Aufgaben des Rechnungswesens
drei Bausteine der Kostenrechnung
Kostenarten- (erfasst sämtliche in einer Periode angefallenen Kosten und teilt diese sinnvoll ein) - Welche kosten sind entstanden?
Kostenstellen- (die einem Produkt nicht eindeutig zuordenbaren Kosten (Gemeinkosten)) - Wo sind die Kosten entstanden?
Kostenträgerrechnung (Kosten, die den Produkten direkt zugeordnet werden können (Einzelkosten)) Für wen (Produkt) sind die Kosten entstanden?
Formen der Kosten und Leistungsrechnung
Eltemente des Jahresabschlusses
Billanz: Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens darstellen Zeitpunktbetrachtung: zum Ende des Geschäftsjahres, meist zum 31.12. (Stichtagsbetrachtung)
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV): Aufwendungen und Erträge des Unternehmens gegenüberstellen, Ermittlung des Erfolgs (Gewinn bzw. Verlust) Zeitraumbetrachtung: bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr, meist vom 01.01. bis zum 31.12.
Anhang (nur Kapitalgesellschaften): Erläuterungen zu den Einzelposten der Bilanz und der GuV, z. B. Darstellung der Bewertungs- und Abschreibungsmethoden und der Beteiligungsverhältnisse
externen Informationsempfängerinnen der Finanzbuchhaltung
Aktionäre, Gläubiger, Finanzamt, Kreditinstitut, Lieferanten,
Jahresabschluss
Nach den Vorschriften des Handelsrechts i(§ 242 HGB).
Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften besteht dieser aus der Bilanz sowie der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (§ 242 HGB), bei Kapitalgesellschaften kommt noch ein Anhang hinzu (§ 264 HGB).
Die wesentlichen Aufgaben des Jahresabschlusses sind:
Rechenschaftslegung und Information
Grundlage für die Gewinnverteilung
Grundlage der Steuerermittlung
Beispiele für Nebenbücher
Kontokorrentbuchhaltung: Es werden alle Geschäftsvorgänge mit jeder einzelnen Kundin bzw. jedem einzelnen Kunden (Debitor/-in) sowie jedem einzelnen Lieferunternehmen (Kreditor) erfasst. Diese Konten ermöglichen eine laufende Kontrolle der Zahlungsein- und -ausgänge sowie eine Überwachung des Skontoabzugs.
Debitorenbuchhaltung: Forderungen gegenüber den einzelnen Kundinnen bzw. Kunden
Kreditorenbuchhaltung: Verbindlichkeiten gegenüber den einzelnen Lieferunternehmen
Lagerbuchhaltung: Jeder einzelne Artikel/jedes Bauteil wird im Regelfall über ein IT-gestütztes Warenwirtschaftssystem erfasst. Durch diese Erfassung der laufenden Zu- und Abgänge kann jederzeit der buchmäßige Lagerbestand festgestellt werden.
Lohn- und Gehaltsbuchhaltung: Hier erfolgt die Führung eines Lohn- bzw. Gehaltskontos für jede Mitarbeiterin bzw. jeden Mitarbeiter des Unternehmens. Zu den wichtigsten Angaben eines solchen Kontos gehören Name, Steuerklasse, Bruttoverdienst, Steuerabzüge, Sozialversicherungsangaben, Auszahlungsbetrag.
Anlagenbuchhaltung: Alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden einzeln aufgelistet. Um bei der Vielfalt der Anlagengüter einen genauen Überblick zu behalten und die bilanziellen Abschreibungen zum Ende des Geschäftsjahres richtig zu ermitteln, wird für jedes einzelne Anlagengut ein gesonderter Anlagenstammsatz geführt.
Kassenbuchhaltung: Das Kassenbuch erfasst alle baren Zahlungsvorgänge (Einzahlungen und Auszahlungen) und weist den aktuellen Kassenbestand aus. 2.1.1 Adressaten der Finanzbuchhaltung 2.1.3 Aufgaben der Finanzbuchhaltung
verschiedene Bücher der Finanzbuchhaltung
Grundbuch (auch Journal genannt): Sämtliche Geschäftsfälle werden mit einem Buchungssatz in zeitlicher (chronologischer) Reihenfolge fortlaufend aufgezeichnet (gebucht).
Hauptbuch: Alle Geschäftsfälle werden mit einem Buchungssatz in sachlicher (systematischer) Ordnung auf Sach- und Erfolgskonten erfasst (gebucht).
Nebenbücher: In einem Nebenbuch werden bestimmte Sachkonten näher erläutert, um wichtige Einzelheiten über diese bestimmten Sachkonten zu erfahren.
Finanzbuchhaltung beinhaltet:
Buchführung Bilanz (Vermögens- und Kapitalbestandsrechnung)
Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Erfolgsrechnung)
externes Rechnungswesen und vergangenheitsbezogen
Kosten- & Leistungsrechnung
Kostenartenrechnung
Kostenstellenrechnung (BAB)
Kostenträgerrechnung (Kalkulation)
Deckungsbeitragsrechnung (kurzfristige Erfolgsrechnung)
vergangenheitsbezogen und internes Rechungswesen
Auswertungen und Statistik
betriebswirtschaftliche Statistik
innerbetriebliche Vergleichsrechnungen (z. B. Zeitvergleiche, Filial- bzw. Standortvergleiche)
Betriebsvergleiche (z. B. mit anderen Unternehmen oder mit der Branche)
verganngeheitsbezogen und interner Bereich
Planungsrechnung
Vorschaurechnung (Prognoserechnung, Forecasting)
Vorgaberechnung (Budgetrechnung, Jahresplanung)
zukunftsbezogen und interner Bereich
Aufgaben von (betriebswirtschaftlichen) Auswertungen und Statistik
Aufgrund der Vielzahl der Geschäftsfälle (Wertbewegungen) werden diese in unterschiedlichen komprimierten Auswertungen zusammengefasst. Es werden dabei betriebswirtschaftliche Kennzahlen sowohl aus der Finanzbuchhaltung als auch aus der Kosten- und Leistungsrechnung gebildet, die eine Beurteilung der Unternehmenslage sowie einen Vergleich ermöglichen. Das können Unternehmensvergleiche im Zeitablauf sein, aber auch Unternehmens- und/oder Branchenvergleiche.
Aufgabenn der Planungsrechnung
Die Planung ist die Vorwegnahme zukünftiger Ereignisse mit dem Ziel, eine mengen- und wertmäßige Vorausplanung über Monate und/oder Jahre vorzunehmen. Basis sind dabei die Daten der Finanzbuchhaltung und der Kosten- und Leistungsrechnung. Dabei wird ein Unternehmens(gesamt)plan erstellt, der aus einzelnen, inhaltlich abgestimmten Teilplänen besteht. Diese liefern der Unternehmensleitung wichtige Erkenntnisse als Entscheidungsgrundlage.
Abgrenzung zwischen internem und externem Rechnungswegen
Vier Teilbereiche des Rechnungswesens
Finanzbuchhalten (FiBu)
Kosten- & Leistungsrechnung (KLR)
Auswertung und Statistik
Planungesrechnung
Diese Grundsätze zur Buchführung beinhalten u. a. die folgenden Vorgaben
Klarheit/Übersichtlichkeit der Buchführung
sachgerechte und überschaubare Darstellung
übersichtliche Gliederung des Jahresabschlusses
Verrechnungsverbot
kein Unkenntlichmachen von Buchungen
ordnungsgemäße Erfassung aller Geschäftsvorfälle
fortlaufend
vollständig
richtig
zeitgerecht
sachlich geordnet
Belegprinzip
keine Buchung ohne Beleg
fortlaufende Nummerierung der Belege
geordnete Aufbewahrung
ordnungsgemäße Aufbewahrung der Buchführungsunterlagen
Aufbewahrungsfrist von sechs bzw. zehn Jahren
Aufbewahrung auf Bildträgern bzw. Datenträgern erlaubt (Ausnahme: Jahresabschluss)
§ 238 HGB
§ 238 Buchführungspflicht (1) Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen. Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen.“
Was ist eine Bilanz?
Unter Bilanz versteht man die Gegenüberstellung von Vermögen/Aktiva und Kapital/Passiva.
Basis für die Abschreibungen
Anschaffungskosten
3 Abschreibungsverfahren
linere Abschreibungen
degressive Abschreibungen (2025 max. 30%)
Abschreibung nach Leistungseinheiten
Abnutzbare Anlagegüter
Gebäude,
EDV-Anlagen,
Maschinen,
Fahrzeuge,
Werkzeuge,
Büromöbel,
nicht aber Grundstücke oder Beteiligungen
Ursachen für die Abschreibungen
Im Hinblick auf die Ursache unterscheidet man verbrauchsbedingte (technische),
wirtschaftlich bedingte und
zeitlich bedingte Abschreibung.
Verbrauchsbedingt ist z. B. die Abnutzung durch Gebrauch im Produktionsprozess, natürlicher Verschleiß durch äußere Einflüsse oder Katastrophenverschleiß. Wirtschaftlich bedingt ist eine Abschreibung z. B. durch technischen Fortschritt, Nachfrageverschiebungen oder ein Sinken der Wiederbeschaffungskosten.
Abshreibbasis
Anschaffungskosten bzw. Herstellkosten
Anschaffungs- Herstellpreis (netto)
+Anschaffungnebenkosten (Transport, Montage)
-Anschaffungsminderungen (Rabatt, Skonto)
Abschreibungsformen
lineare Abschreibung
degressive Abschreibung
Abschreibung nach Leistung und Inanspruchnahme
zeitanteilige Abschreibung
Werden Wirtschaftsgüter im Laufe eines Geschäftsjahres angeschafft, so ist die Abschreibung zeitanteilig monatsgenau zu verrechnen.
Auswirkungen der Abschreibungen
In der Bilanz mindern sich durch die jährlichen Abschreibungen die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten. Zum jeweiligen Bilanzstichtag wird nur der dazugehörige Restbuchwert ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden die jährlichen Abschreibungen als Aufwand verbucht und mindern daher den Gewinn
Bilanzielle und kalkulatorische Abschreibung
In der Buchhaltung gilt die bilanzielle Abschreibung. Bemessungsgrundlage sind die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten und es gilt das Prinzip der nominalen Kapitalerhaltung. In der Kosten- und Leistungsrechnung (s. Kapitel 3) gilt die kalkulatorische Abschreibung. Bemessungsgrundlage ist der Wiederbeschaffungswert und es gilt das Prinzip der substanziellen (realen) Kapitalerhaltung.
Abschreibungspool
geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG)
bewegliche und abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten (immer netto) einen bestimmten Wert (250 - 1000 € netto) nicht übersteigen.
Abschreibung auf fünf Jahre
Umaufvermögen
Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB), halb fertige und fertige Erzeugnisse, Handelswaren, Forderungen, Wertpapiere, Kassen- und Bankguthaben.
Niederwertsprinzip
der niedrigere von zwei Werten muss in der Bilanz angesetzt werden
Verbrauchsfolgeverfahren
das Lifo- (last in first out) und
das Fifo-Verfahren (first in first out).
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