Frage: Womit beschäftigt sich die soziale Kognition?
Antwort: Damit, wie Menschen über sich selbst und andere nachdenken und soziale Informationen verarbeiten.
Frage: Welche zentrale Frage stellt die soziale Kognition?
Antwort: Wie wir soziale Informationen aufnehmen, interpretieren und nutzen.
Frage: Was sind Merkmale automatischer Prozesse?
Antwort: Schnell, spontan, unbewusst, ressourcenschonend, störungsfrei; z. B. Stereotype, erste Eindrücke.
Frage: Was sind Merkmale kontrollierter Prozesse?
Antwort: Langsam, bewusst, absichtlich, ressourcenintensiv; z. B. komplexe Entscheidungen, logisches Denken.
Frage: Was sind Heuristiken?
Antwort: Mentale Abkürzungen/Faustregeln für schnelle Urteile.
Frage: Wann nutzen Menschen besonders häufig Heuristiken?
Antwort: Bei Zeitdruck, fehlenden Informationen, geringer Wichtigkeit oder begrenzten kognitiven Ressourcen.
Frage: Welches Hauptproblem kann bei Heuristiken auftreten?
Antwort: Sie führen manchmal zu systematischen Fehlern (Biases).
Frage: Was ist die Repräsentativitätsheuristik?
Antwort: Urteile basieren darauf, wie typisch etwas für eine Kategorie erscheint; statistische Infos werden ignoriert.
Frage: Was bedeutet Basisraten-Missachtung?
Antwort: Grundwahrscheinlichkeiten werden ignoriert.
Frage: Beispiel für Basisraten-Missachtung?
Antwort: „Sieht aus wie ein Surfer → kommt sicher aus Surferregion“, obwohl kaum Studierende von dort kommen.
Frage: Was bedeutet Vernachlässigung der Stichprobengröße?
Antwort: Kleine Stichproben schwanken stärker und zeigen häufiger extreme Werte.
Frage: Beispiel für Vernachlässigung der Stichprobengröße?
Antwort: Kleines Krankenhaus hat häufiger extreme Geburtenraten.
Frage: Was ist die falsche Vorstellung von Zufall?
Antwort: Menschen erwarten „zu zufällige“ Muster; geordnete Zahlen wirken unwahrscheinlich.
Frage: Was bedeutet Regression zur Mitte?
Antwort: Extreme Werte bewegen sich statistisch wieder Richtung Durchschnitt.
Frage: Beispiel für Regression zur Mitte?
Antwort: Fußballer mit extrem gutem Spiel → nächstes Spiel meist wieder normal.
Frage: Was ist der Konjunktionsfehler?
Antwort: Kombination zweier Ereignisse wird fälschlich für wahrscheinlicher gehalten als ein Einzelereignis.
Frage: Beispiel für Konjunktionsfehler?
Antwort: „Linda ist Bankangestellte und Feministin“ erscheint wahrscheinlicher als „Linda ist Bankangestellte“.
Frage: Was ist die Verfügbarkeitsheuristik?
Antwort: Urteile basieren darauf, wie leicht Beispiele abrufbar sind.
Frage: Beispiel für Verfügbarkeitsheuristik?
Antwort: Nach einem Flugzeugabsturz wird das Flugrisiko überschätzt.
Frage: Was bedeutet Lebhaftigkeit (vividness)?
Antwort: Emotionale oder bildhafte Ereignisse beeinflussen Urteile stärker.
Frage: Was bedeutet Medienpräsenz-Bias?
Antwort: Häufig berichtete Ereignisse wirken häufiger, als sie tatsächlich sind.
Frage: Was ist eine illusorische Korrelation?
Antwort: Wahrgenommener Zusammenhang zwischen Ereignissen, obwohl keiner existiert.
Frage: Beispiel für illusorische Korrelation?
Antwort: Vorurteile („bestimmte Gruppen machen häufiger X“).
Frage: Was zeigte das Experiment von Schwarz et al. (1991)?
Antwort: Leichtigkeit des Abrufs beeinflusst Selbsturteil stärker als die Anzahl der Beispiele.
Bsp.: 6 Beispiele oder 12 Beispiele nennen. Bei 6 ist es lleichter also ist man da auch selbstbewusster
Frage: Was ist die Ankerheuristik?
Antwort: Menschen orientieren sich bei Schätzungen an einem Startwert (Anker), selbst wenn dieser irrelevant ist.
Frage: Beispiel für den Ankereffekt?
Antwort: 1×2×3… führt zu niedrigeren Schätzungen als 8×7×6…
Frage: Was ist der Hindsight Bias?
Antwort: Rückschaufehler: Man glaubt im Nachhinein, man hätte etwas „schon immer gewusst“.
Frage: Was bedeutet fehlerhafte mentale Simulation?
Antwort: Menschen simulieren unrealistische ideale Bedingungen → verzerrte Erwartungen.
Frage: Wie kann man Fehlurteile reduzieren?
Antwort: Bewusstsein über Heuristiken; Basisraten berücksichtigen. Antwort: Mehr Informationen sammeln; Zeit nehmen → kontrollierte Prozesse aktivieren. Antwort: Alternative Erklärungen prüfen; nicht auf erste Eindrücke verlassen.
Frage: Warum geben sich Menschen oft mit einfachen, plausiblen Urteilen zufrieden?
Antwort: Weil Heuristiken kognitive Ressourcen sparen und schnelle Urteile oft „gut genug“ erscheinen.
Zuletzt geändertvor 7 Tagen