Einfluss von Elementen auf die eutektische Umwandlung
Verringerung des Intervalls zwischen stabiler und metastabiler Temperatur
Verschiebung des Intervalls zu tieferen Temperaturen
Verbreiterung des Temperaturintervalls
Verschiebung des Temperaturintervalls
zu höheren Temperaturen
Graphitform
Gusseisen mit Lamellengraphit
Eisen-Kohlenstoff-Gusswerkstoff
Kohlenstoff liegt überwiegend als lamellarer Graphit vor
Sorteneinteilung nach:
Zugfestigkeit (30-mm-Probestab) 100–350 N/mm²
alternativ Brinellhärte 150–260 HB
Gefüge: ferritische bis perlitische Matrix mit Graphitlamellen
Graphitanordnung bei GJL
Keimzustand der Schmelze / Schmelzprozess
Zwei Fertigungsschritte beeinflussen den Keimzustand:
Schmelzprozess (Aggregat, Zeit-Temperatur-Führung im ITO)
Impfen (Impfmittel, Art, Menge)
Beim Induktionstiegelofen (ITO) wird der Sauerstoffgehalt der Schmelze beeinflusst → Sauerstoff ist notwendig für die Keimbildung
Sauerstoffbindung in der Schmelze (Gleichgewicht): SiO₂ + 2C ⇌ Si + 2CO
Abhängig von Temperatur sowie C- und Si-Gehalt:
hohe Temperatur: Bildung von CO
niedrige Temperatur: Bildung von SiO₂
Grenztemperatur (theoretisch):
Impfen
Erstarrung nur durch heterogene Keimbildung
Fremdkeime (z. B. Al-/Ti-Nitride, -Karbide, Al₂O₃, MnS) nötig für Graphit
Fehlen Keime → Unterkühlung → Weißerstarrung
Impfen = Einbringen wirksamer Fremdkeime
Keilprobe
Ein sehr einfaches, aber wirkungsvolles Verfahren zur Charakterisierung des Keimzustandes und des Impfens von Gusseisenschmelzen ist die sogenannte Keilprobe.
Eigenschaften GJL
Das Gefüge und damit auch die Zugfestigkeit des GJL (als maßgebliche Eigenschaft) hängen ab von:
Chemischer Zusammensetzung: - SC-Wert (Gehalt an C und Si)
Legierungselemente.
Abkühlbedingungen
Keimzustand der Schmelze (Impfen)
Abkühlungsbedignungen
Die Abkühlungsgeschwindigkeit wird neben den thermophysikalischen Eigenschaften des Formstoffs auch durch Größe und Form des Gussteils bestimmt.
Vereinfachend beschreibt die Wanddicke eines Gussstückes die Abkühlungsgeschwindigkeit, für genauere Betrachtungen muss das Oberflächen / Volumen-verhältnis herangezogen werden kürzer
Abkühlgeschwindigkeit (Wanddicken)
dünne Wanddicke → große Abkühlgeschwindigkeit (schnelles Abkühlen)
dicke Wanddicke → geringe Abkühlgeschwindigkeit (langsames Abkühlen)
Je dicker das Gussteil, desto langsamer kühlt es ab; je dünner, desto schneller.
Zuletzt geändertvor 3 Tagen