Buffl

Altklausuren 24-25

Aw
von Anna-Elisabeth W.

Trennmethoden:

  • 1a) Nenne 3 chromatographische Methoden zur Trennung und erläutere die jeweilige Trennung kurz

  • 1b) 3 AS (Asp, Ala, Arg) liegen bei pH7 vor. In welcher Reihenfolge eluieren die AS in einem Kationenaustauscher? Erläutere die Antwort mittels Strukturformeln

  • 1c) bei einem Anionen-Austauscher werden Immunglobuline bei pH7 eluiert und Serumalbumin bei pH4. Was sagt dies über die Proteine aus?


1a)

  • Isoelektrische Fokussierung

    • Proteine werden nach Ladung aufgetrennt

  • DC (Dünnschichtchromatographie)

    • Adsorptionschromatographie

    • durch unterschiedliche Polaritäten der Substanzen mit der stationären Phase

  • GC (Gaschromatographie)

    • beruht auf Adsorptions- oder Verteilungsvorgängen

    • Trennung durch Siedepunkt; durch Dampfdruck und Polarität

    • Temperaturgradient möglich

  • HPLC (High performance liquid Chromatographie)

    • Mechanismen der Flüssigchromatographie: Adsorption, Massenverteilung, Ionenaustausch, Molekularausschluss oder stereochemischen WW


1b)

  • Kationenaustauscher: tragen Carboxymethylgruppen, die bei neutralem pH negativ geladen sind.

    • binden positiv geladene Proteine

    • negativ-geladene und neutrale laufen durch.

-> bei pH 7 =Aspartat, daher deprotoniert, negativ geladen

-> bei pH7 =neutral. Zwitterion, daher elektrisch neutral

-> bei pH7 positiv. guanidinogruppe ebenfalls positiv.


=> zunächst Alanin. Da neutral geladen und klein am schnellesten.

=> Arginin ist positiv geladen aber größer, wodurch es etwas langsamer als ALanin durch eluiert.

=> Asparaginsäure bindet an der positiv geladenen stationären Phase des Kationenaustauschers und eluiert daher (mit abstand) als letztes durch den Kationenaustauscher.


1c)

  • Anionenaustauscher: haben als stationäre Phase positiv geladene DEAE-Gruppen. Binden daher aus dem durchfließenden Gemisch anionische (negativ geladene) Protiene

-> die Immunglobuline können bei pH7 eluieren und müssen daher aus neutrale oder positiv geladen sein.

-> Serumalbumin bei pH4.


Metabolismus:

  • 3a) Wie erzeugen Erythrozyten Energie?

    • besitzen kein Mitochondrium

  • 3b) Wie ist die Struktur von Glutathion? Welche Aufgabe erfüllt es?

  • 3c) Bei der Erkrankung hämolytische Anämie handelt es sich um ein Enzymdefekt (wenn Peroxid haltige Lebensmittel aufgenommen werden). Welches Enzym ist betroffen und wie kommt es zur Anämie


3a)

  • Erythrozyten und Nierenmark sind auf Glucose als Energielieferant angewiesen.

  • Erys haben keinen Zellkern, daher keine Mitochondrien und können nur so an Energie kommen.

  • Glykolyse!

    • Glucose + 2ATP -> 2 Glycerinaldehyd-3-phosphat

    • + 2 NAD+ + 4 ADP -> 2 Pyruvat + 2 NADH + 4 ATP


3b)

  • Tripeptid bestehend aus: Glu (Glutamin), Cys und Gly

  • Peptidbindung und Isopeptidbindung (Glu über Seitenkette, daher Gamma-Carboxylgruppe verknüpft)

-> Funktion: GSH-Peroxidase!

  • daher zur Entsorgung von Peroxiden.

-> GSH-Reduktase

  • umkehrreaktion

  • NADPH + H+ wird dabei zurückgebildet zu NADP+


  • rote Blutkörperchen benötigten viel Reduktionsmittel NADPH. Vor allem für Regeneration von Glutathion!

    -> wirkt als Antioxidans geg Peroxide!

    -> und zur Reduktion von oxidiertem Hämoglobin


3c)

  • bei Trägern des Gendefekts für Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (G6PDH) => Schlüsselenzym des Pentosephosphatwegs; werden Erythrozyten zu Schwachsetllen und es kann sich zu einer schweren hämolytischen Anämie entwickeln!

  • bei bestimmten Medis oder verzehr pfl. Produkte wie Favabohnen, führen zur erhöhten Produktion von Peroxiden! Damit zur massiven Oxidation von Membranlipiden und zum beschleunigten Erythrozytenabbau.


(Vorteil: Selektions: Schutz vor Malaria)


Sauerstofftransport

  • 6a) Hämoglobin: Nenne die zugehörige prosthetische Gruppe, sowie das darin gebundene Ion

  • 6b) Nenne ein Sauerstofftransportierendes Protein in den Muskeln

  • 6c) Zeichne die Sauerstoffbindungskurve für die Proteine aus a) und b). Erkläre die unterschiede auf chemischer Grundlage


a)

  • Prostetische Gruppe: Häm

    -> Protoporphyrin IX-Einheit (Tetrapyrrolring) mit Fe2+ komplexiert

  • das Eisenion der Hämgruppe ist über Histidin an die Proteinmatrix gebunden.

    • T- und R- Zustand: Konformationsänderung der Untereinheiten wenn Sauerstoff bindet. Fe2+ wird in die Ebene des Häm- Rings gezogen. der proximale Histidinrest wird mitgezogen und über die Helix F wird eine Konformationsänderung induziert.


b)

  • Myoglobin!

c)

  • Hämoglobin ist bei niedrigem Sauerstoffgehalt des Blutes wenig gesättigt, bei hohem allerdings hoch.

    • eine protoporphyrin-IX-EInheit bindet in ihrem Zentrum ein Fe2+. 4 der 6 möglichen Koordinationsstellen des 2-wertigen Ions werden dabei besetzt. Die restlichen 2 von Histidin (Anker der Proteinmatrix) und O2

  • Myoglobin ist dagegen schon bei niedrigem O2-Partialdruck hoch gesättigt.

  • das O2-Bindungsvermögen von Hämoglobin ist in diesem Gewebe stark herabgesetzt, während das Myoglobin bereits ein starkes Aufnahmevermögen zeigt. So bleibt der Sauerstoff in der Muskelzelle und wird nicht wieder abtransportiert.

  • das Hämoglobin kann dann ungesättigt wieder in Richtung Lungenkapillaren geführt und erneut gesättigt werden.

-> Kombination ermöglicht den Übertrag von Sauerstoff von Häm auf Myoglobin im vorerst hypoxischen Muskelgewebe.


RNA und Prozessierung

  • 8a) Was ist ein Promotor?

  • 8b) RNA-Prozessierung erklären und dazugehörige Enzyme nennen (3 Schritte)

  • 8c) Was ist RNA-Editing und welchen Vorteil bringt es?

  • 8d) Was machen Transkriptionsfaktoren? Ein Bsp. nennen mit genauer Funktion


8a)

  • Promotor ist die Bindungsstelle für RNA-Polymerase. Startpunkt der Transkription. Ist ein Abschnitt der DNA, der die Expression eines Gens reguliert

8b)

  • Die Prozessierung erfolgt im Zellkern und umfasst drei Reaktionen: 

    -> 1. 5’Capping: Ein 7-Guanylrest wird an das 5‘-Ende der Prä-mRNA geheftet  

    -> 2. Spleißen: Entfernen der Introns und Verknüpfung der Exons (am Spleißosom)  

    -> 3. Polyadenylierung: Poly(A)-Schwanz aus 50-250 Adeninresten wird an das 3‘-Ende geheftet.

8c)

  • RNA-Editing vergrößert wie die modifikation von primär-Transkripten durch alternatives Spleißen, die Zahl der Proteinbaupläne.

  • RNA-Editing ist die posttranskriptionale Veränderung der Nucleotidsequenz einer mRNA

    -> das Editing kann die Instruktionen einer mRNA gezielt verändern und dem codierten Protein neue Eigenschaften verleihen.

  • Alternatives Spleißen, variable RNA-Termination und RNA-Editing sind Variationen der Diversifizierung von Produktpaletten durch differenzielle Prozessierung ihrer Vorstufen.


8d)

  • Transkriptionsfaktor = Protein, dass an definierte DNA-Sequenzen bindet und so die Transkription reguliert.

-> Bsp.: Tumorsupressor-Protein p53

  • Tetramer mit dominant-negativen Effekt, d.h. eine defekte/mutierte UE resultiert in funktionslosem Tetramer

  • reguliert Zellteilung und Differenzierung

  • leitet Konz-bedingt den vorübergehenden Stillstand der Mitose ein, oder Apoptose der Zelle.

  • bei Defekt/ inaktivierender Mutation erfolgt keine Apoptose = maligne Zellproliferation


limitierte Proteolyse

  • limitierte Proteolyse erklären und 3 Bsp nennen, wo dieser Mechanismus vorkommt.


-> limitierte Proteolyse = proteolytische Prozessierung

  • Mechanismus der Aktivierung durch Spaltung einer oder weniger definierter Peptidbindungen

-> Aktivierung von Enzymkaskaden durch proteolytische Spaltung:

  • Verdauungsenzyme

    • werden als inaktive Form =Proenzyme, synthetisiert und durch limitierte Proteolyse (=> Spaltung einer oder weniger definierter Peptidbindungen) in ihre aktive Form übergeführt.

  • Blutgerinnungskaskade

    • 6 der Gerinnungsfaktoren sind Serinproteasen und ein wieterer Faktor eine Transpeptidase (FXIII). Alle liegen im Plasma als inaktive Proenzyme vor. Limitierte Proteolyse überführt sie in die aktive Proteaseform. AUch die Hilfsfaktoren FV und FVIII erlangen ihre volle Funktionalität erst durch limitierte Proteolyse - primär durch Thrombin.

      -> durch limitierte P. werden eine oder wenige Peptidbindungen der Zymogene gezielt gespalten. Nächste Ebene der Kaskade wird aktiviert.

  • DNA-Polymerase I

    • durch limitierte P. kann ein großes C-terminales Fragment von 67 kd erzeugt werden, das 3´5´-Exonuklease, sowie Polymeraseaktivität besetzt

  • Hormone/ -kaskaden

    • Proteohormone werden oft als inaktive Vorstufe hergestellt. Biosynthese von Insulin in eine prä-pro-Form, die erst nach proteolytischer Prozessierung die aktive Wirkform liefert.

    • Pro-Opiomelanocortin (POMC) (wird in der Adenohypophyse produziert) wird durch limitierte Proteolyse in die aktiven Hormone Adrenocorticotropes Hormon (ACTH), Melanocortin und beta-Lipotropin produziert.


Enzymkinetik

  • 11a) definiere Km und Kcat und erkläre wie sie die Enzym-Effizienz beeinflussen

  • 11b) zeichne ein Lineweaver Burk-Diagramm, erkläre wie man aus dem Diagramm Kcat und Km berechnen kann und gib die Lineweaver-Burk-Gleichung an.


11a)

  • Km = Michaelis-Menthen-Konstante

    -> gibt die Substratkonzentration an, die bei Halbmaximaler Reaktionsgeschwindigkeit vorherrscht.

    -> beschreibt die Affinität eines Enzyms zu einem Substrat.

    -> je höher, desto geringer die Affinität

  • Kcat = vmax/E0 = Wechselzahl

    -> je größer, desto höher die Produktbildung.

    -> geht darum zu erfahren, wie viele Substratmoleküle bei der Enzymsättigung pro Zeiteinheit umgesetzt werden.

  • Kcat/Km

    • Maß für die kat. Effizienz. Dient dazu die Leistungsfähigkeit eines Enzyms zu beurteilen.

    • den, hohe Affinität bedeutet nicht gleich hohe Umsatzrate. Man standatisiert die Trägheit des Enzyms gegenüber dem Substrat mit seiner Umsatzrate.

-> bei einer kompetetiven Hemmung:

  • vmx bleibt gleich

  • Km nimmt zu

-> bei reversibler:

  • Inhibitor und Substrat haben ähnliche Struktur, sie konkurrieren um das aktive Zentrum

= lineare (doppelt-reziproke) Darstellung der Enzymkinetik.

  • umgeformte Variante der Michaelis-Menthen-Gl.. Diese lineare Funktion erleichtert die Auswertung experimenteller Daten.

-> um die Leistungsfähigkeit eines Enzyms zu beurteilen dürfen Km und kcat nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

  • enorm große Umsatzraten nützen nur dann etwas, wenn auch für Substratnachschub gesorgt wird. Das Enzym daher eine genügend hohe Substrataffinität besitzt.

  • Maß für die katalytische Effizienz => der Quotient kcat/Km


=> Km und v(max) werden experimentell bestimmt über die Lineweaver-Burk-Gleichung. Bei diesem Diagramm wird die reziproke Geschwindigkeit zur reziproken Substratkonzentration aufgetragen. Ist eine lineare Darstellung der Michaelis-Menthen-Gl.

  • Abzissenabschnitt = 1/vmax

  • Steigung = Km/vmax

  • kcat = vmax / [E]

    • E = Enzymkonzentration


SDS-Page

  • 1a) Prinzip erklären unter Nennung der Funktion von SDS

  • 1b) Welchen Einfluss hat die Konzentration des Gels auf die Trennung?


1a)

-> SDS-Page dient der Trennung von Proteinen. Es lysiert die Cytoplasmamembran.

  • SDS = Na-Dodecylsulfat; Page = Polyacrylamid- Gelelektrophorese

  • ist ein anionisches Tensid (Detergens)

  • denaturiert PROTEINE und maskiert deren Ladung.

    -> ermöglicht Trennung nach Größe => Molekularsiebeffekt/Größenausschluss

    -> die SDS-Proteinkomplexe sind negativ geladen und wandern zur Anode (+)

-> Prinzip:

  • Basiert auf den Einsatz eines diskontinuierlichen Puffersystems mit zwei unterschiedlichen Puffern und Gelschichten

  • Diskontinuität bezieht sich auf: Gelstruktur, pH-Wert der Puffer, Ionenstärke der Puffer, Art der Ionen im Gel und im Elektrodenpuffer.


1b)

  • Trenn- und Sammelgel unterscheiden sich in:- Variation der Acrylamidkonz. - der pH-Bedingungen innerhalb des Gels

-> Sammelgel: pH 6,8 besteht aus 0,4% SDS und 0,5M Tris/HCl- hat größere Porengröße -> konzentriert Proteine in einem dünnen Band bevor sie ins Trenngel übergehen

  • geringere Konzentration an Acrylamid => größere Maschenweite

  • pH niedriger = pH 6,8 (IEP von Glycin aus Puffer), daher Glycin ungeladen und Cl- geladen. Die Molalität der zu analysierenden (als Polyanionen vorliegenden) Proteine ist zwischen dem Chlorid und Glycin einzuordnen.

    -> Chlorid gibt geschwindigkeit vor, der Rest folgt mit gleicher, konstanter Geschwindigkeit.

!Isotachyphorese!


-> Trenngel: pH 8,8 besteht aus 0,4% SDS und 1,5M Tris/HCl. -> hat kleinere Porengröße, Trennung der Proteine erfolgt nach ihrer Größe (weil Acrylamidkonzentration größer)

  • höhere Konzentration an Acrylamid => engere Maschen

  • pH 8,8 (höher), Proteine liegen als Polyanionen vor.

  • Trennung erfolgt wegen unterschiedlichen Retentionsverhaltens begründet auf den unterschiedlichen Proteingrößen

=> Größenausschluss

Skorbut:

  • 2a) Was ist Skorbut und wodurch wird es verursacht?

  • 2b) Zeichne und nenne die beiden unmodifizierten AS, die am Aufbau von Kollagen beteiligt sind

  • 2c) einer der beiden AS hat einen Einfluss auf die Massenspektrometrie. Nenne diese und erkläre ihren Einfluss. Marcus


2a)

  • Skorbut resultiert durch Vitamin C Mangel. (Ascorbinsäure)

  • zur richtigen Funktion benötigen die Hydroxylasen von Prolin und Glycin Vitamin C als Cofaktor!

    -> sonst fehlerhafte Biosynthese des Kollagens

  • Prolinhydroxylierung: Cosubstrat ist alpha-Ketoglutarat, das unter oxidativer Decarboxylierung zu Succinat wird. Die Prolyl-4-Hydroxylase trägt ein Fe2+ im aktiven Zentrum, was während der Reaktion zu Fe3+ oxidiert.

    -> Cosubstrat Ascorbinsäure reduziert wieder zu Fe2+

    -> bei einem Defizit von Vit.C kann Reaktion nicht mehr stattfinden (Stillstand), keine ordentliche Prolin-Hydroxy-Kollagen. => Resultat: Kollagenmangel (Erkrankung Skorbut)


2b)

  • Primärstruktur von Kollagen:

    -> um die außergewöhnliche Anordnung in eine Tripelhelix zu ermöglichen, besitzen Kollagenprotomere eine spezielle Primärstruktur, mit häufigem Sequenzmotiv Gly-Xaa-Yaa

    => Glycin - Prolin - Hydroxyprolin

    • Glycinanteil: 30%, (Hydroxy-) Prolin 22%

Tripelhelix von Kollagen: 3 alpha-Helices bilden für dich jeweils linksgängige Helix aus. 3 dieser linksgängigen winden sich umeinander zu einer rechtsgängigen Tripelhelix zusammen! Diese Verdrillung bewirkt, dass sich unter Zug KEINE Faser herauslöst.

  • Kollagenbiosynthese:

    • Posttranslationale Modifikationen (PTMs) im Kollagen: Hydroxylierung, Glykosylierung, limitierte Proteolyse

    • dabei beteiligte AS:

      -> Prolin: hydroxyliert

      -> Lysin: hydroxyliert und glykosyliert


2c)

  • Lysin (K) und Glutamin (Q) sind nicht-isobar, haben aber sehr ähnliche Molmassen

    -> K/Q-Unterscheidung durch HR-MS und Peptidabbau oder Derivatisierung möglich (AS-Analyse, Edmanabbau)


Antikörper:

  • 3a) Monoklonale und Polyklonale AK jeweils definieren

  • 3b) Wie werden sie jeweils hergestellt?

  • 3c) Welche Funktion besitzt die variable und konstante Region des AK? Wo befinden sich diese Regionen? Dafür AK zeichnen und beide Regionen zuorndnen

    -> zeichne gesamtes AK und bennen alle Bestandteile


3a)

-> monoklonale AK:

  • sind AK, die von einer einzigen B-Zelllinie produziert werden.

  • SInd daher nur gegen 1 spezifisches Epitop eines Antigens gerichtet.

-> polyklonale AK:

  • Mischung aus AK, die vom Serum immunisierter Tiere stammen.

  • Die AK stammen daher von verschiedenen B-Zelllinien ab und richten sich gegen verschiedene Epitope eines AG.

3b)

-> Monoklonale AK:

  • Maus wird mit AG immunisiert. Milz wird entnommen, Lymphozyten daraus gewonnen. Diese produzieren die AK gegen diverse Epitope des AG.

  • differenzierte Lymphozyten werden mit permanent-wachsenden-Myelomzellen fusioniert (können selbst keine AK produzieren). Zellgemsich wird in HAT-Medium kultiviert.

    • Dieser enthält Inhibitor der Nucleotidsynthese Aminopterin und die Nucleotidderivate Hypoxanthin + Thymidin

  • die fusionierten Zellen = Hybridomzellen. Sie werden durch Vereinzelung selektiert

    -> 1 Hybridomzelleproduziert einen einzigen AK-Typ (den ihr lymphozytärer ANteil vor Fusionierung produziert hat)

    => dieser monoklonaler AK lässt sich praktisch unbegrenzt erzeugen.

-> Polyklonale Antikörper werden hergestellt, indem man ein Tier (z. B. Kaninchen, Ziege, Esel) wiederholt mit einem Antigen immunisiert, das ein fremdes Protein, Peptid oder andere Moleküle sein kann. Das Immunsystem des Tieres produziert daraufhin eine Mischung aus verschiedenen Antikörpern gegen unterschiedliche Bereiche (Epitope) des Antigens. Aus dem Blut des immunisierten Tieres wird das Serum gewonnen, aus dem die polyklonalen Antikörper (eine Mischung verschiedener Antikörper) isoliert und gereinigt werden


3c)

  • V = variable Region

    • sind die AG-Bindungsstelle

    • ist die Erkennungsregion; liefert ein strukturelles Gerüst für die hypervariable Schleife

    -> hypervariable-Region: 3 Stück. sind besonders variabel. DIe hypervariablen Regionen der schweren und leichten Ketten liegen direkt nebeneinander und bilden zusammen die AG-Bindungsstelle

  • C = konstante Region

    • funktionelle Einheit des AK.

    • verantwortlich für die Immunabwehr, d.h. Wirkungs- und Effektormechanismus


Transporter:

  • 4a) Welcher Transporter sorgt dafür, dass die intrazelluläre K+ Konzentration hoch bleibt?

  • 4b) Funktionsweise des Transporters erklären

  • 4c) durch Zugabe von Arzneistoffen wie z.B. Ouabain kommt es zur Hemmung des Transport. Welche Auswirkungen hat das?


4a)

  • die Na+-K+-ATPase schafft einen K+-Konzentrationsgradienten über der Zellmembran, der vom Cytosol zum Extrazellulärraum hin steil abfällt.

    -> Na+-K+-ATPase importiert K+-Ionen in die Zelle (Verhältniss 2 K+ pro 3 Na+)

    • exportiert gleichzeitig mehr Na+

    • ungesteuert diffundieren durch offene, ungesteuerte Ruhemembrankanäle K+ mit dem Konzentrationsgradienten aus Zelle raus.

      -> Intrazelluläre K+-Konzentration ist fast 30-mal höher als die extrazelluläre

4b)

  • in einem Zyklus exportiert die Na+-K+-ATPase 3 Na+ und imporiert 2 K+. Dabei wird 1 ATP hydrolysiert.

  • Na+-K+-ATPase erzeugen differenzielle Ionenverteilungen zwischen extra- und intrazellulär-Räumen und aufrechterhält.

  • ist ein heterotetramer aus 2 großen katalytischen alpha-UE und 2 zusätzlichen (akzessorischen) beta-Ketten

  • Pumpe hat mind. 2 verschiedene Konformationen, die zum Zellinneren/ Extrazellulärraum geöffnet werden. = Endo- und exo-Form

-> Endo-Form hat hochaffine Bindungsstellen für 3 Na+. Sobald Na+ bindet, katalysiert alpha-Kette unter ATP-Verbrauch die Autophosphorylierung eines Aspartatrests in der kat-alpha-UE.

-> Phosphorylierung treibt Pumpe in die exo-Stellung. Hat deutlich geringere Na+-Affinität, Na+ geht daher in den extrazellulärraum

-> exo-Form bindet nun 2 K+ mit hoher Affinität, was ihre Dephosphorylierung => Rückkehr der endo-Form ergibt.

-> Endoform hat geringe K+-Affinität und diese Ionen werden ins Cytoplasma abgegeben.


Wieso:

  • elektrogene Pumpen. Zum Aufbau von Membranpot.

  • stabilisieren Zellvolumen: Weil sie Ionen auspumpen, somit osmotisch bedingten Einstrom von Wasser entgegensteuern.


4c)

  • hemmt man die Na+-K+-ATPase der Erys durch den Pumpeninhibitor Ouabain, so akkumuliert Na+ in die Zelle.

-> Intrazelluläre Osmolalität steigt

-> sekundär strömt Wasser in die Zelle bis sie platzt.

=> Lyse der Zelle

  • Digitalis-Inhaltsstoffe: hemmen Na+-K+-Pumpe in der Plasmamembran von Kardiomyocyten


Mitochondrien

  • 5a) Komportimente des Mitochondriums nennen. Für jedes Kompartiment 2 Stoffwechselwege angeben

  • 5b) Wesentliche Schritte der Atmungskette unter Berücksichtigung des Protonengradienten nennen und kurz beschreiben.


5a)

-> Mitochondrium = Kraftwerk der Zelle. Produzieren aus Nährstoffen und O2, ATP und CO2. Betreiben die Zellatmung

  • äußere Membran

    • enthält spezielle Proteine für den Transport von Substraten in das innere.

  • Intermembranraum

    • Protonengradient wird aufgebaut, der für ATP-Synthse an innerer Membran entscheident ist.

  • innere Membran mit Einstülpungen (Cristae)

    • bei der oxidativen Phosphorylierung (=Atmungskette): Q-Zyklus im Komplex 3

      -> Komplex 3 übeträgt die von Ubihydrochinon gelieferten e- via Eisen-Schwefel-Zentren auf Cytochrom C und transportiert gleichzeitig 2 H+ über die innere-Mitochondrienmembran

    • oxidative Phosphorylierung

  • Matrix

    • aerobe Glykolyse-> oxidative Decarboxylierung von Pyruvat: Pyruvat kat. durch Pyruvat-Decarboxylase zu Acetyl-CoA

    • Gluconeogenese: unter ATP-Verbrauch entsteht Oxalacetat

    • Citratcyklus

    • beta-Oxidation

    • Teile des Harnstoffzyklus


5b)

-> Atmungskette dient der Energiegewinnung aus Glucose (Aerober abbau von Nährstoffen)

-> Es werden 30 Moleküle ATP hergestellt

-> Komplex 1, 3 und 4 leiten Protonen aus der Matrix in den Intermembranraum (quasi das Cytosol der Mitochondrien), um mit dem Protonengradienten ATP-Synthese zu betreiben.

-> Die Enzyme sind in der inneren Membran

  1. NADH wandert zur inneren Mitochondrienmembran und gibt dort elektronen an Komplex 1 (NADH-Dehydrogenase) ab. Dieses gibt dann die Elektronen an das Lipidmolekül Ubichinon (Coenzym Q10) ab welches sich IN der Lipiddoppelmembran befindet. Dabei wird Energie frei, die genutzt wird, um Protonen aus der Matrix in den Intermembranraum zu pumpen.

  2. Komplex 2 nimmt Elektronen von FADH2 an wobei es zu FAD wird und Elektronen an das Ubichinon weiter gibt. Dabei werden KEINE Protonen in die Innnenmembran transportiert. 

  3. Ubichinon transportiert seine Elektronen auf Komplex 3. Es leitet die Elektronen dabei an Cytochrom c weiter. (Cyt c ist auf der Außenseite der inneren Membran). Beim Weiterleiten der Elektronen findet Protonentransport statt. 

  4. Komplex 4 erhält nun die Elektronen von Cyt c und überträgt sie zusammen mit Wasserstoffprotonen auf Sauerstoff, der zu Wasser reduziert wird (2e- + 2H+ + 1/2 O2 -> H20). Zusätzlich findet ein Transport von Protonen in den Intermembranraum statt. 

=> Über die Komplexe 1, 3 und 4 wurde ein Protonengradient aufgebaut. Der Komplex 5 (ATP-Synthasekomplex) transportiert die Protonen wieder in die Matrix wobei ATP freigesetzt wird. 


  • aus 1 Glucose kommen 30ATP raus, wobei 2 ATP verbraucht werden.


Blut:

  • 6a) was ist der Unterschied zwischen Vollblut, Blutplasma und Blutserum?

  • 6b) Wie werden Blutplasma und Blutserum jeweils hergestellt?

  • 6c) Wie unterscheiden sich Blutgruppen A, B, AB und 0? Unterschiese mithilfe einer schematischen Skizze erklären.


6a)

  • Vollblut ist das komplette Blut mit allen Bestandteilen.

  • Blutplasma = Blutserum + Fibrinogen

    • also flüssige Blutbestandteile OHNE Hämatokrit

    • besthet aus Elektrolyte, Plasmaproteine, Nährstoffe, Abbauprodukte diverser Stoffwechselwege, Hormone

  • Blutserum = Blutplasma, dass von Fibrinogen befreit wurde.

    • 91% Wasser

    • 7% Protein

      -> darunter 62% Albumin

      -> gamma-Globulin 17%

    • 2% Elektrolyte


6b)

  • Blutplasma wird durch Zentrifugation von Vollblut gewonnen, dem vorher ein Gerinnungshemmer (z. B. EDTA, Citrat) zugesetzt wurde, um die Gerinnung zu verhindern.

  • Blutserum wird aus Vollblut gewonnen, das gerinnen durfte; nach der vollständigen Gerinnung und Zentrifugation bleibt das Serum als Überstand übrig, dem das Fibrinogen und andere Gerinnungsfaktoren fehlen.

-> Der Hauptunterschied ist also das Vorhandensein von Gerinnungsfaktoren: Plasma enthält sie, Serum nicht, da es nach der Gerinnung gewonnen wird


6c)

  • Grundlage des AB0-Systems (Mensch) sind Oligosaccharide der Glykoproteine und -lipide auf der Erythrozyten-Oberfläche.

  • Alle Menschen besitzen die notwendigen Enzyme für 0-Antigen-Synthese

  • Blutgruppe A: + spezifische Glykosyltransferase, die N-Acetylgalactosamin an das 0-Antigen anfügen

  • Blutgruppe B: + andere Glykosyltransferase, die Galactose anknüpft

  • AB: besitzen beide Enzyme!

-> wenn jemand kein A-Antigen, kein B-Antigen oder keines von beiden besitzt, bildet Körper AK gegen diese AG aus! => Erys werden zerstört. Hämolyse

  • AB = Universalempfänger

  • 0 = Universalspender


Ketonkörper:

  • 7a) Wann und von welchem Organ wird Ketogenese betrieben? Was ist Ketogenese?

  • 7b) Ketonkörper nennen und zeichnen

  • 7c) Welchen Einfluss hat Fasten auf den Kohlenhydrat-, AS- und Fettstoffwechsel?


7a)

  • Ketogenese = Ketonkörperbildung

  • Ketonkörper entstehen bei Kohlenhydratmangel als Nebenprodukt der Fettverbrennung in den Mitochondiren der Leberzellen.

    • sind wasserlöslich

  • bei Hungerzuständen oder auch bei verminderter Aufnahme von Glucose (Diabetes mellitus Typ I) =>!diabetische Ketoazidose!

    -> wichtiger Energielieferant für periphere Gewebe (Herz, Skelettmuskeln) und Gehirn bei Hunger! (können Blut-Hirn-Schranke überwinden)

    • werden abgebaut in Acetyl-CoA und in Citratzyklus eingeshcleust.

7b)

  • Acetoacetat, Aceton, beta-Hydroxybutyrat (letzteres ist kein Keton)


7c)

  • Hungerzustand:

    -> Leber

    • AS -> Glucose

    • Festtsäuren -> Ketonkörpern

    -> Fettgewebe

    • Triacylglycerine -> Fettsäuren und Glycerin

    -> Skelettmuskulatur

    • Fettsäuren -> CO2 + H2O

    • Proteine -> AS

    -> Herz

    • Fettsäuren -> CO2 + H2O

    • Ketonkörper -> CO2 + H2O

    -> Gehirn

    • Glucose -> CO2 + H2O

    • Ketonkörper -> CO2 + H2O


Ablauf des Fastens: => Hypoglykämie

  • Tag 1:

    • Glucagon wird ausgeschüttet. Mobilisiert Triacylglycerine aus den Fettdepots und stimuliert die Gluconeogenese + den Fettsäureabbau durch beta-Oxidation in der Leber.

    • sekundär: hepatische Glykolyse wird abgeschaltet, wegen erhöhter intrazellulärer Konz. von Acetyl-CoA und Citrat

    -> wegen verminderter Insulinausschüttung, nimmt Muskel weniger Glucose auf + stellt um auf Fettsäureverwertung.

    • gesteigerte Proteolyse von Muskelproteinen gibt die Energiesubstrate für oxidative-Phoshorylierung + anaplerotische Intermediatefür den Citratzyklus + Alanin und Pyruvat für den Cori-Zyklus

      -> mündet in hepatische Gluconeogenese.

    • dieser Stoffwechselweg nimmt auch Glycerin auf, welches bei der gesteigerten Lipolyse im Fettgewebe anfällt.

    -> nach Tag 1, sind Glykogenspeicher (7000 kJ) aufgebraucht und Körper greift auf Fettdepots + Proteinspeicher zurück.

    -> Ziel ist die Aufrechterhaltung der Blutglucosekonz., diese darf nicht unter 2,2 mmol/l fallen, notwendig um SToffwechsel von Gehirn und Erys zu erhalten.

  • Nach Tag 3:

    • Citratzyklus in Leber immer langsamer, da Gluconeogenese ihm Oxalacetat entzieht + anaplerotische Reaktionen wegen Abhängigkeit der Glykolyseprodukte nicht mehr nachkommen.

    • kommt zur zunehmenden Akkumulation von Acetyl-CoA aus der beta-Oxidation.

    • Leber verlegt sich mehr auf Ketonkörperproduktion. Acetyl-CoA -> Ketonkörpern und gibt diese Intermediate ins Blut ab

      => Acetoacetat und 3-Hydroxyputyrat

    • Hirnstoffwechsel stellt sich um. Ketonkörper werden immer mehr zur Energiegewinnung genutzt (von 30% -> 70%)

    • Herz deckt Energiebedarf dabei weitestgehend aus metabolisierung von Ketonkörpern.

    -> maximale Glucoseersparnis kann Proteolyse der Muskelproteine wieder auf 25% des Max-Wertes zurückgeführt werden.


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Anna-Elisabeth W.

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