Bedürfnisse,Güter und das wirtschaftliche Prinzip
-Fundament der Ökonomie
Bedürfnisse (Die Nachfrageseite)
-Bedürfnisse sind Empfindungen eines Mangels,verbunden mit dem Wunsch,diesen zu beheben
Dringlichkeit: Existenzbedürfnisse (Nahrung,Wohnung), Kulturbedürfnisse (Bildung,Reisen), Luxusbedürfnisse (Schmuck,Sportwagen)
Bedarf: Wenn ein Bedürfnis mit Kaufkraft (Geld) ausgestattet ist, wird es zum Bedarf
Nachfrage: Wenn dieser Bedarf am Markt wirksam wird (Kaufabsicht), spricht man von Nachfrage
Wandel: digitale Medien und Werbungen erschaffen künstliche neue Bedürfnisse
Güter (Die Angebotsseite)
-Güter sind Mittel, die der Bedürfnisbefriedigung dienen, das Hauptproblem ist ihre Knappheit
freie Güter: theoretisch unbegrenzt (Luft,Sonnenlicht) und kosten nichts, durch den Klimawandel werden viele freie Güter (sauberes Wasser,reine Luft…) zu knappen Gütern
Wirtschaftsgüter (knappe Güter): Müssen produziert werden und haben einen Preis
Sachgüter: Konsumgüter (Brot) vs Produktionsgüter (Maschinen)
Dienstleistungen: Friseur,ärztliche Behandlung
Rechte/Lizenzen: Softwarelizenzen
Öffentliche vs.Private Güter (Straßenbeleuchtung,Deiche) zeichnen sich durch nicht-Rivalität und Nicht-Ausschließbarkeit aus.
Das wirtschaftliche Prinzip (ökonomisches Prinzip)
-Da Bedürfnisse unendlich und Güter knapp sind muss gewirtschaftet werden. Das ökonomische Prinzip verlangt ein rationales Verhältnis von Einsatz (Input) und Ergebnis (Output)
Minimalprinzip: Ein vorgegebenes Ziel mit minimalen Einsatz an Mitteln erreichen
Maximalprinzip: Mit vorgegebenen Mitteln das maximale Ergebnis erzielen
Optimusprinzip: Input und Output so abstimmen, dass das Gesamtergebnis optional ist ( wird oft in der Realität angewendet, da Ziele und Mittel meist flexibel sind)
Kritische Perspektive:
ökologische Kritik: Das klassische ökonomische Prinzip ignoriert oft “externe Kosten” (Umweltschäden), daher weint es mittlerweile das Model der Nachhaltigkeit (ökologisch,ökonomisch,sozial)
Verhaltensökonomie: Menschen handeln oft nicht rational (Homo oeconomicus) sondern werden durch Emotionen,soziale Normen oder andere Faktoren beeinflusst.
Fachbegriffe:
Opportunitätskosten: Verzicht auf den Nutzen der nächstbesten Alternative
Grenznutzen: Der Nutzen,den die letzte konsumierte Einheit eines Gutes stiftet (nimmt meist ab)
Allokation: Die Zuweisung von knappen Ressourcen zu verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten
Die soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland
-So viel Markt wie möglich,so viel Staat wie nötig (Alfred Müller Armack)
Konstituierende Prinzipien (Grundlagen)
-basiert auf der Verbindung von wirtschaftlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit
Wettbewerbsprinzip: Der Staat sichert den Wettbewerb und verhindert Monopole/Kartelle
Eigentumsrecht mit Sozialbindung: Privateigentum ist geschützt, soll aber zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen (Art. 14GG)
Haftungsprinzip: Wer wirtschaftlich entscheidet, muss auch für Verluste haften (Verantwortung)
Sozialprinzip: Der Staat greift korrigierend ein, um soziale Hörten abzufedern, durch Steuern,Sozialversicherungen,Transferleistungen…)
Die Rolle des Staates (Ordnungspolitik)
-Staat setzt den Rahmen greift aber nicht direkt in den Preisprozess ein:
Konjunktursteuerung: Fiskal,Geldpolitik zur Glättung von Schwankungen
Bereitstellung öffentlicher Güter: Infrastruktur,Bildung und innere Sicherheit
Umweltverteilung: Korrektur der Marktergebnisse durch progressive Einkommenssteuer und Sozialleistungen zur Verringerung der sozialen Ungleichheit
Aktuelle Herausforderungen
Ökologische Transformation: Der Umbau zur Sozial- Ökologischen Marktwirtschaft
Demographischer Wandel: Finanzierung der Sozialsysteme wird schwieriger
Digitalisierung: Schutz der Arbeitnehmerrechte in der Plattformökonomie und Besteuerung globaler Tech-Konzerne
Das magische Viereck als Zielsystem:
-Stabilitätsgesetz von 1967 definiert die Ziele der Wirtschaftspolitik
Stabilität des Preisniveaus (Inflationsbekämpfung)
Hoher Beschäftigungsstand (Vermeidung von Arbeitslosigkeit)
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht (Export/Import Verhältnis)
Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
Erweiterung um Magischen Sechseck: Umweltschutz,Gerechte Einkommensverteilung
Magisch weil die Ziele sich gegenseitig negativ beeinflussen und nicht alle gleichzeitig erreicht werden können
Ordoliberalismus: geistige Wurzel der sozialen Marktwirtschaft
Tarifautonomie: Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände handeln Löhne ohne staatlichen Eingriff aus.
Wirtschafts-Ordnungs-Konjunktur-und Strukturpolitik in Deutschland
Wirtschaftsordnung:
Ordoliberalismus
Prinzipien: Wettbewerbsschutz,Privateigentum mit Sozialpfkichtigkeit
Sozialer Ausgleich (Umverteilung)
Konjunkturpolitik: Kurzfristige Steuerung
-Glättung von Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität innerhalb des magischen Vierecks
NachfrageOrientiert (Keynesianismus): Staatliche Ausgabenerhöhung in der Krise um die Nachfrage anzukurbeln
Angebotsorientierung (Monetarismus): Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen (Steuersenkungen,Deregulierung) um Investitionen zu fördern
Aktuell: Diskussion über Schuldenbremse vs. notwendige Investitionen zur Krisenbewältigung
Strukturpolitik: Mittelfristige Gestaltung
-befasst sich mit Veränderungen in Branchen (sektoral) oder Gebieten (regional):
Sektorale Strukturpolitik: Unterstützung von Branchen im Wandel (z.B. Subventionen für die Halbleiterindustrie oder den Kohleausstieg)
Regionale Strujturpolitik : Förderung strukturschwacher Gebiete zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse
Transformation: Umbau zur klimaneutralen Wirtschaft (Dekarbonisierung) ist die zentrale strukturpolitische Aufagbe
Ordnungspolitik: Das Fundament
-gestaltet die Wirtschaftsordnung dauerhaft
Aufgaben: Sicherung der Eigentumsrechte,Gewährleistung von Vertragsfreiheit,Haftungsregeln
Herausforderungen: Regulierung digitaler Märkte und Plattformen um fairen Wettbewerb gegen Tech Giagnten zu sichern
Wirtschafts-Sozial-Umwelt und Agrarpolitik im Rahmen der EU
Wirtschaftspolitik: Der Binnenmarkt und die Währungsunion
-EU primär gemeinsamer Wirtschaftsraum
vier Grundfreiheiten: freier Verkehr von Waren, Personen,Dienstleistungen und Kapital
Wettbewerbspolitik: EU Kommision fungiert als Kartellamt, um Monopole zu verhindern und faire Wettbewerbbsbedingungen zu sichern
Währungsunion (Eurozone): Die EZB steuert die Geldpolitik mit dem Hauptziel der Preisniveaustabilität,Debatte um fiskalische Stabilität (Schuldenregel)
Umweltpolitik: Der European Green Deal:
-Leitprojekt der EU bis 2050
Klimaneutralität: Bis 2050 erstes Klimaneutraler Kontinent sein, Zwischenziel 2030 -55% der Emissionen
Fit for 55: Ein Paket von Gesetzen, das u.a. Emissionshandel (ETS) verschärft und das Verbrenner-Aus für Neuwagen ab 2035 regelt
Grenzausgleichssystem (CBAM): Ein CO2 Zoll für Importe aus Nicht EU Ländern um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie trotz hohe Umweltauflagen zu dchützen
Agrarpolitik: Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)
-einer der ältesten und teuersten Politikbereiche
Säule 1 (Direktzahlungen): Einkommensstützung für Landwirte pro Hektar , Kritik: Fläche vor Ökologie
Säule 2 (Ländliche Entwicklungen): Förderung von Umweltschutzmaßnahmen und Strukturstärkung in Dörfern
Bauernproteste gegen starke Umweltauflagen (Pflanzenschutzmittelverbot,Flächenstillegung) zeigen den Konflikt zwischen Agrarlobby und Green Deal
Sozialpolitik:Begrenzte Kompetenzen
-primär Sache der Mitgliedsstaaten aber EU setzt Mindeststandards:
Europäische Säule sozialer Rechte: Ziele zu fairen Arbeitsbedingungen,Chancengleichheit und sozialem Schutz
Sozialer Klimafonds: Instrument ab 2025 um einkommensschwache Haushalte bei steigenden Kosten durch Emmissionshandel für Gebäude und Verkehr zu unterstützen
Arbeitsnehmerfreizügigkeit: Schafft Probleme wie Abwanderung von Fachkräften aus Europa und Debatten über Sozialtourismus
Ursachen und Formen von Arbeitslosogkeit
Grundlegende Formen und Ursachen
Friktionelle Arbeitslosigkeit (Sucharbeitslosigkeit)
Ursache: Zeitverzögerung beim Wechsel von zwei Jobs (Übergangszeit)
Merkmal: Meist kurzfristig und unvermeidbar in dynamischer Wirtschaft
Saisonale Arbeitslosigkeit
Ursache: Klimatische Einflüsse oder jahreszeitliche Nachfrageschwankungen z.B. Baugewerbe im Winter
Merkmal: Vorhersehbar und kurzfristig
Konjunkturelle Arbeitslosigkeit
Ursache: Mangelnde Gesamtnachfrage während einer Rezession,Unternehmen produzieren weniger und entlassen Personal
Politisch wird hier oft mit nachfrageorientierter Politik gegengesteuert
Strukturelle Arbeitslosigkeit (Die problematische Form):
Ursache: Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt
Unterarten:
Sektoral: Niedergang ganzer Branchen
Regional: Arbeitsplätze fehlen in bestimmten Gebieten
Technologisch/digital: Ersatz menschlicher Arbeit durch Maschinen oder KI
Qualifikationsspezifisch: Anforderungen der Unternehmen passen nicht zur Ausbildung der Arbeitslosen
Aktuelle Trends:
Transformationsbedingte Arbeitslosigkeit: Umbau zur klimaneutralen Wirtschaft (Dekarbonisierung) führt dazu, dass in der klassischen Industrie Stellen wegfallen und in der Green Economy neue entstehen
Digitaler Wandel: Routineberufe in der Verwaltung geraten durch generative KI unter Druck
Folgen von Arbeitslosigkeit
Individuell: Einkommensverlust,psychische Belastung,Verlust von sozialem Status
Gesellschaftlich: Gefährdung des sozialen Friedens ,Radikalisierungstendenz
Fiskalisch/Ökonomisch: Steuerausfälle,Belastung der Sozialversicherung,Sinken der Kaufkraft (Nachfragerückgang)
Politische Lösungsansätze
Angebotsorientierung: Senkung von Lohnnebenkosten,Flexibilisierung des Arbeitsmarktes,Bürokratieabbau um Investitionen attraktiver zu machen
Nachfrageorientierung: Staatliche Investitionsprogramme zur Schaffung von Arbeitsplätzen
Aktive Arbeitsmarktpolitik: Fokus auf Weiterbildung und Umschulung (z.B. durch das Weiterbildungsgesetz) um dem strukturellen Mangel zu begegnen
Arbeitslosenquote: Verhältnis der registrierten Arbeitslosen zu den Erwerbspersonen
Stille Reserve: Personen die arbeiten wollen,aber nicht registriert sind
Sockelarbeitslosigkeit: Der Anteil der Arbeitslosigkeit, der auch bei guter Konjunktur bestehen bleibt
Beveridge Kurve: Grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen offenen Stellen und Arbeitslosenzahl
Globalisierung und Folgen der Globalisierung
-multidimensionaler Prozess der Entgrenzug
-aktueller Fokus auf Deglobalisierung bzw Reglobalisierung (Umgestaltung von Lieferketten aufgrund geopolitischer Spannungen)
Dimension der Globalisierung
-Globalisierung findet auf versch. Ebenen statt,die sich gegenseitig beeinflussen
Ökonomisch: Zunahme des Welthandels,globale Produktionsketten,Dominanz transnationaler Konzerne und die weltweite Vernetzung der Finanzmärkte
Politisch: Bedeutungsverlust des Nationalstaats gegenüber supranationalen Organisationen(EU,UN,WTO,G20),Politische Probleme (Klima,Flucht) lassen sich nur noch global lösen
Kulturell: Verbreitung westlicher Lebensstile (Amerikanisierung) aber auch Gegenbewegungen (Anpassung globaler Produkte an lokale Kulturen)
Technologisch: Digitalisierung und das Internet als “Beschleuniger”, die Raum und Zeit (Transportkosten gegen Null) schrumpfen lassen
Ökonomische Folgen
Vorteile: Sinkende Preise für Konsumenten,technologische Innovationen,Wirtschaftswachstum in Schwellenländern und hunderte Millionen Menschendie der absoluten Armut entkommen
Nachteile:
Standort Wettbewerb: Staaten senken Steuern und Sozialstandards um Unternehmen anzuziehen
Externalisierung: Umwelt und Sozialkosten werden oft in den globalen Südem verlagert
Prekarisierung: In Industrieländern wie Deutschland geraten einfache Industriearbeitsplätze durch Outsourcing unter Druck
Geopolitische Wende & Resilenz
Unternehmen bauen Puffer auf und diversifizieren Lieferkettem um unabhängiger von autoritären Staaten zu werden
Produktion wird in befreundete Länder zurückverlagert um die Versorgungssicherheit zu erhöhen
Es entstehen neue Blöcke dadurch wird der freie Welthandel geschwächt
Ökologische Folgen
-Haupttreiber der CO2 Emmisionem
Fachbegriffe
Komparativer Kostenvorteil (David Ricardo): theoretische Rechtfertigung für Freihandel
Protektionismus: Handelshemmnisse (Zölle,Quoten) zum Schutz der eigenen Wirtschaft
Internationale Arbeitsteilung: Zerlegung der Produktion in viele globale Schritte
Global Governance: Versuch der politischen Gestaltung der Globalisierung durch internationale Regeln
Konzeption einer Feinsteuerung der Wirtschafts:Strukturpolitik
-Versuch des Staates über punktuelle und präzise Eingriffe Fehlentwicklungen in der Wirtschafts-Strukturpolitik zu korrigieren ohne die marktwirtschaftliche Ordnung als Ganzes zu destabilisieren
Theoretische Einordnung
Feinsteuerungen setzt bei spezifischen Sektoren und Regionen ein
Instrumente: Gezielte Subventionen,steuerliche Anreize,staatliche Wagniskapitalbeteiligung
Sektoraler Fokus: Transformation und Innovation
Schlüsseltechnologien: Chips…
Klimaschutzverträge: Unternehmen werden Mehrkosten für klimafreundliche Produktion erstattet
Regionale Feinsteuerung
-Ziel:Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse
Strukturstärkungsgesetz: Gezielte Investitionen in Gebiete die vom Kohleausstieg betriffenbsind um den wirtschaftlichen Entzug auszugleichen
Förderung von Clustern : Unterstützung von Wirtschaft und Wissenschaft in strukturschwachen Regionen
Probleme der Feinsteuerung
Informationsproblem (Gefahr der Fehlsteuerung)
Mitnahmeeffekte (Unternehmen nutzen das aus)
Lobbyismus
Aktuell: Modern Supply Side Policy
Bereiche der Strukturpolitik und Strukturwandel
Dimension des Strukturwandels
-Sektoraler Strukturwandel: Verschiebung der Wirtscahftlichen Schwerpunkte von Landwirtschaft über Industrie zum Dienstleistungssektor
-Regionaler Strukturwnadrl: Unterschiedliche Entwicklung von Regionen
-Intrasektoraler Strukturwandel: Wandel innerhalb einer Branche
Kritik:
Subventionen für alte Branchen behindern den Wandel
Subventionsbericht: Jährliche Auflistung staatlicher Hilfen
Pfadabhängigkeit: Schwierigkeit einer Region, alte Industriestrukturen zu verlassen,weil Wissen und Kapital dort gebunden sind
Steuerung der Regionalstruktur
Ziele der Regionalstrukturpolitik
Vermeidung von Disparitäten (Ungleichheiten): Einkommen,Arbeitsplatzangebit,Infrastruktur
Sicherung der Daseinsvorsorge: Gewährleistung des Zugangs zu Ärztrn,Schulen,ÖPNV,Internet
Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit: Abwanderung von Fachkräften verhindern
Zentrale Instrumente
Europäischer Fond für regionale Entwicklung
Länderfinanzausgleich,Bundesergänzungszuweisung
Herausforderungen:
-Digitalisierung
-Demographischer Wandel
Ausgleichskonzept: Fokus auf Unterstützung der Schwachen
Wachstumspolkonzept: Förderung starker Cluster
Strujturstärkungsgesetz: spezielles Gesetz für Kohleregionen
Interkommunale Zusammenarbeit: Gemeinden bündeln Ressourcen,um gemeinsam effizienter zu steuern
Steuerung sektoraler Anpassungsprozesse
Ziele
Erhaltungsziel: Schutz schrumpfender Branchen durch Subventionen
Anpassungsziel: Umschulungen
Gestaltungsziel: Gezielte Förderung von Zukunftstechnologien
Instrumente
Subventionen
Ordnungspolitische Vorgaben (Gesetze und Verbote)
Forschungs und Innovationsförderung
Qualifizierung
NachfrageOrientiert, schumpeter schöpferische Zerstörung
Grundlagen der Wirtschaft- historische Entwicklung
Von der Agrar und Industriegesellschaft (18./19.Jh.)
Industrielle Revolution (Übergang von menschlicher/tierischer Arbeit zu Maschienen > Entstehung Sekundärer Sektor
Wirtschaftsliberalismus (Adam Smith): Theorie der unsichtbaren Hand Das Streben des Einzelnen nach Eigenschutz führe zum Wohle der Sllgemeinheit, der Staat soll sich raushalten
Folge: Enormes Wachstum, aber auch massive soziale Ausbeutung
Weltwirtschaftskrise 1929 und der Paradigmenwechsel
Marktversagen (Krise zeigte Märkte können sich nicht immer selber heilen, Folge: extreme Arbeitslosigkeit und Deflation
Keynesianismus (John Maynard Keynes): Gebursstunde der Nachfrageorientiertung, Erkenntnis das der Staat in Krisen die Ncahfrage durch Investitionen künstlich ankurbeln muss
Entstehung der sozialen Marktwirtschaft nach 1945
Ordoliberalismus: Theoretiker wie Walter Euken forderten dass der Dtaat einen starken Ordnungsrahmen (Wettbewerbsschutz,Haftung) setzen muss um Monopolbildung zu verhindern
Ludwig Erhard und Alfred Armack: Umsetzung des Leitbildes Wohlstand für alle, Verknüpfing von freiem Wettberwerb mit sozialem Ausgleich, Bis heute Fundament der deutschen Wirtschaft
Bretton Woods und die Globalisierung (Nachkriegszeit)
Gründung von Institutionen Weltbank usw die stabilen Welthandel ermöglichten
Stabilitätsgesetz 1967
Die Neoliberalisierung und Monetarismus (ab 1970/80)
Stagflation: Keynesianismus versagt gleichzeitig Inflation und Arbeitslosigkeit
Monetarismus (Milton Friedmann): Fokus auf Geldmengensteuerung durch Zentralbanken
Angebotsorientierung: Thatcher und Reagon , Ziel: Steuersenkung,Deregulierung,Privatisierung,Investitionen,prägte globale Wirtscchaft bis in die 2000er
Aktuell:
Finanzkrise 2008 & Pandemie 2020 führten zu einer Rückkehr des Staates als Krisenmanager
Zeitenwende 2022-2025 Übergang zu einer Werte und sicherheitsorientierten Wirtschaftspolitik, historische Entwicklung mündet in sozialökonomische Marktwirtschaft in der Klimaschutz zum zentralen Ziel wird
Wirtschaftsordnung: langfristiger Rahmen
Strukturwandel: ständige Veränderung der Wirtschaft durch technischen Fortschrutt
Angebotsorientierte und/oder nachfrageorientierte Politik
2025 wurden beide Konzepte kombiniert um die Doppeltransformation Klima und Digitalisierung zu bewältigen
Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik (Keynesianismus)
Grundannahmen: wirtschaftliche Entwicklung hängt von der Gesamtnachfrage ab, ist diese zu gering entsteht Arbeitslosigkeit
Hauptvertreter: John Maynard Keynes
Rolle des Staates: Der Staat muss die Wirtschaft aktiv steuern (Antizyklische FiskalPolitik)
In der Krise: Staatsausgaben erhöhen (Investitionen,Konsumanreite), Steuern senken,Schulden
Im Boom: Ausgaben senken, Steuern erhöhen um Schukden abzubauen
Kritik: Zeitverzögerung,wachsende Staatsschulden,Verdrängung privater Investoren,Schwierigkeit im Boom die Ausgaben wirklich zu kürzen
Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik (Monetarismus)
GrundAnnahme: Wirtschaftswachstum entsteht durch gute ProduktionsBedingungen für Unternehmen. Investitionen schaffen Arbeitsplätze
Hauptvertreter: Milton Friedman
Rolle des Staates :der Staat soll sich heraus halten und nur einen stabilen Rahmen setzen. (Ordnungspolitik)
Maßnahmen: Senkung von Unternehmenssteuern und Lohnnebenkosten ,DeRegulierung ,Abbau von Bürokratie Flexibilisierung des Arbeitsmarktes ,Privatisierung
Geldpolitik: Zentralbank -Preisniveaustabilität
Kritik, Gefahr einer sozialen Abwärtsspirale, Vernachlässigung der Nachfrage, wachsende soziale Ungleichheit
Aktueller Bezug:
Regierung setzt auf angebotsorientierte StrukturVerbesserungen, zum Beispiel Steuersenkung für Forschung kombiniert mit nachfrageorientierten InvestitionsProgrammen, zum Beispiel Subventionen für grüne Energie
Schuldenbremse zentraler Streitpunkt: Nachfrager Wollen Sie lockern Für Investitionen ,Anbieter wollen Sie halten zur Stabilität.
Multiplikatoreffekt ein Euro Staatsausgabe für zu mehr als einem Euro Volkseinkommen
Say’sches Theorem: Jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage selbst
Stagflation: Gleichzeitige Inflation und Stagnation
Qualitatives und/oder quantitatives Wachstum
Quantitatives Wachstum (Das klassische Modell)
Messgröße: das reale Bruttoinlandsprodukt misst den Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen, die in einem Jahr im Inland produziert wurden
Ziel: Schaffung von Arbeitsplätzen, Sicherung der Sozialsysteme und Steigerung des materiellen Wohlstands
Kritik, das BIP erfasst keine ökologischen Schäden, Reparaturkosten keine unbezahlte Care Arbeit und sagt nichts über die Einkommensverteilung aus
Qualitatives Wachstum (das moderne Leitbild)
Das Konzept zielt darauf ab, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Es geht nicht nur um das wie viel, sondern auch um das wie
Ziele:
Ökologische Nachhaltigkeit: der natürlichen Lebensgrundlagen,Reduzierung von CO2 Emissionen ,Kreislaufwirtschaft
soziale Gerechtigkeit:Verbesserung der Lebensqualität. Faire Arbeitsbedingungen, BildungsChancen und soziale Sicherheit.
Lebensqualität :Fokus auf Wohlbefinden statt reinen Konsum
Messgrößen BIP Alternativen, um qualitatives Wachstum messbar zu machen werden alternative Indikatoren genutzt, wie der W3 Indikator, Wohlstand und Wohlergehen im Wege des Deutschen Bundestages und oder der human development Index der UN.
Die zentrale Debatte ist, ob qualitatives Wachstum möglich ist
Relativen Kopplung. Die Wirtschaft wächst schneller als der Ressourcenverbrauch steigt. Die Effizienz nimmt zu.
Absoluten Kopplung. Die Wirtschaft wächst während der Ressourcenverbrauch und die Emissionen sinken. Dies ist das Ziel des europäischen Green Deals bleibt aber ökonomisch hoch umstritten.
Grünes Wachstum: die Überzeugung, dass technischer Fortschritt und Marktwirtschaft die Klimakrise lösen können, ohne auf Wachstum zu verzichten
post Wachstumsökonomie:die These, dass unendliches Wachstum auf einem unendlichen Planeten unmöglich ist. Vertreter fordern eine bewusste Reduktion der Produktion und einer Abkehr vom Wachstumszwang.
In Deutschland und der EU wird versucht, qualitatives Wachstum durch Gesetze zu steuern
taxonomie Verordnung :liegt fest, welche Investitionen als grün gelten dürfen
Lieferketten Gesetz :soll soziale Standards im qualitativen Wachstum weltweit absichern
externe Effekte: kosten, die nicht im Preis enthalten sind
planetaren Grenzen: Belastungsgrenzen der Erde
Suffizienz: Strategie der Genügsamkeit als Teil des qualitativen Wachstums
Wirtschaft und Ethik
Spannung zwischen Gewinnmaximierung, ökonomisches Prinzip und gesellschaftlicher Verantwortung moralische Normen
Theoretische Ansätze der Wirtschafts Ethik
Makroebene (die Rahmen Ethik ):der Staat setzt ethische Leitplanken für gesamte Wirtschaft
Makro Ebene (Unternehmens Ethik) das einzelnen Unternehmen entscheidet sich für ethisches Handeln
Mikroebene (individual Ethik )das Verhalten des Einzelnen als Konsument
Corporate Social Responsibility
Beschreibt die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen
Triple Bottom line: unternehmen sollen nicht nur den finanziellen Gewinn, sondern auch ihre sozialen und ökologischen Auswirkungen bilanzieren.
ESG Kriterien: in der Finanzwelt wird erfolg nach Environmental Social und governance gemessen.
Marktmoral VS. Wettbewerbsdruck.
Gefahr des Wettbewerbs Nachteil : wenn ein Unternehmen ethisch handelt, könnte es von skrupellosen Konkurrenten unterboten werden.
Marktversagen: Wenn die Moral am Markt keinen Preis hat, muss der Staat durch Ordnungspolitik eingreifen.
Greenwashing :die Gefahr, das Unternehmen sich ethisch darstellen, ohne sich tatsächlich nachhaltig zu verhalten.
Aktuelle Themen:
Ethik und KI
LieferkettenSorgfaltspflichtenGesetz
CO2 Bepreisung
Wirtschafts Modelle und Ethik
Homo oeconomicus: Ignoriert soziale Motive und Fairness
Gemeinwohl Ökonomie, alternatives Modell, das den wirtschaftlichen Erfolg an der Mehrung des Gemeinwohls misst
Ethik kann langfristig ökonomisch sinnvoll sein, da Unternehmen, die ethisch handeln weniger Reputationsrisiken motivierte Mitarbeiter und besseren Zugang zu Kapital haben da Banken auf ESG Kriterien achten
Externalisierung: abwälzen von Kosten auf die Allgemeinheit unethisch
Internalisierung:einPreisen dieser Kosten
Stakeholder-Ansatz: Einbeziehung aller Betroffenen statt nur der Aktionäre
Zuletzt geändertvor 19 Tagen