was ist Kontrastmittel?
Arzneimittel zur Krankheitserkennunng
Substanz, die die Modalität besitzt den Bildkontrast zu ändern
wozu dient KM?
verändert den Bildkontrast:
erhöht den Kontrast der Organe, Organsystemen oder Hohlräumen,
die physiologisch eine sehr ähnliche Rö-Dichte haben
je höher der Intensitätssprung, desto höher der Kontrast
wozu kann man KM benutzen?
bessere Abgrenzung von Weichteilen
Darstellung von Gefäßen und Gefäßsystem
Darstellung von Körperhöhlen
Darstellung von Gelenken
Beurteilung funktioneller bzw physiologischer oder pathologischer Prozesse und deren Morphologie (Transportfunktion, KM-Ausscheidung, Organdurchblutung…)
welche Anforderungen sollte KM erfüllen?
guter Kontrast
möglichst keine Nebenwirkungen
geringe Toxizität
schnell ausscheidbar, ohne Stoffwechsel anzugreifen
sollte gut verfügbar sein
günstig
unter welchen zwei KM-Arten unterscheiden wir?
Positiv: stellt sich hell dar, hohe Ordnungszahl, absorbieren mehr Rö-Strahlen
Negativ: stellt sich dunkel dar, niedrigere Ordnungszahl, absorbieren weniger Rö-Strahlen
unter welche zwei Kategorien unterscheidet man das positive KM?
wasserlöslich: ionisch und jodhaltig; nichtionisch und jodhaltig
wasserunlöslich: Bariumsulfathaltig, ölig und jodhaltig
im CT wird wasserlöslich verwendet
was bedeutet Monokontrast und Doppelkontrast?
Monokontrast: nur ein positives oder negatives KM in Verwendung
Doppelkontrast: Verwendung eines positiven und negativen KMs (bsp Dünndarm
warum Iod gut für KM?
hohe Dichte
preiswert
geringere Toxizität
geht eine relativ feste Bindung mit anderen chemischen Strukturen des KM-Komplexes ein
unter was wird KM noch eingeteilt?
monomeres und dimeres KM
niergengängiges und lebergängiges KM
ionisches und nichtionisches KM
was bedeutet monomeres und dimeres KM?
monomer: aus Molekülen mit je einem Benzolring
dimere: ein Molekül mit zwei Benzolringen, durch Restgruppen verbunden
wie ist ein Benzolring aufgeteilt?
wie ein Sechseck mit:
zentralem aromatischen Ring (Benzolring)
ausserhalb an den Ecken:
3 Positionen mit Jodatomen
3 variierende Restegruppen
wie wird der Benzolring noch genannt wenn er drei Iodbindungen hat?
Trijodbenzol
was bestimmt der Jodgehalt im KM?
bestimmt den Kontrast / die Rö-Dichte
je höher der Iodgehalt, desto dickflüssiger das KM (höhere Osmosität)
bestimmt die Viskosität, je höher der Iodgehalt, desto höher die Viskosität (Zähflüssigkeit)
wie wird der Iodgehalt/Iodzahl angegeben bzw geschrieben?
angegeben in mg Iod/ml
“Jodzahl” ist die Anzahl der Iodatome je Molekül/ Anzahl der Teilchen (Jodzahl 3:2)
warum muss man iodhaltiges KM vor Licht/Strahlung schützen?
iodhaltiges KM spaltet geringe Mengen von Iod ab
dies verstärkt unter Lichteinwirkung
Iod soll nicht zu viel frei im Körper sein, da sonst Organe aufnehmen, die nicht aufnehmen sollen (zb SD)
welcher Iodgehalt ist diagnostisch sinnvoll?
ca 300 mg Iod/mlg plusminus 100 mg Iod/ml
was ist bei der Viskosität zu beachten und welche Vorteile bringt eine geringe Viskosität mit sich?
je höher die Temperatur desto niedriger die Viskosität
je höher der Iodgehalt desto höher die Viskosität
ein KM mit geringer Viskosität kann ohne hohen Druck rasch injiziert werden
dimeres KM hat höhere Viskosität als monomere
monomeres KM kann ionisch und nicht-ionisch sein.
was bedeutet das für die Löslichkeit im Wasser?
ionisches KM:
erste Restgruppe: Carboxylgruppe (-COOH)
Salzbindungspartner
Lysin, Na o/u. Meglumin
Salz zerfällt in seine Ionen
höhere Osmolalität: Jodzahl 3:2 (monomer)
nicht-ionisches KM:
erste Restegruppe: andere hydrophile Gruppen
zb Hydroxy- oder Metoxygruppe
zerfällt in Wasser
niedrigere Osmolalität: Jodzahl 2:1
wie ist die Pharmakokinetik im Körper mit dem Wirkstoff?
Liberation (Freisetzung)
Resorption (Aufnahme)
Distribution (Verteilung)
Elimination (Ausscheidung)
KM wird auf verschiedenen Wegen ausgeschieden - welche zwei “Substanzcharakter” beeinflussen die Ausscheidung?
lipophil: Ausscheidung über Leber-Galle-System, hepatotrop
hydrophil: Ausscheidung vor allem über Niere, netrotrop
welche Toxizitätarten gibt es mit welchen Auswirkungen?
Nephrotoxizität: nierenschädigendes Potential, Grund für Kontrolle der GFR
Thyreotoxizität: Gefahr der Thyerotoxikose/thyreotoxische Krise, Grund für Kontrolle des TSH, Gefahr höher bei falscher Lagerung und Hyperthyreose
Osmotoxizität: toxische Wirkung des KM aufgrund Osmolalität
Chemotoxizität: toxische Wirkung aufgrund der chemischen Struktur des RKM, dosisabhängig, kann schwere Reaktionen auslösen,
hängt von Lipophilie, Plasmaproteinbindung, Osmolalität und Viskosität ab
Zytotoxizität:
was ist der Unterschied von Osmolarität und Osmolalität?
Osmolarität: misst osmotisch wirksame Teilchen pro Liter Lösung (osmol/L)
Osmolalität: misst die Teilchen pro Kilogramm Lösungsmittel (osmol/kg)
was ist ein Pyelogram?
Urographie:
Eigenschaften eines ionischen KMs:
Natrium-Triiodbenzoat und Meglumin-Triiodzoat
Benzoat zerfällt in wässrigen Lösungen in seine Ionen
es liegen daher Ionen vor:
negativ Ion/Anion: Kontrastmittelmolekül
positives Ion/Kation: Natrium, Meglumin
Ionen gelangen mit KM in Blutbahn und sind im Körper frei beweglich:
kann daher aufgrund der elektrischen Ladung zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen führen
auf jedes negative KM-Molekül kommt ein positives Ion, daher befinden sich viele Teilchen in der Lösung, die zu einer hohen Osmolalität führen (ebenfalls UAWs)
Eigenschaften eines nicht-ionischen KMs:
bestehend aus einem oder zwei Triiodbenzolring
Löslichkeit im Wasser durch Einfügen ein oder mehrerer hydrophiler Gruppen: Amidgruppen (-CONH) bzw -CONR), Hydroxylgruppen, Methoxygruppen
bsp: Ultravist: positiv, wasserlöslich, iodhaltig, nicht-ionisch
liegen nicht in Form eines Salzes vor
dissoziieren daher nicht in wässrigen Lösungen in ihre Ionen
niedrigere Osmolalität als ionisches KM, diese kann dennoch über der vom Blut liegen
Zuletzt geändertvor 8 Tagen