Somatosensorik - 3 Systeme
Simultane Raumschwellen
Minimal wahrnehmbarer Abstand zwischen zwei gleichzeitig dargebotenen Reizen
Abhängig von Körperregion
Niedrige Auflösung (Rücken, Oberschenkel)
Hohe Auflösung (Zunge, Fingerspitzen)
Simultane Raumschwellen - Messungen
Psychophysikalische Messung
Psychometrische Funktion
Mittel aus vielen Messungen
Schwelle = Threshold, wo über Rate-Wahrscheinlichkeit berichtet wird
Organisation des somatosensorischen Kortex
Somatotopische Organisation
Feinfühlige Regionen nehmen mehr Oberfläche ein
Vermutlich evolutionär bedingt
Illustration durch Homuncolus
Ursachen Unterschiedlicher Kortikaler Repräsentation
Rezeptordichte
Unterschiedliche Dichte somatosensorischer Rezeptoren
Kleine rezeptive Felder in feinfühligen Regionen
Konvergenz der Verschaltung
Geringe Konvergenz in feinfühligen Arealen
Hohe Konvergenz in grobsensiblen Arealen
Unterschiedliche räumliche Auflösung
Somatosensorische Rezeptoren
Mechanorezeptoren:
Merkel-Zellen -> Druck
Ruffini-Körper -> Dehnung
Pacini-Körper -> Vibrationen
Meissner-Körper -> Fühlen in den Fingerspitzen
Freie Nervenendigungen:
Schmerz
Thermorezeptoren
Spezialisierte Rezeptoren
z.B. Histamin oder Glukose
Golgi-Sehnenorgan
Somatosensorische Rezeptoren: Adaption
Adaption: Wie schnell ein Rezeptor auf einen konstanten Reiz aufhört zu feuern
Schnell adaptieren: Pacini-Körper
Mittelschnell adaptierend: Meissner-Körper
Langsam adaptierend: Merkelzellen, Tastscheibe, Ruffini-Körper
Zwei Bahnensystem
Lemniskales System: Berührung, Druck, Propriozeption
Anterolaterales System: Schmerz- und Termperatur
Kortikale Repräsentation von Schmerz
Kein einzelnes Areal ist für Schmerz verantwortlich
Patienten mit Läsion einer Hemisphäre empfinden weiterhin Schmerz
Verletzung des Thalamus kann zu “zentralen Schmerz” führen
Limbisches System: Verarbeitung der motivationalen und emotionalen Aspeke von Schmerz
Schmerzwahrnehmung als Frühwarnsystem
Nozizeptoren: Fast überall
Vorhanden in Haut, Muskeln, Gelenke, innere Organe, Nicht vorhanden in Gehirn und Lunge
Kogenitale Analgesie
Angeborenes Fehlen der Schmerzempfindung
Schmerzreize werden nicht oder kaum wahrgenommen
Andere Sinnesmodalitäten meist intakt
Hohes Verletzugsrisiko
Ursache: Genetische Defekte in Schmerzrezeptoren oder -bahnen
Schmerzwarhnehmung
Sensorische und emotionale erfahrung
Schmerzgedächtnis
Bereits bekannte Reize werden früher und stärker Wahrgenommen
Schmerzerfahrung als Referenzpunkt für akute Schmerzen
Phantomschmerz
Phantomschmerzen:
Schmerzempfindung ein einem amputierten oder fehlenden Körperteil
Erklärung
Zentrale Reorganisation im somatosensorischer Kortex
Persistierende Aktivität nozizeptiver Netzwerke
Kognitive Faktoren
Opiate und Schmerz
Nicht-Opiatartige Analgetika
z.B. Paracetamol
Wirken an Ort der Schmerzentstehung
Opiatartige Analgetika
z.B. Morphium, Heroin
Wirken zentral
Opiatrezeptoren im Rückenmark und auf höheren Ebenen
Opiatrezeptoren
Im Hinterhorn des Rückenmarks, Thalamus, Hirnstamm, limbisches System
Körpereigenes Schmerz- und Belohnungsmanagment
Endorphine binden an Miu-Opioidrezeptoren, z.B. auf GABAergen Interneuronen in Behlohnungskernen wie dem Nucleus accumbens
Endorphine hemmen diese GABA-Neuronen -> Dopaminfreisetzungen steigt
Zuletzt geändertvor 14 Tagen