ€re Hormonrezeptoren?
Lipidlöslich Hormone (Steroidhormone oder SchilddrĂŒsenhormone) können durch Zellmembran in das Cytosol diffundiere -> dort befinden sich Rezeptoren fĂŒr Steroidhormone -> Rezeptoren fĂŒr SchilddrĂŒsenhormone im Zellkern
Was passiert mit Cytosolische Steroidrezeptoren nach der Bindung?
nach Bindung der Steroidhormone in Zellkern gebracht -> dort binden aktivierte Hormone/ Rezeptor-Komplexe an DNA & aktivieren spezielle Gene -> spezielle hormoninduzierte Proteine synthetisiert
Wodurch werden AusschĂŒttungen der Hormone aus ProduktionsstĂ€tte kontrolliert?
wird durch einem oder mehrere Regelkreise kontrolliert
Was ist eine negative RĂŒckkopplung? Gib ein Beispiel!
Ist Signalverarbeitung, bei der Hormone ihre eigne AusschĂŒttung negative regulieren -> kann durch direkte Wirkung auf hormonproduzierende Zellen geschehen oder ĂŒber Faktoren, die ihrerseits die HormonausschĂŒttung regulieren
Steigt Glucosekonzentration im Blut nach Mahlzeit an schĂŒtten Langerhans-Zellen in Pankreas Insulin aus -> wirkt auf Körperzellen -> fĂŒhrt zu Glucoseaufnahme & senkt Glucosespiegel im Blut -> weniger Insulin wird nun ausgeschĂŒttet, bis Spiegel durch Nahrungsaufnahme oder andere regulative EinflĂŒsse wieder ansteigt
Hormoneller Regelkreis reagiert in 2 Richtungen -> Insuline AusschĂŒttung steigt & sinkt dann wieder
Wie wird die Empfindlichkeit der Hormoneller Regelkreis reguliert? Gib ein Beispiel an!
Hormoneller Regelkreis kann durch eigene Autoregulation aber auch andere EinflĂŒsse modifiziert werden -> Empfindlichkeit kann endokrine DrĂŒsen durch andere Hormone beeinflusst werden -> AusschĂŒttung zusĂ€tzlich stimuliert oder gehemmt
Bsp.: Insulinregelkreis -> durch AminosÀuren stimuliert & Stresshormon Adrenalin gehemmt
Wie wird der Wachstum der HormondrĂŒsen reguliert?
StÀndig angepasst an Erfordernisse des Körpers -> wichtig hier: Zellteilung (Proliferation) & Zelltod (Apoptose)
Dauerhaft gesteigerte HormonausschĂŒttung fĂŒhrt zu VergröĂerung der HormondrĂŒse => Hyperplasie -> hormonproduzierende Zelle nimmt an Zahl & GröĂe zu
Dauerhaft unterdrĂŒckte HormonausschĂŒttung verkleinert HormondrĂŒse => Aplasie -> hormonproduzierende Zelle schrumpfen => Atrophie & sterben ab
Wieso gibt es eine Hierarchie unter den HormondrĂŒsen?
Um verschiedene hormonellen Regelkreise, die sich gegenseitig beeinflussen, zu koordinieren, gibt es Hierarchie -> bestimmte HormondrĂŒsen anderen ĂŒbergeordnet
Wer ist in der Hierarchie der HormondrĂŒsen an oberster Stelle?
Bei vielen Regelkreisen Hypothalamus oberster Regulator
durch zentrale Lage im Gehirn befindet es sich an Schaltstelle des Informationsflusses zwischen AuĂenwelt & Körperinneren
durch Abgabe von Releasing- & Inhibiting-Hormonen beeinflusst eng benachbarten zweiten Regulator => Hypophyse
Wer ist in der Hierarchie der HormondrĂŒsen an zweiter Stelle?
Hypophyse in zwei Bereiche unterteilt -> Hypophysenhinterlappen & Hypophysenvorderlappen -> letztere fungiert in Hierarchie als nĂ€chste Regulationsebene -> sezerniert glandotropen Hormone, die auf die untergeordneten HormondrĂŒsen einwirken
Wer ist in der Hierarchie der HormondrĂŒsen an letzter Stelle?
untergeordneten HormondrĂŒsen bilden unterste Ebene: Nebennieren, SchilddrĂŒse, Hoden & Eierstöcke -> sezernieren peripheren Hormone & wirken mit diesen jeweiligen Zielzellen
Unterliegen alle peripheren HormondrĂŒsen der Hierarchie?
nicht alle peripheren HormondrĂŒsen unterliegen Hierarchie -> einige Hormone der Hypophyse wirken direkt auf Zielzellen -> andere HormondrĂŒsen (Bsp. Pankreas) funktioniert zum groĂen Teil unabhĂ€ngig von Hypophyse & Hypothalamus
Was sind die drei Gruppen der HormonĂŒberschuss?
PrimĂ€re HormonĂŒberschuss:
Hormonproduzierende Zellen zu stark proliferieren -> Hyperplasie der HormondrĂŒse entwickelt sich
Geschieht durch unkontrollierbare Zellteilung => Bildung von Tumoren (Adenome)
ĂberschĂŒssige Hormone können durch undifferenzierte Zellen andere Gewebe bilden wie Bronchialkarzinom => ektope Hormonproduktion
SekundĂ€re HormonĂŒberschuss:
Hormonproduktion durch gestörte Interaktion mit anderen Hormonregelkreisen erhöht, wie es bei Synthese des Hormons Aldosteron nach einem Blutverlust der Fall ist
TertiĂ€rer HormonĂŒberschuss
HormondrĂŒse ohne Tumorwachstum durch langanhaltende Stimulation zu viel Hormone produziert
Was fĂŒr Hormonstörungen (Tumorendokrinologie) gibt es?
HormonĂŒberschuss -> 3 Gruppen
Hormonmangel -> durch fehlende regelmĂ€Ăige Stimulation einer HormondrĂŒse wird Aplasie ausgelöst
können Folge von Infektionen, mechanischer BeschÀdigung, Autoimmunerkrankungen, Vergiftungen oder Durchblutungsstörungen auftreten
Bei einem Tumor mĂŒssen HormondrĂŒsen oft vollstĂ€ndig entfernt werden
Wie werden Hormone abgebaut?
GröĂtenteils in Leber durch Aufspaltung abgebaut -> entstehende Produkte dann ĂŒber Niere ausgeschieden
durch Bestimmung dieser Abbauprodukte im Urin lassen sich hĂ€ufig RĂŒckschlĂŒsse auf Hormonspiegel im Blut ziehen
FĂŒr welche Therapeutische Anwendung werden Hormone/ Antihormone verwendet?
heutzutage viele körpereigene Hormone synthetisch hergestellt & im Krankheitsfall verabreicht -> Bsp.: Insulin bei Diabetes
Auch eingesetzt bei normalen Wachstums- oder AltersverĂ€nderung der HormondrĂŒsen -> Bsp.: Hormonersatztherapie bei Frauen in & nach Wechseljahren oder bei altersbedingter Unterfunktion der SchilddrĂŒse
Einige Hormone auch als Medikamente verwendet -> hĂ€ufigsten Glucocorticoide -> Immunsystem hemmend & deshalb zur Immunsuppression oder bei rheumatischen EntzĂŒndungen gegeben
Hormone wie Erythropoetin oder Androgene illegal als Dopingmittel eingesetzt -> fĂŒr Leistungssteigerung mit Nebenwirkungen -> groĂe Gefahr fĂŒr menschlichen Körper!!
Auch bei Anti-Aging-Medizin -> Hormone zum Schrumpfen der Fettpolster -> unkontrollierbare Nebenwirkungen -> Anwendung dieser Form inakzeptable!!
Wieso ist der Hypothalamus so wichtig?
ist wichtigste Verbindungsstelle zwischen Nervensystem& Hormonsystem -> hier werden neuronale Reize aus höheren ZNS-Areal in hormonelle Regulation umgesetzt
Wie ist der Hypothalamus & Hypophyse miteinander verbunden?
durch Hypophysenstiel -> ĂŒber Stiel beide HormondrĂŒsen durch BlutgefĂ€Ăsystem mit 2 Kapillargebiete verbunden => hypophysĂ€ren Portalkreislauf
Was wird durch die Vorderseite des Hypothalamus freigesetzt?
werden Releasing-Hormone (RH) und Inhibiting-Hormone (IH) in Kapillargebiet freigesetzt -> diese Hormone werden ĂŒber GefĂ€Ănetz in Hypophysenvorderlappen abgegeben, wo sie die AusschĂŒttung Hypophysenvorderlappenhormonen entweder stimulieren oder inhibieren
Welche Hormone gehören zu den Releasing-Hormonen?
Thyreotropin-Releasing-Hormon (TRH) [stimuliert AusschĂŒttung von thyreoideastimulierenden Hormon (TSH)]
Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH)
Releasing-Hormon der glandotropen Sexualhormone (Gn-RH) [stimuliert AusschĂŒttung von glandotropen Sexualhormone FSH und LH]
Growth-Hormon-Releasing-Hormon (GH-RH) [stimuliert AusschĂŒttung von Wachstumshormon]
Prolaktin-Releasing-Hormon (PRL-RH) [stimuliert AusschĂŒttung von Prolaktin]
Welche Hormone gehören zu den Inhibiting-Hormonen?
Growth-Hormon-Inhibiting-Hormon (GH-IH) [hemmt AusschĂŒttung von Wachstumshormon]
das Prolaktin-Inhibiting-Hormon (PRL-ICH) [hemmt ProlaktinausschĂŒttung]
Was ist Diabetes mellitus?
bei gesunden Menschen Blutzuckerspiegel konstant
nach Mahlzeit steigert Insulin DurchlĂ€ssigkeit der Muskel- & Fettenzellen fĂŒr Glukose & bewirkt auch Glukoseaufnahme in Leberzellen (speichert es in Form in Glykogen)
Leber bildet permanent Glukose neu & wandelt es auch in Glykogen -> bei Energiebedarf Glykogen zu Glukose & ins Blut
Dies funktioniert bei Diabetes nicht.
Wie kommt es zu Diabetes Typ 1?
Immunsystem wirkt gegen Insulin produzierende ÎČ-Zellen => Autoimmunkrankheit (ErbgutschĂ€den -> Vorbeugung nicht möglich) -> arbeiten nicht mehr oder nicht mehr da -> zu wenig Insulin im Körper fĂŒhrt zu Störungen:
Blutzucker nicht mehr in Muskeln aufgenommen => weniger Leistung
Blutzucker nicht mehr in Fettzellen aufgenommen => Fettdepots werden abgebaut
Glukose wird nicht mehr in Leber aufgenommen => gebildete Zucker wird nicht mehr weiter zu Glykogen umgewandelt
Was ist wichtig zu wiesen zu Diabetes Typ 1?
3 Punkte fĂŒhren zum extremen Anstieg der Zuckerkonzentration im Blut (auch im nĂŒchternen Zustand) -> Körper versucht Ăberschuss mit Urin auszuscheiden => deswegen erhöhter Wasserverlust & vermehrter Durst
Fettreserven werden abgebaut -> reichern sich zum Teil saure Abbauprodukte im Blut an -> Blut ĂŒbersĂ€uern & beeintrĂ€chtigen gesamte Stoffwechsel
Tritt in jungen Jahren (Kinder & jungen Erwachsenen) auf
Haben Normalgewicht oder Gewichtsabnahme
Beginnt rasch
Symptome: extremer Durst, stĂ€ndige MĂŒdigkeit
Behandlung: strenge DiÀt, Sport, Insulininjektionen
Wie kommt es zu Diabetes Typ 2?
Insulin bewirkt an den Zielzelle keine oder schwache MaĂe Aufnahme von Glukose => Insulinresistenz -> Anreicherung von Glukose im Blut (ErbgutschĂ€den & Ăbergewicht)
In jungen Jahren versucht Körper SchwÀche mit erhöhter Insulin Produktion zu kompensieren -> bei zunehmendem Alter ist es nicht mehr möglich höhere Produktion aufrecht zu erhalten
Was ist wichtig zu wiesen zu Diabetes Typ 2?
Ăberschuss an Insulin fĂŒhrt zu vermehrter Ablagerung von Glukose in Fettzellen -> fördert Ăbergewicht (deswegen hĂ€ufig ĂŒbergewichtig)
Durch Vermehrte körperliche AktivitĂ€ten bildet Zellen mehr Insulinrezeptoren -> Glukose wird besser aufgenommen -> Blutzuckerwerte normalisieren sich -> gesunde ErnĂ€hrung hilft bei Vermeidung von Ăbergewicht
Tritt bei Erwachsenen ab 40 Jahren auf
Tritt schleichend auf
Oft keine Symptome, evtl. wie bei Typ 1
Behandlung: strenge DiÀt, Sport, Insulininjektionen, Stressreduktion
Vorbeugung: Normgewicht, körperliche AktivitÀten, gesunde ErnÀhrung
Wie kommt es zu Folgeerkrankungen durch Diabetes und was sind diese?
durch jahrelanger erhöhtem Blutzuckerwerten
kleine & groĂe BlutgefĂ€Ăe & Nerven können betroffen sein
SchÀdigungen:
Kleine BlutgefĂ€Ăe:
betreffen Netzhaut im Auge -> BeeintrÀchtigung der SehfÀhigkeit
Nieren & deren Funktion
Durchblutung der FĂŒĂe -> Mangelblutung -> Amputation von Zehen bzw. FĂŒĂen
GroĂe BlutgefĂ€Ăe:
Können zu Herzinfarkt oder Schlaganfall fĂŒhren
Nerven:
können Tast- & Schmerzempfinden (vor allem an den FĂŒĂen) beeintrĂ€chtigen
Störung der Magen- & Darmfunktion
Wie kommt es zu einer VerÀnderung in der PubertÀt durch Hormone?
Beginnt im Gehirn => Hypothalamus -> Freisetzungshormone ins Blut ausgeschĂŒttet, die zur Hypophyse gelangen -> der gibt FSH & LH frei -> ĂŒber Blutbahnen zu Hoden/ Eierstöcken -> Produktion von Testosteron & Ăstrogene -> verantwortlich fĂŒr (Weiter-) Entwicklung primĂ€ren und sekundĂ€ren Geschlechtsorgane -> Bsp.: Progesteron
Diese gegenseitige Regulation ist ein Regelkreis -> erhöhte Mengen von Testosteron und Ăstrogenen blockieren die Neusynthese von FSH und LH => negative RĂŒckkopplung
Testosteron lÀsst Achsel, Bart- & Schamhaare wachsen & Spermienzellen heranreifen -> löst auch Stimmbruch aus
Ăstrogene sorgen dafĂŒr, dass Achsel- & Schamhaare wachsen -> BrĂŒste & Becken gröĂer -> bewirken Heranreifen von Eizellen in Eierstöcken
Wie und wann ca. startet der weibliche Zyklus bei den MĂ€dchen?
ersten Monatsblutung (Menarche) => geschlechtsreif
Bereits mehrere Monate vor der Menarche tritt bei vielen MĂ€dchen eine milchige oder klare FlĂŒssigkeit aus der Scheide aus => WeiĂfluss -> zeigt an, dass in Eierstöcken Ăstrogene produziert -> Bildung des Zervixschleims veranlassen -> geruchlos & besteht aus abgestoĂenen Zellen von GebĂ€rmutter und Scheide sowie Zervixschleim.
Erste Blutung zwischen 10 und 16 Jahren (Ă€lter als 16 & keine Blutung => FrauenĂ€rztIn) -> Gene, Lebenswandel, ErnĂ€hrung, Chemikalien einen Einfluss auf den Zeitpunkt der Menarche -> Offenbar tritt sie ein, sobald Körper eine bestimmte Menge Fett eingelagert hat -> bei jungen Frauen noch unregelmĂ€Ăig
Wie verlaufen die ersten Zyklen von MĂ€dchen?
GebĂ€rmutterschleimhaut nicht vollstĂ€ndig aufgebaut, weil von den Eierstöcken zu wenige Ăstrogene freigesetzt werden, die diesen Prozess steuern -> unvollstĂ€ndige GebĂ€rmutterschleimhaut wird vorschnell abgestoĂen -> sehr kurzen Menstruationszyklen
Wird zwischenzeitlich gar kein Ăstrogen freigesetzt, bildet sich keine oder nur sehr wenig GebĂ€rmutterschleimhaut -> Blutungen setzt vorĂŒbergehend aus
Oft Körpertemperatur MĂ€dchen nicht dem ĂŒblichen Verlauf -> regelmĂ€Ăiger normaler Zyklus kann Jahre brauchen -> hormonelle VerhĂŒtungsprĂ€parate die Ausbildung eines normalen Zyklus behindern -> zu helle Schlafzimmer oder Stress können ebenfalls Zyklusstörungen auslösen
Wie verlÀuft Zyklus bei einer Frau?
Temperaturschwankungen vor & nach dem Eisprung
Zyklus beginnt mit der Regelblutung (Menstruation)
Dauer durchschnittlich 28 tage
Wie reift ein Follikel?
Hypophyse gibt FSH ab -> bewirkt in beiden Eierstöcken die Reifung mehrerer EiblĂ€schen (Follikel) -> nur ein EiblĂ€schen wĂ€chst zu ausreichender GröĂe heran -> setzt einen Stoff frei, der die Reifung der anderen Follikel verhindert -> andere sterben ab -> Follikel besteht aus einer HĂŒlle aus Follikelzellen, die eine Eizelleumgeben -> heranreifenden FollikelhĂŒllzellen geben Ăstrogene in das Blut ab -> Neuaufbau der GebĂ€rmutterschleimhaut in Gang gesetzt
Ăstrogene hemmen AusschĂŒttung von FSH in der Hypophyse-> fördern Freisetzung von LH -> zusĂ€tzlich beginnt im GebĂ€rmutterhals die Schleimproduktion -> Muttermund ist noch geschlossen & öffnet sich an den fruchtbaren Tagen
LH-Konzentration im Blut am höchsten -> platzt der Follikel & entlÀsst Eizelle in Eileiter -> Am Tag vor diesem Eisprung (Ovulation) endet die Follikelreifungsphase (LÀnge nicht konstant) -> Deshalb unterscheidet sich ZykluslÀnge von Frau zu Frau -> schwankt aber auch bei derselben Frau
Wie ist der Zervixschleim zu der furchtbaren Zeit?
Zervixschleim zuvor eher zĂ€h, ist nun dĂŒnnflĂŒssiger & der Muttermund ist geöffnet => fruchtbare Zeit der Frau
Wie lange ist die Befruchtung möglich?
Befruchtung ca. 12-24h nach Eisprung möglich -> befruchtete Eizelle wird durch Bewegungen des Eileiters zur GebÀrmutter transportiert (ernÀhrt sie zugleich)
Was ist ein Gelbkörper?
geplatzte Follikel heiĂt Gelbkörper -> In seiner Wand wachsen BlutgefĂ€Ăe ein, die von den Follikelzellen mit Progesteron & geringeren Mengen an Ăstrogenen gespeist werden -> Konzentration an Progesteron im Blut steigt nach der Ovulation in wenigen Tagen um das 50-100fache an -> fördert den weiteren Aufbau und die Durchblutung der GebĂ€rmutterschleimhaut fĂŒr die Einnistung des frĂŒhen Embryos -> es hemmt in Hypophyse Abgabe von LH -> reduzierten Mengen an FSH und LH im Blut verhindern Reifung weiterer Follikel => Frau nun unfruchtbar
Sidenote: Gelbkörperphase immer gleich lang
Wie wird im Urin festgestellt, dass man schwanger ist?
FrĂŒhe Embryo gibt ein Hormon ab => hCG (Humanes Chorion Gonadotropin)  -> ĂŒbernimmt Funktion von LH und regt Neubildung von Progesteron im Gelbkörper an -> hCG im Urin feststellbar -> Schwangerschaftstests
Was passiert mit einem Gelbkörper, wenn diese nicht befruchtet wird?
Keine Befruchtung -> Gelbkörper bildet sich nach ca. 12 bis 16 Tagen zurĂŒck   -> Freisetzung von Progesteron sinkt & hört letztlich auf -> fĂŒhrt dazu, dass gröĂte Teil der GebĂ€rmutterschleimhaut ĂŒber die Scheide abgestoĂen wird => Regelblutung -> dauert 2-6 Tage -> Zyklus abgeschlossen
Wie lange dauert die Abfolge von Follikelreifungsphase und Gelbkörperphase an?
geschieht so lange, bis Frau in Menopause eintritt -> geschieht etwa zwischen 45-55. Lebensjahr  -> Ăstrogenproduktion lĂ€sst nach -> GebĂ€rmutterschleimhaut nicht mehr aufgebaut -> seltener schlieĂlich gar nicht mehr zum Eisprung -> Ab diesem Zeitpunkt ist fruchtbare Phase im Leben einer Frau vorbei
Was machen hormonelle VerhĂŒttungsmittel?
greifen in Hormonhaushalt der Frau ein
soll die Reifung von Follikel & Eizelle durch kĂŒnstliches Progesteron & der Eisprung durch kĂŒnstliches Ăstrogen unterbunden werden -> Spermien beim Geschlechtsverkehr auf keine befruchtungsfĂ€hige Eizelle treffen
Was passiert, wenn es trotz hormoneller VerhĂŒttung zu einer Befruchtung kommt?
einige PrĂ€parate enthalten weitere SubstanzenÂ
Zervikalfaktoren bewirken, dass der Zervixschleim dickflĂŒssig bleibt -> Spermien kann schwerer in die GebĂ€rmutter gelangen
Endometriumsfaktoren (Nidations-Hemmer) verhindern normalen Aufbau der GebÀrmutterschleimhaut & Einnistung der Blastozyste
es gibt Substanzen, die verhindern, dass Zygote im Eileiter ernÀhrt & Richtung GebÀrmutter transportiert wird
PrĂ€parate, die ĂŒber die Verhinderung von Eizellreifung & Eisprung hinausgehen, können Abtöten des Embryos zur Folge haben -> Abtreibung
Was fĂŒr Nebenwirkungen können kĂŒnstliche Hormonzufuhr im Körper der Frau fĂŒhren?
Bsp.: Senkung der sexuellen Lust
Depressionen
MigrÀne
gesteigertes Risiko von Thrombosen (Blutgerinnsel) & von Brustkrebs.
Bedarf an FolsÀure, B-Vitaminen und Vitamin C erhöht
Kommt auch zu einer geringeren Aufnahme von Zink und Magnesium
Wie leitet man eine Regelblutung bei hormoneller VerhĂŒttung ein?
Regelblutung setzt selbst nach Absetzen bei einigen Frauen erst nach lĂ€ngerer Zeit wieder ein -> Zyklus kann unregelmĂ€Ăiger werden
Durch die Pillenpause kommt es zur Abbruchsblutung, die aber keine regulÀre Regelblutung ist.
Was fĂŒr hormonelle VerhĂŒttungsmethoden gibt es und wie wirken diese? Nenne alle 5, die du gelernt hast!
Anti-Baby-Pille:
je nach PrÀparat wird die Pille 21 Tage lang tÀglich eingenommen & 7 Tage lang nicht -> oder wird kontinuierlich eingenommen, wobei die jeweils letzten Pillen wirkstofffrei sind.
ist rezeptpflichtig -> KombinationsprĂ€parate enthalten kĂŒnstliches Ăstrogen & kĂŒnstliches Progesteron & evtl. noch weitere Stoffe -> MonoprĂ€parate enthalten nur kĂŒnstliches Progesteron.
Pause in der Einnahme / wirkstofffreien Pillen in der letzten Phase dieses kĂŒnstlichen Zyklus fĂŒhren zu einer schwachen Blutung=> Abbruchblutung
Wirkung kann durch Durchfall & Erbrechen oder gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente stark beeintrÀchtigt werden -> bei vielen PrÀparaten ist sehr genaue Einnahme wichtig (Uhrzeit!) -> bei Reisen Zeitverschiebung wichtig!
kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten
Hormonimplantat (âVerhĂŒtungsstĂ€bchen"):
KunststoffstĂ€bchen -> wird von FrauenĂ€rztin fĂŒr 3 Jahre unter die Haut eingesetzt -> setzt kontinuierlich Progesteron frei
Hormonpflaster:
Wird drei Wochen lang einmal pro Woche (gleicher Tag!) auf die Haut geklebt, dann eine Woche weggelassen -> es kommt zur Blutung
Gibt Ăstrogen und Progesteron ab
Höhere Hormondosierung als Pille
Pflaster kann abfallen -> dann schnell ersetzen
Kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten
wirkt bei Erbrechen und Durchfall
In HausmĂŒll entsorgen, weil es auch nach Gebrauch hohe Hormonmengen enthĂ€lt
3-Monats-Spritze:
Wird von der FrauenÀrztin in die Muskulatur von Oberarm oder GesÀà gespritzt oder unter die Haut (subkutan) von Bauch oder Oberschenkel -> bildet dort ein Depot -> setzt kontinuierlich Progesteron frei
Nachteile:
1. Depot -> kann nicht einfach so abgebrochen werden -> Depot muss zuerst fertig gehen -> kann dann nicht schwanger werden, wenn man will
2. Darf nicht lange nehmen, weil verĂ€ndert Knochendichte ĂŒber lange Zeit!!
Hormonring:
Mix aus Ăstrogen & Gestagen
EingefĂŒhrt an der Cervix
Kann fĂŒr Geschlechtsverehr rausnehmen aber muss nicht
Nach 21 Tagen raus nehmen um zu Bluten!
Wie ist die Erbinformation aufgeteilt in einer menschlichen Zelle?
Erbinformation in einer Körperzelle ist auf 46 Chromosomen verteilt -> jede einzelne Körperzelle enthĂ€lt gesamten Chromosomensatz -> notwendig fĂŒr Entwicklung & Aufbau des ganzen menschlichen Körpers
Was ist ungeschlechtliche/ asexuelle Fortpflanzung?
Geschlechtszellen nicht involviert
ungeschlechtliche Vermehrung: vollstÀndiger neuer Organismus von einzigen Eltern-Organismus produziert
keine Vermischung von Erbinformationen mit einem anderen Organismus
aus genetischer Sicht sind Nachkommen idente Kopien des Eltern-Organismus (bis auf kleine spontane Variationen in DNA)
asexuelle Fortpflanzung geschieht durch Mitose
Zellteilung gliedert sich in Teilung der Zellkerns (Mitose) & Teilung des Cytoplasmas
Wie lÀuft die Mitose im groben ab?
zuerst wird Erbsubstanz verdoppelt bevor Zelle sich teilt -> gesamte DNA kopiert => jedes Chromosom besteht aus zwei identischen HĂ€lften => Schwesterchromatiden (werden am Zentromer zusammengehalten)
dann wird HĂŒlle des Zellkerns aufgelöst & beide ChromosomenhĂ€lften auf Folgezelle verteilt
es bilden sich 2 neue KernhĂŒlle um Folgechromosomen & Folgezellen werden abgegrenzt
nachdem DNA in Folgezelle wieder verdoppelt hat kann nÀchste Mitose stattfinden
Mitose lÀsst sich in 4 Phasen unterteilen: Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase
Wie lÀuft ein vollstÀndiger Zellzyklus mit Mitose genau ab? Gib die Namen der einzelnen Phasen genau an und zeichne ein Diagramm!
Mitose:
Prophase:
Zu Beginn der Kernteilung werden die ChromatinfĂ€den schraubig verkĂŒrzt
Zwischen Zentriolen der Zelle bildet sich eine Kernteilungsspindel aus -> ein Bestandteil des Cytoskeletts
KernhĂŒlle und Kernkörperchen lösen sich auf
Metaphase:
Chromosomen ordnen sich in einer Ebene zwischen den beiden Polen der Zelle (Ăquatorialebene) an -> bilden Ăquatorialplatte
In diesem Stadium können die einzelnen Chromosomen nach Form & GröĂe unterschieden werden
Fasern der Kernteilungsspindel heften sich von beiden Seiten an das Centromer an
Anaphase:
beiden Schwesterchromatiden eines Chromosoms trennen sich am Zentromers
Durch Bewegung der dort angehefteten Spindelfasern mithilfe von Motorproteinen werden die Chromatiden zu den entgegengesetzten Polen der Zelle gezogen
jeder Pol enthÀlt einen vollstÀndigen Satz an Chromatiden
Spindelfasern werden abgebaut
Telophase:
Im letzten Mitosestadium bestehen die Chromosomen nur noch aus nur einer Chromatide
Jede Folgezelle hat nach Zellteilung dieselbe Zahl von Chromosomen wie die Ausgangszelle
Chromosomen der Folgekerne entschrauben sich & bilden wieder dĂŒnne lange ChromatinfĂ€den
Nucleoli und KernhĂŒlle werden wieder ausgebildet
Aus altem Zellkern entstehen am Ende 2 neue
Vorgang dauert ca. 30 bis 120 Minuten
nach Kernteilung kommt Teilung der ganzen Zelle -> bildet in der Ăquatorialebene 2 neue Membranen -> 2 Zellen entstehen
Bei Durchtrennung werden auch die Mitochondrien â bei Pflanzenzellen Chloroplasten & Vakuolen â auf beiden Folgezellen verteilt -> diese Organellen vermehren sich unabhĂ€ngig von der Mitose durch Querteilung
Interphase:
Findet zwischen der Zellteilung statt
Bei SĂ€ugetieren dauert Interphase ca. 24 Stunden
wird in 3 Abschnitte eingeteilt: G1-Phase, S-Phase & G2-Phase -> G wegen engl. gap & S wegen Synthesephase
G1-Phase:
StoffwechselaktivitÀt der Folgezellen nimmt nach der Mitose zunÀchst zu
noch keine Neubildung von DNA erfolgt
sammeln an Energie fĂŒr Synthetisierung
S-Phase:
beginn der Verdopplung der DNA & die Neubildung von Proteinen des Chromatins
Chromosomen erhalten wieder eine zweite Chromatide -> Replikation
Chromosomen bestehen wieder aus 2 identischen Schwesterchromatiden, die am Zentromer verbunden sind
G2-Phase:
G2-Phase bis Zelle erneut in eine Mitose eintritt
sammeln an Energie fĂŒr Mitose
Wie heiĂen die 4 Phasen der Mitose?
Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase
Was ist die Interphase?
Findet zwischen den Zellteilungen statt
Vorbereitung der Zelle auf die Zellteilung -> Energiesammlung fĂŒr die Zellteilung
Was ist die geschlechtliche/ sexuelle Fortpflanzung?
Vereinigung & Vermischung der Gene von Elternpaar -> Elternpaar notwendig!!
bei Befruchtung verschmelzen Eizelle mit Spermienzelle -> diese Zellen nennt man Keimzellen oder Gameten -> daraus entsteht Zygote -> enthÀlt zwei ChromosomensÀtze (1 von Mutter & 1 vom Vater) -> sie ist diploid (2n)
Neukombination des genetischen Materials => Rekombination -> Nachkommen weichen genetisch von den Eltern teilweiĂe ab und haben verĂ€nderte Eigenschaften
Was ist Meiose?
Zur Bildung von Gameten besondere Kernteilung nötig -> doppelte Chromosomenbestand wieder halbiert -> sonst wĂŒrden sich Chromosomen durch Befruchtung ĂŒber mehrere Generationen immer weiter anhĂ€ufen!
Von 2 ChromosomensÀtzen einer Körperzelle gelangt nur 1 Chromosomensatz (n) in eine Keimzelle -> zufÀllige Kombination aus Mutter und Vater Erbinformation
Keimzellen enthalten nur 1 Chromosomensatz -> sind haploid (n)
Es kann zu einer weiteren Vermischung kommen -> wenn zwischen homologen Chromosomen (jene Paare von Chromosomen gleicher Form und GröĂe) von denen jeweils eines von der Mutter und eines vom Vater stammt, BruchstĂŒcke ausgetauscht werden => Crossing-over
Wie lÀuft die Meiose ab im Detail?
Meiose wird auch Reduktionsteilung genannt -> lĂ€uft bei Tieren in den KeimdrĂŒsen und bei Menschen Eierstöcke & Hoden ab
Zellen, die Gameten bilden können, heiĂen Urkeimzellen
Phasen der Meiose kann in zwei groĂe Abschnitte geteilt werden -> Reifeteilung 1 & Reifeteilung 2 -> bestehen aus mehreren Phasen (wie bei Mitose) -> Interphasen (wie bei Mitose) zwischen Reifeteilungen
Vor Reifeteilung 1:
Vor Beginn der Meiose DNA in Urkeimzelle verdoppelt -> jedes Chromosom besteht aus zwei Chromatiden
In einer diploiden Zelle liegen Paare von homologen Chromosomen vor -> jeweils 4 homologe Chromatiden, die im Lauf der Meiose auf 4 Folgezellen verteilt werden.
Reifeteilung 1(Trennung der homologen Chromosomen):
In Prophase 1 lagern sich homologen Chromosomen zu einer Tetrade zusammen -> jede Tetrade besteht aus 4 Chromatiden
WÀhrend DNA der homologen Chromosomen sich so zusammenlagert, kommt es vor, dass die Chromatiden Teile von StrÀngen austauschen -> Austausch von homologen DNA-StrÀngen nennt man Crossing-over
In Metaphase 1 ordnen sich die Tetraden mittig an & es bildet sich ein Spindelapparat
In Anaphase 1 trennen sich homologen Chromosomen & wandern an die Pole der Zelle -> wohin welches der beiden homologen Chromosomen an welchem Zellpol landet, ist zufÀllig
Jedes der Chromosomen besteht weiterhin jeweils aus zwei Chromatiden, die am Zentromer zusammenhÀngen
In Telophase erkennt man langsam 2 Zellen -> ohne weitere Verdopplung der DNA wieder weiter geteilten
Reifeteilung 2(Trennung der Chromatiden):
Dieser Teilungsschritt ist eine Mitose, aber mit einfachem Chromosomensatz (n)
Chromatiden am Zentromer getrennt & auf die Folgezellen verteilt
Ergebnis der Meiose sind 4 Keimzellen (Gameten)
im mÀnnlichen Geschlecht entwickeln sich zu 4 Spermienzellen weiter
im weiblichen Geschlecht entwickelt sich nur 1 der 4 Keimzellen zur Eizelle (enthÀlt fast das gesamte Zytoplasma) -> anderen 3 werden zu winzigen Polkörpern
Wie lÀuft ein vollstÀndiger Zellzyklus mit Meiose genau ab? Zeichne ein Diagramm!
Meiose + Interphase
Mit was fÀngt ein Zellzyklus an?
Interphase -> G1-Phase
Was ist haploid und was ist diploid?
haploide:
Spermien und Eizellen sind haploid, weil sie die halbe Anzahl an Chromosomen haben -> 23 Chromosomen
Grund: Wenn sie zusammenkommen, bilden sie die volle 46 -> wenn sie aber beide noch volle 46 hĂ€tten und zusammen kommen wĂŒrde es am Ende 92 Chromosomen geben -> Mutationen und Platzmangel!!
diploid:
Man bekommt von beiden Eltern jeweils einen einfachen Chromosomensatz (23 => haploide) die dann zusammen einen doppelten Chromosomensatz (46 => diploide) ergibt!!
Wie ist die Fortpflanzung unter den Tierarten?
Dauer & Gestalt kann unterschiedlich sein
Bei fast allen Tieren ist die haploide Phase nur auf Ei- und Spermienzelle beschrĂ€nkt -> Keimzellen entwickeln sich nur nach Befruchtung weiter -> Befruchtung kann innerhalb (zB bei Katzen) oder auĂerhalb des weiblichen Körpers (zB bei manchen Fischen oder bei Muscheln) erfolgen
Wie ist die Fortpflanzung bei Pilzen & Algen?
Bei bestimmten Pilzen & Algen ist nur Zygote diploid & es sind haploide Zellen, die ohne Befruchtung zu vielzelligen Organismen heranwachsen -> solche haploiden Zellen zur Vermehrung und Verbreitung nennt man Sporen
Kann sich eine Zelle haploid & diploid weiterentwickeln?
Ja, Es kann eine gemischte Situation auftreten -> haploide & diploide Zellen können sich weiterentwickeln -> Bei Landpflanzen Bsp.: BlĂŒtenpflanzen, Moosen & Farnen
Was ist ein Generationswechsel in der Fortpflanzung?
sexuelle und asexuelle Fortpflanzung bei einer Art wechselt sich ab -> Bsp.: diploider Farnwedel produziert Sporen, die zum haploiden Vorkeim heranwÀchst -> bildet weibliche & mÀnnliche Keimzellen & pflanzt sich sexuell fort
Was ist Parthenogenese oder Jungfernzeugung in der Fortpflanzung?
aus unbefruchteten Eiern entwickeln sich lebensfĂ€hige Tiere -> Bsp.: im Wechsel mit sexueller Fortpflanzung kommt es bei BlattlĂ€usen & Wasserflöhen vor -> BlattlĂ€use vermehren sich damit im FrĂŒhjahr sehr schnell -> bei schlechten Witterungsbedingungen bildet sich eine geflĂŒgelte sich sexuell fortpflanzende Generation -> durch FlĂŒgel können sie weitere Strecken zu Wirtspflanzen leichter zurĂŒcklegen
Wie lange ist eine reife Eizelle nach dem Eisprung befruchtungsfÀhig?
ab dem Zeitpunkt des Eisprungs 12-24h -> Eizelle wird durch Eileiter Richtung GebÀrmutter bewegt
Ca. wie viele Spermien gelangen bei einem Samenerguss in die Vagina? Wie und wie viele Spermien gelangen zur Eizelle?Ca. wie viele Spermien gelangen bei einem Samenerguss in die Vagina? Wie und wie viele Spermien gelangen zur Eizelle?
zwischen 40 & 600 Millionen Spermien in Vagina der Frau gelangen -> bewegen sich Richtung GebĂ€rmutter weiter -> nur wenige schaffen es bis in die Eileiter -> Spermien können im Körper der Frau einige Tage ĂŒberleben -> wenn in dieser Zeitspanne eine Samen- & Eizelle aufeinandertreffen, kommt es zur Befruchtung -> durch Verschmelzung entsteht eine Zygote -> enthĂ€lt Erbanlagen von Vater und Mutter
Was ist die Furchungsteilung? Wan beginnt sie?
In den ersten Stunden nach Befruchtung beginnen die Furchungsteilungen => schnelle Zellteilungen bei einer Zygote am Beginn der Embryonalentwicklung, ohne die GesamtgröĂe des Embryos zu Ă€ndert
Was bedeutet die folgende Aussage? âBis zum 8-Zell-Stadium des Keims ist jede der Zellen totipotentâ
jede von ihnen könnte einen vollstĂ€ndigen Organismus regenerieren -> Keim durchlĂ€uft dann weitere Zellteilungen & wandert weiter, bis er die GebĂ€rmutter erreicht -> nach ca. 6 Tagen & weiteren Zellteilungen entsteht eine => eine flĂŒssigkeitsgefĂŒllte Hohlkugel aus Zellen -> Zellen, die innen liegen entwickeln sich zum Embryo,
Was sind Trophoblasten?
Zellen, die auĂerhalb der Hohlkugel aus Zellen liegen -> verwachsen bei der Einnistung des Keims ca. eine Woche nach der Befruchtung mit der GebĂ€rmutterschleimhaut => Endometrium
Was ist Gastrulation?
grundlegende Organisation des Gewebes des Embryos -> es entstehen drei KeimblĂ€tter -> daraus entwickeln sich sĂ€mtliche Organe des menschlichen Körpers & weitere wichtige Strukturen auĂerhalb des Embryos (fĂŒr dessen Versorgung -> Bsp.: Fruchtblase [Amnionhöhle => umschlossen von einer Membran, dem Amnion] -> fĂŒllt sich spĂ€ter mit Fruchtwasser -> umschlieĂt & schĂŒtzt Embryo
Welche Zellen bilden den Dottersack des Embryos?
Zellen aus dem Entoderm
Was ist Chorion?
Chorion (Zottenhaut) ist die Ă€uĂerste Membran, die den Embryo umschlieĂt  -> besteht aus Zellen des Mesoderms & Trophoblasten -> Zotten wachsen in das mĂŒtterliche Gewebe ein & bilden mit diesem gemeinsam die Plazenta -> in Zotten bilden sich BlutgefĂ€Ăe zur Versorgung des Embryos
Was ist PrÀnataldiagnostik?
WÀhrend Schwangerschaft wird mit prÀnataldiagnostischen Verfahren (Untersuchungen am Fetus & Schwangeren vor der Geburt) untersucht, ob sich der Fetus seinem Alter entsprechend entwickelt
Welche Methode ist die Wichtigste in der PrÀnataldiagnostik?
Die wichtigste Methode ist die Ultraschalluntersuchung -> Lage, GröĂe & Entwicklung der Organe am Bildschirm werden betrachtet & beurteilt -> am Anfang wird mit Ultraschalluntersuchung Schwangerschaft eindeutig bestĂ€tigt -> Ultraschall ist nichtinvasiv -> kein Risiko fĂŒr Mutter & Fetus
Was ist die Nackentransparenzmessung und was damit festgestellt?
Ultraschall-basierte Methode -> zwischen Schwangerschaftswoche 1 & 14 wird Dicke der Nackenfalte des Embryos am Bildschirm gemessen -> damit lÀsst sich auch (mit Wahrscheinlichkeit von 45-80%) ein Trisomie-21 erkennen -> Ergebnis wird durch weitere Messungen im Ultraschall & mithilfe eines Bluttests der Mutter abgesichert
Was fĂŒr invasive Methoden gibt es in der PrĂ€nataldiagnostik und was wird der genau gemacht?
Chorionzottenbiopsie (Plazenta-Punktion) & Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) sind invasive Methoden -> Gewebeprobe wird der Mutter aus der Plazenta bzw. eine Probe des Fruchtwassers entnommen   -> nur wenn es begrĂŒndeten Verdacht auf eine genetische Erkrankung des Embryos gibt -> Ergebnisse sind sehr verlĂ€sslich -> es gibt ein gewissen Fehlgeburtsrisiko von 0,5-1%
Was ist NIPT?
NIPT (non invasive prenatal testing) => neuer nichtinvasiver Test dabei wird der Mutter Blut abgenommen -> BruchstĂŒcke der DNA des Embryos aus der Plazenta, die im Blut der Mutter vorkommen, werden untersucht -> viele genetische Erkrankungen lassen sich so identifizieren
Was fĂŒr Vor- und Nachteile hat die PrĂ€nataldiagnostik?
mithilfe von prÀnataldiagnostischen Verfahren lassen sich Erkrankung wie zB Herzfehler, können rechtzeitig identifiziert & können mit einer unmittelbaren Operation nach der Geburt behandelt werden
Warten auf das Ergebnis, das oft nicht zu 100% verlĂ€sslich ist, kann fĂŒr die Eltern sehr belastend sein
Was fĂŒr eine Behandlung kann man bei einer eingeschrĂ€nkten SpermienqualitĂ€t (geringe Anzahl oder verminderte Beweglichkeit der Spermien) durchfĂŒhren? Und was fĂŒr Vorteile bietet sie?
Insemination -> genau zum Zeitpunkt des Eisprungs der Frau mit einem feinen Katheter, das ist ein sehr dĂŒnner Schlauch, der durch die Vagina eingefĂŒhrt wird, die aufbereitete SpermienflĂŒssigkeit des Mannes direkt in die GebĂ€rmutterhöhle eingebracht
Spermien mĂŒssen die Vagina und den GebĂ€rmutterhals der Frau nicht mehr aus eigener Kraft ĂŒberwinden
Was kann man unternehmen, wenn die SpermienqualitĂ€t fĂŒr eine Insemination nicht ausreicht?
Spendersamen => heterologe Insemination
FĂŒr was steht IVF?
kĂŒnstliche Befruchtung -> In Vitro Fertilisation (IVF)
Wie lÀuft IVF ab?
Eierstöcke der Frau durch hormonelle Stimulation angeregt, mehrere Follikel mit reifen Eizellen auf einmal zu produzieren -> Stimulation erfolgt durch tÀgliche Injektion von Hormonen wÀhrend der ersten ZyklushÀlfte -> Hormone wirken wie FSH auf die Reifung der Follikel
Eizellen werden dann zum Zeitpunkt des Eisprungs aus den Eierstöcken entnommen und anschlieĂend im Labor befruchtet -> Entnahme ĂŒber Vagina -> nach Befruchtung im Labor werden herangereiften Embryonen aufbewahrt
meist werden 1 oder 2 Embryonen auf einmal transferiert
Was fĂŒr eine andere Variante fĂŒr IVF gibt es noch?
Eine Variante der IVF ist die ICSI (intracytoplasmatische Spermieninjektion)Â Â Â -> wenn zu wenige oder nur unbewegliche Samenzellen vorhanden sind, wird bei der ICSI eine einzelne Samenzelle mit einer Injektionsnadel direkt in die entnommene Eizelle eingebracht -> es kommt so zur Befruchtung
Wie liegen die Erfolgschancen fĂŒr IVF & ICSI?
bei einem einzelnen Versuch bei ca. 30% -> nehmen mit dem Alter der Frau stark ab -> wenn mehrere Versuche hintereinander durchgefĂŒhrt werden, sind die Erfolgschancen insgesamt gut, aber fĂŒr Paar Behandlung meist mĂŒhsam & belastend
Was besagt das neue Fortpflanzungsmedizingesetz (Ăsterreich 2015)?
neben heterosexuellen Paaren auch lesbische Paare mit Kinderwunsch die Möglichkeit zu einer IVF, ICSI oder Insemination mit Spendersamen haben
Was wird in der Ăkologie als âHĂ€userâ & âMieterâ angesehen?
âHĂ€userâ in Ăkologie sind Ăkosysteme, Biotope oder Habitate -> âMieter" sind Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien und Archaebakterien -> werden oft dabei selber zu âHĂ€usern" fĂŒr andere -> z- B.: Bakterien im Darm oder Misteln auf den Ăsten von BĂ€umen Â
Wie wird die Ăkologie als Wissenschaft untersucht?
wie die Bewohner solcher LebensrÀume sich gegenseitig beeinflussen => biotische Faktoren
welche physikalischen und chemischen Bedingungen auf sie einwirken => abiotische Faktoren
was das fĂŒr Konsequenzen fĂŒr das Zusammenleben einer solchen Gemeinschaft hat => Biozönose
Was sind abiotische Faktoren? Gib Beispiele an!
Bedingungen in einem Lebensraum nicht ĂŒberall gleich -> auf Stein gibt es je nach Sonnenstellung wĂ€rmere & kĂ€ltere Stellen, GewĂ€sser können mehr oder weniger Salz enthalten, manche Böden sind wassergesĂ€ttigt & arm an Sauerstoff, andere locker mit guter DurchlĂŒftung. -> solche physikalisch oder chemisch messbaren Faktoren nennt man abiotisch!!
Beispiele fĂŒr wichtige abiotische Faktoren sind => Licht, Temperatur, pH-Wert, Wasser, Sauerstoff, Bodenstruktur, Kohlenstoffdioxid, Mineralstoffe (zB Phosphat, Nitrat), Salze, Ozon, Wind, âŠ
Was sind biotische Faktoren? Gib Beispeile an!
Lebewesen mĂŒssen nicht nur mit abiotischen Faktoren zurechtkommen, sondern auch mit anderen Lebewesen in ihrem Lebensraum => biotische Faktoren
viele Arten leben einfach nebeneinanderher, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen -> andere hĂ€ngen voneinander ab -> fressen (RĂ€uber/Beute), schaden (Parasit/Wirt), 2 Lebewesen gegenseitig unterstĂŒtzen â in Partnerschaft besser ĂŒbereben als alleine â (Symbiose)
Selbst innerhalb einer Art spielen solche Faktoren eine wichtige Rolle -> wenn Nahrung knapp wird oder Partner zur Fortpflanzung fehlen (Konkurrenz)
Wirkung eines Lebewesens auf ein anderes wird in Ăkologie mit â0" (neutral), â+" (positiv) oder â-" (negativ) beschrieben
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