Inflation
eine allgemeine und anhaltende Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen, gleichbedeutend mit einer Minderung der Kaufkraft
Deflation
anhaltender Rückgang des allgemeinen Preisniveaus, bei dem Waren und Dienstleistungen günstiger werden und die Kaufkraft des Geldes steigt
Kaufkraft
die Menge an Waren und Dienstleistungen, welche mit einer Geldeinheit einer bestimmten Währung gekauft werden können
Ursachen einer Inflation
Nachfrageinflation: hohe/viele Nachfrager, wenig Ware, Preise steigen
Kosteninflation: Produktion wird teurer, Unternehmen erhöhen Preise
Importierte Inflation: Waren aus dem Ausland werden teurer
Geldmengeninflation: zu viel Geld im Umlauf, Wert des Geldes sinkt
Inflationsrate
Prozentzahl, die zeigt, wie stark die Preise in einem Jahr gestiegen sind
Nominallohn
der Betrag, der im Arbeitsvertrag steht
Reallohn
Was man sich davon tatsächlich kaufen kann (Nominal - Inflation)
Zusammenhang Inflationsrate und Löhne
Zusammenhang
-> Steigen die Löhne weniger als die Preise, sinkt der Reallohn
-> man kann sich weniger leisten
Magisches Viereck
Stabilität des Preisniveaus (nahe 2%) -> Inflation und Deflation sollen vermieden werden, um die Kaufkraft der Währung zu erhalten
Hoher Beschäftigungsgrad (Arbeitslosenquote <3%) -> Das Ziel ist, möglichst viele Menschen in Lohn und Brot zu bringen, also Vollbeschäftigung zu erreichen
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht (1,5-2% des nom. BIP) -> Die Exporte und Importe eines Landes sollen sich möglichst die Waage halten (Zahlungsbilanz), um nicht zu abhängig von anderen Ländern zu sein
Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum (2-3% des real. BIP) -> Die Produktion von Gütern und Dienstleistungen soll kontinuierlich steigen, um den Lebensstandard zu verbessern
Magisches Sechseck
Gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung
Erhalt einer lebenswerten Umwelt/Umweltschutz
Zielkonflikte aus dem magischen Sechseck
Problem: Messbarkeit -> qualitative Ziele
Wachstum vs. Umweltschutz -> mehr Produktion bedeutet oft mehr Umweltbelastung
Hohe Beschäftigung vs. Stabile Preise -> wenn viele Menschen Arbeit haben, steigt die Nachfrage (kann zu Inflation führen)
Wirtschaftswachstum vs. Einkommensgerechtigkeit -> Wachstum komm oft nicht bei allen gleich an
BIP
BIP = Bruttoinlandsprodukt: Wert aller hergestellten Waren und Dienstleistungen in einem Jahr in einem Land
Reales BIP: preisbereinigt, bildet den Wert unabhängig von Preisveränderung
Nominales BIP: tatsächliche Preise bewertet, summiert alle Marktpreise der Güter
BIP als Wohlstandsindikator
Um wirtschaftliche Entwicklung zu messen, reicht alleine nicht aus, um den Wohlstand zu ermitteln
Kritik: Umweltschäden, Gesundheit, Schattenwirtschaft, Bildungschancen, Einkommensverteilung, Freizeit, soziale Kosten, Lebensqualität -> werden nicht berücksichtigt
Weil das BIP zeigt: wie viel ein Land produziert; wie viel Einkommen entsteht; ob die Wirtschaft wächst
Mehr Produktion bedeutet oft mehr Jobs, höhere Einkommen, besseren Lebenstandard
Konjunkturverlauf
1) Aufschwung:
-Steigen von Nachfrage, Produktion, Beschäftigung
-Arbeitslosigkeit sinkt
-Unternehmen investieren
2) Boom:
-Kapazitäten laufen voll, Löhne und Preise steigen stark
-hohe Nachfrage an Arbeitskräften und Rohstoffen -> Gefahr von Inflation
3) Abschwung:
-sinkende Nachfrage, fallende Produktion, sinkende Preise
-steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne
-Rückgang der Gewinne
4) Depression:
-geringe Nachfrage, niedrige Preise
-hohe Arbeitslosigkeit
-kaum Investition -> Gefahr von Deflation
Zuletzt geändertvor 9 Tagen